Unterstützung & Finanzhilfen

Das öffentliche und wirtschaftliche Leben ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie stark eingeschränkt. Arbeitsplätze und Einkommen im Kanton sollen möglichst weitgehend gesichert werden. Finden Sie hier alles zu den Hilfsmassnahmen.

Inhaltsverzeichnis

Härtefallprogramm

3. Zuteilungsrunde

Der Bundesrat beantragt dem Parlament, die Mittel für die kantonalen Härtefallprogramme auf insgesamt 10 Milliarden Franken aufzustocken. 

  • Davon sind 6 Milliarden für kleinere und mittlere Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 5 Millionen Franken vorgesehen. 
  • Weitere 3 Milliarden sind für grössere, oft schweizweit tätige Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 5 Millionen vorgesehen.

Die Abwicklung der Gesuche erfolgt weiterhin durch die Kantone. 

Die Bedingungen für diese Härtefallbeiträge sind noch nicht bekannt. 

Der Bundesrat wird die Covid-19-Härtefallverordnung voraussichtlich am 5. März 2021 anpassen. Das Parlament wird voraussichtlich im März über den Antrag des Bundesrates entscheiden.

2. Zuteilungsrunde

Der Kantonsrat hat am 25. Januar 20201 einen Zusatzkredit von 95 Millionen Franken für die 2. Zuteilungsrunde bewilligt.

Prüfung der Gesuche

Die Frist für die Gesucheingabe ist am 21. Februar 2021 abgelaufen.

Eine Fristverlängerung ist nicht möglich.

  • Die Gesuchprüfung erfolgt in der Reihenfolge der Einreichung.
  • Erste Auszahlungen der 2. Zuteilungsrunde werden Anfang März erfolgen.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Es gibt drei Berechnungsweisen, um zu prüfen, ob Ihr Unternehmen anspruchsberechtigt ist: 

  1. Gruppe A: Rückgang des Umsatzes um mehr als 40 Prozent im Kalenderjahr 2020 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2018 und 2019
  2. Gruppe B: Rückgang des Umsatzes in den letzten 12 Monaten (inkl. laufender Monat) um mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2018 und 2019
  3. Gruppe C: Mindestens 40 Schliessungstage (Kalendertage) zwischen dem 1. November 2020 und dem 30. Juni 2021

Mischunternehmen:

Falls eine Sparte mit klar abtrennbarem Tätigkeitsbereich anspruchsberechtigt ist, können Sie eine Spartenrechnung erstellen und die betroffene Sparte anmelden. 

  • Das Unternehmen wurde vor dem 1. März 2020 ins Handelsregister eingetragen oder vor dem 1. März 2020 gegründet.
  • Der Geschäftssitz des Unternehmens befand sich am 1. Oktober 2020 im Kanton Zürich.
  • Das Unternehmen übt im Kanton Zürich eine Geschäftstätigkeit aus oder beschäftigt eigenes Personal und die Lohnkosten fallen überwiegend in der Schweiz an.
  • Der Umsatz betrug im Durchschnitt der Jahre 2018 und 2019 mindestens 50'000 Franken.
  • Der Umsatzrückgang betrug entweder im Kalenderjahr 2020 oder in den letzten 12 Monaten (inkl. laufender Monat) mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt von 2018 und 2019. (Das Kriterium für den Umsatzrückgang entfällt für Unternehmen bzw. Sparten von Unternehmen, die aufgrund der Massnahmen des Bundes oder der Kantone zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie ihren Betrieb zwischen dem 1. November 2020 und dem 30. Juni 2021 für mindestens 40 Tage schliessen müssen)
  • Das Unternehmen muss nachvollziehbar darlegen, dass der Umsatzrückgang bzw. die Schliessungstage vollumfänglich direkt auf behördliche Massnahmen in Zusammenhang mit Covid-19 zurückzuführen sind.
  • Aus dem Umsatzrückgang resultieren erhebliche ungedeckte Fixkosten (Das Kriterium der Fixkosten entfällt für Unternehmen bzw. Sparten von Unternehmen, die aufgrund Massnahmen des Bundes oder der Kantone zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie ihren Betrieb zwischen dem 1. November 2020 und dem 30. Juni 2021 für mindestens 40 Tage schliessen müssen)
  • Es befand sich am 15. März 2020 nicht in einem Betreibungsverfahren für Sozialversicherungsbeiträge (es sei denn, dass zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs eine vereinbarte Zahlungsplanung vorliegt oder das Verfahren durch Zahlung abgeschlossen ist)
  • Es befindet sich zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung nicht in einem Konkursverfahren oder in Liquidation
  • Das Unternehmen hat keinen Anspruch auf andere branchenspezifische Covid-19-Finanzhilfen des Bundes (ohne Kurzarbeitsentschädigung, Erwerbsersatz und Kredite gemäss Covid-19-Solidarbürgschaftsverordnung und Covid-19-Solidarbürgschaftsgesetz), ausser es kann eine klar abgetrennte Spartenrechnung vorlegen.

