So wähle ich

Hier erfahren Sie, wann Sie wie wo wählen können und wer Ihnen weiterhilft, wenn Sie Ihre Wahlunterlagen nicht erhalten haben.

Inhaltsverzeichnis

Wahlanleitung Kantonsratswahl

Für die Wahl des Kantonsrats erhalten Sie ein für Ihren Wahlkreis spezifisches Set von Wahlzetteln. Sie wählen, indem Sie einen der Wahlzettel aus Ihrem Wahlzettel-Set verwenden.
Sie haben dabei drei Möglichkeiten (A, B oder C):

A Wahlzettel unverändert abgeben

Den von Ihnen gewählten vorgedruckten Wahlzettel können Sie unverändert abgeben.

Wirkung:

Die Liste (Partei) erhält so viele Stimmen (Parteistimmen), wie Namen (Kandidierendenstimmen) und leere Zeilen (Zusatzstimmen) aufgeführt sind.

B Wahlzettel verändern

Sie können den Wahlzettel ändern.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Sie können vorgedruckte Namen von Kandidierenden streichen.

Der Name eines Kandidaten auf einem Wahlzettel ist gestrichen.
Streichung
Wirkung:

Kandidierende, die Sie streichen, erhalten von Ihnen keine Stimme. Die nun leeren Zeilen zählen nur als Stimmen für die Partei.

Sie können einen vorgedruckten Namen handschriftlich wiederholen. Der gleiche Name darf jedoch höchstens zweimal auf Ihrem Wahlzettel vorkommen. Achten Sie darauf, dass Ihr Wahlzettel nicht mehr Namen aufweist als Zeilen.

Der Name einer Kandidatin auf einem Wahlzettel ist gestrichen und durch einen anderen Namen desselben Wahlzettels ersetzt.
Kumulieren
Wirkung:

Kandidierende, die Sie kumulieren, erhalten von Ihnen zwei Stimmen. Das Kumulieren hat jedoch keinen Einfluss auf die Gesamtzahl der Stimmen für die Partei.

Sie können Namen von kandidierenden Personen anderer Listen Ihres Wahlkreises auf den von Ihnen gewählten Wahlzettel schreiben. Der Name einer Person darf höchstens zweimal auf Ihrem Wahlzettel aufgeführt werden.

Der Name einer Kandidatin auf einem Wahlzettel ist gestrichen und durch einen anderen Kandidaten ersetzt.
Panaschieren
Wirkung:

Die gestrichene Person und ihre Partei erhält eine Stimme weniger. Diese Stimme geht an die neu aufgeführte Person und ihre Partei.

Sie können die Listennummer und die Listenbezeichnung des gewählten Wahlzettels streichen und sie durch Nummer und Bezeichnung einer anderen Liste ersetzen. Wenn die Listennummer und die Listenbezeichnung nicht
übereinstimmen, gilt die Listenbezeichnung.

Die Listennummer und -bezeichnung eines Wahlzettels ist gestrichen und ersetzt. Der Name einer Kandidatin ist gestrichen.
Ersetzen der Listenbezeichnung
Wirkung:

Lassen Sie Namen stehen, erhalten diese Kandidierenden und deren Partei Ihre Stimme trotz neuer Listenbezeichnung. Die Stimmen der leeren Zeilen dagegen gehen an die von Ihnen neu eingesetzte Liste. Falls Sie keine neue Listennummer und -bezeichnung aufführen, gehen die Stimmen der leeren Zeilen verloren.

C Leeren Wahlzettel verwenden

Sie können den leeren Wahlzettel verwenden und selber Kandidierende von den vorgedruckten Wahlzetteln zusammenstellen.

Wirkung:

Diese Personen und deren Parteien erhalten dadurch Ihre Stimme.

Sie können ausserdem eine Listennummer und die zugehörige Listenbezeichnung auf dem Wahlzettel anbringen.

Wirkung:

Die aufgeführte Partei erhält für jede leere Zeile eine Zusatzstimme. Falls Sie keine Listennummer und -bezeichnung aufführen, gehen die Stimmen der leeren Zeilen verloren.

Beachten Sie folgende Punkte

Vorteile:

  • Sie dürfen für die Kantonsratswahl nur einen amtlichen Wahlzettel verwenden.
  • Ihr Wahlzettel kann weniger Namen von Kandidierenden enthalten, als in Ihrem Wahlkreis Sitze zu vergeben sind. Leere Zeilen gehen als Stimmen an die auf dem Wahlzettel genannte Partei.
  • Um gültig zu sein, muss Ihr Wahlzettel den Namen von mindestens einer kandidierenden Person aus Ihrem Wahlkreis enthalten.
  • Änderungen an den Wahlzetteln müssen Sie persönlich und handschriftlich vornehmen.
  • Änderungen müssen klar und eindeutig sein. Wenn Sie kandidierende Personen kumulieren oder panaschieren, bezeichnen Sie diese möglichst genau. Übertragen Sie die Kandidierendennummer, Namen und Vornamen und nötigenfalls weitere Angaben.
  • Wiederholungszeichen und Ähnliches (Gänsefüsschen, «dito», «idem») sind nicht erlaubt. Sie müssen die Namen ausschreiben.
  • Kein Name darf mehr als zweimal auf Ihrem Wahlzettel aufgeführt sein.
  • Der Wahlzettel darf nicht mehr Namen aufweisen, als er Zeilen hat. Überzählige Namen werden gestrichen.

Wahlanleitung Regierungsratswahl

Vorteile:

  • Kontrollieren Sie die Vollständigkeit Ihrer Wahlunterlagen:
    – leerer Wahlzettel
    – Beiblatt
    Melden Sie Unstimmigkeiten umgehend Ihrer Wohngemeinde.
  • Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz im Kanton Zürich hat. Es sind somit auch Personen wählbar, die nicht auf dem Beiblatt aufgeführt sind.
  • Benutzen Sie für die Wahl nur diesen amtlichen Wahlzettel. Sie müssen den Wahlzettel persönlich und handschriftlich ausfüllen.
  • Sie dürfen jede Person nur einmal aufschreiben. Bezeichnen Sie die Personen mit näheren Angaben wie Partei, Wohnort usw.

Stimmabgabe

Sie können Ihre Stimme brieflich oder an der Urne abgeben. Eine gültige Stimmabgabe ist nur mit den amtlichen Wahl- und Stimmzetteln möglich, welche von Ihnen persönlich und handschriftlich ausgefüllt werden müssen.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Stimmberechtigte, die ihre Stimmunterlagen nicht selbstständig ausfüllen können, können sich vertreten lassen. Dazu kann eine andere stimmberechtigte Person den Wahl- oder Stimmzettel ausfüllen, ihren Namen und den Vermerk «in Vertretung» auf den Stimmrechtsausweis (aber keinesfalls auf den Stimmzettel) schreiben und diesen anschliessend unterzeichnen.

Brieflich

Seit 1994 besteht im Kanton Zürich die Möglichkeit zur erleichterten brieflichen Stimmabgabe, wie Sie sie heute kennen. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

Anleitung

  • Wahl- und Stimmzettel ausfüllen

    Füllen Sie die Wahl- und Stimmzettel aus und legen Sie diese in das Stimmzettelkuvert mit den Löchern. Verschliessen Sie dieses.

  • Datum prüfen

    Vergewissern Sie sich, dass die briefliche Stimmabgabe zeitlich noch möglich ist. Das letztmögliche Datum für die Aufgabe bei der Post finden Sie auf dem Stimmrechtsausweis. Falls es bereits zu spät ist, können Sie Ihr Antwortkuvert direkt in den Gemeindebriefkasten werfen oder an der Urne abstimmen.

  • Stimmrechtsausweis unterschreiben

    Unterschreiben Sie den Stimmrechtsausweis und legen Sie ihn zusammen mit dem Stimmzettelkuvert in das Antwortkuvert, sodass die Adresse der Gemeinde im Sichtfenster lesbar ist.

  • Antwortkuvert verschicken

    Verschliessen Sie das bereits vorfrankierte Antwortkuvert und werfen Sie es in einen Briefkasten der Post.

Urne

Sie können Ihre Stimme auch direkt an der Urne abgeben. Das ist am Abstimmungssonntag, aber auch vorzeitig möglich. Informationen zum Standort und zu den Öffnungszeiten der Urne finden Sie auf Ihrem Stimmrechtsausweis.

