Schwarzwerdender Geissklee
Schwarzwerdender Geissklee
Artbeschrieb
Schwarzwerdender Geissklee
- Strauch, 30-150 cm hoch, reich verzweigt
- Zweige rund (nicht kantig), grün (junge) bis dunkelbraun (ältere), aufrecht, kurz anliegend behaart, fein gerillt, rutenartig
- Blätter gestielt, 3 Teilblätter, Teilblätter 1-2 cm lang; oval bis länglich, ganzrandig, Stiel so lang wie Teilblatt, Unterseite und Stiel anliegend behaart, bleichgrün, Oberseite kahl und dunkelgrau
- Blüten gelb, in langen Trauben am Ende der Zweige, ca. 1 cm lang
- Frucht anliegend behaart
- Blüten beim Trocknen schwarz werdend
- Blütezeit: Juni - Juli (September)
Ähnliche Arten
In Waldlebensräumen keine.
Pflege und Gefährdung
Was hilft der Art?
- Wuchsorte dauerhaft offenhalten
- Entbuschen; schnellwüchsige Konkurrenten zurückschneiden
- Förderung offener Stellen, Freistellen von Felsen
- Waldrandpflege
- Erhalt von lichten Wäldern an warmen Standorten; bei Mäharbeiten Geissklee vorgängig markieren bis markante Sträucher entstanden sind
Was gefährdet die Art?
- Zuwachsen der Wuchsorte, ausbleibende Nutzung
- Verdunkelung der Bestände
- Verbuschen bzw. Zuwachsen der Offenflächen im Wald
Lebensraumansprüche und Vorkommen
- Auf trockenen bis wechseltrockenen, neutralen bis basenreichen, lehmigen und tonigen Böden
- Nährstoffarme, halbschattige Standorte
- Trockene, steinige Hänge
- Lichte Wälder
- Föhren- und Eichenwälder (Geissklee-Föhrenwald, E&K 64)
- Kastanienwälder
- Waldsäume, Waldränder
- Auf Felsen, Hangkanten
Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)
- Astlose Graslilie (Anthericum liliago)
- Färbermeister (Asperula tinctoria)
- Purpur-Klee (Trifolium rubens)
Weiteres
Der Schwarzwerdende Geissklee ist Nektarpflanze für verschiedene spezialisierte Wildbienen-Arten.
Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald