Corona-Hilfen im Kulturbereich

Die Folgen der Corona-Pandemie treffen Kulturschaffende und Kulturunternehmen besonders hart. Betroffene können dank der folgenden Massnahmen finanzielle Unterstützung anfordern.

Inhaltsverzeichnis

Sicherung der kulturellen Vielfalt

Der Bundesrat hat am 20. März 2020 ein umfassendes Massnahmenpaket beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus abzufedern. Diese Massnahmen, insbesondere die Kurzarbeitsentschädigung für Angestellte und die Erwerbsausfallentschädigung für Selbstständige, gelten auch für den Kulturbereich.

COVID Finanzhilfen Kultur

Hotline: 043 259 25 90 / MO-FR 14-17

Schriftliche Auskünfte zu den Gesuchen sind zurzeit leider nicht möglich. In dringenden Fällen wenden Sie sich an unsere Hotline. 

Finanzhilfen für Kulturunternehmen

Massnahmen

Für Kulturunternehmen und Laien-Kulturvereine sind folgende Massnahmen vorgesehen.

Ausfallentschädigung (nicht rückzahlbare Finanzhilfen)

  • Für den finanziellen Schaden, der namentlich aus der Absage, Verschiebung oder in reduziertem Umfang vorgenommenen Durchführung von Veranstaltungen und Projekten, aus Betriebsschliessungen oder in reduziertem Umfang geöffneten Betrieben entsteht, können Kulturunternehmen eine Ausfallentschädigung in Form einer nicht rückzahlbaren Finanzhilfe beantragen.
  • Laien-Kulturvereine, die ein Veranstaltungsbudget über 50'000 Franken haben, können zur Abfederung des finanziellen Schadens, welcher durch die Absage von Veranstaltungen entstanden ist, eine Finanzhilfe beantragen. Laienvereine mit einem Veranstaltungsbudget unter 50'000 Franken wenden sich direkt an ihren jeweiligen Dachverband.

Gesuch einreichen

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Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen können
auf drei unterschiedliche Arten geltend gemacht werden:

  • Abgesagte oder verschobene Veranstaltungen und Projekte (Schadenszeitraum: 28. Februar bis 31. Oktober 2020)
    Mit diesem Antrag kann der Ertragsausfall für Veranstaltungen oder Projekte geltend gemacht werden, die aufgrund der behördlichen Massnahmen abgesagt oder verschoben werden mussten.
  • Betriebsschliessungen (Schadenszeitraum: 17. März bis 5. Juni 2020, Lockdown)
    Mit diesem Antrag kann der Ertragsausfall geltend gemacht werden, den Kulturunternehmen während des Phase des Lockdowns aufgrund der Betriebsschliessung erlitten haben.
  • Wiedereröffnung des Kulturunternehmens mit Corona-Schutzmassnahmen inkl. «Freiwillige Betriebsschliessung» (Schadenszeitraum: 6. Juni bis 31. Oktober 2020)
    Mit diesem Antrag kann der Ertragsausfall geltend gemacht werden, den Kulturunternehmen trotz Wiedereröffnung in Folge coronabedingter Schutzmassnahmen erlitten haben (Mindereinnahmen bei Eintritten, Zusatzkosten für Schutzkonzepte).
    Auch der Ertragsausfall für eine sogenannte «Freiwillige Betriebsschliessung» kann geltend gemacht werden. D.h., Kulturunternehmen, die trotz behördlichen Lockerungsmassnahmen ihren Betrieb nicht wiedereröffnen, können den Ertragsausfall für den Zeitraum der «Freiwilligen Betriebsschliessung» geltend machen. Die Gründe, insbesondere die betriebswirtschaftlichen Überlegungen, für eine «Freiwillige Betriebsschliessung» sind ausführlich darzulegen.

Kulturunternehmen, die für die Phase «Betriebsschliessung» und die Phase «Wiedereröffnung» einen Ertragsausfall geltend machen, müssen dafür je ein separates Gesuch einreichen.

Gemäss den Richtlinien können Kulturunternehmen ein Gesuch für Soforthilfe oder für Ausfallentschädigung einreichen, die in den folgenden Bereichen tätig sind:

Vorteile:

  • Darstellende Künste
  • Design
  • Film (Kinos sind antragsberechtigt, wenn sie im Studiokino- bzw. Arthouse-Bereich tätig sind und in ihren Programmen einen substanziellen Anteil zur Angebotsvielfalt leisten. Ebenfalls antragsberechtigt sind Kinos, welche in den letzten fünf Jahren mit kommunalen oder kantonalen Kulturfördermitteln unterstützt worden sind.)
  • Literatur
  • Musik (Musikclubs, Konzertlokale und Konzertveranstalter/innen, die bei der SUISA die Tarife H oder K abrechnen, können einen Antrag um Ausfallentschädigung einreichen.)
  • Museen (Kulturhistorische Institutionen wenden sich bitte an die Denkmalpflege des Kantons Zürich)
  • Visuelle Künste

Gesuche werden unter den folgenden Voraussetzungen behandelt:

Vorteile:

  • Kulturunternehmen haben ihren statutarischen Sitz im Kanton Zürich.
  • Kulturunternehmen haben bereits Kurzarbeit angemeldet, Anmeldung beim Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich (gilt nicht für Laien-Kulturvereine).
  • Der finanzielle Schaden ist zwischen dem 28. Februar 2020 und dem 31. Oktober 2020 entstanden. Der Entscheid über die Absage, Verschiebung, Schliessung oder Durchführung/Öffnung in reduziertem Umfang muss in jedem Fall vor dem 21. September 2020 erfolgt sein.
  • Der finanzielle Schaden steht in direktem Zusammenhang mit den behördlichen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie.

Ein Diagramm zeigt, wie sich der Schadensbetrag zusammensetzt
Berechnungsdiagramm
Kulturunternehmen:
Schadensberechnungsformular «Betriebsschliessung»

(Schadenszeitraum: 17. März bis 5. Juni 2020, Lockdown) 

Schadensberechnungsformular  «Abgesagte oder verschobene Veranstaltungen / Projekte»

(Schadenszeitraum: 28. Februar bis 31. Oktober 2020)

Schadensberechnungsformular Wiedereröffnungdes Kulturunternehmens mit Corona-Schutzmassnahmen inkl. «Freiwillige Betriebsschliessung»

(Schadenszeitraum: 6. Juni bis 31. Oktober 2020)

Musikclubs
Schadensberechnungsformular «Betriebsschliessung»

(Schadenszeitraum: 17. März bis 5. Juni 2020, Lockdown)

Wiedereröffnung des Kulturunternehmens mit Corona-Schutzmassnahmen inkl. «Freiwillige Betriebsschliessung»

(Schadenszeitraum: 6. Juni bis 31. Oktober 2020)

Gesuche an die Fachstelle Kultur sind bis 20. September 2020 einzureichen.

Unterstützungsgesuche an die Fachstelle Kultur sind über das elektronische Gesuchsportal einzureichen. Gesuche können nur geprüft werden, wenn die Unterlagen vollständig eingereicht werden. Eine Liste sämtlicher Unterlagen, die zusammen mit dem Gesuch eingereicht werden müssen, finden Sie auf dem Merkblatt. 

Finanzhilfen für Kulturschaffende

Massnahmen 

Für Kulturschaffende sind folgenden Massnahmen vorgesehen.

Soforthilfe

Kulturschaffende, die hauptberuflich im Kultursektor arbeiten und ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, können zur Überbrückung einer wirtschaftlichen Notlage Soforthilfe beantragen. Das entsprechende Gesuch ist bei Suisseculture Sociale einzureichen. 

Ausfallentschädigung

Für den finanziellen Schaden, der namentlich aus der Absage, Verschiebung oder in reduziertem Umfang vorgenommenen Durchführung von Veranstaltungen und Projekten, aus Betriebsschliessungen oder in reduziertem Umfang geöffneten Betrieben entsteht, können Kulturschaffende eine Ausfallentschädigung in Form einer nicht rückzahlbaren Finanzhilfe beantragen.

