Preussisches Laserkraut
Preussisches Laserkraut (Laserpitium prutenicum)
Artbeschrieb
- 30-100 cm hoch
- Stängel sind steif behaart, kantig gefurcht, maximal 3mm dick und verzweigt
- die weissen Blüten sind zu zehnt bis zwanzigst in Dolden
- blühende Dolden und Döldchen meist relativ flach, nicht halbkugelig
- Hüll- und Hüllchenblätter vorhanden, häufig & zurückgeschlagen
- verblühende Dolden typischerweise mit relativ steif aufrechten Doldenästen
- Stark geflügelte Früchte
- Blätter sind 1-2 fach gefiedert, Teilblätter tief fiederteilig, im Umriss schmal dreieckig, mit Stiel bis 40 cm lang und Blattstiele sind nicht hohl. Am Rand, unterseits der Mittelnerven und an der Blattspindel abstehend bewimpert, sonst kahl zugespitzt
- Blütezeit Juli-September
Ähnliche Arten
Das Preussische Laserkraut unterscheidet sich vom Sumpf-Haarstrang (Peucedanum palustre), der Silge (Selinum carvifolia) und der Wiesensilge (Silaum silaus) durch die am Blattrand abstehenden Wimpernhaare sowie den steif behaarten Stängel, welche bei den ähnlichen Arten fehlen.
Sumpf-Haarstrang (Peucedanum palustre)
Silge (Selinum carvifolia)
Wiesensilge (Silaum silaus)
Pflege und Gefährdung
Was hilft der Art?
- Mahd erst nach dem Absamen (ab 1. Oktober, nicht vor 15. September)
- Streu abführen
- Regelmässig auflichten
- Standorte ausmagern
Was gefährdet die Art?
- zu frühe Mahd
- fortschreitende Sukzession, Verbuschung und Einwachsen von Standorten
Lebensraumansprüche und Vorkommen
- Auf tonigen, silikatischen, lehmigen bis torfigen Böden
- Wechselfeuchte Standorte: Feucht im Frühjahr, trockener Sommer (Wechselfeuchtezeiger)
- Humose, basenreiche bis schwach saure Stellen
- Lichtreiche bis leicht schattige Standorte
- Magerkeitszeiger
Nach Delarze
2.3.1 - Pfeifengraswiese (Molinion)
Waldstandorte Kanton Zürich (nicht abschliessend)
- Pfeifengras-Föhrenwald (61)
- Ahorn-Buchenwald (21)
Allgemein
- Föhrenwälder (an lichten Stellen)
- Lichte Eichenwälder (an lichten Stellen)
- Gebüsche
- Wechselfeuchte Wiesen, Pfeifengraswiesen
- In Staudengesellschaften im Halbschatten von Eichen
- Böschungen, Rutschungen, wechselfeuchte Hangrieden
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Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald