Klimadialog digital 2020

Der Klimawandel ist in den nächsten Jahrzehnten die Herausforderung schlechthin. Vertreterinnen und Vertreter des Kantons, der Gemeinden und der Wissenschaft wollen sie gemeinsam anpacken. Weil der Klimadialog aktuell nicht physisch durchgeführt werden kann, findet er nun als Online-Veranstaltung statt: der Klimadialog digital 2020.

Inhaltsverzeichnis

Darum der Klimadialog digital

Der Klimawandel ist die grosse Herausforderung von Gegenwart und Zukunft. Wir werden sie nur meistern, wenn alle bereit sind, neue Wege zu gehen und mitzuhelfen, die nötigen Veränderungen anzupacken.

Gefordert sind alle. Bund und Kantone, welche Gesetze anpassen und Massnahmen umsetzen müssen. Zentral sind aber auch die Gemeinden. Viele Klimaschutzmassnahmen wurzeln im Konkreten, im Lokalen. Dabei ist die Vielfalt an möglichen Beiträgen riesig.

So entstand die Idee des Zürcher Klimadialogs, an dem Kantons- und Gemeindevertreterinnen und -vertreter gemeinsam konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Gemeinden erarbeiten. Allerdings verhindert Covid-19 derzeit die Durchführung einer physischen Veranstaltung. Deshalb gibt es am 4. Dezember nun den Klimadialog digital 2020.

Der Klimadialog digital besteht aus drei Teilen: einem ersten Teil mit Input-Referaten und einer Diskussionsrunde – mit dabei sein wird der renommierte Klimaforscher Reto Knutti. Im zweiten Teil bieten wir verschiedene Online-Workshops zu Themen an, welche die konkrete Umsetzung von Klimaschutzmassnahmen auf kommunaler Ebene betreffen. Im dritten Teil ziehen wir Schlussfolgerungen und wagen einen Blick in die Zukunft.

Wer, was, wann, wie

Der Klimadialog digital 2020 findet statt am

Freitag, 4. Dezember 2020
13.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Der erste Teil des Klimadialogs digital 2020 besteht aus einer Gesprächsrunde und zwei Inputreferaten. Im Zentrum stehen die Klimapolitik und der Klimaschutz sowie die Handlungsmöglichkeiten für Kanton und Gemeinden.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind:

  • Prof. Dr. Reto Knutti, ETH Zürich, Institute for Atmospheric and Climate Science (IAC)
  • Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Direktorin der Justiz und des Innern
  • Regierungsrat Dr. Martin Neukom, Baudirektor
  • Kantonsrat Jörg Kündig, Gemeindepräsident von Gossau, Präsident des Verbands der Gemeindepräsidenten des Kantons Zürich (GPV)
  • Moderation: Michael Emmenegger, Zürich

Im zweiten Teil bieten wir elf Online-Workshops an. Diese werden von Fachleuten aus Gemeinden und kantonalen Fachstellen bestritten. Sie setzen sich mit konkreten Fragestellungen des Klimaschutzes auseinander, schildern ihre Erfahrungen und geben Tipps.

Im dritten Teil wird in der Diskussionsrunde Bilanz gezogen und über nächste Schritte debattiert.

Am Klimadialog digital 2020 können alle Interessierten teilnehmen, die in ihren Gemeinden und Städten für das Thema Klimaschutz zuständig sind oder sich dafür heute und in Zukunft engagieren. Die Einladung zum Klimadialog digital 2020 kann innerhalb Ihrer Gemeinde an Interessierte weitergeleitet werden.

Zu den Workshops wird es nach der Veranstaltung eine Dokumentation geben, die wir auf diese Website stellen.

Die Teilnahme am Klimadialog digital ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, sich für den Online-Workshop, an dem Sie teilnehmen möchten, bis am 30. November 2020 anzumelden. Achten Sie darauf, dass jede Person, die teilnimmt, sich mit einer eigenen Anmeldung für einen Workshop einschreibt. Die Teilnehmenden erhalten einige Tage vor der Veranstaltung die Zugangslinks für die Veranstaltung.

Bei Fragen zum Klimadialog digital wenden Sie sich bitte an
klimadialog@ji.zh.ch

Teil 1: Diskussion & Input (13.30 bis 14.45 Uhr)

Begrüssung & Diskussion: Die Herausforderung erkennen (13.30 bis 14.00 Uhr)

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, der sich der Kanton und die Gemeinden ganz konkret stellen müssen. Was sind dabei die zentralen Aufgaben für den Kanton und die Gemeinden? Welche Themen sind für uns besonders relevant,wo können wir unsere Stärken am besten ausspielen und wo liegen gar Chancen?

Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Regierungsrat Martin Neukom, Kantonsrat und GPV-Präsident Jörg Kündig sowie Professor Reto Knutti diskutieren unter der Leitung von Michael Emmenegger.

Input 1: Den Klimawandel verstehen (14.00 bis 14.30 Uhr)

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen in aller Deutlichkeit, dass nur ein möglichst rascher Ausstieg aus fossilen Energien die Folgen des Klimawandels begrenzen kann. Aber wie wirkt der Klimawandel genau und was sind seine Folgen? Und warum ist es entscheidend, jetzt den Übergang in eine post-fossile Gesellschaft einzuleiten?

