Digitalisierung

Die Digitalisierung schreitet auch im JuWe voran. Digitale Lösungen bieten viele Chancen für den Justizvollzug und die Wiedereingliederung – innerhalb und ausserhalb der Gefängnismauern.

Die Digitalisierung hält Einzug in die Justiz – innerhalb und ausserhalb der Gefängnismauern

Das JuWe wird digitaler. Mit einer Digitalisierungslandkarte wird geprüft, wo das Potenzial digitaler Lösungen liegt. Zwei aktuelle Digitalisierungsprojekte berühren sowohl den Arbeitsalltag im Büro als auch den Alltag im Gefängnis.

Kompass liegt auf einem grossen Papier, welches Linien und digitale Symbole zeigt.
Digitalisierungslandkarte.

Sichere, digitale Justiz: eine anspruchsvolle Aufgabe

Das JuWe wird digitaler. Unter der Leitung von Simona Wöhrle, Leiterin von Finanzen, Controlling & Logistik, nimmt die Arbeitsgruppe Digitalisierung interne Prozesse unter die Lupe und prüft sie auf ihr Digitalisierungspotenzial. Durch die Digitalisierung sollen Informationen vermehrt vernetzt, der Arbeitsplatz technologisch aufgerüstet und digitale Kompetenzen gefördert werden. Wir stellen hier zwei Projekte vor, die 2021 besondere Beachtung fanden.

Weg von den Papierbergen hin zur elektronischen Fallführung

Mit dem Projekt Elektronische Fallführung ELFA will das JuWe die Akten- und Fallführung digitalisieren. Dies vereinfacht die Zusammenarbeit innerhalb des Amtes und mit Arbeitspartnern. Mit dem Wegfallen der aufwendigen Papierberge schaffen wir mehr Zeit für unseren Kernauftrag: die direkte Arbeit mit unseren Klientinnen und Klienten, den Inhaftierten und mit in Freiheit lebenden betreuten Personen.

Smartphone, Monitor mit Ansicht eines Gefängnishofs und Laptop mit Videokonferenz.
Digitale Technologien unterstützen den Gefängnisalltag.

Die Chancen der Digitalisierung in den Gefängnissen und der Justizvollzugsanstalt nutzen

Digitale Technologien können den Gefängnisalltag und die Wiedereingliederung von straffällig gewordenen Personen unterstützen. Diesem Aspekt von Digitalisierung im Justizvollzug widmet sich Smart Prisons Zürich. Das Projekt arbeitet daran, den Zugang zu neuen Technologien für straffällig gewordene Personen zielgerichtet auszubauen. Die Forschung in diesem Bereich ist jung und auch das Projekt Smart Prisons Zürich steckt noch in den Kinderschuhen. Aber erste Untersuchungen aus dem Ausland zeigen ein vielversprechendes Bild: So können durch intelligente Sicherheitssysteme Krisen wie beispielsweise gewalttätige Auseinandersetzungen frühzeitig erkannt und bewältigt werden. Darüber hinaus können inhaftierte Personen durch Videobesuche den Kontakt zu Angehörigen intensiver pflegen und damit ihr soziales Netzwerk für die Entlassung stärken. Digitale Systeme können auch Besuche vereinfachen, zum Beispiel durch eine digitale Terminbuchung für die Angehörigen. Zudem fördert der Zugang zu digitalen Medien digitale Kompetenzen und erleichtert dadurch den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Erste Studienergebnisse deuten darauf hin, dass digitale Technologien im Justizvollzug rückfallmindernde Effekte haben können. Das Potenzial der Digitalisierung für die Wiedereingliederung und Rückfallprävention ist also gross.

Die Digitalisierung macht auch vor der Justiz nicht halt. Das JuWe treibt die Digitalisierung voran und folgt einer abgestimmten Digitalisierungsstrategie. In konkreten Digitalisierungsprojekten werden neue Lösungen eingeführt. Dadurch wird nicht nur der Arbeitsalltag im JuWe moderner, auch der Vollzug und die Wiedereingliederung werden durch neue digitale Lösungen gestärkt.

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.