Dr. med. vet. Regula Vogel

Regula Vogel steht dem Veterinäramt seit 1. März 1995 als Kantonstierärztin vor. Sie und ihr Team setzen sich für die Bekämpfung von Tierseuchen, für unbedenkliche tierische Lebensmittel sowie den Tierschutz ein.

Inhaltsverzeichnis

Regula Vogel auf der Weide, umgeben von Kühen
Regula Vogel auf Kontrolle bei einer Rinderhaltung. Quelle: VETA ZH

Frau Vogel, was hat Sie dazu bewogen, Tierärztin zu werden?

Schon immer mochte ich Tiere und ihr Wohl lag mir am Herzen. Als Kind hatte ich einen ganzen Zoo zu Hause. Meine Eltern waren da sehr tolerant. Bloss bei meinem Wunsch, einen Hund zu halten, haben sie ihr Veto eingelegt.

Seit 1995 sind Sie Kantonstierärztin. Welches waren die Themen, die Sie während dieser Zeit am meisten beschäftigten?

Die erste Phase meiner Zeit beim Veterinäramt war geprägt von den Schutzmassnahmen wegen des Rinderwahnsinns BSE. Auch bei der Entstehung der Tierarzneimittel-Verordnung war das Veterinäramt Zürich massgeblich beteiligt. Das war ein zeitintensives Geschäft. Die Vogelgrippe H5N1 forderte uns ab dem Jahr 2006 ebenfalls stark. Da dieser Virus-Typ auch für Menschen gefährlich ist, war es umso wichtiger, die Ausbreitung in Geflügelbeständen zu verhindern. Eine grosse Herausforderung war auch, als wir für Sicherheitsfragen bei Hunden zuständig wurden, da mussten wir innerhalb von 14 Tagen das Hundegesetz und den Vollzug zu gefährlichen Hunden übernehmen.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit?

Den Kontakt mit so vielen unterschiedlichen Menschen und Tieren mag ich. Genauso wie die vielen unterschiedlichen Situationen, denen ich durch meine Arbeit begegne, auch wenn sie teilweise schwierig sind. Ich mag es, nachhaltige Lösungen zu erarbeiten und vor allem auch, immer wieder draussen und nicht nur im Büro zu sein.
 

Zürcher Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte von den Anfängen bis heute

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Dr. Regula Vogel von Dachsen steht seit 1. März 1995 als Kantonstierärztin dem Veterinäramt vor. Dieses wechselte per 1999 übrigens von der Volkswirtschafts- in die Gesundheitsdirektion und zügelte 2013 an einen neuen Standort: Von der Obstgartenstrasse (ab 2004) an die Zollstrasse 20 in Zürich. Dort – und an den Aussenstationen in Bülach und Hinwil – ist das Veterinäramt heute zu finden.

Die Bekämpfung des Rinderwahnsinns, die zunehmenden Risiken der Seucheneinschleppung, Vogelgrippe, die hohen Erwartungen der Bevölkerung an unbedenkliche tierische Lebensmittel und an die Sicherheit vor Hunden, aber auch ein verändertes Tierschutzverständnis prägen die heutige Tätigkeit von Regula Vogel und ihren Mitarbeitenden im Veterinäramt.

Dr. Adolf Marthaler von Niederhasli war ab 1978 für 18 Jahre Kantonstierarzt. Insgesamt arbeitete er bis zu seinem Ruhestand 33 Jahre im Veterinäramt an der Culmannstrasse. Die anfänglich sehr umstrittene Ausrottung der «Buchstabenseuche» (IBR-IPV beim Rindvieh) sowie ab 1989 die erstmalige Kontrolle aller Landwirtschaftsbetriebe auf Tierschutz, bewältigte er trotz breitem Widerstand auch dank tatkräftiger Unterstützung seines langjährigen engagierten Teams von 12 Personen. Die Tierseuchenbekämpfung als ursprünglichste Aufgabe des staatlichen Veterinärdienstes blieb ihm – obwohl er breit an allen Aufgaben des Veterinäramts interessiert war – während seiner ganzen Tätigkeit zentrales Anliegen.

Dr. Hans Keller von Wald in Wallisellen war von 1965 für 13 Jahre Kantonstierarzt. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit hatte er den letzten Maul- und Klauenseuche-Ausbruch zu bewältigen. Dann waren seine Amtsjahre geprägt von den Anstrengungen, die Fuchstollwut zum Schutz von Mensch und Tier auszurotten. In diesen Jahren kamen auch viele neue Aufgaben – und Mitarbeitende – dazu, so dass das Amt an die Culmannstrasse 1 in zwei Wohnungen zügelte. Im Jahr 1973 wurde erstmals ein «Technischer Assistent Fleisch» für die Überwachung der Schlachtlokale angestellt und im Jahr 1975 kam ein Sachbearbeiter für die Förderung Viehzucht hinzu.

Ab 1960 war Dr. Peter Egli von Winterthur in Rüti für 2 Jahre Kantonstierarzt. Ihm folgte Dr. Hans Niggli von Zürich in Zollikon für 3 Jahre.

Dr. Andreas Nabholz von Zürich übernahm 1944 das Amt des Kantonstierarztes bis 1960. Mit demselben Personalbestand organisierte er vom Kaspar-Escher-Haus aus die Ausrottungsprogramme zur Tuberkulose und zur Brucellose ('Bang') beim Rindvieh. Zudem setzte er sich für ein modernes kantonales Tierschutzgesetz ein. Nabholz wechselte von Zürich ins Eidgenössische Veterinäramt, dem er von 1966 bis 1977 vorstand. Dank seinem grossen Engagement und unter seiner Führung wurde das erste eidgenössische Tierschutzgesetz erarbeitet, das kurz nach seiner Pensionierung vom Bundesparlament beschlossen wurde.

Dr. Hans Baer, Tierarzt in Winterthur war von 1914-1944 Kantonstierarzt. Das Team umfasste anfangs drei Kanzlisten und wurde in den 30er Jahren auf sechs Mitarbeiter (1 Assistent, 1 Registrator, 1 Rechnungsführer, 2 Kanzlisten, 1 Laborantin) erweitert. Die vier Büros befanden sich anfänglich im «Obmannamt», im Gebäude des heutigen Obergerichts in Zürich, später im Kaspar-Escher-Haus, wo auch ein Labor betrieben wurde. Im Zentrum seines langen Wirkens stand stets, wirksamere Massnahmen zum Eindämmen von Seuchen zum Wohle von Mensch und Tier umzusetzen. Beispiele sind der geordnete Viehverkehr, schnelles Handel bei Seuchenverdacht und die sorgfältige Desinfektion aller verseuchten Orte und Gegenstände.

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