  • Nicht rückzahlbarer Beiträge (à fonds perdu): 20 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes der Jahre 2018 und 2019, maximal 750'000 Franken
  • Darlehen: 25 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes der Jahre 2018 und 2019, maximal 10 Millionen Franken (Laufzeit maximal 10 Jahre, Zinssatz 0,5 Prozent, in jährlich gleichen Raten zurückzuzahlen)
  • Insgesamt (nicht rückzahlbarer Beitrag plus Darlehen) maximal 25 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes der Jahre 2018 und 2019
  • Zudem kann der nicht rückzahlbare Beitrag pro Unternehmen ausnahmsweise auf höchstens 1,5 Millionen Franken erhöht werden, wenn in gleicher Höhe die Eigentümer zusätzliches Eigenkapital einbringen und/oder Fremdkapitalgeber auf ihre Forderungen verzichten. Dieses Vorgehen kann bei der Gesucheingabe beantragt werden. Die Bearbeitung der entsprechenden Anträge erfolgt nach der Abarbeitung aller eingetroffenen normalen Gesuche.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

  • Als geschlossen gelten Restaurants, auch wenn sie neu Take-out anbieten.
  • Detailhandel gilt dann als geschlossen, wenn das Sortimentsverbot über 50 Prozent des Umsatzes ausmacht.
  • Sprachschulen

  • Hotelrestaurants gelten nicht als geschlossen, können jedoch eine Spartenrechnung erstellen und werden eventuell durch den Umsatzrückgang anspruchsberechtigt.
  • Take-aways sind weiterhin geöffnet und gelten somit nicht als geschlossen.
  • Bäckereien gelten nicht als geschlossen; im Fall eines Restaurantbereichs kann eine Spartenrechnung erstellt werden, weil dieser als geschlossen gilt.
  • Detailhandel gilt nicht als geschlossen, wenn das Sortimentsverbot weniger als 50 Prozent des Umsatzes ausmacht.

Wenn innerhalb eines Unternehmens klar trennbare Tätigkeitsbereiche vorliegen und mittels Spartenrechnung ausgewiesen werden können. 

In diesem Fall werden die Kriterien des Härtefallprogramms pro betroffene Sparte angewendet.

Grundsätzlich gelten die gleichen Anforderungen wie ohne Spartentrennung für das Gesamtunternehmen. Daher muss die Spartenrechnung vollständig erstellt werden.

Dies gilt insbesondere auch für Kosten, da im Härtefallprogramm nur Beträge für ungedeckte tatsächliche Kosten beantragt werden dürfen.

Daraus folgt, dass die Fixkosten nur anteilsmässig für die betroffene Sparte entschädigt werden. Somit müssen alle Kosten korrekt auf die Sparten verteilt werden.

Nein. Bitte reichen Sie neben der Spartenrechnung die revidierte Jahresrechnung Ihres Unternehmens mit ein.

Verhinderung von Missbrauch

Die Finanzdirektion hat ein Konzept zur Verhinderung von Missbrauch erstellt und wird bei Verdachtsfällen ermitteln. 

Die Unternehmen sind zur vollständigen Offenlegung der benötigten Daten verpflichtet. 

1. Zuteilungsrunde

Der Regierungsrat hat am 11. November 2020 den Entwurf des Covid-19-Härtefallprogramms beschlossen.

Der Kantonsrat hatte dem Härtefallprogramm am 14. Dezember 2020 einstimmig zugestimmt. Nach Ablauf der 60-tägigen Referendumsfrist am 15. Februar 2021 wurde der Kantonsratsbeschluss rechtskräftig.

Einschliesslich des Bundesbeitrags standen in der 1. Zuteilungsrunde 261 Millionen Franken für Härtefallhilfen zur Verfügung. 

Das Härtefallprogramm schliesst nahtlos an die kantonale Kreditausfallgarantie an, welche die Finanzdirektion bis Ende März 2021 verlängert hat.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

  • Darlehen: maximal 25 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019 (maximal 500'000 Franken)
  • Nicht rückzahlbare Beiträge (à fonds perdu): maximal 10 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019 (maximal 400’000 Franken)
  • Es können gleichzeitig Darlehen und nicht rückzahlbare Beiträge beantragt werden
  • Insgesamt maximal 25 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019
  • Der Maximalbetrag kann pro Unternehmen nicht überschritten werden.

Prüfung der Gesuche 

Die Frist für die Eingabe von Gesuchen für die 1. Zuteilungsrunde ist

am 31. Januar 2021 abgelaufen.

Eine Fristverlängerung ist nicht möglich.

Das Prüfergebnis habe die Gesuchstellenden ab 16. Februar 2021 mit eingeschriebenem Brief erhalten.

 

Auszahlung der Beiträge

Damit möglichst viele Härtefallbeiträge geleistet werden können, nahm die Finanzverwaltung zuerst alle Gesuche gesamthaft entgegen. Sie wurden auf die Einhaltung der vorgegebenen Kriterien geprüft.

Die Auszahlung erfolgt ab 16. Februar 2021.

Kreditausfallgarantie

Der Regierungsrat hat die Zürcher Geschäftsbanken dazu aufgerufen, den durch die Corona-Massnahmen betroffenen Unternehmen mit Darlehen beizustehen. Zwölf Banken beteiligten sich daran. Zur Abdeckung der Risiken hat der Regierungsrat eine Kreditausfallgarantie von 425 Millionen Franken zugesichert. 

Voraussetzungen

Die kantonale Kreditausfallgarantie richtet sich an Unternehmen:

  • mit Hauptsteuerdomizil im Kanton Zürich,
  • bis zu 250 Mitarbeitenden.

Sie ist subsidiär und ergänzend zur Kreditausfallgarantie des Bundes ausgestaltet. Sie soll insbesondere bei Härtefällen zum Zug kommen.

Insgesamt darf der von Bund und Kanton besicherte Gesamtbetrag 20 Millionen Franken je Unternehmen nicht übersteigen. 

Kreditvergabe

Bei Fragen zu Ihrem bestehenden Kreditgesuch wenden Sie sich bitte an Ihre Bank. 

Die Frist für Kreditgesuche bei Ihrer Geschäftsbank für Härtefälle gemäss Art. 12 des Covid-19-Gesetzes läuft bis am 31. März 2021.

Härtefälle gemäss Covid-19-Gesetz des Bundes      

  • insbesondere Unternehmen in der Wertschöpfungskette der Eventbranche, Schausteller, Dienstleister der Reisebranche sowie touristische Betriebe
  • wenn der Jahresumsatz unter 60 Prozent des mehrjährigen Durchschnitts liegt

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

  • Zürcher Kantonalbank
  • UBS Switzerland AG
  • Credit Suisse (Schweiz) AG
  • Raiffeisen Schweiz Genossenschaft
  • Migros Bank AG
  • Bank Linth LLB AG
  • Bank Avera Genossenschaft
  • Bank Thalwil Genossenschaft
  • Bezirks-Sparkasse Dielsdorf Genossenschaft
  • Acrevis Bank AG
  • Zürcher Landbank AG
  • Leihkasse Stammheim AG 

Selbstständige

Soforthilfe

Selbstständigerwerbende verfügen oftmals über ein geringes Kapitalpolster. Deshalb stellt der Regierungsrat den Gemeinden 15 Millionen Franken aus der Jubiläumsdividende der ZKB für unbürokratische und schnelle Unterstützung zur Verfügung.

Voraussetzungen & Pflichten

Grundsätzlich anspruchsberechtigt sind selbstständige Kleinstunternehmer/innen mit Wohnsitz im Kanton Zürich (keine Unterstützung, wenn Firmensitz im Kanton, aber Wohnsitz ausserhalb des Kantons).

  • Soforthilfen für Selbstständigerwerbende erfolgen in Ergänzung zu den Soforthilfemassnahmen des Bundes und den bereits bestehenden Leistungen der Sozialversicherungen. Diese müssen deshalb zwingend geltend gemacht werden.
  • Bevorschusste Soforthilfen unterstehen der Rückerstattungspflicht. Sobald Gelder aus anderen Leistungen geflossen sind, sind die bevorschussten Soforthilfen zurückzuzahlen.

Vergabe

Die Soforthilfen für Selbstständigerwerbende werden von den Wohngemeinden der Geschäftsinhaber/innen ausgerichtet.

Wenn Sie in finanzielle Not geraten:
Melden Sie sich bei Ihrer Wohngemeinde. 

Die Gemeinden kennen die lokalen Verhältnisse, und sie können die Abstimmung der Soforthilfe mit den anderen sozialen Sicherungssystemen gewährleisten.

Termin für Auszahlungen an Gesuchstellende und die Abrechnung durch die Gemeinden: 30. April 2021.

AHV, IV

Verlangen Sie einen Zahlungsaufschub sowie eine Reduktion von Akonto-Beiträgen bei gesunkener Lohnsumme.

Gewerbeliegenschaften

Möglichkeiten für Mieter in kantonalen Liegenschaften

Das Immobilienamt kann bei seinen Mietern auf begründete Gesuche hin Hand bieten:

  • Stundung der Miete, 
  • Mietreduktion, 
  • Mieterlass, 
  • Zahlungsvereinbarung,
  • sonstige Anpassung an möglicherweise veränderte Marktverhältnisse.

Dazu müssen unsere Mieter ihre wirtschaftliche Situation offenlegen.

Voraussetzungen

Ein entsprechendes Gesuch einreichen können Gewerbetreibende,

  • die in einer Liegenschaft eingemietet sind, die dem Kanton Zürich gehört; 
  • die Mühe haben, dem Kanton wegen behördlicher Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie die Miete zu bezahlen.

Bitte nutzen Sie für Ihr Gesuch das folgende Antragsformular:

Rechtsauskunft

Steuern

Anpassung der provisorischen Steuerrechnung

Unternehmen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit Verlusten rechnen: Sie können beim Gemeindesteueramt eine Anpassung der provisorischen Rechnung für die Staats- und Gemeindesteuern verlangen.

Erstreckung der Zahlungsfrist oder Ratenzahlungen

Unternehmen und natürliche Personen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus fällige definitive Steuerrechnungen derzeit nicht bezahlen können:

  • Sie können eine Erstreckung der Zahlungsfrist oder Ratenzahlungen erlangen.
  • Bei der direkten Bundessteuer können auch provisorische Steuerrechungen gestundet werden. 

Melden Sie sich bei Bedarf beim zuständigen Steueramt.

  • Gemeindesteueramt: Staats- und Gemeindesteuern
  • kantonales Steueramt: direkte Bundessteuer

Kontakt

Finanzdirektion – Coronavirus