Vierte Generation

Blick auf den Bahnhof Uster.

Mit den Agglomerationsprogrammen der 4. Generation will der Kanton Zürich auch weiterhin eine möglichst effiziente, umwelt- und siedlungsverträgliche Verkehrsinfrastruktur sicherstellen. So schafft er die Voraussetzungen für noch höhere Lebensqualität und attraktive Arbeitsstandorte.

Inhaltsverzeichnis

Erarbeitung, Mitwirkung und Prüfung

Mitte 2019 begann die Erarbeitung der Agglomerationsprogramme der 4. Generation unter der Federführung des Amts für Mobilität und unter Einbezug verschiedener kantonaler Stellen, der betroffenen Planungsregionen und einzelner Städte und Gemeinden.  Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat mit Beschluss Nr. 805/2020 die Entwürfe der drei Agglomerationsprogramme der 4. Generation Limmattal, Stadt Zürich-Glattal sowie Zürcher Oberland zur öffentlichen Mitwirkung im Zeitraum 14. September bis 9. November freigegeben. Eingeladen zur Stellungnahme wurden die Städte und Gemeinden des Kantons Zürich, die Planungsregionen, die Transportunternehmungen, weitere Interessensgruppen wie Verbände und die Bevölkerung. Ebenso konnten sich Nachbarkantone und die Trägerschaften der angrenzenden Agglomerationsprogramme beteiligen. Es gingen zahlreiche Stellungnahmen ein. Die Programme wurden nachfolgend punktuell überarbeitet und ergänzt. 

Die zuständigen Exekutiven der am Agglomerationsprogramm beteiligten Akteure (Gemeinden, Planungsregionen und Dritte, sofern diese Massnahmenträger sind) stimmten im Zeitraum Januar bis April 2021 den Programmen per Exekutivbeschluss zu. Zudem verpflichteten sich alle Akteure, die zugleich Massnahmenträger sind, zur Umsetzung dieser Vorhaben im Rahmen ihrer Zuständigkeiten. Nach Beschluss des Regierungsrats des Kantons Zürich mit Beschluss Nr. 544/2021 (im Fall des Agglomerationsprogramms Limmattal auch des Kanton Aargaus mit Beschluss Nr. 2021-000568 ) werden die Programme im Juni 2021 beim Bund eingereicht. Auf Basis der eingereichten Programme entscheidet der Bund über eine Mitfinanzierung der geplanten Massnahmen. Die Entscheide werden voraussichtlich Ende 2023 gefällt.

Fokusthemen 

Ziel der Agglomerationsprogramme ist, die Entwicklung von Siedlung und Verkehr aufeinander abzustimmen. Alle vier Jahre werden sie aktualisiert. Federführend ist der Kanton, unterstützt durch die Städte und Gemeinden. Der Kanton Zürich reicht dem Bund 2021 drei Agglomerationsprogramme der 4. Generation ein: für das Limmattal, die Stadt Zürich und das Glattal sowie das Zürcher Oberland. Diese entwickeln die vorangegangenen Programme weiter und setzen neue Akzente. Auf Basis der eingereichten Programme entscheidet der Bund über eine Mitfinanzierung der geplanten Massnahmen. Winterthur verzichtet in der 4. Generation auf eine Eingabe.

Agglomerationsprogramme, 4. Generation, Publikumsfassung

Agglomerationsprogramme, 4. Generation,  Publikumsfassung
Agglomerationsprogramme, 4. Generation, Publikumsfassung
Herausgeber
Amt für Mobilität, Kanton Zürich
Autor
Amt für Mobilität, Kanton Zürich

Limmattal

Das Limmattal ist Teil der grossräumigen Agglomeration Zürich, aber auch Scharnier zwischen Zürich und der Region Baden. Mit der Limmattalbahn wird bis 2022 ein leistungsfähiges ÖV-Angebot umgesetzt. Dieses war die Hauptmassnahme der letzten Agglomerationsprogramme des Limmattals. Im aktuellen Programm geht es vor allem darum, das Potenzial der Limmattalbahn optimal zu nutzen.

