Schwarze Platterbse
Schwarze Platterbse
Artbeschrieb
Schwarze Platterbse mit paarig gefiederten Blätter
- 30-90 cm hoch und verzweigt
- Pflanze verfärbt sich beim Trocknen schwarzbraun (namensgebend!)
- Stängel nicht geflügelt, aber mit 2-4 deutlichen Kanten
- Blätter Paarig gefiedert mit 4-6 Fiederpaaren und endständiger, grannenartiger Spitze. Fiederblättchen bis 3cm lang, oval, mit aufgesetztem Spitzchen und netzig verbundenen Fiedernerven (keine parallelen Längsnerven; Unterschied zu Bergplatterbse (Lathyrus linifolius))
- Blüten Purpur bis bräunlich, zuletzt bläulich; 1-1,5 cm lang, in 3-10 blütigen langgestielten Trauben
- Früchte von Hülsen ungegliedert, wenn reif schwarz
- Blütezeit Juni bis Juli
Ähnliche Arten
Die Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius) unterscheidet sich von der Schwarzen Plattererbse durch folgende Merkmale:
- Stängel schmal geflügelt (0,5-1,5 mm)
- Blätter mit 2-4 Fiederpaaren (statt 4-6 Fiederpaare), Fiederblättchen parallelnervig (nicht netzig verbundene Fiedernerven)
- Teilblätter lanzettlich bis elliptisch (statt oval und vorne gerundet)
- 3-6 blütige (statt 4-10 blütige) Trauben
- Blütezeit April bis Juni (statt Juni-Juli)
Berg-Platterbse
Die Berg-Kronwicke (Coronilla coonata) unterscheidet sich von der Schwarzen Platterbse durch folgende Merkmale:
- Blätter unpaarig gefiedert (mit Endblatt)
- Blütenstand lang gestielt, gelb, in einer kopfigen Dolde
- Hülsen gegliedert
Berg-Kronwicke
Die Hecken-Wicke (Vicia dumetorum) unterscheidet sich von der Schwarzen Plattererbse durch folgende Merkmale:
Morphologisch
- Stängel 60 bis über 200 cm, niederliegend oder kletternd
- Stängel scharf 4-kantig bis geflügelt
- Blätter 10-20 cm lang, Teilbätter breit eiförmig, 1,5 bis 4 cm lang, mit verzweigter Endranke
- Teilblätter zum Teil versetzt, vorallem die Unteren
Lebensraum
Feuchterer Standort: Frische Kräutersäume, Waldränder, Waldwege
Hecken-Wicke
Die Vogel-Wicke (Vicia sepium) unterscheidet sich von der schwarzen Plattererbse durch folgende Merkmale:
Morphologisch
- Blätter mit Ranke
- Blüten in 3-6-blütigen, kurz gestielten Trauben
- Blüten trübviolett bis weisslila
Lebensraum
- Mässig feuchte, nährstoffreiche Standorte
- Wälder, Gebüsche, nährstoffreiche Krautsäume
- Wegränder, Fettwiesen
- Sehr häufig
Vogel-Wicke (Vicia sepium)
Pflege und Gefährdung
Was hilft der Art?
- Erhalt von lichten Wäldern an warmen Standorten
- Saumstrukturen fördern
Was gefährdet die Art?
- Verdunkelung von Wäldern, Zunahme der Bestandesdichte
Lebensraumansprüche und Vorkommen
- Trockene, nährstoffarme, lockere Böden in halbschattigen Lagen, wärmeliebend
- Lichte Eichen-, Eichen-Föhren- und Buchenwälder
- Gebüsche, Waldsäume
Nach Delarze
6.3.3 Eichen-Hainbuchenwald (Carpinion)
6.2.1 Orchideen-Buchenwald (Cephalanthero-Fagenion)
Waldstandorte Kanton Zürich
- Lungenkraut-Buchenwald mit Immenblatt (10)
- Typischer Weisseggen-Buchenwald (14)
- Bergseggen-Buchenwald (15)
- Waldlabkraut-Hainbuchenmischwald (35)
- Kronwicken-Eichenmischwald (39)
Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)
Flora
- Echte Goldrute (Solidago virgaurea)
- Echter Seidelbast (Dapne mezereum)
- Hirschwurz (Peucedanum cervaria), siehe Steckbrief
- Sichelblättriges Hasenohr (Bupleurum falcatum)
- Straussblütige Margerite (Tanacetum corymbosum)
- Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)
Weiteres
- Pflanze verfärbt sich beim Trocknen schwarzbraun (namensgebend!). Diese Eigenschaft teilt sie mit dem Schwarzwerdenden Geissklee (Cytisus nigrigans), siehe Steckbrief!
- Wird vorallmen durch Hummeln bestäubt.
Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald