Fil Bleu Glatt

Die Glatt

Ziel des Freiraumkonzepts «Fil Bleu Glatt» ist die nachhaltige Aufwertung der Stadtlandschaft und der Freiräume entlang der Glatt. Bis 2031 soll ein siedlungsnahes Erholungsgebiet mit Fuss- und Velowegen und neuen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere entstehen. Beteiligt sind der Kanton Zürich, die Städte Dübendorf, Opfikon und Zürich, die Gemeinde Wallisellen und die Zürcher Planungsgruppe Glattal.

Inhaltsverzeichnis

Aktuell

Kantonsrat bewilligt Rahmenkredit

Das Glattal ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Durch die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung steigt aber der Druck auf die vorhandenen Erholungsräume. Das Potenzial des Raums entlang der Glatt ist heute nur ungenügend dafür genutzt. Das Freiraumkonzept «Fil Bleu Glatt» sieht deshalb vor, die Uferräume entlang der Glatt zwischen Dübendorf und Opfikon schrittweise aufzuwerten und zugänglicher zu machen. Das Naherholungsgebiet soll über Velo- und Fusswege mit angrenzenden Frei- und Erholungsräumen vernetzt werden. Kernstück ist die Erneuerung des Glattuferwegs.

Der Regierungsrat beantragte dem Kantonsrat, für die Umsetzung des Freiraumkonzepts «Fil Bleu Glatt» 63 Millionen Franken zu bewilligen. Davon entfallen 30 Millionen Franken auf den Glattuferweg und 33 Millionen Franken auf die Wasserbauprojekte. Der Kanton rechnet mit Bundesbeiträgen von mindestens 35 Prozent der Kosten für den Glattuferweg, die Hochwasserschutzbauten und die Revitalisierung der Glatt. Die Gemeinden müssen sich gemäss Strassengesetz mit einem Fünftel an den Kosten für den Glattuferweg beteiligen. Ohne die Beiträge der Gemeinden kann der zehn Kilometer lange Abschnitt des Glattuferwegs nicht erneuert werden.

Der Kantonsrat hat dem Antrag der Regierung an seiner Sitzung vom 5. September 2022 mit 158:11 Stimmen zugestimmt. Der Betrag unterstand der Ausgabenbremse. Nötig waren 91 Stimmen.

Projektübersicht

Kartenausschnitt mit der Glatt zwischen Dübendorf, Opfikon und Wallisellen
Kartenausschnitt des Projektperimeters "Fil Bleu Glatt".

Die Glatt zieht sich wie ein blauer Faden durch eine der dynamischsten Regionen der Schweiz. Durch die zunehmende Verstädterung steigt der Bedarf an siedlungsnahen Grünräumen. Es besteht Handlungsbedarf für die nachhaltige Aufwertung der Stadtlandschaft und der Freiräume an der Glatt.

Die Städte Dübendorf, Opfikon und Zürich, die Gemeinde Wallisellen, die Zürcher Planungsgruppe Glattal und der Kanton Zürich liessen von 2013 bis 2014 ein Freiraumkonzept für den Glattraum erarbeiten, das die Bedürfnisse der einzelnen Gemeinden berücksichtigt. Zum Abschluss der Konzeptphase unterzeichneten sie im April 2015 eine gemeinsame Absichtserklärung. Darin ist festgehalten, dass entlang der Glatt eine gemeindeübergreifende Gebietsplanung erarbeitet werden soll.

Glatt aus Drohnenperspektive
Drohnenflug über die Glatt.

Schrittweise Umsetzung bis 2031

Die Umsetzung des Freiraumkonzepts erfolgt mit Einzelprojekten. Bei der abschnittsweisen Realisierung sollen Projekte im Umfeld berücksichtigt werden. Beispiele dafür sind das Zwicky-Areal in Dübendorf und der Stadtpark Opfikon. Ziel ist es, dass der «Fil Bleu Glatt» bis 2031 fertiggestellt ist.

Temporäre Elemente als Vorboten

Als erste Massnahme entstand 2017 in Dübendorf eine Muster-Plattform am Wasser. Und im April 2018 haben die Standortgemeinden Dübendorf, Zürich, Wallisellen und Opfikon temporäre Sitzgelegenheiten und Liegen aus Holz platziert. Sie schaffen neue Aufenthaltsorte an der Glatt und machen auf die Umsetzung des Freiraumkonzepts «Fil Bleu Glatt» aufmerksam. Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Sie zeigen, dass Erholungsräume an der Glatt einem Bedürfnis der Bevölkerung entsprechen.

Nach provisorischen Elementen folgen ab 2022 erste Realisierungen von Glattuferweg und Revitalisierung der Glatt als eigenständige Vorhaben des Kantons, der Gemeinden oder von privaten Anstössern. 

Massnahmen

Damit das Freiraumkonzept umgesetzt werden kann, sind aufeinander abgestimmte Massnahmen erforderlich.

 

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Glattuferweg mit Velofahrenden, Joggenden und Ruhesuchenden am Wasser
Ausbau und neue Nutzung des Glattuferwegs. Quelle: Amt für Mobilität

Der Glattuferweg ist zentraler Bestandteil des «Fil Bleu Glatt». Der Weg soll zwischen 2024 und 2031 zu einer regionalen Verbindungsachse für Fussgänger und Velofahrer ausgebaut werden. Mit der durchgängigen Verbreiterung des Glattuferweges wird genügend Platz geschaffen für die gemeinsame Nutzung durch Fussgänger und Velofahrer.

Der durchgehend chaussierte Weg soll zur attraktiven Route für den Fuss- und Veloverkehr werden, und er soll Berufspendlern eine Alternative zum bestehenden Wegnetz bieten. Die Velo- und Fusswege werden mit den angrenzenden Freiräumen und Erholungsgebieten vernetzt.

Glatt mit Rastplatz mit Bänken
In Zukunft wird es an der Glatt mehr naturnahe Erholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung geben. Quelle: Amt für Mobilität

Die Städte Dübendorf, Opfikon und Zürich sowie die Gemeinde Wallisellen wollen das Naherholungsgebiet an der Glatt aufwerten. Sie entsprechen damit dem zunehmenden Bedarf der Bevölkerung nach siedlungsnahen Grünräumen.

Die Freiraumnutzungen in der «grünen Mitte» zwischen Wallisellen und Zürich werden mosaikartig zu einem Park zusammengefügt, der die wachsenden Stadträume verbindet.

Der Stadtpark in Glattbrugg und der Glattpark in Dübendorf sind eigenständige Vorhaben der Gemeinden, um die Zentrumsbereiche parkähnlich und erholungsorientiert zu gestalten.

Sie sind Bestandteil des Gesamtkonzepts «Fil Bleu Glatt» und berücksichtigen darin enthaltene Massnahmen wie den Glattuferweg. An ausgewählten Orten werden Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsbereiche am Wasser geschaffen. Die Glatt soll als prägendes Element des Landschaftsraums wahrgenommen werden.

Das Bild zeigt den Querschnitt eines Gewässerraums.
Querschnitt eines Gewässerraums

Mit der Festlegung des Gewässerraums werden die Uferstreifen erhalten. Der Gewässerraum verhindert, dass die Glatt noch stärker zugebaut wird. Er soll langfristig geschützt werden. 

Mit der Revitalisierung der Glatt werden der Kanton sowie die involvierten Städte und Gemeinden auch den Hochwasserschutz verbessern.

Die Glatt halb zugewachsen von Bäumen
Intakte Lebensräume an der Glatt und ihren Seitenbächen werden miteinander vernetzt. Quelle: Amt für Mobilität, Kanton Zürich

Durch die Vernetzung der Lebensräume für Pflanzen und Tiere entlang der Gewässer soll der ganze Raum ökologisch aufgewertet werden. Der Glattraum ist trotz teils unwirtlichen, von Infrastrukturbauten geprägten Orten ein wichtiger Naturraum.

Die Glatt und Seitenbäche bieten die Möglichkeit, die stark urbanisierte Ebene mit einem Netz an naturnahen, grünen Bändern zu durchziehen und noch vorhandene, intakte Lebensräume darin einzubinden.

Isolierte, artenreiche Lebensräume werden nach Möglichkeit miteinander vernetzt, um den Fortbestand der Arten zu gewährleisten.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

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Walcheplatz 2
8090 Zürich
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