Stadt Zürich-Glattal

Die Agglomeration Stadt Zürich-Glattal inklusive Bülach und weiteren im Einzugsgebiet liegenden Gemeinden spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Kantons. 42 % der Bevölkerung des Kantons und 63 % der Arbeitsplätze befinden sich hier. Das Agglomerationsprogramm sieht weitere urbane Verkehrsangebote (z. B. Tram, Hochleistungs-Bus-Korridore, attraktive Angebote für den Fuss- und Veloverkehr) auch ausserhalb der Kernstadt vor.

Zürcher Oberland

Die Zentren Uster, Wetzikon und Pfäffikon sowie die umgebenden ländlichen Gebiete prägen diesen Raum. Das Agglomerationsprogramm sieht punktgenaue Massnahmen vor, darunter Strassenvorhaben, Fuss- und Velowege sowie multimodale Verknüpfungen mit der Bahn. Die Massnahmen ergänzen den übergeordneten S-Bahn-Ausbau und den langfristigen Lückenschluss der Oberlandautobahn.

Winterthur und Umgebung

Hier steht das Planen und Umsetzen wichtiger Massnahmen aus früheren Agglomerationsprogrammen im Fokus, etwa das Erschliessen des Zentrumsgebiets Neuhegi-Grüze. Um sich darauf zu konzentrieren, verzichten Kanton und Gemeinden auf ein Agglomerationsprogramm der 4. Generation. Für die nächste Generation ist wieder ein Agglomerationsprogramm vorgesehen.

Schematische Karte der vier Agglomerationen Limmattal, Stadt Zürich-Glattal, Zürcher Oberland und Winterthur. Abgebildet sind die jeweiligen Fokusthemen wie die Limmattalbahn, Fuss- und Veloverkehr, Umsteigemöglichkeiten zwischen Bus, Bahn und Strasse.
Die Agglomerationen setzen unterschiedliche Schwerpunkte in ihren Programmen.

Entwicklungen im Kanton

Der Kanton Zürich bleibt einer der dynamischsten Räume der Schweiz. Ende 2019 zählte er rund 1,54 Millionen Einwohnende. Gemäss Prognosen für die nächsten 20 Jahre wird die Bevölkerung um weitere 335 000 Einwohnende wachsen. Um dies zu bewältigen, braucht es ein attraktives und effizientes Gesamtverkehrssystem.

Mindestens 80 % des Wachstums sollen in den bereits urbanen Gebieten des Kantons erfolgen. Zudem soll das S-Bahn-Angebot ausgebaut werden und attraktive Fuss- und Velowege entstehen. Damit wirken Kanton und Gemeinden der Zersiedelung entgegen und sie schaffen gute Voraussetzungen für eine effiziente und umweltschonende Mobilität.

Balkendiagramm der Entwicklungen im Kanton für Einwohner/innen, Beschäftigte, Öffentlichen Verkehr, Autoverkehr, Fuss- und Veloverkehr.
Die Einwohnerzahlen «heute» beziehen sich auf das Jahr 2019. Die Angaben für Beschäftigte, öffentlichen Verkehr (ÖV), motorisierten Individualverkehr (MIV) sowie Fuss- und Veloverkehr (FVV) stammen von 2018. Quelle: Kanton Zürich, Statistisches Amt; Gesamtverkehrsmodell des Kantons Zürich (Kanton Zürich, Amt für Verkehr AFV, 2020)

Bisher Erreichtes

Die bisherigen drei Generationen der Zürcher Agglomerationsprogramme haben im Kanton deutliche Spuren hinterlassen. Die Mitfinanzierung durch den Bund ermöglichte oder beschleunigte das Umsetzen von Massnahmen.

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