Haus Adeline-Favre Winterthur

Der Neubau mit dem Namen «Haus Adeline Favre» wird zum neuen Standort für das ZHAW Department Gesundheit in Winterthur.

Inhaltsverzeichnis

Steckbrief

Betreff Angabe
Bauherrschaft SISKA Heuberger Holding AG
Nutzer Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Architektur pool Architekten
Kreditsumme 81 Mio. Fr. (Miete) 26.4 Mio. Fr. (Ausbau)
Bauzeit Mai 2017 bis Juni 2020

Standort

Die Standortliste wird gefiltert.

Bauaufgabe

Anstelle der ehemaligen Halle 52 am Katharina-Sulzer-Platz in Winterthur entsteht bis 2020 ein neuer Standort für das ZHAW Departement Gesundheit. Der Neubau mit dem Namen «Haus Adeline Favre» bietet Platz für 1900 Studierende und rund 260 Mitarbeitende der ZHAW. Es entsteht das landesweit grösste Ausbildungszentrum für Berufe in den Bereichen Pflege, Ergo- und Physiotherapie, sowie Geburtshilfe.

Der Kanton ist beim neuen Gebäude, wie bei der ZHAW-Bibliothek, nicht Bau­herr, sondern Mieter. Eigentümerin ist die SISKA Heuberger Holding AG. Der Neubau wird von der Implenia AG als Totalunternehmerin geplant und realisiert.

Situationsplan, welcher die städtische Umgebung  abbildet.
Situationsplan

Architektur

Das aus einem Architekturwettbewerb 2013 hervorgegangene Projekt von pool Architekten aus Zürich sieht ein Gebäude mit sechs oberirdischen und zwei unterirdischen Geschossen vor. Die Grundstücksfläche wird vollflächig überbaut, die Geschossfläche beträgt insgesamt rund 25'000 Quadratmeter. Das Raumprogramm umfasst Unterrichts- und Praxisräume, Büros für Mitarbeitende, ein Ambula­torium und Simulationszentrum, eine Caféteria und eine Selbstverpflegungszone. In einem kompakten Schichtring werden Räume um einen Innenhof organisiert. Versetzt angeordnete Volumen lassen den inneren Bereich zu einer begehbaren Raumskulptur werden. Diese erstreckt sich vom ersten Untergeschoss bis unter das alles überspannende Glasdach.

Der Katharina-Sulzer-Platz wird vom industriellen Charakter der Fabrikgebäude aus Backstein und durch die umlaufende Kranbahn geprägt. Dieser industrielle Charakter wird im Projekt beibehalten. Die Fassade wird als Backsteinfassade wiederaufgebaut, die neuen Fenster bilden mit den Fenstern der ehemaligen Giesserei eine Einheit und die Kranbahn bleibt erhalten.

Nachhaltigkeit

Das Projekt wird den Richtlinien des SIA-Energieeffizienzpfades 2040 entsprechen und den Minergie-Standard erfüllen.

Das Areal ist sehr gut durch den öffentlichen Verkehr erschlossen und auch zu Fuss gut erreichbar. Auf dem eigenen Grundstück werden für die Langzeit­parkierung ausschliesslich Veloabstellplätze angeboten.

Meilensteine

Meilenstein Termin
Start Abbruch Januar 2017
Baubeginn Mai 2017
Mietbeginn Juli 2020
Inbetriebnahme September 2020

Kunst am Bau

Im Rahmen eines Studienauftrages Kunst am Bau wurde das Projekt «Basics – Zeichnungen in Beton gemeisselt»  der Künstlerin Judith Albert zur Realisierung empfohlen. Judith Albert schlägt vor, den Atriumraum des Hauses Adeline Favre mit einer Serie von Sgraffito ähnlichen Wandbildern zu bespielen, indem die subkutane Schicht des Betons stellenweise, anhand künstlerischer Zeichnung, freigelegt wird. In dieser Lesart wird die verschachtelte Architektur zum Körper, dessen Haut tätowiert wird. In ihrer Machart erinnern die Wandbilder an die im Engadin weit verbreitete Sgraffito-Technik; des Weiteren lassen sie sich mit Urban Art (Grafitti) und Tattoos in Verbindung bringen. Die Jury war sofort von der vielschichten, geradezu raffinierten Idee Judith Alberts fasziniert, da sie einerseits die Grundidee der Architekten unterstützt, den Aussenraum zum Innenraum zu machen, andererseits die molekulare Struktur des Betons freilegt. Indem die verschalte Bausubstanz wieder sichtbargemacht wird, rückt die Künstlerin das Unfertige, Prozesshafte in den Vordergrund bzw. an die Oberfläche.  

Baufortschritt

Kontakt

Hochbauamt

Adresse

Stampfenbachstrasse 110
8090 Zürich
Route anzeigen

 

 

Telefon

+41 43 259 28 42


Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
07.30 bis 12.00 Uhr und
13.30 bis 17.00 Uhr

Für dieses Thema zuständig: