Sich für den Kurs «Häusliche Gewalt» anmelden

Anleitung

  1. Für wen dieser Kurs gedacht ist

    Häusliche Gewalt - Annäherung an eine Best Practice unter besonderer Berücksichtigung des Kindes

    Bei Häuslicher Gewalt handelt es sich um Gewalttaten zwischen Personen, die innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung leben oder lebten. Häusliche Gewalt kommt in vielen Ausprägungen vor. Nicht immer geht es (nur) um Schläge oder sexuelle Gewalt. Vielmehr leiden die Opfer auch unter psychischer Gewalt (z.B. Drohungen, Demütigungen), sozialer Isolation (z.B. Verbot oder enge Kontrolle von Kontakten) oder wirtschaftlichem Druck (z.B. Beschlagnahmung des Lohns) den der Täter oder die Täterin ausübt.

    Oftmals sind Kinder indirekt von Häuslicher Gewalt betroffen, d.h. sie müssen die Gewalt zwischen ihren Eltern miterleben (gemäss statistischen Erhebungen sind in rund der Hälfte der entsprechenden Polizeieinsätze Kinder anwesend). Es kann aber auch sein, dass sie selber direkte Misshandlungen erdulden müssen (u.a. auch Vernachlässigung aufgrund der Häuslichen Gewalt). Beide Formen können zu einer massiven Beeinträchtigung ihrer psychischen und physischen Integrität führen, was eine Kindeswohlgefährdung darstellt.

    Bei der Einschätzung von eingehenden Polizeirapporten oder Gefährdungsmeldungen im Kontext Häuslicher Gewalt sollten der Schutzbedarf und die spezifischen Bedürfnisse der betroffenen Kinder im Zentrum stehen. Wichtig ist auch, dass unterschiedliche Institutionen und Behörden, die gegebenenfalls involviert sind, möglichst koordiniert vorgehen. Zudem kommt dem raschen und bedarfsgerechten Handeln eine hohe Bedeutung zu. Dies stellt hohe Anforderungen an die Fachpersonen.

    Der Kurstag setzt sich vertieft mit der vielschichtigen Thematik auseinander. Zudem werden die unterschiedlichen Interessen der involvierten Personen (Optik der Kinder sowie der Eltern) separat beleuchtet. Für die Input-Referate konnten Fachpersonen der jeweiligen Beratungsstellen gewonnen werden. Ergänzt werden diese Referate mit einer Vorstellung der Tätigkeit der Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt (IST). Zum Schluss des Inputteils erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in den konkreten Umgang der KESB Winterthur-Andelfingen mit Fällen Häuslicher Gewalt.

    Nach den Referaten findet ein moderiertes Panel statt, an dem jeweils eine Vertretung der beteiligten Stellen und Behörden teilnehmen. Neben der Beantwortung von Fragen sollen die Herausforderungen und zentralen Punkte für eine Best Practice aus Sicht der KESB – mit dem Fokus auf die betroffenen Kinder – identifiziert werden.

    Die Teilnehmenden

    • sind für die verschiedenen Ausprägungen Häuslicher Gewalt und deren Auswirkungen auf die betroffenen Kinder sensibilisiert,
    • haben sich mit den langfristigen psychischen und den physischen Beeinträchtigungen auf die Kinder auseinandergesetzt,
    • haben zum adressatengerechten Einbezug der Kinder Inputs erhalten,
    • können den Schutzbedarf und die spezifischen Bedürfnisse der Kinder besser einschätzen,
    • sind vertraut mit den Anforderungen an die Vernetzung mit anderen involvierten Institutionen und Behörden,
    • haben die möglichen zivilrechtlichen Massnahmen unter Berücksichtigung der vorstehend gewonnenen Erkenntnisse reflektiert.

    Überdies soll die Veranstaltung den Teilnehmenden die Gelegenheit bieten, sich in ungezwungenem Rahmen zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Gleichzeitig erhalten die Mitglieder und Ersatzmitglieder der KESB die Möglichkeit, ihre Weiterbildungspflicht im Umfang eines Tages pro Jahr zu erfüllen.

    Zielpublikum

    Mitglieder und Ersatzmitglieder, Fachmitarbeitende der KESB

    Referierende / Moderation

    • Regina Carstensen und Karin Fehlmann, Co-Fachverantwortliche, Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt (IST), Kantonspolizei Zürich
    • Katharina Girsberger und Jasmine Müller, Co-Teamleiterinnen/Beraterinnen, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (kokon)
    • Pia Allemann, Co-Leiterin/Beraterin, Beratungsstelle für Frauen gegen Gewalt in Ehe und Partnerschaft (BIF)
    • Mike Mottl, Geschäftsleiter/Männerberater, mannebüro züri für männer – gegen gewalt
    • Karin Fischer, Präsidentin, und Nicole Bisig, Behördenmitglied, Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Bezirke Winterthur-Andelfingen
    • Panel-Moderation: Linus Cantieni, Rudin Cantieni Rechtsanwälte AG

    Methoden / Arbeitsweise

    Inputreferate sowie moderiertes Panel, mit der Möglichkeit, Fragestellungen und Fallbeispiele aus der Praxis zur Diskussion zu stellen.

    Kurskosten 

    Mitglieder und Ersatzmitglieder KESB Kanton Zürich: kostenlos
    Übrige Kursteilnehmende: Fr. 430.--

    Kursdaten

    • Montag, 26.09.2022, 08.45-12.00 Uhr, 13.15-16.45 Uhr (ausgebucht)
    • Montag, 31.10.2022, 08.45-12.00 Uhr, 13.15-16.45 Uhr (ausgebucht) 

    Art und Ort der Durchführung

    Die Weiterbildung wird physisch durchgeführt im Technopark:

    Stiftung TECHNOPARK Zürich
    Technoparkstrasse 1
    8005 Zürich
    www.technopark.ch

    Der Kurs ist aktuell ausgebucht. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich. 

  2. Anmeldung

    Persönliche Angaben

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    Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an.

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    +41 __ ___ __ __

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    Funktion

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    Kursdatum
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    Mitteilung

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Kontakt

Gemeindeamt – Weiterbildung

Adresse

Wilhelmstrasse 10
8005 Zürich
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