Gesuch einreichen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kulturschaffende können auf drei unterschiedliche Arten Ausfallentschädigungen geltend machen:

  • Abgesagte oder verschobene Veranstaltungen und Projekte (Schadenszeitraum: 28. Februar bis 31. Oktober 2020).
    Mit diesem Antrag kann der Ertragsausfall für Veranstaltungen oder Projekte geltend gemacht werden, die aufgrund der behördlichen Massnahmen abgesagt oder verschoben werden mussten.
  • Betriebsschliessung (Schadenszeitraum: 17. März bis 5. Juni 2020)
    Mit diesem Antrag können Einzelunternehmen den Ertragsausfall für die Betriebsschliessung geltend machen.
  • Entgangene Engagements (Schadenszeitraum: 1. Juli bis 31. Oktober 2020)
    Mit diesem Antrag kann der Ertragsausfall geltend gemacht werden, der für Kulturschaffende aufgrund von entgangenen Engagements in Folge des coronabedingt stark reduzierten Kulturlebens entstanden ist. Ertragsausfälle aus entgangenen Engagements werden bis max. 4’800 Fr. pro Monat entschädigt. Die Beiträge der Erwerbsersatzentschädigung werden vom anrechenbaren Schaden abgezogen.  

Kulturschaffende können grundsätzlich mehrere Gesuche einreichen. Bereits eingereichte Anträge behalten ihre Gültigkeit. Für den Schadenszeitraum Juli/August müssen sich Kulturschaffende für eine Antragsart der Ausfallentschädigung, «Abgesagte Veranstaltungen» oder «Entgangene Engagements», entscheiden. Überschneidungen des Schadenszeitraums bei mehreren Gesuchen werden durch uns korrigiert. 

(Beispiel: Haben Sie im Rahmen eines ersten Gesuchs bereits abgesagte Veranstaltungen im Juli und August geltend gemacht und entscheiden sich nun, ein zweites Gesuch um Ausfallentschädigung für entgangene Engagements ab Juli zu stellen, wird die Ausfallentschädigung für die Veranstaltungen im Juli und August (1. Gesuch) entsprechend abgezogen. In diesem Fall könnten Sie ein zweites Gesuch für entgangene Engagements auch nur für die Monate September und Oktober einreichen.)

Gemäss den Richtlinien können Kulturschaffende ein Gesuch für Ausfallentschädigung einreichen, die in den folgenden Bereichen tätig sind (Details siehe Merkblatt):

Vorteile:

  • Darstellende Künste
  • Design
  • Film
  • Literatur
  • Musik
  • Museen
  • Visuelle Künste

Gesuche werden unter den folgenden Voraussetzungen behandelt:

Vorteile:

  • Kulturschaffende haben ihren Wohnsitz im Kanton Zürich.
  • Kulturschaffende haben bereits Taggeld beantragt. (Achtung: Die Anmeldung als Selbständigerwerbende/r bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich muss spätestens per 28. Februar 2020 erfolgt sein)
  • Der finanzielle Schaden ist zwischen dem 28. Februar 2020 und dem 31. Oktober 2020 entstanden. Der Entscheid über die Absage, Verschiebung, Schliessung oder Durchführung/Öffnung in reduziertem Umfang muss in jedem Fall vor dem 21. September 2020 erfolgt sein.
  • Der finanzielle Schaden steht in direktem Zusammenhang mit den behördlichen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie.
  • In der Regel ist pro Kulturschaffendem ein Gesuch einzureichen.

Das Diagramm zeigt die Berechnung des Schadens für Kulturschaffende
Diagramm Schadensberechnung
Schadensberechnungsformular
«Abgesagte oder verschobene Veranstaltungen und Projekte»

(Schadenszeitraum: 28. Februar bis 31. Oktober 2020)

Betriebsschliessung

(Schadenszeitraum: 17. März bis 5. Juni 2020)

Liste für abgesagte/verschobene Veranstaltungen und Projekte
Schadensberechnungsformular
«Entgangene Engagements»

(Schadenszeitraum: 1. Juli bis 31. Oktober 2020)

Liste «Einkünfte aus selbständiger künstlerischer Erwerbstätigkeit»

(Juli bis Oktober 2020)

Gesuche an die Fachstelle Kultur sind bis 20. September 2020 einzureichen.

Unterstützungsgesuche an die Fachstelle Kultur sind über das elektronische Gesuchsportal einzureichen. Gesuche können nur geprüft werden, wenn die Unterlagen vollständig eingereicht werden.

Kontakt

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