Medienarbeit

Die Medienstelle des JuWe gibt der Presse und der Öffentlichkeit einen Einblick in die Arbeit des Justizvollzugs. Ein wichtiges Thema im vergangenen Jahr war die Rekrutierung des Vollzugspersonals für das neue Gefängnis Zürich West. Durch Medienberichte konnten neue Kolleginnen und Kollegen gewonnen werden.

Inhaltsverzeichnis

Kommunikationsoffensive unterstützt die Suche nach neuen Mitarbeitenden

Die Medienstelle des JuWe beantwortet Presseanfragen und kommuniziert aktiv über aktuelle Themen des Justizvollzugs. So unterstützt sie die Arbeit des JuWe medial und kann damit auch einiges bewegen, wie das Beispiel der Rekrutierungsoffensive für das neue Gefängnis zeigt.

Megafon mit Schriftzug «Hundert Leute gesucht!».
100 neue Mitarbeitende wurden gesucht.

100 neue Mitarbeitende für das Gefängnis Zürich West

Im Frühling 2022 wurde das Gefängnis Zürich West (GZW) auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Zürich eröffnet. Schon 2021 wurden dafür 100 neue Mitarbeitende gesucht. Mit einer Kommunikationsoffensive hat die Medienstelle die Rekrutierung der neuen Mitarbeitenden unterstützt. Schritt 1 war, die Öffentlichkeit überhaupt darauf aufmerksam zu machen, dass es 100 Stellen zu besetzen gab. Schritt 2 war, Mitarbeitende in den Medien über ihre Erfahrung im Berufsalltag oder während ihrer Ausbildung Auskunft geben zu lassen. So konnten sie in den Medienberichten ein realistisches und authentisches Berufsbild vermitteln.

Gefängnismitarbeiter wird beim Aufschliessen einer Zellentüre gefilmt.
Vollzugsmitarbeitende werden portraitiert.

Porträts von Vollzugspersonal wecken die Neugierde

Um möglichst viele Kandidatinnen und Kandidaten auf eine neue Karriere im Justizvollzug neugierig zu machen, wurden mehrere Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger in unterschiedlichsten Medien porträtiert. Ein Beispiel ist Martina*, die schon unterschiedliche Berufe ausgeübt hatte, bevor sie sich im Justizvollzug beruflich umorientiert hat. Der gemeinsame Nenner ihrer unterschiedlichen Tätigkeiten – vom Coiffeursalon über den Sicherheitsdienst im Asylzentrum bis zum Justizvollzug – ist der enge Kontakt zu Menschen. Auch der Leiter des neuen Gefängnisses Zürich West wurde porträtiert. Marc Eiermann ist selber ein Quereinsteiger, der ausgebildete Pflegefachmann kann auf viele Jahre Berufserfahrung im Gesundheitswesen zurückblicken.  

Frau sieht das gefilmte Porträt des Gefängnismitarbeiters im Fernsehen.
Porträts von Mitarbeitenden wecken die Neugierde.

Über 800 Bewerbungen sind eingegangen

Das Interesse an der Rekrutierungsaktion war gross – es sind über 800 Bewerbungen eingegangen. Die hohe Anstellungsquote ist ein Hinweis darauf, dass mit den richtigen Methoden die richtigen Mitarbeitenden gefunden werden konnten. Ein besonderer Erfolg ist dabei, dass gleich viele Männer wie Frauen rekrutiert werden konnten. Bisher arbeiten immer noch mehr Männer als Frauen in den Vollzugsinstitutionen.

Frau in Arbeitskleidung der Gefängnisaufsicht steht neben Gefängnismitarbeiter vor offener Zellentür.
Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger wurden rekrutiert.

Auch intern wurden Weiterbildungsmöglichkeiten geschaffen

Die Kommunikationsarbeit der Medienstelle hat sich nicht nur nach aussen gerichtet. Auch innerhalb des JuWe führte die Anstellungskampagne dazu, dass sich Mitarbeitende mit dem Berufsbild auseinandergesetzt haben. Durch Berufsporträts, Interviews und Newsletter wurden die Möglichkeiten einer professionellen Weiterentwicklung im Justizvollzug aufgezeigt. Dem Team HR und GZW ist es dadurch gelungen, mehreren Mitarbeitenden aus dem Bereich Betreuung und Aufsicht einen Karriereschritt in die Führungsebene zu ermöglichen.

*Name geändert

Die Medienstelle möchte den Medien und der Öffentlichkeit Einblick in die vielfältigen Themen des Justizvollzugs geben. Einerseits kommuniziert sie aktuelle Ereignisse und beantwortet Medienanfragen. Andererseits unterstützt sie das JuWe und die Medien dabei, auch Hintergründe und gesellschaftlich relevante Fragen des Justizvollzugs aufzubereiten und zu vermitteln.

Weiterführende Informationen

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