Bezirksanlage Winterthur

Die Bezirksanlage Winterthur wird erweitert. Im fünfgeschossigen Neubau befinden sich sowohl Gefängnisnutzungen als auch Büroflächen für die Staatsanwaltschaft.

Inhaltsverzeichnis

Steckbrief

Betreff Angabe
Bauherrschaft Immobilienamt Kanton Zürich
Nutzer Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland Jugendanwaltschaft Winterthur, Untersuchungsgefängnisse Zürich, Kantonspolizei Zürich
Architektur GKMOG Generalplaner GmbH (Gunz & Künzle Architekten ETH SIA, Miebach Oberholzer Architekten GmbH, Ghisleni Partner AG) 
Kreditsumme 111 Mio. Fr.
Bauzeit Dezember 2020 bis Ende  2023

Standort

Die Standortliste wird gefiltert.

Bauaufgabe

Die bestehende viergeschossige Bezirksanlage wird im Norden mit einem länglichen, fünfgeschossigen Gebäude ergänzt. Verbunden sind die beiden Baukörper mit einer verglasten Passerelle. Im Neubau befinden sich die
Gefängnisnutzungen sowie Büroflächen für die Staatsanwaltschaft. In den Bestandsbauten sind weitere Nutzungen der Staatsanwaltschaft, die Jugend­anwaltschaft sowie die Kantonspolizei untergebracht. Die Anlage wird über verschiedene Zugänge erschlossen: Über den bisherigen Haupteingang im Süden erreicht man die Verwaltungseinheiten, der Besucher- und Personaleingang für das Gefängnis befindet sich im Westen, die Zufahrt und die Anlieferung erfolgen im Osten der Anlage. Der Altbau aus dem Jahre 1964 wird gesamthaft instandgesetzt. Beim Ergänzungsbau aus dem Jahre 2005 wird das derzeit als Garage für die Einsatzfahrzeuge der Kantonspolizei genutzte Erdgeschoss zu Büroflächen. Das Gefängnis wird nach der Erstellung des Erweiterungsbaus rückgebaut. In diesem Bereich wird dann ein öffentlich zugänglicher Platz erstellt.

Computergenerierter Situationsplan der die Umgebung, Neubau und bestehenden Gebäude darstellt.
Situationsplan Quelle: GKMOG Generalplaner GmbH

Architektur

Die kompakte volumetrische Komposition aus Bestandsbau und Erweiterungsbau nutzt das zur Verfügung stehende Areal gegen Norden optimal aus und definiert einen räumlichen Abschluss zum Gleisfeld. Zusammen mit dem 2015 erworbenen Grundstück der Stadt Winterthur ergibt sich gegen Osten viel Raum für eine mögliche spätere bauliche Entwicklung und einen adäquaten Übergang zur angrenzenden Quartiererhaltungszone. Die kompakte Bauweise führt auch zu einer betrieblich ausgereiften Lösung. Kurze, übersichtliche und klare Weg­führungen innerhalb des Gebäudes vereinfachen die tägliche Arbeit. Die Ausrichtung der verschiedenen Nutzungszonen nach aussen wie auch nach innen ist gut durchdacht und unterbindet Informationsflüsse, wo diese nicht erlaubt sind. Mit der sorgfältigen Umgebungs- und Platzgestaltung sowie der Materialisierung des Gebäudes wird zudem eine optimale Eingliederung in die Umgebung erreicht. Es schafft eine klare Trennung zwischen der Zone für öffentliche Bauten und der angrenzenden, sensiblen Quartiererhaltungszone mit der kleinmassstäblichen Wohnnutzung.

Computergenerierte Darstellung der Nordfassade des Neubaus. Ebenfalls wird die nördliche Bahnlinie dargestellt.
Visualisierung des Neubaus

Nachhaltigkeit

Der Erneuerungsbau wird gemäss dem kantonalen Standard Nachhaltigkeit in Minergie-P erstellt. Die ökologischen Kriterien der Materialien werden in Anlehnung an die Eco- Vorgaben umgesetzt, da einzelne Kriterien wie Graue Energie und Flexibilität des Grundrisses nicht erfüllt werden können. Die Instandsetzung der Bestandsbauten wird nach den Vorgaben von Minergie erstellt. Das Energiekonzept ist vollumfänglich auf erneuerbare Energien ausgerichtet (Grundwassernutzung, Fernwärme, Sonnenenergie für Strom und Warmwasser).

Meilensteine

Meilenstein Termin
Baustart Dezember 2020
Fertigstellung Ende 2023

Kontakt

Hochbauamt

Adresse

Stampfenbachstrasse 110
8090 Zürich
Route anzeigen

 

 

Telefon

+41 43 259 28 42


Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
07.30 bis 12.00 Uhr und
13.30 bis 17.00 Uhr

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