Schwarze Platterbse

Artname deutsch
Schwarze Platterbse
Artname lateinisch
Lathyrus niger
Aktionsplan
Nein
Ziellebensraum
Lichter Wald
Fauna/Flora
Flora
Forstkreis
FK4, FK5, FK6, FK7

Schwarze Platterbse (Lathyrus niger)

Bild einer blühenden schwarzen Platterbse mit pinken Blüten
Blühende Schwarze Platterbse Quelle: Françoise Alsaker, InfoFlora

Artbeschrieb

Bild einer schwarzen Platterbse mit paarig gefiederten Blätter.
Blätter der schwarzen Platterbse mit 4-6 Fiederpaaren und endständiger, grannenartiger Spitze. Quelle: Christophe Bornand, InfoFlora
  • 30-90 cm hoch und verzweigt
  • Pflanze verfärbt sich beim Trocknen schwarzbraun (namensgebend!)
  • Stängel nicht geflügelt, aber mit 2-4 deutlichen Kanten
  • Blätter paarig gefiedert mit 4-6 Fiederpaaren und endständiger, grannenartiger Spitze. Fiederblättchen bis 3cm lang, oval, mit aufgesetztem Spitzchen und netzig verbundenen Fiedernerven (keine parallelen Längsnerven; Unterschied zu Bergplatterbse (Lathyrus linifolius))
  • Blüten purpur bis bräunlich, zuletzt bläulich; 1-1,5 cm lang, in 3-10 blütigen langgestielten Trauben
  • Früchte von Hülsen ungegliedert, wenn reif schwarz
  • Blütezeit Juni bis Juli

Ähnliche Arten

Berg-Plattererbse (Lathyrus linifolius) 

Die Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius) unterscheidet sich von der Schwarzen Plattererbse durch folgende Merkmale:

  • Stängel schmal geflügelt (0,5-1,5 mm)
  • Blätter mit 2-4 Fiederpaaren (statt 4-6 Fiederpaare), Fiederblättchen parallelnervig (nicht netzig verbundene Fiedernerven)
  • Teilblätter lanzettlich bis elliptisch (statt oval und vorne gerundet)
  • 3-6 blütige (statt 4-10 blütige) Trauben
  • Blütezeit April bis Juni (statt Juni-Juli)
Bild von Berg-Platterbse, welche nur 2-4 Fiederpaare und parallelnervige Fiederblättchen hat.
Berg-Platterbse mit 2-4 Fiederpaaren, Stängel schmal geflügelt. Quelle: Zrzysztof Golik, commons.wikimedia.org

Berg-Kronwicke (Coronilla coronata)

Die Berg-Kronwicke (Coronilla coronata) unterscheidet sich von der Schwarzen Platterbse durch folgende Merkmale:

  • Blätter unpaarig gefiedert (mit Endblatt)
  • Blütenstand lang gestielt, gelb, in einer kopfigen Dolde
  • Hülsen gegliedert
Bild einer Berg-Kronwicke welche einen gelben lang gestielten Bütenstand aufweist, sowie unpaarig gefiederte Blätter jeweils mit Endblatt.
Gelb blühende Berg-Kronwicke mit unpaarig gefiederten Blättern und Endblatt Quelle: Robert Flogaus-Faust, commons.wikimedia.org

Hecken-Wicke (Vicia dumetorum) 

Die Hecken-Wicke (Vicia dumetorum) unterscheidet sich von der Schwarzen Plattererbse durch folgende Merkmale:

Morphologisch

  • Stängel 60 bis über 200 cm, niederliegend oder kletternd
  • Stängel scharf 4-kantig bis geflügelt
  • Blätter 10-20 cm lang, Teilbätter breit eiförmig, 1,5 bis 4 cm lang, mit verzweigter Endranke
  • Teilblätter zum Teil versetzt, vorallem die Unteren

Lebensraum

Feuchterer Standort: Frische Krautsäume, Waldränder, Waldwege

Bild einer Hecken-Wicke mit verzweigter Endranke.
Hecken-Wicke mit verzweigter Endranke Quelle: Beat Bäumler, InfoFlora

Vogel-Wicke (Vicia sepium)

Die Vogel-Wicke (Vicia sepium) unterscheidet sich von der schwarzen Plattererbse durch folgende Merkmale:

Morphologisch

  • Blätter mit Ranke
  • Blüten in 3-6-blütigen, kurz gestielten Trauben
  • Blüten trübviolett bis weisslila

Lebensraum

  • Mässig feuchte, nährstoffreiche Standorte
  • Wälder, Gebüsche, nährstoffreiche Krautsäume
  • Wegränder, Fettwiesen
  • Sehr häufig
Bild einer Vogel-Wicke. Die Blüten sind trübviolett bis weisslila und die Blätter haben Ranken.
Vogel-Wicke mit Blüten in kurzstieligen Trauban und Blätter unpaarig gefiedert mit Ranken. Quelle: Gilles Ayotte, Laval University, commons.wikimedia.org

Pflege und Gefährdung

Was hilft der Art?

  • Erhalt von lichten Wäldern an warmen Standorten
  • Saumstrukturen fördern

Was gefährdet die Art?

  • Verdunkelung von Wäldern, Zunahme der Bestandesdichte

Lebensraumansprüche und Vorkommen

  • Trockene, nährstoffarme, lockere Böden in halbschattigen Lagen, wärmeliebend
  • Lichte Eichen-, Eichen-Föhren- und Buchenwälder
  • Gebüsche, Waldsäume

Nach Delarze

6.3.3 Eichen-Hainbuchenwald (Carpinion)
6.2.1 Orchideen-Buchenwald (Cephalanthero-Fagenion)

Waldstandorte Kanton Zürich

  • Lungenkraut-Buchenwald mit Immenblatt (10)
  • Typischer Weiss-Seggen-Buchenwald (14)
  • Bergseggen-Buchenwald (15)
  • Waldlabkraut-Hainbuchenmischwald (35)
  • Kronwicken-Eichenmischwald (39)

Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)

Flora

  • Echte Goldrute (Solidago virgaurea)
  • Echter Seidelbast (Dapne mezereum)
  • Hirschwurz (Peucedanum cervaria) - Elsässer Würger, siehe Steckbrief
  • Sichelblättriges Hasenohr (Bupleurum falcatum)
  • Straussblütige Margerite (Tanacetum corymbosum)
  • Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)

Weiteres

  • Pflanze verfärbt sich beim Trocknen schwarzbraun (namensgebend!). Diese Eigenschaft teilt sie mit dem Schwarzwerdenden Geissklee (Cytisus nigrigans), siehe Steckbrief!
  • Wird vor allmen durch Hummeln bestäubt.

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