Der profilierte Klimaforscher Reto Knutti klärt auf. Er spricht zum Thema «Klimawandel: Entwicklung, Szenarien und was sie für uns bedeuten».

Input 2: Kanton und Gemeinden handeln (14.30 bis 14.45 Uhr)

Wie betrifft der Klimawandel die Schweiz und den Kanton Zürich? Was tut der Kanton zum Schutz des Klimas und zur Anpassung an den Klimawandel? Und was tun die Gemeinden?

Regierungsrat Martin Neukom nennt in seinem Referat die Fakten für die Schweiz und den Kanton Zürich. Er zeigt, wie und wo der Kanton Zürich bereits aktiv ist und welches die Ziele und Strategien für die nächsten Jahre sind.

Teil 2: Online-Workshops (15 bis 16 Uhr)

1. Nicht bloss ein Schuss in den Ofen (Gebäudewärme)

Der Ersatz von Öl- und Gasheizungen gehört zu den wirkungsvollsten Klimaschutzmassnahmen: Wie beschleunigen wir den Wechsel auf erneuerbare Gebäudewärme?

  • Workshop 1: Ansätze und Praxiserfahrungen zum Ersatz von Öl- und Gasheizungen. Referenten: Sascha Gerster, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL); Daniel Martinelli, Kloten; Heinz Wiher, Winterthur.

2. Von der Sonne, aus der Erde (Energiequellen und Energieträger)

Unsere Energieversorgung muss erneuerbar werden: Wie schaffen wir den Umstieg auf Photovoltaik und erneuerbare Wärmeverbünde? Und wie geht es mit dem Gasnetz weiter?

  • Workshop 2: Mehr Wärmeverbünde, mehr erneuerbare Energie – eine Herausforderung für die kommunale Energieplanung. Referenten: Matthias Möller, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL); Martin Schmitz, Thalwil.
  • Workshop 3: Wie weiter mit dem kommunalen Gasnetz? Referentin: Silvia Banfi, Stadt Zürich.

3. Von A(athal) nach B(enken) (Mobilität)

Wir brauchen eine klimafreundlichere Mobilität. Wie erreichen wir das?

  • Workshop 4: Der Schlüssel liegt in der Gesamtverkehrs- und Infrastrukturplanung. Referenten: Wilfried Anreiter, Amt für Verkehr (AFV); Arnd König, Amt für Verkehr (AFV).
  • Workshop 5: E-Mobilität schneller realisieren. Referent: Roberto Bianchetti, Bundesamt für Energie (BFE).
  • Workshop 6: So schaffen wir eine attraktive Infrastruktur für den Fuss- und den Veloverkehr. Referentinnen: Viktoria Herzog, Amt für Verkehr (AFV); Esther Kim, Fachstelle Fuss- und Wanderwege.

4. Most aus Trüllikon statt Mango aus den Tropen (Ernährung und Konsum)

Das Klima schonen, Überschüsse und Abfall vermeiden und trotzdem gut leben: Wie geht das?

  • Workshop 7: Ansätze für klimafreundliche Ernährung und gegen Foodwaste. Referentin: Yvonne Lötscher, Stadt Zürich.

5. Gemeinsam statt allein (Kommunikation und Partizipation)

Der Klimaschutz wird zum Erfolg, wenn alle mitziehen: Was tun, damit Massnahmen in der Bevölkerung auf Akzeptanz stossen? Was kann der Kanton als Unterstützung für die Gemeinden beitragen?

  • Workshop 8: Wie man Einwohnerinnen und Einwohner zu Partnern macht. Referentin: Céline Colombo, Generalsekretariat Direktion der Justiz und des Innern (JI).
  • Workshop 9: Gute Kommunikation schafft Akzeptanz. Referent: Markus Christen, Agentur Umsicht.

6. Hot in the City (Hitzebelastung)

Steigende Temperaturen belasten Siedlungen und ihre Bewohnerinnen und Bewohner: Was lässt sich dagegen tun?

  • Workshop 10: Die Hitzebelastung mindern – eine Planungsaufgabe. Referent: Gregory Grämiger, Amt für Raumentwicklung (ARE).
  • Workshop 11: Städte und Gemeinden «kühlen» – so geht’s konkret. ReferentInnen: Christine Bächtiger, Stadt Zürich; Daniel Keller, Stadtlandschaft GmbH.

Die Teilnehmenden der Online-Workshops haben die Möglichkeit, sich mit Fragen und Diskussionsbeiträgen interaktiv in den Workshop einzubringen. Da dies am besten geht, wenn wir uns hören und sehen, wäre es schön, wenn Sie sich mit Audio und Video verbinden könnten.

Teil 3: Schlussrunde (16.15 bis 17.00 Uhr)

Zum Abschluss wird die Diskussionsrunde mit Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Regierungsrat Martin Neukom, Kantonsrat und GPV-Präsident Jörg Kündig und Professor Reto Knutti noch einmal zusammenkommen und sich über Erkenntnisse und nächste Schritte unterhalten.

Moderation: Michael Emmenegger.
 

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Medienstelle der Baudirektion

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