Veloinfrastruktur

Illustration von Velofahrenden

Die Menschen entdecken das Velo als Alternative im Alltagsverkehr. Dennoch stagniert die Velonutzung im Kanton Zürich. Um diese nachhaltig zu steigern, braucht es zweckmässige und moderne Infrastruktur für den fliessenden wie auch ruhenden Veloverkehr.

Inhaltsverzeichnis

Bedarfsgerechte Veloinfrastruktur?

Nur durchgängige, attraktive und sichere Veloverbindungen begünstigen das Velo im Alltag als echte Alternative und Ergänzung zu ÖV und MIV. Der Fokus der kantonalen Veloförderung liegt auf dem Alltagsverkehr. Die Hauptzielgruppe sind Pendler auf dem Weg zur Arbeit, zur Ausbildungsstätte, zum Sport oder zum Einkauf. Der Kanton Zürich verfügt über eine strategische Velonetzplanung. Diese sieht drei Hierarchiestufen vor: Neben- und Hauptverbindungen sowie Veloschnellrouten. Seit der Überführung in die regionalen Richtpläne ist der 2016 beschlossene Velonetzplan behördenverbindlich. Schlüsselelement für ein attraktives Velonetz sind möglichst direkt geführte, durchgängige Velowege. Die Infrastruktur ist intuitiv, einladend und einheitlich. Die «Veloschnellroute» vereint diese Eigenschaften als Korridor von höchster Hierarchiestufe und bündelt den regionalen Veloverkehr.

Konflikte verhindern

Gutes, modernes Strassendesign kann Fahrfehler von Verkehrsteilnehmenden entschärfen und so Kollisionen verhindern. Die Koordinationsstelle Veloverkehr nimmt regelmässig Stellung zu neuen Normen, lässt Erkenntnisse aus dem In- und Ausland in Planungsgeschäfte einfliessen und publiziert laufend Best Practice Beispiele aus dem Kanton Zürich.

Verbesserungen für den Veloverkehr

Neue Verkehrsregeln zugunsten von Velofahrendenen setzen ein positives Zeichen. Deshalb unterstützt die KoVe die Signalisationsverordnung «Rechtsabbiegen bei Rot» (Art. 69a SSV) vom ASTRA. Die Regelung trat am 1. Januar 2021 in Kraft und bedarf einiger Vorkehrungen bei Lichtsignalanlagen im Kanton.

Signalisation Rechtsabbiegen bei Rot

Das Rechtsabbiegen bei Rot ist für Velos an entsprechend signalisierten Knoten erlaubt. Verkehrsteilnehmenden mit Grün, wie beispielsweise querenden Fussgängerinnen und Fussgängern, ist jedoch der Vortritt zu gewähren. Fehlt bei der Ampel das Zusatzschild, ist das Rechtsabbiegen bei Rot nicht gestattet.

Zusatzbeschilderung an Ampeln erlaubt Rechtsabbiegen bei Rot
Signalisation Rechtsabbiegen bei Rot

Die Massnahme kann den Verkehrsfluss für Velos nachhaltig verbessern. Dies belegte ein mehrjähriger Pilotversuch in Basel, welcher der neuen Signalisationsverordnung (Art. 69a SSV) den Weg ebnete. Per 1. Januar 2021 führte das ASTRA die neue Regel ein. Jetzt sind Gemeinden und Kantone gefordert. Die neue Regelung soll nicht neue Unfallschwerpunkte schaffen, sondern in erster Linie das Velo als Verkehrsmittel fördern.

Die Städte Zürich und Winterthur sondierten bereits mehrere Knoten, bei denen die neue Signalisation umgesetzt werden konnte. Dabei analysierten und beurteilten sie systematisch die Knoten mit Lichtsignalanlagen (LSA). Nur an jenen Punkten, an denen alle Sicherheitskriterien erfüllt sind, werden die Lichtsignale angepasst.

330 Knoten mit Lichtsignalanlagen

Auch der Kanton Zürich passt an ausgewählten Standorten die Signalisation an. So hat Koordinationsstelle Veloverkehr im Februar 2021 das Projekt «Rechtsabbiegen bei Rot im Kanton Zürich» (RABR) gestartet und arbeitet eng mit der Kantonspolizei und dem kantonalen Tiefbauamt zusammen. Im Projektverlauf werden alle Knoten auf Staatsstrassen mit Lichtsignalanlagen und Veloverbindungen erfasst und systematisch mit relevanten Daten, wie beispielsweise Unfalldaten, abgeglichen. Alle für RABR in Frage kommenden Knoten werden aufgrund vordefinierter Kriterien direkt vor Ort beurteilt und die Umsetzungen entsprechend priorisiert.

Es werden alle Knoten gemeinsam und systematisch im Verlaufe des Projekts analysiert. Deshalb werden keine Umsetzungen an einzelnen Knoten unabhängig von der Analyse erfolgen. Für weiterführende Informationen zum Projekt steht die Koordinationsstelle Veloverkehr gerne zur Verfügung.

Sichere Veloparkierung

Das Velo ist ein praktisches Verkehrsmittel von Tür zu Tür. Den gestiegenen Anforderungen des ruhenden Veloverkehrs gilt es ebenso Rechnung zu tragen. Denn jede Fahrt beginnt oder endet an einem Abstellplatz. Moderne Veloparkiersysteme sind gut zugänglich und im Idealfall gedeckt. Sie erlauben, den Velorahmen festzuschliessen und bieten dank Beleuchtung auch Nachts soziale Sicherheit.

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Amt für Mobilität – Koordinationsstelle Veloverkehr

Adresse

Neumühlequai 10
8090 Zürich
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