Bewährungshilfe

Die Bewährungshilfe trägt dazu bei, dass sich die Inhaftierten nach ihrer Haftzeit deliktfrei in die Gesellschaft wiedereingliedern. Die Verurteilten setzen sich mit ihrem früheren Verhalten auseinander und übernehmen Verantwortung.

Inhaltsverzeichnis

Kriterien zur Anordnung  

Für die Bewährungshilfe sind die Bewährungs- und Vollzugsdienste (BVD) zuständig. Sie leisten und vermitteln die für die Bewährungshilfe erforderliche Sozial- und Fachhilfe. Kriterien für die Anordnung von Bewährungshilfe sind:

  • Rückfallrisiko: In regelmässigen Gesprächen werden straffällige Personen darin unterstützt und befähigt, Risikosituationen frühzeitig zu erkennen und deliktfrei zu bewältigen.
  • Betreuungsbedürftigkeit: Von einer gegebenen Betreuungsbedürftigkeit ist auszugehen, bei fehlendem sozialen Umfeld, finanziellen Schwierigkeiten, Suchtmittelabhängigkeit, weitreichenden Gesundheitsproblemen, psychischen Erkrankungen und / oder Überforderung in lebenspraktischen Fragen.
  • Ansprechbarkeit / Compliance: Nebst dem Bedarf muss eine grundsätzliche Absprachefähigkeit gegeben sein. Damit sind eine minimale Kooperationsbereitschaft und die Fähigkeit gemeint, einer Begleitung im ambulanten Setting nachkommen zu können.

Ziele

Vorteile:

  • Auseinandersetzung: Die straffälligen Personen setzen sich mit ihrer Tat und den Tatumständen bzw. ihren Einstellungen und ihrem Verhalten auseinander und entwickeln alternative Handlungsstrategien.
  • Wiedereingliederung: Die straffälligen Personen werden bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft unterstützt. Namentlich handelt es sich um Beratung und Hilfestellung bei persönlichen Problemen und Begleitung bei der Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.

Die nachfolgenden Bereiche (Lernprogramme, Weisungskontrolle, Schuldensanierung, Sozialbericht) sind ebenfalls in der Bewährungshilfe angesiedelt:

Lernprogramme

Die Lernprogramme sind nach kognitiv-verhaltenstherapeutischen Grundsätzen entwickelte Trainings und beinhalten Wissensvermittlung, Diskussionen, Selbstreflektion sowie praktische Übungen. Lernprogramme sind nicht mit einer Psychotherapie zu verwechseln. In den Trainings werden z.B. Kompetenzen wie Selbstkontrolle, Ärger- und Stressbewältigung trainiert.

Ziel der Lernprogramme  

Die Lernprogramme sind kurzfristige und alltagsnahe Massnahmen, die einen wirksamen Beitrag an die Rückfallprävention leisten können. Die straffälligen Personen sollen ihr Verhalten verstehen und Strategien entwickeln, um nicht mehr straffällig zu werden.

Zielgruppe

An einem Zürcher Lernprogramm teilnehmen können volljährige Personen,

  • gegen die im Kanton Zürich eine Strafuntersuchung läuft oder die sich im Schweizer Strafvollzug befinden,
  • die sich auf Deutsch verständigen können,
  • die die ihnen vorgeworfenen Straftaten zumindest teilweise gestanden haben (bezieht sich nur auf die deliktorientierten Programme),
  • und bei denen keine psychotherapeutische Behandlung im Vordergrund steht.

Lernprogramme werden von den Bewährungs- und Vollzugsdiensten seit dem Jahr 2000 angeboten. Jährlich nehmen rund 300 Personen an Trainings im Gruppen- oder Einzelsetting teil.

Zuweisung

Die Möglichkeit, Personen einem Lernprogramm zuzuweisen, beschränkt sich auf Staatsanwaltschaften und Gerichte des Kantons Zürich sowie Justizvollzugsbehörden der Schweiz.

Es gibt zwei Kategorien von Lernprogrammen:

  • Die Zuweisung erfolgt nur durch die Justizvollzugsbehörde. Den Gerichten und anderen Behörden ist die Zuweisung nicht möglich.
  • Die Zuweisung findet durch Staatsanwaltschaften, Gerichte und Justizvollzugsbehörden statt.

Lernprogramme zugewiesen von Justizvollzugsbehörden

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

«SPEAK» ist ein Angebot der Abteilung Lernprogramme. Es besteht aus sechs Trainingseinheiten. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten.