Vertretung

Sie können sich an der Urne vertreten lassen. Dies müssen Sie auf dem Stimmrechtsausweis vermerken und diesen unterschreiben. Eine stimmberechtigte Person kann dann maximal zwei Personen vertreten.

Wahlunterlagen

Die Wahl- und Stimmunterlagen werden drei bis vier Wochen vor dem Abstimmungssonntag zugestellt. Stimmberechtigt sind alle Schweizerinnen und Schweizer, die ihren Wohnsitz im Kanton Zürich haben und zum Zeitpunkt der Abstimmung mindestens 18 Jahre alt sind.

Unterlagen nicht erhalten

Sollten Sie drei Wochen vor der Abstimmung Ihre Unterlagen nicht oder nur unvollständig erhalten haben, melden Sie sich unverzüglich bei Ihrer Wohngemeinde.

Nachbezug bei Umzug

Wenn Sie in den letzten vier Wochen vor einem Urnengang Ihren Wohnsitz wechseln und bestätigen, dass Sie Ihre Unterlagen noch nicht erhalten haben, können Sie die Stimmunterlagen am neuen Wohnsitz nachbeziehen.

Abgabe in Heimen

Heimleitungen sehen sich oft mit spezifischen Fragen rund um die politischen Rechte ihrer Bewohnerinnen und Bewohner konfrontiert. Wir haben ein Merkblatt erstellt, in dem wir auf die häufigsten Fragen eingehen.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Ausgangslage

Die Handhabung von Wahl- und Stimmunterlagen durch Angestellte in Heimen führt regelmässig zu Fragen und Unsicherheiten. Insbesondere ergeben sich Fragen rund um die korrekte persönliche Zustellung der Unterlagen. Nachfolgend finden Sie, gestützt auf die gesetzlichen Vorgaben, die Empfehlungen des Statistischen Amtes.

Die politischen Rechte

Das Stimm- und Wahlrecht und die weiteren politischen Rechte in Bundesangelegenheiten stehen grundsätzlich allen Schweizerinnen und Schweizern zu, die das 18. Altersjahr zurückgelegt haben(Art. 136 Bundesverfassung). Für die Ausübung dieser Rechte in Kantons- und Gemeindeangelegenheiten ist zudem der Wohnsitz im entsprechenden Gemeinwesen erforderlich (Art. 22 Kantonsverfassung). Bei Wahlen und Abstimmungen der Evangelisch-reformierten Landeskirche sind ausserdem ausländische Bürgerinnen und Bürger mit Aufenthaltsbewilligung des Typs B, C oder Ci stimmberechtigt (Art. 20 Abs. 1 evangelisch-reformierte Kirchenordnung).

Die Stimmberechtigten verlieren ihr Stimm- und Wahlrecht nur, wenn sie wegen dauerhafter Urteilsunfähigkeit unter umfassender Beistandschaft stehen oder durch eine vorsorgebeauftragte Person vertreten werden (Art. 2 Bundesgesetz über politische Rechte, BPR). Diese Personen sind nicht mehr im Stimmregister und erhalten dementsprechend keine Abstimmungs- und Wahlunterlagen.

Demgegenüber ist ein freiwilliger Verzicht auf Wahl- und Stimmunterlagen nicht möglich: Gemeinden sind dazu verpflichtet, sämtlichen stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürgern die Unterlagen zuzustellen.

Abgabe

Falls die Zustellung durch die Post in die persönlichen Briefkästen der Bewohnerinnen und Bewohner gewährleistet ist, sind keine weiteren Vorkehrungen durch die Heimleitung nötig. Ist dies nicht der Fall, empfiehlt das Statistische Amt den Heimleitungen Vorkehrungen zu treffen, um die ordnungsgemässe Abgabe des Stimmmaterials durch das Personal belegen zu können. Der Nachweis kann auf zwei Arten sichergestellt werden:

  • Die Bewohnerinnen und Bewohner bestätigen den Empfang der Unterlagen mittels Unterschrift.
  • Die Unterlagen werden durch zwei Mitarbeitende zugestellt und im Vier-Augen-Prinzip protokolliert, wobei beide Mitarbeitenden die Zustellung mit einer Unterschrift bestätigen. Ein Beispiel eines solchen Protokolls finden Sie im Anhang. (PDF-Dokument Seite 5)
Bevollmächtigung zur Entgegennahme der Postzustellungen

Nehmen anstelle der Bewohnerin oder des Bewohners Angehörige oder andere Personen (gestützt auf eine Vollmacht oder kraft Vertretungsrecht gemäss Art. 374 Zivilgesetzbuch) die Postzustellung entgegen, so sind ihnen die Abstimmungs- und Wahlunterlagen gegen eine Quittung auszuhändigen.

Dabei empfiehlt es sich, schriftlich auf der Quittung darauf hinzuweisen, dass die Stimmabgabe durch die Bewohnerin oder den Bewohner persönlich zu erfolgen hat und dass sich unter Umständen strafbar macht, wer anstelle einer oder eines Stimmberechtigten die Stimmabgabe ausübt (Art. 282 Strafgesetzbuch). Ein Beispiel einer solchen Quittung finden Sie ebenfalls im Anhang. (PDF-Dokument Seite 4)

Persönliche Ausübung der politischen Rechte

Stimm- und Wahlzettel sowie Stimmrechtsausweise müssen grundsätzlich handschriftlich und eigenhändig von der stimmberechtigten Person ausgefüllt werden (Art. 5 Abs. 2 BPR, §65 Abs. 2 Gesetz über die politischen Rechte, GPR). Ausserdem müssen beim Sammeln von Unterschriften für Initiativen und Referenden sämtliche Angaben von der Stimmberechtigten Person handschriftlich vorgenommen werden. Bei eidgenössischen Initiativen und Referenden betrifft dies nur den Namen, den Vornamen und die Unterschrift. (Art. 61i.V.m. Art. 70BPR, §126 i.V.m. §142 Abs. 2 GPR). Nicht schreibfähige oder schreibkundige Personen können sich allerdings vertreten lassen (Art. 5 Abs. 6 BPR, Art. 61 i.V.m. Art. 70 BPR, §5 GPR, §11 Verordnung über die politischen Rechte, VPR). Grundsätzlich muss die vertretende Person selbst stimmberechtigt sein und hat gegenüber Dritten Stillschweigen zu bewahren. Bei Wahlen und Abstimmungen füllt die vertretende Person Stimm- und Wahlzettel handschriftlich aus, fügt dem Stimmrechtsausweis ihren oder seinen Namen sowie den Vermerk «in Vertretung» hinzu und unterzeichnet diesen. Bei Initiativen und Referenden erfolgt die Offenlegung des Vertretungsverhältnisses analog im Unterschriftenfeld.

In jedem Fall können sich alle stimmberechtigten Personen an der Urne durch eine andere stimmberechtigte Person vertreten lassen. Dies ist bedeutsam, wenn es beispielsweise für eine briefliche Stimmabgabe bereits zu spät ist. So müssen die Antwortkuverts in den meisten Gemeinden spätestens am Dienstag vor dem Urnengang der Post übergeben werden. Für die Vertretung an der Urne muss die vertretene Person ihr Einverständnis mit der Vertretung auf dem eigenen Stimmrechtsausweis vermerken. Eine stimmberechtigte Person kann an der Urne höchsten zwei weitere Personen vertreten und entsprechend deren Unterlagen abgeben (§68 Abs. 3 GPR).

Unbenutzte Stimm-und Wahlunterlagen

Falls stimmberechtigte Bewohner oder Bewohnerinnen den Heimleitungen ihre Abstimmungs- und Wahlunterlagen zur Entsorgung überlassen, so ist auch dies schriftlich bestätigen zu lassen (analog der Abgabe). Anschliessend haben Heime die Möglichkeit, die Unterlagen direkt zu vernichten, oder aber die Unterlagen bis zum Urnengang aufzubewahren und anschliessend zu entsorgen. Letzteres bietet den Vorteil, dass Bewohnerinnen und Bewohner, die ihre Meinung ändern, dennoch partizipieren können.

In jedem Fall ist durch die Heimleitung sicherzustellen, dass nicht gebrauchte Wahl- und Stimmunterlagen nicht von Dritten verwendet werden können.

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Statistisches Amt - Wahlen & Abstimmungen

Adresse

Schöntalstrasse 5
8090 Zürich
Route (Google)

Telefon

+41 43 259 75 75

E-Mail

wahlen@statistik.ji.zh.ch

Für dieses Thema zuständig: