Richtlinie Velostandards

Neue Velostandards für mehr Veloverkehr

Zukunftsgerichtete Velostandards sind Voraussetzung für den Bau sicherer und bedarfsgerechter Veloinfrastruktur. Deshalb startete der Kanton Zürich einen Prozess zur Erarbeitung der neuen Richtlinie.

Inhaltsverzeichnis

Veloverkehrsanteil steigern

Damit der Veloverkehr eine bedeutende verkehrliche Leistung übernehmen kann, braucht es direkte, sichere und somit attraktive Veloinfrastruktur. Das Angebot für Velofahrende muss mit den Standards von anderen Verkehrsmitteln mithalten können.

Velonetzplan

Ein Baustein dafür ist der kantonale Velonetzplan. Er wurde aufgrund von Nachfrage- und Potenzialanalysen erarbeitet und ist in den regionalen Richtplänen eingetragen. Somit ist das Alltagsvelonetz behördenverbindlich als kantonale Zielsetzung verankert.

Velostandards

Der zweite, wesentliche Baustein für zeitgemässe Veloinfrastruktur ist ein zukunftstaugliches Regelwerk. Dieses verpflichtet zu Standards, welche die Hierarchiestufen (Nebenverbindungen, Hauptverbindungen und Veloschnellrouten) des kantonalen Velonetzplanes abbilden. Da die Zweiradrichtlinie aus dem Jahre 2012 diese Hierarchiestufen noch nicht abbildete, startete der Kanton Zürich 2018 einen Prozess zur Aktualisierung der Velo-Standards. Das Projekt setzt sich zum Ziel, Umsetzungsrichtlinien zum Velonetzplan zu erarbeiten und den Stand der Velo-Normierung zu erneuern.

Konklusion

Zukunftsgerichtete Velostandards sind ausschlaggebend für den Bau bedarfsgerechter Veloinfrastruktur. Mit der Aktualisierung der Normalien kann es gelingen, Velofahrenden von 8 bis 80 ein sicheres und attraktives Angebot zur Verfügung zu stellen. So wird der Veloverkehrsanteil nachhaltig gesteigert.

Richtlinie Velostandards (Übergangsdokument)

Richtlinie Velostandards (Übergangsdokument)
Richtlinie Velostandards (Übergangsdokument)
Herausgeber
Kanton Zürich
Publikationsdatum
September 2021

Aktualisierung der Standards in zwei Phasen

Die Erarbeitung der Richtlinien wurde in zwei Projektphasen aufgeteilt. Die «Richtlinie Velostandards» wird von einer Fachtechnischen Begleitgruppe aus Vertretern des Tiefbauamts, der Kantonspolizei Zürich und des Amts für Mobilität (Fachstelle Veloverkehr) erarbeitet:

Phase 1 – Strecken

Die Phase 1 (Strecken) wurde nach gut zwei Jahren Arbeit mit der Publikation «Richtlinie Velostandards» in Form eines Übergangsdokuments abgeschlossen.

Phase 2 – Knoten

Die Phase 2 (Knoten) wird ab 2021 erarbeitet. Mit Abschluss der Phase 2 kann die «Richtlinie Velostandards» vervollständigt werden. Bis zur Veröffentlichung hat das Übergangsdokument Gültigkeit. Inhalte der Zweiradrichtlinie aus dem Jahr 2012, die vorläufig gültig bleiben, wurden ins Übergangsdokument integriert.

Zweck der Dokumentation

Die «Richtlinie Velostandards» ist ein übersichtliches und einfach verständliches Arbeitsmittel für Projektleitende, Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie Planungs- und Ingenieurbüros. Sie ist gegliedert in folgende Themenbereiche:

  • Anforderungen
  • Grundlagen
  • Fahrbahn (Mischfläche, Radstreifen, Radwege und Sonderfälle)

Bei den Velostandards handelt es sich um aktuellste Veloinhalte, welche durch kantonsinterne, kantonale und nationale Veloexperten erarbeitet wurden.

Verbindlichkeiten

Der Kanton Zürich setzt die «Richtlinie Velostandards» im Sinn einer Weisung in Kraft, wonach die enthaltenen Grundsätze und Lösungsvorschläge anzuwenden sind. Für kantonale Vorhaben hat die Richtlinie verbindlichen, für Stadt- und Gemeindeverwaltungen empfehlenden Charakter. Damit die Veloförderung mit Projekten vorankommt, sind einheitliche Standards von zentraler Bedeutung.
 

Kontakt

Amt für Mobilität – Fachstelle Veloverkehr

Adresse

Neumühlequai 10
8090 Zürich
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