Zielgruppe

«SPEAK» (ehemals Trias II) richtet sich an Personen im Vollzug oder in der Bewährungshilfe, bei welchen die (Arbeits-) Integration eine Herausforderung darstellt und die ihre Kompetenzen betreffend Kommunikation und Auftreten in wichtigen Gesprächen (z.B. Job-Bewerbungsgespräche) verbessern möchten. Dank Videoaufnahmen von Rollenspielen kann die eigene Wirkung überprüft und so angepasst werden, dass Anliegen erfolgsversprechender dargelegt werden können.

Kosten

Für Zuweisungen aus Justizvollzug und Wiedereingliedeurng (JuWe) ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.

«IMPULS» ist ein Angebot der Abteilung Lernprogramme. Es findet in Einzelsitzungen statt und besteht in der Regel aus 10 bis 15 Trainingseinheiten. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«IMPULS» richtet sich an Männer und Frauen auf Bewährung oder im Vollzug, bei denen die Förderung der Motivation, sich mit sich und den eigenen (deliktrelevanten) Problemfeldern auseinanderzusetzen, im Vordergrund steht.

Kosten

Für Zuweisungen aus dem JuWe ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen. Von den Teilnehmenden werden keine Kosten erhoben.

«Do It plus» ist ein Angebot der Abteilung Lernprogramme. Es werden von Psychologinnen und Psychologen der Abteilung für forensisch-psychologische Abklärungen (AFA) durchgeführt. Das Lernprogramm findet in Einzelsitzungen statt und besteht in der Regel aus ca. 20 Trainingseinheiten.

Zielgruppe

«Do It plus» richtet sich an Männer und Frauen, die ein Gewalt- oder Sexualdelikt begangen haben und bei denen ein Lernbedarf zur Rückfallprävention besteht.

Kosten

Für Zuweisungen aus dem JuWe ist das Angebot kostenfrei. Für Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.
 

Lernprogramme zugewiesen von Staatsanwaltschaften, Gerichten & Justizvollzugsbehörden

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

«Do It» ist ein Angebot der Abteilung Lernprogramme. Es findet in Einzelsitzungen statt und besteht in der Regel aus 15 bis 20 Trainingseinheiten. Durchführungsort sind die Bewährungs- und Vollzugsdienste in Zürich-Altstetten oder die Justizvollzugsinstitutionen.

Zielgruppe

«Do It» richtet sich an Männer und Frauen, die ein Gewalt- oder Vermögensdelikt begangen haben und bei denen Lernbedarf besteht, um einem Rückfall vorzubeugen. Dieses Interventionsprogramm eignet sich nicht für Personen, die wegen ihrer Auffälligkeit eine therapeutische Massnahme benötigen würden. Auch Sexualdelikte werden nicht behandelt.

Kosten

Für Zuweisungen von Staatsanwaltschaften und Gerichten im Kanton Zürich sowie aus dem JuWe ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen. Für Personen, die im Kanton Zürich von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht verurteilt wurden und die die Weisung erhalten haben, am «Do It» teilzunehmen, wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 500.– erhoben, der nach Beendigung des Trainings zu bezahlen ist. Aus wichtigen Gründen kann dieser Beitrag reduziert oder erlassen werden. Personen, die durch eine Justizvollzugsbehörde zugewiesen werden, erfahren von ihrer Kontaktperson bei ihrer Justizvollzugsbehörde, inwiefern sie sich finanziell beteiligen müssen.

«PoG» ist ein Angebot der Abteilung Lernprogramme. Es besteht entweder aus 16 Gruppensitzungen à 2½ Stunden am Abend sowie drei Nachkontrollgesprächen oder aus Einzelsitzungen mit einem vergleichbaren Zeitumfang wie beim Gruppentraining. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«PoG» richtet sich an Frauen und Männer, die innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten Partnerschaft Gewalt ausgeübt oder angedroht haben und bei denen ein Lernbedarf zur Rückfallprävention besteht.

Kosten

Für Zuweisungen von Staatsanwaltschaften und Gerichten im Kanton Zürich sowie aus dem JuWe ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen. Für Personen, die im Kanton Zürich von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht verurteilt wurden und die Weisung erhalten haben, am «PoG» teilzunehmen, wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 500.– erhoben, der nach Beendigung des Trainings zu bezahlen ist. Aus wichtigen Gründen kann dieser Beitrag reduziert oder erlassen werden. Personen, die durch eine Justizvollzugsbehörde zugewiesen werden, erfahren von ihrer Kontaktperson bei ihrer Justizvollzugsbehörde, inwiefern sie sich finanziell beteiligen müssen.

«TaV» ist ein Angebot der Abteilung Lernprogramme. Es besteht entweder aus zwölf Gruppensitzungen à 2 Stunden am Abend sowie drei Nachkontrollgesprächen oder aus Einzelsitzungen mit einem vergleichbaren Zeitumfang wie beim Gruppentraining. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«TaV» richtet sich an Frauen und Männer, die ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss gelenkt haben und bei denen ein Lernbedarf zur Rückfallprävention besteht.

