Wahlen & Abstimmungen

Auf dieser Seite finden Sie einige Zahlen und Eckwerte zur Zürcher Demokratie. Der Navigationsbereich führt Sie zu weiterführenden Seiten zu den politischen Rechten, zu bevorstehenden und vergangenen Abstimmungen sowie zu kantonalen und eidgenössischen Wahlen in Zürich.

Inhaltsverzeichnis

Zahlen zur Zürcher Demokratie

Seit der Annahme der Zürcher Kantonsverfassung von 1831 stimmten die Stimmberechtigten im Kanton Zürich an 560 Sonntagen über insgesamt 2012 Vorlagen ab. Davon nahmen sie 1341 an, 642 lehnten sie ab. In 29 Fällen wurde der Stimmbevölkerung eine Stichfrage vorgelegt.

Mehr oder weniger deutlich

Die seit 1831 im Kanton Zürich am deutlichsten angenommene Vorlage ist nach wie vor die Kantonsverfassung von 1831 mit 95,92 Prozent Ja-Stimmen-Anteil. Aber auch in diesem Jahrtausend gibt es deutliche Resultate: so zum Beispiel die Verfassungsänderung (neue Prozessgesetze) von 2010, für die 91,63 Prozent der Stimmberechtigten ein Ja in die Urne legten. Im aktuellen Jahrtausend am deutlichsten verworfen wurde die eidgenössische Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» im Jahr 2015. Lediglich 39'739 Personen stimmten dem Volksbegehren zu (10,86 Prozent).

Den knappsten Ausgang hatte 1971 das obligatorische Referendum zum Gesetz über die Verlegung des Schuljahrbeginns und der Dauer der Schulpflicht. Mit nur 132 Stimmen Unterschied wurde das Gesetz angenommen und die Schulpflicht im ganzen Kanton auf neun Jahre erhöht.

Frauenstimmrecht

Trotz frühem Mitspracherecht für Teile der Bevölkerung haftete der Zürcher Demokratie bis spät ins 20. Jahrhundert ein Makel an: Frauen blieben die politischen Rechte bis spät ins 20. Jahrhundert hinein verwehrt. In den Jahren 1920, 1954 und 1966 kamen zwar Volksinitiativen zum Frauenstimmrecht zur Abstimmung – alle drei lehnten die Zürcher Stimmberechtigten aber ab.

1969 ermöglichten die stimmberechtigten Männer den Gemeinden im Kanton das Frauenstimmrecht auf kommunaler Ebene einzuführen. Innerhalb eines Jahres wurde in 120 Gemeinden von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und 95 Prozent der volljährigen – damals noch über 20-jährigen – Zürcherinnen waren kommunal stimm- und wahlberechtigt. Im November 1970 wurde das Stimm- und Wahlrecht in kommunalen und kantonalen Sachen auf alle volljährigen Zürcherinnen ausgeweitet und nach der gewonnenen Abstimmung über das eidgenössische Frauenstimm- und Wahlrecht vom 7. Februar 1971 herrschte im Kanton Zürich bei der Nationalratswahl vom 31. Oktober 1971 erstmals politische Gleichberechtigung.

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Im folgenden Datenkatalog finden Sie verschiedene Datensätze und Publikationen zum Thema Wahlen & Abstimmungen.

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