PFAS in Alltagsprodukten untersucht

Vollständig oder teilweise fluorierte Stoffe (PFAS) verleihen vielen Produkten nützliche Eigenschaften, stellen aber ein Umwelt- und Gesundheitsproblem dar. Untersuchungen der Kantone Basel-Stadt, Genf, Uri und Zürich mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) bestätigen, dass diese «Ewigkeitschemikalien» in vielen Alltagsgegenständen vorkommen.

Untersucht wurden insgesamt 76 Produkte aus den Bereichen Textilien, Skiwachse, Imprägniermittel und Gegenstände mit Lebensmittelkontakt. In 13 Fällen überschritten die Proben die geltenden Höchstwerte und mussten beanstandet werden. Besonders auffällig war die Kategorie Skiwachse, bei der fast jede zweite Probe, vor allem Produkte aus Online-Shops, nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprach. Der Verkauf der beanstandeten Produkte wurde gestoppt.

Ab Ende 2026 sollen neue Verbote in Kraft treten, die weitere PFAS einschliessen. Würden diese strengeren Vorgaben schon heute gelten, wäre insgesamt mehr als die Hälfte der getesteten Produkte nicht mehr konform. Besonders stark betroffen wären Textilien und Imprägniermittel.

Wasserperlen auf imprägniertem Stoffbezug.
Outdoor-Stoffbezug mit Imprägnierung. Quelle: Nastyaofly/Shutterstock.com

PFAS werden seit Jahrzehnten eingesetzt, weil sie Materialien wasser-, fett- und schmutzabweisend machen. Gleichzeitig sind sie ökologisch und gesundheitlich problematisch: Sie bauen sich kaum ab, reichern sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an und können mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht werden.
Um Risiken zu begrenzen, setzen Bund und Kantone auf strengere Vorgaben, effizientere Analysemethoden und verstärkte Marktkontrollen. Für das kommende Jahr ist deshalb eine gesamtschweizerisch koordinierte Kontrollkampagne geplant, mit welcher der Markt breiter überwacht werden soll.
Den vollständigen Bericht über die interkantonale Vorkampagne finden Sie auf der Website des Kantonalen Laboratoriums Basel-Stadt: PFAS
in Konsumentenprodukten KLBS

 

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