Covid-19-Bestimmungen für die spezifische Integrationsförderung

Hier finden Sie Informationen zu den coronabedingten Bestimmungen für den Bereich der spezifischen Integrationsförderung sowie zur Entschädigungsregelung bei Leistungseinschränkungen und -ausfällen der subventionierten Dienstleistungen und Angebote.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Regelungen für Integrationsangebote

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 13. September 2021 entschieden, die Zertifikatspflicht für Personen ab 16 Jahren auszuweiten. Sie gilt im Innern von Restaurants, von Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie an Veranstaltungen in Innenräumen. Mit dieser Massnahme soll die Überlastung der Spitäler verhindert werden. Die ausgedehnte Zertifikatspflicht ist vorerst bis am 24. Januar 2022 befristet.

Die neuesten Anpassungen betreffen auch die Integrationsförderung: Bildungsmassnahmen und Angebote der sozialen Integration. Sie gelten ab dem 13. September 2021.

Kurse

Der Präsenzunterricht in den Angeboten des Fördersystems für geflüchtete Personen (Integrationsagenda IAZH) und in den kommunalen Integrationsangeboten ist erlaubt. Deutschkurse können unabhängig vom GER-Niveau im Präsenzunterricht durchgeführt werden. Es gelten neu die Regeln für Veranstaltungen:

Vorteile:

  • Ab 30 Personen gilt eine Zertifikatspflicht

Ausgenommen von der Zertifikatspflicht sind Präsenzveranstaltungen mit max. 30 Personen, die sich regelmässig in einer beständigen Zusammensetzung treffen und die den Kursveranstaltenden bekannt sind. An diesen Veranstaltungen gelten folgende Regeln (gemäss den Anforderungen der Schutzkonzepte Art. 6, Art. 10, Art. 14 der Covid-19-Verordnung besondere Lage):

Vorteile:

  • Es gilt eine Maskenpflicht
  • Der Abstand von 1.5 Metern muss nach Möglichkeit eingehalten werden
  • Die Räume dürfen zu höchstens zwei Dritteln ihrer Kapazität besetzt werden
  • Es ist verboten, Speisen oder Getränke zu konsumieren

Sprachtests

Auch für die Sprachtests im Rahmen der Weiterbildung gelten neu ab dem 13. September 2021 die Regeln für Veranstaltungen. Das heisst, es gilt eine Zertifikatspflicht. Ausgenommen von der Zertifikatspflicht sind Sprachtests, die im Rahmen einer beständigen Gruppe von max. 30 Personen stattfinden. Zudem muss die Gruppe den Prüfungsanbietenden bekannt sein. Ebenfalls ausgenommen sind Prüfungen, die  notwendige Bestandteile des Einbürgerungsverfahrens und Teil eines Verwaltungsverfahrens sind (KDE und Grundkenntnistest). In diesen Ausnahmefällen gelten die Anforderungen der Schutzkonzepte (Art. 6, Art. 10, Art. 14 der Covid-19-Verordnung besondere Lage).  

Niederschwellige Angebote der sozialen Integration

In diesem Bereich ist die Durchführung von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen erlaubt.

Ab dem 13. September 2021 gelten bei Aktivitäten in Innenräumen, zu denen auch Personen ohne Zertifikat Zutritt haben, folgende Regeln:

Vorteile:

  • Es dürfen max. 30 Personen teilnehmen, wenn es sich um eine beständige Gruppe handelt, deren Teilnehmenden den Veranstaltenden bekannt sind (Art. 14a)
  • Es gilt eine Maskenpflicht
  • Der Abstand von 1.5 Metern muss nach Möglichkeit eingehalten werden
  • Die Räume dürfen zu höchstens zwei Dritteln ihrer Kapazität besetzt werden
  • Es ist verboten, Speisen oder Getränke zu konsumieren

Bei Aktivitäten in Innenräumen, zu denen bei Personen ab 16 Jahren der Zugang auf Personen mit einem Zertifikat beschränkt wird, gelten ausser der Pflicht zur Erarbeitung und Umsetzung eines Schutzkonzeptes (nach Art. 10) keine Einschränkungen.

Frühere Regelungen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Der Bundesrat hat in seinen Sitzungen vom 14. April und vom 26. Mai 2021 weitere Öffnungsschritte betreffend die Massnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beschlossen. Die neuesten Anpassungen haben Auswirkungen auf die Umsetzung der Bildungsmassnahmen in der Integrationsförderung und gelten ab dem 31. Mai 2021.

Sie betreffen die Bereiche Kurse, Sprachtest und soziale Integration. In den Bereichen Einzel- und Gruppensetting sowie Frühförderangebote gibt es keine Anpassungen. Es gelten weiterhin die Regelungen vom 23. Oktober 2020.

Kurse

Der Präsenzunterricht in den Angeboten des Fördersystems für geflüchtete Personen (Integrationsagenda IAZH) und in den kommunalen Integrationsangeboten ist erlaubt. Deutschkurse können wieder unabhängig vom GER-Niveau im Präsenzunterricht durchgeführt werden. Es gelten neu folgende Beschränkungen:

Vorteile:

  • Die Anzahl Teilnehmenden liegt bei max. 50 Personen
  • Räumlichkeiten, in denen die Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden, dürfen neu zu höchstens der Hälfte ihrer Kapazität ausgelastet sein (bis 30.5. galt höchstens zu einem Drittel ihrer Kapazität)
  • Das heisst, wenn in Seminar- und Kursräumen die Abstandsregel von 1.5 Metern eingehalten werden kann, gilt diese Vorgabe als erfüllt
  • Dabei sind die Vorgaben zu Schutzkonzepten und zur Maskenpflicht gemäss Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage weiterhin einzuhalten.

Diese Beschränkungen gelten auch für Bildungsangebote, welche seit Oktober 2020 unter der Ausnahmebestimmung gemäss Art. 6d Abs. 1 lit.b. weiterhin im Präsenzunterricht durchgeführt werden konnten.

Bitte beachten Sie, dass für die Stadt Zürich die Informationen der Integrationsförderung der Stadt Zürich gelten.

Sprachtests

Sprachtests zur Erfüllung ausländer- und bürgerrechtlichen Erfordernisse können gemäss Art. 6d Abs. 2 Covid-19-Verordnung durchgeführt werden. Diese Prüfungen sind von den Einschränkungen nach Abs. 1 ausgenommen, sofern die Schutzkonzepte eingehalten werden (Maskenpflicht). In der mündlichen Prüfsituation kann gemäss Art. 6d Abs. 3 die Maske abgenommen werden, sofern die Schutzkonzepte eingehalten werden (z.B. Plexiglas-Vorrichtung).

Niederschwellige Angebote der sozialen Integration

In diesem Bereich ist gemäss Art. 6 Abs. 1 der Covid-19-Verordnung die Durchführung von Veranstaltungen mit  bis zu 50 Personen seit dem 31.5.2021 (vorher 15 Personen) wieder erlaubt. Für den Sport- und Kulturbereich gibt es Ausnahmen von der Personenbegrenzung (siehe Art. 6e und 6f der Covid-19-Verordnung).

Einzel- und Gruppensettings

Persönliche Beratungsgespräche, Potenzialabklärungen und Coachings sowie Gruppensettings (Bewerbungsunterstützung sowie Gruppenarbeitsplätze) sind mit aller Vorsicht und den erforderlichen Schutzkonzepten weiterhin vor Ort erlaubt. Bei externen Einzeleinsatzplätzen im Rahmen von Integrationsprogrammen gelten die Regeln der entsprechenden Betriebe.

Frühförderangebote

Für die Frühförderangebote gelten die bisherigen Regelungen. Spielgruppen werden zur familien- und schulergänzenden Betreuung gezählt und sind geöffnet.

Mit Beschluss vom 19. Juni 2020 hat der Bundesrat die ausserordentliche Lage aufgehoben und die Zuständigkeit für die nachobligatorischen Schulen und andere Ausbildungsstätten wieder den Kantonen übertragen.

Gestützt auf die Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie beschloss der Regierungsrat am 8. Juli 2020, dass ab dem Schuljahr 2020/2021 grundsätzlich Präsenzunterricht wieder in Ganzklassen stattfinden soll und Bildungseinrichtungen entsprechende Schutzkonzepte zu erarbeiten und umzusetzen haben. Am 11. August 2020 konkretisierte das Mittelschul- und Berufsbildungsamt diesen Beschluss mit einer entsprechenden Richtlinie. Diese Richtlinie gilt auch für die Sprach-, Bildungs- und Integrationskurse der spezifischen Integrationsförderung im Rahmen des KIP 2.

Hier zusammengefasst die wichtigsten Pflichten und Empfehlungen:

  •  Der Präsenzunterricht findet in Ganzklassen statt.
  • Die Bildungseinrichtungen sorgen dafür, dass die Abstandsregeln gemäss Covid-19-Verordnung (aktuell: 1.5 Meter) wo immer möglich eingehalten werden
  • Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist der Einsatz weiterer geeigneter Schutzmassnahmen (z.B. Masken, zweckmässige Abschrankungen) zu prüfen.
  • Eine konstante und kontrollierte Sitzordnung ist umzusetzen.
  • Die Rückverfolgbarkeit der Kontakte muss sichergestellt sein.
  • Es gilt eine Maskenpflicht in den öffentlichen Räumen der Bildungseinrichtungen (Eingangsbereich, Treppenhäuser, Korridore usw.).

Je nach epidemiologischer Entwicklung können die Bildungs- und die Gesundheitsdirektion weitere Massnahmen bestimmen. Die entsprechenden (Rückfall-)Szenarien sind in der Richtlinie ausgeführt.

Der Bundesrat hat am 28. Oktober 2020 neue Massnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beschlossen, u. a. wurde der Präsenzunterricht für gewisse Bildungseinrichtungen wieder verboten (Art. 6d Covid-19-Verordnung). Für Bildungsmassnahmen in der Integrationsförderung gibt das Staatssekretariat für Migration Ausnahmeregelungen (Art. 6d, Abs. 1 lit.b.) bekannt. Sprach- und Integrationskurse können im Präsenzunterricht für Personen, denen die Voraussetzungen für eine Teilnahme an digitalen Angeboten fehlen, weitergeführt werden. Es ist jedoch entscheidend, dass die Vorgaben der Bildungsdirektion bezüglich der Schutzvorkehrungen eingehalten werden.


Am 12. Januar 2021 hat der Bundesrat die Massnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie erneut verschärft.
Die Bildungsmassnahmen in der Integrationsförderung sind von den Verschärfungen nicht betroffen. Die Ausnahmeregelung gemäss Art. 6d Covid-19-Verordnung in der Fassung vom 9. Dezember 2020 bleibt weiterhin in Kraft.

Kurse

Dies bedeutet, dass der Präsenzunterricht in den Angeboten des Fördersystems für geflüchtete Personen (Integrationsagenda IAZH) und in den kommunalen Integrationsangeboten weiterhin erlaubt ist. Die Ausnahmeregelung gilt ausserdem nur für Deutschkurse bis und mit Niveau A2 des GER und einer Beschränkung der Anzahl Teilnehmenden auf 15 Personen.

Bitte beachten Sie, dass für die Stadt Zürich die Informationen der Integrationsförderung der Stadt Zürich gelten.

Einzel- und Gruppensettings

Auch persönliche Beratungsgespräche, Potenzialabklärungen und Coachings sowie Gruppensettings (Bewerbungsunterstützung sowie Gruppenarbeitsplätze) sind mit aller Vorsicht und den erforderlichen Schutzkonzepten weiterhin vor Ort erlaubt. Bei externen Einzeleinsatzplätzen im Rahmen von Integrationsprogrammen gelten die Regeln der entsprechenden Betriebe.

Niederschwellige Angebote der sozialen Integration

In diesem Bereich gibt es Verschärfungen: Gemäss Art. 6 Abs. 1 der Covid-19-Verordnung ist die Durchführung von Veranstaltungen grundsätzlich verboten. Wir sehen keine Anwendung der Ausnahmeregelung auf die niederschwelligen Angebote im Bereich der sozialen Integration. Wir empfehlen Ihnen die Umstellung auf digitale Formate.

Spielgruppen

Spielgruppen werden zur familien- und schulergänzenden Betreuung gezählt und dürfen geöffnet bleiben. Beachten Sie dabei bitte die aktuelle Empfehlung des SSLV.

Es ist in dieser schwierigen Lage besonders wichtig, sorgfältig abzuwägen zwischen den Anliegen der Teilnehmenden und dem Anliegen der anbietenden Institutionen, dass alle möglichst wenig dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt sind. Unsere Zielgruppe braucht aber gerade in dieser Zeit der Unsicherheit Unterstützung. Sollten Sie der Meinung sein, dass der Präsenzunterricht unter den aktuellen Umständen nicht aufrechtzuerhalten ist, können Sie auch alternative Lernformate (Fernunterricht o.a.) anbieten.

In unserem Schreiben vom 30. Oktober 2020 finden Sie  detaillierte Ausführungen zur Ausnahmeregelung für die Bildungsmassnahmen in der Integrationsförderung:

Aufhebung der Entschädigungsregelung

Mit der Rückkehr zum Ganzklassenunterricht wird die Entschädigungsregelung bei Leistungseinschränkungen und -ausfällen, die die Fachstelle Integration mit ihrem Schreiben vom 1. April 2020 vorgesehen hat, aufgehoben. Ab sofort werden nur noch diejenigen Leistungen entschädigt, die in den Leistungsvereinbarungen mit der Fachstelle Integration vorgesehen sind und vereinbarungsgemäss erbracht werden.

Kontakt

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Adresse

Neumühlequai 10
8090 Zürich
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