Kosten

Für Zuweisungen von Staatsanwaltschaften und Gerichten im Kanton Zürich sowie aus dem JuWe ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen. Für Personen, die im Kanton Zürich von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht verurteilt wurden und die Weisung erhalten haben, am «TaV» teilzunehmen, wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 500 erhoben, der nach Beendigung des Trainings zu bezahlen ist. Aus wichtigen Gründen kann dieser Beitrag reduziert oder erlassen werden. Personen, die durch eine Justizvollzugsbehörde zugewiesen werden, erfahren von ihrer Kontaktperson bei ihrer Justizvollzugsbehörde, inwiefern sie sich finanziell beteiligen müssen.

«TdV» ist ein Angebot der Abteilung Lernprogramme. Es besteht entweder aus zwölf Gruppensitzungen à 2 Stunden am Abend sowie drei Nachkontrollgesprächen oder aus Einzelsitzungen mit einem vergleichbaren Zeitumfang wie beim Gruppentraining. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«TdV» richtet sich an Frauen und Männer, die ein Fahrzeug unter Drogeneinfluss gelenkt haben und bei denen ein Lernbedarf zur Rückfallprävention besteht.

Kosten

Für Zuweisungen von Staatsanwaltschaften und Gerichten im Kanton Zürich sowie aus dem JuWe ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen. Für Personen, die im Kanton Zürich von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht verurteilt wurden und die Weisung erhalten haben, am «TdV» teilzunehmen, wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 500.– erhoben, der nach Beendigung des Trainings zu bezahlen ist. Aus wichtigen Gründen kann dieser Beitrag reduziert oder erlassen werden. Personen, die durch eine Justizvollzugsbehörde zugewiesen werden, erfahren von ihrer Kontaktperson bei ihrer Justizvollzugsbehörde, inwiefern sie sich finanziell beteiligen müssen.
 

«START» ist ein Angebot der Abteilung Lernprogramme. Es besteht entweder aus zwölf Gruppensitzungen à 2 Stunden am Abend sowie drei Nachkontrollgesprächen oder aus Einzelsitzungen mit einem vergleichbaren Zeitumfang wie beim Gruppentraining. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«START» richtet sich an Frauen und Männer, die aufgrund ihres risikobereiten oder aggressiven Fahrverhaltens aufgefallen sind und bei denen ein Lernbedarf zur Rückfallprävention besteht.

Kosten

Für Zuweisungen von Staatsanwaltschaften und Gerichten im Kanton Zürich sowie aus dem JuWe ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen. Für Personen, die im Kanton Zürich von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht verurteilt wurden und die Weisung erhalten haben, am «START» teilzunehmen, wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 500.– erhoben, der nach Beendigung des Trainings zu bezahlen ist. Aus wichtigen Gründen kann dieser Beitrag reduziert oder erlassen werden. Personen, die durch eine Justizvollzugsbehörde zugewiesen werden, erfahren von ihrer Kontaktperson bei ihrer Justizvollzugsbehörde, inwiefern sie sich finanziell beteiligen müssen.
 

«TisKo» ist ein Angebot der Abteilung Lernprogramme. Es besteht aus 12 bis 15 Trainingseinheiten sowie drei Nachkontrollgesprächen. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Zielgruppe

«TisKo» eignet sich für Personen, bei denen nicht primär die Deliktaufarbeitung, sondern die Bewältigung von Herausforderungen im Alltag im Vordergrund steht (z.B. im Zusammenhang mit der Arbeit, den Finanzen, der Familie). Dieses Trainingsprogramm unterstützt das Erlernen und Trainieren von sozialen Fertigkeiten (insbesondere für Konfliktsituationen und Problemlagen), wodurch sich die Fähigkeit zur Bewältigung alltäglicher Anforderungen verbessert und folglich auch die generelle Legalbewährung unterstützt wird.

Kosten

Für Zuweisungen von Staatsanwaltschaften und Gerichte im Kanton Zürich sowie aus dem JuWe ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen. Für Personen, die im Kanton Zürich von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht verurteilt wurden und die Weisung erhalten haben, am «TisKo» teilzunehmen, wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 500.– erhoben, der nach Beendigung des Trainings zu bezahlen ist. Aus wichtigen Gründen kann dieser Beitrag reduziert oder erlassen werden. Personen, die durch eine Justizvollzugsbehörde zugewiesen werden, erfahren von ihrer Kontaktperson bei ihrer Justizvollzugsbehörde, inwiefern sie sich finanziell beteiligen müssen.
 

