Integrationsförderung

Geflüchtete aus der Ukraine (Status S) haben im Kanton Zürich Zugang zum Fördersystem für Geflüchtete genauso wie andere Flüchtlingsgruppen (Status F und B). Die fallführenden Stellen in den Gemeinden sind für die Anmeldung in Integrationsangebote des Fördersystems IAZH zuständig.

Inhaltsverzeichnis

Zugang zum Fördersystem für Geflüchtete


Gegenwärtig ist es schwierig abzuschätzen, wie lange ukrainische Geflüchtete in der Schweiz bleiben werden. Es ist von unterschiedlichen Szenarien auszugehen (Weiterreise, temporärer Aufenthalt und Verbleib in der Schweiz). Um Personen mit Status S im Kanton Zürich möglichst rasch und unkompliziert den Zugang zu Integrationsmassnahmen zu ermöglichen, fördert der Kanton und die Gemeinden geflüchtete Personen aus der Ukraine genauso wie andere Flüchtlingsgruppen (Status F und B) in den bestehenden Strukturen des Fördersystems für Geflüchtete IAZH. Denn auch sie benötigen beispielsweise Informationen, um sich im Alltag selbstständig zurechtzufinden, sie benötigen Deutschkurse und die jungen Erwachsenen weiterführende Bildungsangebote.

Im Fördersystem für Geflüchtete IAZH steht ein breites Angebot unterschiedlicher Massnahmen zur Integrationsförderung der geflüchteten Personen bereit. Zum Beispiel:

  • Informationsmassnahmen, welche den Geflüchteten die Orientierung in der Schweiz erleichtern (Erstinformation)
  • Individuelle Kurzassessments im Rahmen der Fallführung, welche die Potenziale der Geflüchteten erfassen
  • Verschiedene Deutschkurse mit und ohne Kinderbetreuung
  • Vollschulische Bildungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene, welche ihnen einen guten Start im Berufsleben ermöglichen
  • Coaching-Angebote für Erwachsene (für alle Qualifikationsniveaus), die ihnen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erleichtern und Dequalifizierung vorbeugen
  • Tandemprogramme zur Begleitung und Unterstützung bei der Integration am Wohnort und im Alltag

Anmeldung in Integrationsangebote für Geflüchtete

Die Sozialdienste (fallführende Stellen) in den Gemeinden klären gemeinsam mit den geflüchteten Personen, welche Fördermassnahmen in Frage kommen und melden sie in passende Angebote an. Die Anmeldung erfolgt ausschliesslich über die fallführenden Stellen (Sozialdienste) in den Gemeinden.

Deutsch lernen

Neben dem Deutschkursangebot im Fördersystem für Geflüchtete (Integrationsagenda Kanton Zürich, IAZH) gibt es auch zahlreiche Deutschkursangebote von kommerziellen Sprachschulen sowie Internetangebote und Apps.

Deutschkurse für Personen mit Status S

Im Kanton Zürich besteht ein erprobtes Fördersystem für Geflüchtete (Integrationsagenda Kanton Zürich, IAZH). Primär stehen den Geflüchteten aus der Ukraine mit Status S nun die Deutschkurse offen.

Es gibt verschiedene anerkannte Deutschkurse für unterschiedliche Niveaustufen und Lernintensität, teilweise auch mit Kinderbetreuung.

Die Sozialdienste (fallführenden Stellen) in den Gemeinden sind für die die Zuweisung in die Deutschkurse zuständig. Wenden Sie sich dafür an den Sozialdienst Ihrer Wohngemeinde:

  • Stadt Zürich: Asyl-Organisation Zürich (AOZ), Telefon: +41 44 415 66 33 (Montag bis Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr, danach Voicemail), E-Mail: aoz-bildung@aoz.ch
  • Stadt Winterthur: Sozialberatung, Abteilung 5, Pionierstrasse 5, E-Mail: Ukraine.SB@win.ch
  • Übrige Gemeinden: Wenn Sie nicht wissen, wie Sie den für Sie zuständigen Sozial-dienst finden, melden Sie sich am Informationsschalter Ihrer Wohngemeinde.

Für die Zuweisung in die Angebote bitten wir Sie um Geduld, da die fallführenden Stellen aktuell primär mit der Unterbringung und Grundversorgung der grossen Anzahl an Geflüchteten aus der Ukraine herausgefordert sind.

Die Kursanmeldung erfolgt ausschliesslich durch die entsprechenden Stellen der Wohngemeinde. Bei Personen, die über den Schutzstatus S verfügen und einer Gemeinde zugewiesen sind, trägt die Gemeinde (Sozialdienst) die Kurskosten.

Deutschkurse für Personen ohne Status S

Wenn Sie (noch) keinen Antrag auf Erteilung des Schutzstatus S gestellt haben oder noch keiner Gemeinde zugewiesen wurden, müssen Sie selber für die Kurskosten aufkommen. Für anerkannte Deutschkurse haben Sie zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

Niederschwellige Deutschkursangebote in den Gemeinden

Viele Zürcher Gemeinden bieten niederschwellige Deutschkurse (keine Intensivkurse) an. Voraussetzung ist, dass Sie in der anbietenden Gemeinde wohnen. In der Angebotsdatenbank der Fachstelle Integration (FI) sehen Sie, ob es in Ihrer Gemeinde solche Deutschkurse gibt.

Die Gemeinde-Deutschkurse werden von den Gemeinden subventioniert (= verbilligt). Die Teilnehmenden bezahlen in der Regel 5 Franken pro Lektion.

Gemeinden, die nicht in dieser Angebotsdatenbank FI aufgeführt sind, bieten möglicherweise auch niederschwellige Deutschkurse an. Fragen Sie bei ihrer Wohngemeinde nach.

Kommerzielle Deutschkursangebote

Im Kanton Zürich gibt es zahlreiche Deutschkursangebote von kommerziellen Sprachschulen bzw. Weiterbildungsinstitutionen. Diese Kurse stehen allen Personen offen. Es gibt Kurse unterschiedlicher Niveau-Stufen und Intensität sowie Kurse mit und ohne Kinderbetreuung.

Die Preise für die Deutschkurse kommerzieller Anbieter variieren je nach Sprachschule, Kursniveau und Intensität des Kurses. Das Spektrum reicht von ca. 15 bis ca. 35 Franken pro Lektion.
 

Vermittlung von interkulturell Dolmetschenden

Im Auftrag der Fachstelle Integration bietet AOZ Medios ein professionelles, bedarfsgerechtes Vermittlungsangebot für interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln für den Kanton Zürich. Die Dolmetschdienstleistungen auf Ukrainisch und Russisch werden aktuell ausgebaut.

In der Stadt Winterthur führt die Integrationsförderung der Stadt Winterthur eine eigene Vermittlungsstelle.

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