Preussisches Laserkraut

Artname deutsch
Preussisches Laserkraut
Artname lateinisch
Laserpitium prutenicum
Aktionsplan
Ja
Ziellebensraum
Lichter Wald
Fauna/Flora
Flora
Forstkreis
FK 1, FK2, FK3, FK7

Preussisches Laserkraut

Bild des Preussisches Laserkrautes auf einer Wiese mit Wald im Hintergrund.
Preussisches Laserkraut auf einer Wiese. Quelle: Foto: François Clot

Artenbeschrieb

  • 30-100 cm hoch
  • Stängel sind steif behaart, kantig gefurcht, maximal 3mm dick und verzweigt
  • die weissen Blüten sind zu zehnt bis zwanzigst in Dolden
  • blühende Dolden und Döldchen meist relativ flach, nicht halbkugelig
  • verblühende Dolden typischerweise mit relativ steif aufrechten Doldenästen
  • Stark geflügelte Früchte
  • Blätter sind 1-2 fach gefiedert, Teilblätter tief fiederteilig, im Umriss schmal dreieckig, mit Stiel bis 40 cm lang und Blattstiele sind nicht hohl. Am Rand, unterseits der Mittelnerven und an der Blattspindel abstehend bewimpert, sonst kahl zugespitztBlütezeit Juli-September
Foto des Preussischen Laserkrauts mit bereits verblühenden Dolden, welche steif aufrechte Doldenäste haben und noch blühende Dolden, welche meist relativ flach sind.
Preussisches Laserkraut. Oben bereits verblühende Dolden (steif aufrechte Doldenäste) und unten noch blühende Dolden (meist relativ flach). Quelle: Foto: Fabio Flick

Blatt des Preussischen Laserkrauts

Bild eines Blattes eines Preussischen Laserkrauts. Die abstehende Bewimperung am Rand, unterseits der Mittelnerven und an der Blattspindel sind sichtbar.
Blatt des Preussischen Laserkrauts Quelle: Foto: Ladina Bischof www.florazh.ch

Ähnliche Arten

Das Preussische Laserkraut unterscheidet sich vom Sumpf-Haarstrang (Peucedanum palustre), der Silge (Selinum carvifolia) und der Wiesensilge (Silaum silaus) durch die am Blattrand abstehenden Wimpernhaare sowie den steif behaarten Stängel, welche bei den ähnlichen Arten fehlen.

Sumpf-Haarstrang

Bild eines Blattes des Sumpf-Haarstranges
Blatt vom Sumpf-Haarstrang Quelle: www.florazh.ch

Silge

Bild eines Blattes der Silge
Blatt von Silge Quelle: Foto: Erika Gussmann www.florazh.ch

Wiesensilge

Bild eines Blattes von Wiesensilge
Blatt von Wiesensilge Quelle: Foto: Dinh Si Truong

Pflege und Gefährdung

Was hilft der Art?

  • Mahd erst nach dem Absamen (ab 1. Oktober, nicht vor 15. September)
  • Streu abführen
  • Regelmässig auflichten
  • Standorte ausmagern

Was gefährdet die Art?

  • zu frühe Mahd
  • fortschreitende Sukzession, Verbuschung und Einwachsen von Standorten

Lebensraumansprüche und Vorkommen

  • Auf tonigen, silikatischen, lehmigen bis torfigen Böden
  • Wechselfeuchte Standorte: Feucht im Frühjahr, trockener Sommer (Wechselfeuchtezeiger)
  • Humose, basenreiche bis schwach saure Stellen
  • Lichtreiche bis leicht schattige Standorte
  • Magerkeitszeiger

Nach Delarze
2.3.1 - Pfeifengraswiese (Molinion)

Waldstandorte Kanton Zürich (nicht abschliessend)

  • Pfeifengras-Föhrenwald (61)
  • Ahorn-Buchenwald (21)

Allgemein

  • Föhrenwälder (an lichten Stellen)
  • Lichte Eichenwälder (an lichten Stellen)
  • Gebüsche
  • Wechselfeuchte Wiesen, Pfeifengraswiesen
  • In Staudengesellschaften im Halbschatten von Eichen
  • Böschungen, Rutschungen, wechselfeuchte Hangrieden

Weiteres

Fabio Flick

Aktionsplanverantwortliche Kanton Zürich

fabio.flick@sieberliechti.ch
+41 56 203 40 33

Kontakt

Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald

Adresse

Weinbergstrasse 15
8090 Zürich
Route (Google)

Telefon

+41 43 259 27 50

Sekretariat

E-Mail

wald@bd.zh.ch

Für dieses Thema zuständig: