Beratung und Trainings im Vollzug

Beratungs- und Trainingsangebote im Vollzug unterstützen verurteilte Personen dabei, sich deliktfrei in die Gesellschaft zu integrieren. Dabei werden sie in Alltagsthemen beraten, üben Strategien zur Rückfallprävention und bauen zusätzliche Kompetenzen auf.

Inhaltsverzeichnis

Bewährungshilfe

Die Bewährungshilfe hilft verurteilten Personen dabei, sich deliktfrei in die Gesellschaft zu integrieren. Sie unterstützt verurteilte Personen, rückfallpräventive Strategien zu erarbeiten und umzusetzen, stärkt deren Ressourcen und fördert sie dabei, Verantwortung zu übernehmen.

Die Bewährungshilfe findet in regelmässigen Beratungsgesprächen bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten statt. Bewährungshilfe ist an eine Probezeit, an eine ambulante Behandlung oder an ein Tätigkeits- Kontakt- und Rayonverbot gekoppelt. Sie dauert so lange, wie diese Massnahmen angesetzt sind; mindestens also ein Jahr. Wie häufig die Gespräche stattfinden, wird individuell vereinbart. Die Spannweite reicht von wöchentlichen bis hin zu monatlichen Terminen.

Kriterien zur Anordnung von Bewährungshilfe

Bewährungshilfe ordnen Vollzugsbehörden, Gerichte oder Staatsanwaltschaften an. Mögliche Gründe für Bewährungshilfe sind:

  • Das Rückfallrisiko: Rückfallrisiko bezeichnet die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Person neue Straftaten begeht. Dieses soll durch die Bewährungshilfe reduziert werden. Bei ihrer Entscheidung berücksichtigt die anordnende Stelle aber auch die Art, Schwere sowie Häufigkeit der begangenen Delikte und wie die verurteilte Person mit diesen Taten bisher umgegangen ist.
  • Der Betreuungsbedarf: Ein erhöhter Betreuungsbedarf besteht, wenn die verurteilte Person z.B. psychisch krank oder von Suchtmitteln abhängig ist. Aber auch wenn ein stützendes soziales Umfeld fehlt oder wenn eine Person mit Alltagsfragen überfordert ist.
  • Die Ansprechbarkeit: Ansprechbarkeit meint, dass die Person grundsätzlich etwas verändern möchte. Dazu muss sie einigermassen kooperieren sowie fähig sein, Vereinbarungen, wie z.B. Termine, einzuhalten.

Ziele der Bewährungshilfe

Die Bewährungshilfe verfolgt insbesondere folgende Ziele:

Vorteile:

  • Straffreiheit: Die verurteilten Personen setzen sich mit ihrer Tat und den Tatumständen auseinander. Sie reflektieren ihre Einstellungen und ihr Verhalten, das zum Delikt geführt hat. Ausserdem entwickeln sie Vorgehensweisen, wie sie mit ähnlichen Umständen umgehen können. Die verurteilten Personen lernen also, wie sie problematische Situationen besser erkennen, schwierige Gefühle verarbeiten und Konflikte lösen können. Ziel ist, dass sie nicht mehr straffällig und/oder verurteilt werden.
  • Wiedereingliederung: Die Bewährungshilfe unterstützt verurteilte Personen dabei, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Die Personen lernen, wie sie mit persönlichen Problemen und Herausforderungen umgehen können. Zudem begleitet sie die Bewährungshilfe bei der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und vermittelt auf Wunsch weitere Beratungsstellen.

Je nach Situation setzt die Bewährungshilfe weitere Ziele. Diese richten sich nach dem individuellen Bedarf und den Zielen der jeweiligen Person. Die Bewährungshilfe unterstützt und fördert dabei immer auch vorhandene Stärken und Fähigkeiten der verurteilten Personen.

Befindet sich die verurteilte Person im Strafvollzug oder in einer Therapieinstitution, nimmt die Bewährungshilfe nach Möglichkeit schon vor der bedingten Entlassung Kontakt mit den verurteilten Personen und der Vollzugsinstitution auf. Die Bewährungshilfe bespricht frühzeitig Ziele für die Zeit nach der Entlassung. Ausserdem plant und begleitet sie die Entlassungsvorbereitungen.

Die nachfolgenden Bereiche (Lernprogramme, Weisungskontrolle, Schuldensanierung) können parallel zur Bewährungshilfe angeordnet werden.

Weisungskontrolle

Vollzugsbehörden, Staatsanwaltschaften und Gerichte ordnen Weisungen an. Weisungen sind Auflagen, welche die verurteilte Person für eine bestimmte Dauer zu erfüllen hat, wie beispielsweise:

  • Einhalten einer Abstinenz
  • Wahrnehmen von regelmässigen Konsumkontrollen
  • Absolvieren einer Psychotherapie
  • Teilnahme an einer Beratung oder an einem Lernprogramm
  • Aufenthalt in einer bestimmten Wohnform

Weisungen sollen dazu beitragen, das Risiko für weitere Straftaten zu verkleinern. Sie können einzeln oder zusammen mit Bewährungshilfe angeordnet werden. Wie auch die Bewährungshilfe sind Weisungen an eine Probezeit oder eine ambulante Behandlung gebunden. Sie dauern so lange, wie diese Massnahmen angesetzt sind, mindestens also ein Jahr.

Die Bewährungs- und Vollzugsdienste koordinieren Weisungen, begleiten deren Verlauf und kontrollieren, ob sie eingehalten werden.

Lernprogramme

Lernprogramme sind nach kognitiv-verhaltenstherapeutischen Grundsätzen entwickelte thematische Trainings und beinhalten Wissensvermittlung, Diskussionen, Selbstreflektion sowie praktische Übungen. In den Trainings werden z.B. Kompetenzen wie Selbstkontrolle, Ärger- und Stressbewältigung trainiert.

Ziel der Lernprogramme

Die Lernprogramme sind kurzfristige und alltagsnahe Massnahmen, die einen Beitrag an die Rückfallprävention leisten können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen ihr Verhalten verstehen und Methoden entwickeln, um nicht mehr straffällig zu werden.

Zielgruppe

An einem Zürcher Lernprogramm teilnehmen können volljährige Personen,

  • gegen die im Kanton Zürich eine Strafuntersuchung läuft oder die sich im Schweizer Strafvollzug befinden,
  • die sich auf Deutsch verständigen können,
  • die die ihnen vorgeworfenen Straftaten zumindest teilweise gestanden haben (bezieht sich nur auf die deliktorientierten Programme),
  • und bei denen keine psychotherapeutische Behandlung im Vordergrund steht.

Zuweisung

Staatsanwaltschaften und Gerichte des Kantons Zürich sowie Vollzugsbehörden der Schweiz können Personen zu einem Lernprogramm verpflichten:

Die Bewährungs- und Vollzugsdienste bieten seit dem Jahr 2000 Lernprogramme an. Jährlich nehmen rund 300 Personen an Trainings im Gruppen- oder Einzelsetting teil.

Lernprogramme, welche die Vollzugsbehörden anordnen:

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

«SPEAK» besteht aus sechs Trainingseinheiten. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten.

Zielgruppe

«SPEAK» richtet sich an Personen, die ihre Kompetenzen betreffend Kommunikation und Auftreten in wichtigen Gesprächen (z.B. Job-Bewerbungsgespräche) verbessern möchten. Mit Videoaufnahmen von Rollenspielen überprüfen die Teilnehmenden die eigene Wirkung und lernen, ihre Anliegen erfolgsversprechender darzulegen.

Kosten

Für Zuweisungen aus Justizvollzug und Wiedereingliederung ist das Angebot kostenfrei. Für Vollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.

«IMPULS» findet in Einzelsitzungen statt und besteht in der Regel aus 10 bis 15 Trainingseinheiten. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«IMPULS» richtet sich an Personen, bei denen die Förderung der Veränderungsmotivation und Problemeinsicht im Vordergrund steht.

Kosten

Für Zuweisungen aus Justizvollzug und Wiedereingliederung ist das Angebot kostenfrei. Für Vollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.

Das «Do It plus» führen Psychologinnen und Psychologen der Abteilung für forensisch-psychologische Abklärungen (AFA) durch. Es findet in Einzelsitzungen statt und besteht in der Regel aus ca. 20 Trainingseinheiten.

Zielgruppe

«Do It plus» richtet sich an Personen, welche ein Gewalt- oder Sexualdelikt begangen haben. Sie setzen sich mit ihrer Tat auseinander und erarbeiten Strategien zur Rückfallprävention.

Kosten

Für Zuweisungen aus Justizvollzug und Wiedereingliederung ist das Angebot kostenfrei. Für Vollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.
 

Lernprogramme, welche die Staatsanwaltschaften, Gerichte und Vollzugsbehörden anordnen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

«Do It» findet in Einzelsitzungen statt und besteht in der Regel aus 15 bis 20 Trainingseinheiten. Durchführungsort sind die Bewährungs- und Vollzugsdienste in Zürich-Altstetten oder die Justizvollzugsinstitutionen.

Zielgruppe

«Do It» richtet sich an Personen, welche ein Gewalt- oder Vermögensdelikt begangen haben. Sie setzen sich mit ihrer Tat auseinander und erarbeiten Strategien zur Rückfallprävention. Ausgeschlossen sind Personen, welche ein Sexualdelikt begangen haben oder bei denen eine therapeutische Massnahme indiziert ist.

Kosten

Teilnehmende, welche von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht des Kantons Zürich verurteilt und im Rahmen einer Weisung zugewiesen werden, müssen sich mit einem Beitrag von 500 Franken beteiligen. Dieser Beitrag kann in Einzelfällen reduziert oder erlassen werden. Für Teilnehmende, welche von einer Vollzugsbehörde zugewiesen werden, gelten separate Bestimmungen.

Für zuweisende Instanzen aus dem Kanton Zürich ist das Angebot kostenfrei. Für Vollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.

«PoG» besteht entweder aus 16 Gruppensitzungen à zweieinhalb Stunden am Abend sowie drei Nachkontrollgesprächen oder aus Einzelsitzungen mit vergleichbarem Zeitumfang. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«PoG» richtet sich Personen, die innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten Partnerschaft Gewalt ausgeübt oder angedroht haben. Sie setzen sich mit ihrem Verhalten auseinander und erarbeiten Strategien zur Rückfallprävention.

Kosten

Teilnehmende, welche von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht des Kantons Zürich verurteilt und im Rahmen einer Weisung zugewiesen werden, müssen sich mit einem Beitrag von 500 Franken beteiligen. Dieser Beitrag kann in Einzelfällen reduziert oder erlassen werden. Für Teilnehmende, welche von einer Vollzugsbehörde zugewiesen werden, gelten separate Bestimmungen.

Für zuweisende Instanzen aus dem Kanton Zürich ist das Angebot kostenfrei. Für Vollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.

«TaV» besteht entweder aus zwölf Gruppensitzungen à 2 Stunden am Abend sowie drei Nachkontrollgesprächen oder aus Einzelsitzungen mit vergleichbarem Zeitumfang. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«TaV» richtet sich an Personen, die ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss gelenkt haben. Sie setzen sich mit ihrem Verhalten auseinander und erarbeiten Strategien zur Rückfallprävention.

Kosten

Teilnehmende, welche von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht des Kantons Zürich verurteilt und im Rahmen einer Weisung zugewiesen werden, müssen sich mit einem Beitrag von 500 Franken beteiligen. Dieser Beitrag kann in Einzelfällen reduziert oder erlassen werden. Für Teilnehmende, welche von einer Vollzugsbehörde zugewiesen werden, gelten separate Bestimmungen.
Für zuweisende Instanzen aus dem Kanton Zürich ist das Angebot kostenfrei. Für Vollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.

«TdV» besteht entweder aus zwölf Gruppensitzungen à zwei Stunden am Abend sowie drei Nachkontrollgesprächen oder aus Einzelsitzungen mit vergleichbarem Zeitumfang. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«TdV» richtet sich an Personen, die ein Fahrzeug unter Drogeneinfluss gelenkt haben. Sie setzen sich mit ihrem Verhalten auseinander und erarbeiten Strategien zur Rückfallprävention.

Kosten

Teilnehmende, welche von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht des Kantons Zürich verurteilt und im Rahmen einer Weisung zugewiesen werden, müssen sich mit einem Beitrag von 500 Franken beteiligen. Dieser Beitrag kann in Einzelfällen reduziert oder erlassen werden. Für Teilnehmende, welche von einer Vollzugsbehörde zugewiesen werden, gelten separate Bestimmungen.

Für zuweisende Instanzen aus dem Kanton Zürich ist das Angebot kostenfrei. Für Vollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.
 

«START» besteht entweder aus zwölf Gruppensitzungen à zwei Stunden am Abend sowie drei Nachkontrollgesprächen oder aus Einzelsitzungen mit vergleichbarem Zeitumfang. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«START» richtet sich an Personen, die aufgrund ihres risikobereiten oder aggressiven Fahrverhaltens aufgefallen sind. Sie setzen sich mit ihrem Verhalten auseinander und erarbeiten Strategien zur Rückfallprävention.

Kosten

Teilnehmende, welche von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht des Kantons Zürich verurteilt und im Rahmen einer Weisung zugewiesen werden, müssen sich mit einem Beitrag von 500 Franken beteiligen. Dieser Beitrag kann in Einzelfällen reduziert oder erlassen werden. Für Teilnehmende, welche von einer Vollzugsbehörde zugewiesen werden, gelten separate Bestimmungen.

Für zuweisende Instanzen aus dem Kanton Zürich ist das Angebot kostenfrei. Für Vollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.
 

«TisKo» besteht aus 12 bis 15 Trainingseinheiten sowie drei Nachkontrollgesprächen. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«TisKo» richtet sich an Personen, bei denen nicht primär die Deliktaufarbeitung, sondern die Alltagsbewältigung im Vordergrund steht. Teilnehmer:innen lernen und trainieren soziale Fertigkeiten. Sie verbessern dadurch ihre Fähigkeiten, mit Konflikten und Problemlagen im Alltag umzugehen.

Kosten

Teilnehmende, welche von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht des Kantons Zürich verurteilt und im Rahmen einer Weisung zugewiesen werden, müssen sich mit einem Beitrag von 500 Franken beteiligen. Dieser Beitrag kann in Einzelfällen reduziert oder erlassen werden. Für Teilnehmende, welche von einer Vollzugsbehörde zugewiesen werden, gelten separate Bestimmungen.

Für zuweisende Instanzen aus dem Kanton Zürich ist das Angebot kostenfrei. Für Vollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.

 

Schuldensanierung

Verurteilte Personen sind häufig stark verschuldet. Fast die Hälfte der Schulden hat mit der Straffälligkeit und den damit verbundenen Kosten zu tun (Gerichtskosten, Schadenersatzforderungen, Genugtuungsleistungen, Regresse). Bei der Schuldensanierung handelt es sich um ein freiwilliges Angebot. Die Verschuldung der durch die Bewährungs- und Vollzugsdienste betreuten Personen liegt durchschnittlich bei 75'000 Franken. Eine Schuldensanierung dauert in der Regel mehrere Jahre.

Voraussetzungen zur Anmeldung

  • Die verschuldete Person hat ihren Wohnsitz im Kanton Zürich.
  • Die Person wurde durch eine Behörde des Kantons Zürich verurteilt oder die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Zürich sind für die Betreuung bzw. den Vollzug zuständig.
  • Das Urteil ist rechtskräftig und die Person wird bzw. wurde in den letzten drei Jahren durch die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Zürich betreut.
  • Die Verurteilung ist nicht ausschliesslich wegen Übertretungen erfolgt.
  • Die verschuldete Person verfügt über ein Erwerbs- oder Ersatzeinkommen (keine Sozialhilfe).


Für Personen in einer stationären Einrichtung gilt:

  • Ein Übertritt ins Arbeits- oder Wohnarbeitsexternat ist erfolgt oder steht unmittelbar bevor.

Ziele der Schuldensanierung:

Vorteile:

  • Schuldenbereinigung
  • Erlernen des Umgangs mit Geld
  • Vermeiden von Neuverschuldung
  • Soziale Reintegration
  • Deliktfreies Leben bzw. Rückfallverminderung

Erstgespräch

Die Schuldensanierung verschafft sich in einem Erstgespräch einen Überblick über die Schuldensituation. Sie zeigt den verschuldeten Personen Möglichkeiten im Umgang mit Schulden auf und bespricht die Voraussetzungen für eine allfällige Schuldenbereinigung. In erster Linie geht es darum, die Situation der betroffenen Person und ihres Umfelds zu stabilisieren.

Zeigt sich im Laufe der Beratung, dass die Voraussetzungen für eine Schuldensanierung gegeben sind, wird eine individuelle Lösung erarbeitet.

Anmeldung

Die verurteilte Person kann sich telefonisch oder per E-Mail für eine Schuldensanierung bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten des Kantons Zürich anmelden. Auch Mitarbeitende der Bewährungs- und Vollzugsdienste, Arbeitspartner oder Mitarbeitende in Institutionen haben die Möglichkeit, Personen für die Schuldensanierung anzumelden. Sie benützen dafür das vorgesehene Formular.

Anmeldungen nehmen wir gerne per E-Mail (bvd.san@ji.zh.ch) oder telefonisch unter 043 258 36 80 entgegen.

Für die Durchführung der Schuldensanierung sind die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Zürich zuständig.

Kontakt

Bewährungs- & Vollzugsdienste

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Adresse

Hohlstrasse 552
Postfach
8090 Zürich
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