Drohnen & Flugmodelle

Das Bild zeigt eine kleine Fotodrohne vor blauem Himmel.

Kleine ferngesteuerte Fluggeräte wie Drohnen oder Flugmodelle dürfen unter gewissen Voraussetzungen ohne Bewilligung eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Definition & Voraussetzungen

Drohnen sind ferngesteuerte, meist kleinere Fluggeräte. Sie sind rechtlich den Flugmodellen gleichgestellt. Bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm dürfen sie grundsätzlich ohne Bewilligung eingesetzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der «Pilot» jederzeit Sichtkontakt zu seiner Drohne hat. Zudem dürfen keine Drohnen über Menschenansammlungen betrieben werden.

Bewilligungspflicht

  1. Drohnen mit einem Gewicht von mehr als 30 Kilogramm benötigen eine Bewilligung des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL). Dieses legt die Zulassungsanforderungen und die Betriebsbedingungen im Einzelfall fest (Art. 14 Abs. 1 der Verordnung des UVEK über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien vom 24. November 1994 (SR 748.941; VLK)). 
  2. Drohnen mit einem Gewicht zwischen 0,5 und 30 Kilogramm sind dann bewilligungspflichtig, wenn er direkte Augenkontakt fehlt bzw. die jederzeitige Steuerung nicht gewährleistet werden kann oder bei Einsatz von Drohnen im Umkreis von weniger als 100 Metern um Menschenansammlungen im Freien (Art. 17 und Art. 18 VLK).
  3. Ausnahmebewilligungen erteilt das BAZL nur, wenn die übrigen Benützerinnen und Benützer des Luftraums sowie Dritte am Boden nicht gefährdet werden (Art. 18 VLK). 
  4. Die Bewilligung kann mit Auflagen verbunden werden (Art. 18 Abs. 2 und 3 VLK).

Verkehrsregeln für Drohnen

Sowohl für Drohnen über 30 Kilogramm als auch für solche zwischen 0,5 und 30 Kilogramm gelten die untenstehenden Verkehrsregeln gemäss einschlägiger EU-Gesetzgebung (Durchführungsverordnung Nr. 923/2012, SERA) und ergänzend diejenigen der VLK:

SERA.3101 – Fahrlässig oder vorsätzlich riskanter Betrieb von Luftfahrzeugen:

Luftfahrzeuge dürfen nicht in fahrlässig oder vorsätzlich riskanter Weise so betrieben werden, dass Menschenleben oder Sachen Dritter gefährdet werden. 

SERA.3115 – Abwerfen von Gegenständen und Ablassen von Substanzen:

Das Abwerfen von Gegenständen oder Ablassen von Substanzen aus einem im Flug befindlichen Luftfahrzeug darf nur erfolgen im Einklang mit

  • a) Rechtsvorschriften der Union oder, falls anwendbar, nationalen Rechtsvorschriften für Flugbetrieb, der von Mitgliedstaaten geregelt wird, und
  • b) gemäss den einschlägigen Informationen, Hinweisen und/oder Freigaben der zuständigen Flugverkehrsdienststelle. 

SERA.3120 – Schleppflüge:

Ein Luftfahrzeug oder ein anderer Gegenstand darf von einem Luftfahrzeug nur geschleppt werden im Einklang mit

  • a) Rechtsvorschriften der Union oder, falls anwendbar, nationalen Rechtsvorschriften für Flugbetrieb, der von Mitgliedstaaten geregelt wird, und
  • b) gemäss den einschlägigen Informationen, Hinweisen und/oder Freigaben der zuständigen Flugverkehrsdienststelle.

SERA.3145 – Luftsperrgebiete und Flugbeschränkungsgebiete:

Luftfahrzeuge dürfen nicht in Luftsperrgebiete oder Flugbeschränkungsgebiete einfliegen, für die entsprechende Angaben ordnungsgemäss veröffentlicht wurden, ausser im Einklang mit den Bedingungen der Flugbeschränkungen oder mit Genehmigung des Mitgliedstaats, über dessen Hoheitsgebiet die Gebiete festgelegt wurden.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Amt für Verkehr – Abteilung Flughafen/Luftverkehr

Adresse

Neumühlequai 10
8090 Zürich
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Telefon

+41 43 259 30 73

Ansprechperson Beat Uebelhart

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