Covid-19-Bestimmungen für die spezifische Integrationsförderung

Hier finden Sie Informationen zu den coronabedingten Bestimmungen für den Bereich der spezifischen Integrationsförderung sowie zur Entschädigungsregelung bei Leistungseinschränkungen und -ausfällen der subventionierten Dienstleistungen und Angebote.

Inhaltsverzeichnis

Ausnahmeregelungen für Bildungsmassnahmen in der Integrationsförderung

Der Bundesrat hat am 28. Oktober 2020 neue Massnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beschlossen, u. a. wurde der Präsenzunterricht für gewisse Bildungseinrichtungen wieder verboten (Art. 6d Covid-19-Verordnung). Für Bildungsmassnahmen in der Integrationsförderung gibt das Staatssekretariat für Migration Ausnahmeregelungen (Art. 6d, Abs. 1 lit.b.) bekannt. Sprach- und Integrationskurse können im Präsenzunterricht für Personen, denen die Voraussetzungen für eine Teilnahme an digitalen Angeboten fehlen, weitergeführt werden. Es ist jedoch entscheidend, dass die Vorgaben der Bildungsdirektion bezüglich der Schutzvorkehrungen eingehalten werden.


Am 12. Januar 2021 hat der Bundesrat die Massnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie erneut verschärft.
Die Bildungsmassnahmen in der Integrationsförderung sind von den Verschärfungen nicht betroffen. Die Ausnahmeregelung gemäss Art. 6d Covid-19-Verordnung in der Fassung vom 9. Dezember 2020 bleibt weiterhin in Kraft.

Kurse

Dies bedeutet, dass der Präsenzunterricht in den Angeboten des Fördersystems für geflüchtete Personen (Integrationsagenda IAZH) und in den kommunalen Integrationsangeboten weiterhin erlaubt ist. Die Ausnahmeregelung gilt ausserdem nur für Deutschkurse bis und mit Niveau A2 des GER und einer Beschränkung der Anzahl Teilnehmenden auf 15 Personen.

Bitte beachten Sie, dass für die Stadt Zürich die Informationen der Integrationsförderung der Stadt Zürich gelten.

Einzel- und Gruppensettings

Auch persönliche Beratungsgespräche, Potenzialabklärungen und Coachings sowie Gruppensettings (Bewerbungsunterstützung sowie Gruppenarbeitsplätze) sind mit aller Vorsicht und den erforderlichen Schutzkonzepten weiterhin vor Ort erlaubt. Bei externen Einzeleinsatzplätzen im Rahmen von Integrationsprogrammen gelten die Regeln der entsprechenden Betriebe.

Niederschwellige Angebote der sozialen Integration

In diesem Bereich gibt es Verschärfungen: Gemäss Art. 6 Abs. 1 der Covid-19-Verordnung ist die Durchführung von Veranstaltungen grundsätzlich verboten. Wir sehen keine Anwendung der Ausnahmeregelung auf die niederschwelligen Angebote im Bereich der sozialen Integration. Wir empfehlen Ihnen die Umstellung auf digitale Formate.

Spielgruppen

Spielgruppen werden zur familien- und schulergänzenden Betreuung gezählt und dürfen geöffnet bleiben. Beachten Sie dabei bitte die aktuelle Empfehlung des SSLV.

Es ist in dieser schwierigen Lage besonders wichtig, sorgfältig abzuwägen zwischen den Anliegen der Teilnehmenden und dem Anliegen der anbietenden Institutionen, dass alle möglichst wenig dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt sind. Unsere Zielgruppe braucht aber gerade in dieser Zeit der Unsicherheit Unterstützung. Sollten Sie der Meinung sein, dass der Präsenzunterricht unter den aktuellen Umständen nicht aufrechtzuerhalten ist, können Sie auch alternative Lernformate (Fernunterricht o.a.) anbieten.

In unserem Schreiben vom 30. Oktober 2020 finden Sie  detaillierte Ausführungen zur Ausnahmeregelung für die Bildungsmassnahmen in der Integrationsförderung:

Rückkehr zum Ganzklassenunterricht

Mit Beschluss vom 19. Juni 2020 hat der Bundesrat die ausserordentliche Lage aufgehoben und die Zuständigkeit für die nachobligatorischen Schulen und andere Ausbildungsstätten wieder den Kantonen übertragen.

Gestützt auf die Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie beschloss der Regierungsrat am 8. Juli 2020, dass ab dem Schuljahr 2020/2021 grundsätzlich Präsenzunterricht wieder in Ganzklassen stattfinden soll und Bildungseinrichtungen entsprechende Schutzkonzepte zu erarbeiten und umzusetzen haben. Am 11. August 2020 konkretisierte das Mittelschul- und Berufsbildungsamt diesen Beschluss mit einer entsprechenden Richtlinie. Diese Richtlinie gilt auch für die Sprach-, Bildungs- und Integrationskurse der spezifischen Integrationsförderung im Rahmen des KIP 2.

Hier zusammengefasst die wichtigsten Pflichten und Empfehlungen:

  •  Der Präsenzunterricht findet in Ganzklassen statt.
  • Die Bildungseinrichtungen sorgen dafür, dass die Abstandsregeln gemäss Covid-19-Verordnung (aktuell: 1.5 Meter) wo immer möglich eingehalten werden
  • Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist der Einsatz weiterer geeigneter Schutzmassnahmen (z.B. Masken, zweckmässige Abschrankungen) zu prüfen.
  • Eine konstante und kontrollierte Sitzordnung ist umzusetzen.
  • Die Rückverfolgbarkeit der Kontakte muss sichergestellt sein.
  • Es gilt eine Maskenpflicht in den öffentlichen Räumen der Bildungseinrichtungen (Eingangsbereich, Treppenhäuser, Korridore usw.).

Je nach epidemiologischer Entwicklung können die Bildungs- und die Gesundheitsdirektion weitere Massnahmen bestimmen. Die entsprechenden (Rückfall-)Szenarien sind in der Richtlinie ausgeführt.

Aufhebung der Entschädigungsregelung

Mit der Rückkehr zum Ganzklassenunterricht wird die Entschädigungsregelung bei Leistungseinschränkungen und -ausfällen, die die Fachstelle Integration mit ihrem Schreiben vom 1. April 2020 vorgesehen hat, aufgehoben. Ab sofort werden nur noch diejenigen Leistungen entschädigt, die in den Leistungsvereinbarungen mit der Fachstelle Integration vorgesehen sind und vereinbarungsgemäss erbracht werden.

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