Weisungskontrolle

Im Gesetz werden Weisungen zur Berufsausübung, zum Aufenthalt, zum Führen eines Motorfahrzeuges, zur ärztlichen und psychologischen Betreuung und zur Schadensdeckung als Beispiele aufgeführt.
Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Es haben sich in der Praxis eine ganze Reihe weiterer Weisungen etabliert.

Rahmenbedingungen & Durchführung  

Die Weisungen können mit Bewährungshilfe verbunden werden. Die Bewährungs- und Vollzugsdienste kontrollieren, ob die Weisungen eingehalten werden.

Entzieht sich die straffällige Person der Bewährungshilfe oder missachtet sie die Weisungen, so erstattet die zuständige Behörde dem Gericht oder den Strafvollzugsbehörden Bericht.

Schuldensanierung  

Straffällige Personen sind häufig überschuldet. Fast die Hälfte ihrer Verschuldung ist auf die Straffälligkeit und die damit verbundenen Kosten zurückzuführen (Gerichtskosten, Schadenersatzforderungen, Genugtuungsleistungen, Regresse). Die restlichen Schulden verteilen sich auf Steuern, Kredite, Alimente, Waren oder Dienstleistungen.

Erstgespräch 

In einem Erstgespräch wird ein Überblick über die Schuldensituation verschafft. Es werden Möglichkeiten im Umgang mit Schulden aufgezeigt und die Voraussetzungen für eine allfällige Schuldenbereinigung erörtert. In erster Linie geht es um eine Stabilisierung der Situation der betroffenen Person und ihres Umfelds. Hierbei wird auch geklärt, ob die Voraussetzungen für eine Schuldensanierung gegeben sind.

Zeigt sich im Laufe der Beratung, dass die Voraussetzungen für eine Schuldensanierung gegeben sind, wird eine individuelle Lösungsvariante erarbeitet.

Anmeldung  

Die Anmeldung zur Schuldensanierung erfolgt durch die überschuldete Person telefonisch oder durch die zuständige Mitarbeitende der Bewährungs- und Vollzugsdienste, Arbeitspartner oder anderer Institutionen mit dem vorgesehenen Formular.

Für eine Anmeldung der überschuldeten Person bedarf es nachfolgender Voraussetzungen.


Voraussetzungen zur Anmeldung:

  • Die überschuldete Person hat Wohnsitz im Kanton Zürich und wurde durch eine Behörde des Kantons Zürich verurteilt oder wurde ausserkantonal verurteilt und die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Zürich sind für die Betreuung bzw. den Vollzug zuständig.
  • Das Urteil ist rechtskräftig und die Person wird bzw. wurde in den letzten drei Jahren durch die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Zürich betreut oder ist bzw. war innerhalb der letzten drei Jahre im Vollzug einer strafrechtlichen Sanktion oder die Probezeit ist noch am Laufen.
  • Ausserdem darf die Verurteilung nicht ausschliesslich wegen Übertretungen erfolgt sein und es muss ein Erwerbs- oder Ersatzeinkommen vorhanden sein (keine Sozialhilfe).

Für Personen in einer stationären Einrichtung gilt:

  • Übertritt ins Arbeits- oder Wohnarbeitsexternat ist erfolgt oder steht unmittelbar bevor.

Ziele der Schuldensanierung: 

Vorteile:

  • Schuldenbereinigung
  • Erlernen des Umgangs mit Geld
  • Vermeiden von Neuverschuldung
  • Reintegration
  • Deliktfreies Leben bzw. Rückfallverminderung

Die Verschuldung der Klientinnen und Klienten der Bewährungs- und Vollzugsdienste liegt durchschnittlich bei 75'000 Franken. Eine Schuldensanierung dauert in der Regel mehrere Jahre.

Sozialbericht

Aufgrund der Berichterstattung der Bewährungs- und Vollzugsdienste (BVD) erhält die Staatsanwaltschaft beziehungsweise das Gericht zusätzliche Entscheidungsgrundlagen, ob Bewährungshilfe und / oder Weisungen angeordnet werden sollen. Die betroffene Person kann zum Bericht Stellung nehmen. Abweichende Stellungnahmen sind im Bericht festzuhalten.

Der Sozialbericht beinhaltet je nach Anlass und Fragestellung unterschiedliche Themenbereiche:

  • Einstellung zum Anlassdelikt und Auseinandersetzung mit dem Delikt
  • progressive Kriminalitätsentwicklung bei Rückfälligen
  • psychische Auffälligkeit / Persönlichkeit
  • soziale Kompetenzen
  • Konfliktverhalten
  • soziales Umfeld
  • erkennbare Suchttendenzen
  • Behandlungsbereitschaft

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Bewährungs- & Vollzugsdienste Mehr erfahren

Adresse

Hohlstrasse 552
Postfach
8090 Zürich
Route anzeigen

Telefon

Für dieses Thema zuständig: