Unterstützung & Finanzhilfen

Das öffentliche und wirtschaftliche Leben ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie stark eingeschränkt. Arbeitsplätze und Einkommen im Kanton sollen möglichst weitgehend gesichert werden. Finden Sie hier alles zu den Hilfsmassnahmen.

Inhaltsverzeichnis

Kreditausfallgarantie

Der Regierungsrat hat die Zürcher Geschäftsbanken dazu aufgerufen, den durch die Corona-Massnahmen betroffenen Unternehmen mit Darlehen beizustehen. Zwölf Banken beteiligten sich daran. Zur Abdeckung der Risiken hat der Regierungsrat eine Kreditausfallgarantie von 425 Millionen Franken zugesichert. 

Voraussetzungen

Die kantonale Kreditausfallgarantie richtet sich an Unternehmen:

  • mit Hauptsteuerdomizil im Kanton Zürich,
  • bis zu 250 Mitarbeitenden.

Sie ist subsidiär und ergänzend zur Kreditausfallgarantie des Bundes ausgestaltet. Sie soll insbesondere bei Härtefällen zum Zug kommen.

Insgesamt darf der von Bund und Kanton besicherte Gesamtbetrag 20 Millionen Franken je Unternehmen nicht übersteigen. 

Kreditvergabe

Bei Fragen zu Ihrem bestehenden Kreditgesuch wenden Sie sich bitte an Ihre Bank. 

Die Frist für Kreditgesuche bei Ihrer Geschäftsbank für Härtefälle gemäss Art. 12 des Covid-19-Gesetzes läuft bis am 31. März 2021.

Härtefälle gemäss Covid-19-Gesetz des Bundes      

  • insbesondere Unternehmen in der Wertschöpfungskette der Eventbranche, Schausteller, Dienstleister der Reisebranche sowie touristische Betriebe
  • wenn der Jahresumsatz unter 60 Prozent des mehrjährigen Durchschnitts liegt

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  • Zürcher Kantonalbank
  • UBS Switzerland AG
  • Credit Suisse (Schweiz) AG
  • Raiffeisen Schweiz Genossenschaft
  • Migros Bank AG
  • Bank Linth LLB AG
  • Bank Avera Genossenschaft
  • Bank Thalwil Genossenschaft
  • Bezirks-Sparkasse Dielsdorf Genossenschaft
  • Acrevis Bank AG
  • Zürcher Landbank AG
  • Leihkasse Stammheim AG 

Härtefallprogramm

1. Zuteilungsrunde

Der Regierungsrat hat am 11. November 2020 den Entwurf des Covid-19-Härtefallprogramms beschlossen.

Der Kantonsrat hat dem Härtefallprogramm am 14. Dezember 2020 einstimmig zugestimmt. Nach Ablauf der 60-tägigen Referendumsfrist wird der Kantonsratsbeschluss rechtskräftig.

Einschliesslich des Bundesbeitrags stehen danach in der 1. Zuteilungsrunde 261 Millionen Franken für Härtefallhilfen zur Verfügung. 

Das Härtefallprogramm soll nahtlos an die kantonale Kreditausfallgarantie anschliessen, welche die Finanzdirektion bis Ende März 2021 verlängert hat.

Kriterien

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  • Das Unternehmen wurde vor dem 1. März 2020 ins Handelsregister eingetragen oder vor dem 1. März 2020 gegründet.
  • Der Geschäftssitz des Unternehmens befand sich am 1. Oktober 2020  im Kanton Zürich.
  • Das Unternehmen übt im Kanton Zürich eine Geschäftstätigkeit aus oder beschäftigt eigenes Personal und die Lohnkosten fallen überwiegend in der Schweiz an.
  • Der Umsatz betrug im Durchschnitt der Jahre 2018 und 2019 mindestens 50'000 Franken.
  • Der Umsatz lag 2020 unter 50 Prozent des Durchschnitts von 2018 und 2019. In den Umsatz einzurechnen sind Entschädigungen aus Kurzarbeit und Erwerbsersatz.
  • Das Unternehmen muss nachvollziehbar darlegen, dass der Umsatzrückgang vollumfänglich direkt auf Massnahmen der Schweizer Behörden in Zusammenhang mit Covid-19 zurückzuführen ist.
  • Aus dem Umsatzrückgang resultiert am Jahresende ein Anteil an Fixkosten, der die Überlebensfähigkeit des Unternehmens gefährdet
  • Das Unternehmen war zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2019 nicht überschuldet.
  • Es befand sich am 15. März 2020 nicht in einem Betreibungsverfahren für Sozialversicherungsbeiträge.
  • Es befindet sich zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung nicht in einem Konkursverfahren oder in Liquidation und kann seine Überlebensfähigkeit glaubhaft aufzeigen.
  • Das Unternehmen hat keinen Anspruch auf andere branchenspezifische Covid-19-Finanzhilfen des Bundes (ohne Kurzarbeitsentschädigung, Erwerbsersatz und Kredite gemäss Covid-19-Solidarbürgschaftsverordnung und Covid-19-Solidarbürgschaftsgesetz), ausser es kann eine klar abgetrennte Spartenrechnung vorlegen. 

 

Maximale Beiträge

  • Darlehen: maximal 25 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019 (maximal 500'000 Franken)
  • Nicht rückzahlbare Beiträge (à fonds perdu): maximal 10 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019 (maximal 400’000 Franken)
  • Es können gleichzeitig Darlehen und nicht rückzahlbare Beiträge beantragt werden
  • Insgesamt maximal 25 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019

Notwendige Belege

Für die Gesuchseinreichung benötigen Sie die folgenden Belege in elektronischer Form :

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  • Unterschriebene Scans von gültigen Pässen oder Identitätskarten (ID: Vorder- und Rückseite) aller zur rechtskräftigen Unterzeichnung benötigten Personen
  • Unterschriebener Scans repräsentativer Bankkontoauszüge, insbesondere der Geschäftskonti per Jahresende, welche Geschäftsaufwand, Einnahmen sowie grösstes Guthaben ausweisen (gilt für alle Jahre 2020, 2019, 2018, je nach Gründungsdatum)
  • Betreibungsregisterauszug des gesuchstellenden Unternehmens (nicht älter als ein Monat ab Datum der Gesucheinreichung) sowie im Fall von Sitzverlegungen im 2020 auch Betreibungsregisterauszüge der vorherigen Unternehmenssitze
  • Nachweis der Überlebensfähigkeit inklusive Budget 2021 (es muss mindestens aufgezeigt werden, dass bei einer möglichen Aufhebung der gesundheitspolizeilichen Massnahmen spätestens ab Mitte 2021 mit den erwarteten Einnahmen und Ausgaben sowie dem beantragten Härtefallbeitrag ein Fortbestand des Unternehmens und – bei rückzahlbaren Hilfen – deren Rückzahlung realistisch erscheinen)
  • Letzte definitive Steuererklärung 
  • (Akonto)-Abrechnungen der AHV-Beiträge samt Bankbelegen der entsprechenden Überweisungen, soweit vorhanden (gilt für alle Jahre 2020, 2019 und 2018, je nach Gründungsdatum)
  • (Akonto)-Abrechnungen der Pensionskassenbeiträge samt Bankbelegen der entsprechenden Überweisungen, soweit vorhanden (gilt für alle Jahre 2020, 2019 und 2018, je nach Gründungsdatum)

Beleg für das Gründungsdatum (z. B. Protokoll der Gründungsversammlung, Statuten, Stiftungsurkunde, «Willkommensschreiben» der SVA)

  • Unterschriebene MWST-Abrechnungen 2018 und 2019 (alle Quartale)
  • Unterschriebene MWST-Abrechnung 2020 (für mindestens drei Quartale)

  • Revidierte Jahresrechnungen (wenn nicht vorhanden: unterschriebene Jahresrechnungen) mit ersichtlichem Ausweis der angegebenen Jahresumsätze 2018 und 2019 (Auszug aus Buchhaltungssystem, Einnahmen/Ausgabenrechnung, Bilanz, soweit diese vorliegen) sowie vollständiger Spartenaufteilung im Fall einer Spartenrechnung gemäss Artikel 12 Abs. 2ter Covid-19-Gesetz
  • Unterschriebene Jahresrechnung 2020 mit ersichtlichem Ausweis des Umsatzes, der Kurzarbeits- und Corona-Erwerbsersatzsentschädigungen (Auszug aus Buchhaltungssystem, Einnahmen/Ausgabenrechnung, Bilanz, soweit diese vorliegen) sowie vollständiger Spartenaufteilung im Fall einer Spartenrechnung gemäss Art. 12 Abs. 2ter Covid-19-Gesetz

Elektronische Übermittlung der Belege

  • Dateiformate: .pdf, .jpeg, .jpg, .png und .bmp
  • maximal 30 Belege à je 20 MB Dateigrösse

Verhinderung von Missbrauch

Die Finanzdirektion hat ein Konzept zur Verhinderung von Missbrauch erstellt und wird bei Verdachtsfällen ermitteln. 

Die Unternehmen sind zur vollständigen Offenlegung der benötigten Daten verpflichtet. 

Gesuche 

Für die 1. Zuteilungsrunde können Gesuche 

bis am 31. Januar 2021 

über ein elektronisches Portal eingereicht werden. 

Damit möglichst viele Härtefallbeiträge geleistet werden können, nimmt die Finanzverwaltung zuerst alle Gesuche gesamthaft entgegen. Sie werden im Februar auf die Einhaltung der vorgegebenen Kriterien geprüft.

Die Auszahlung erfolgt ab Mitte März 2021.

2. Zuteilungsrunde

Der Regierungsrat will das Covid-Härtefallprogramm des Kantons Zürich ergänzen und den Zugang zu Beiträgen erleichtern. Er hat dem Kantonsrat den Antrag gestellt, einen Zusatzkredit von 95 Millionen Franken zu bewilligen.

Kriterien

Die Kriterien für die 2. Zuteilungsrunde sind in Ausarbeitung. Sobald sie beschlossen sind, werden sie hier veröffentlicht.

Voraussichtlicher Zeitplan

  • Der Kantonsrat wird voraussichtlich im Januar über die 2. Zuteilungsrunde entscheiden
  • Im Februar könnten entsprechende Gesuche unmittelbar im Anschluss an die 1. Zuteilungsrunde bearbeitet werden
  • Die Auszahlung der Beiträge erfolgt frühestens Ende März 2021

Selbstständige

Soforthilfe

Selbstständigerwerbende verfügen oftmals über ein geringes Kapitalpolster. Deshalb stellt der Regierungsrat den Gemeinden 15 Millionen Franken aus der Jubiläumsdividende der ZKB für unbürokratische und schnelle Unterstützung zur Verfügung.

Voraussetzungen & Pflichten

Grundsätzlich anspruchsberechtigt sind selbstständige Kleinstunternehmer/innen mit Wohnsitz im Kanton Zürich (keine Unterstützung, wenn Firmensitz im Kanton, aber Wohnsitz ausserhalb des Kantons).

  • Soforthilfen für Selbstständigerwerbende erfolgen in Ergänzung zu den Soforthilfemassnahmen des Bundes und den bereits bestehenden Leistungen der Sozialversicherungen. Diese müssen deshalb zwingend geltend gemacht werden.
  • Bevorschusste Soforthilfen unterstehen der Rückerstattungspflicht. Sobald Gelder aus anderen Leistungen geflossen sind, sind die bevorschussten Soforthilfen zurückzuzahlen.

Vergabe

Die Soforthilfen für Selbstständigerwerbende werden von den Wohngemeinden der Geschäftsinhaber/innen ausgerichtet.

Wenn Sie in finanzielle Not geraten:
Melden Sie sich sofort bei Ihrer Wohngemeinde. 

Die Gemeinden kennen die lokalen Verhältnisse, und sie können die Abstimmung der Soforthilfe mit den anderen sozialen Sicherungssystemen gewährleisten.

AHV, IV

Verlangen Sie einen Zahlungsaufschub sowie eine Reduktion von Akonto-Beiträgen bei gesunkener Lohnsumme.

Zusätzliche Lotteriefondsgelder

Der Regierungsrat will gemeinnützigen Organisationen aus Bereichen wie der Kultur, dem Sozialwesen und der Bildung unter die Arme greifen.

Dafür hat er die die jährlichen Leistungen aus dem Lotteriefonds ergänzt:

  • Die Fachstelle Kultur erhält zusätzliche 20 Millionen Franken. 
  • 8 Millionen Franken gehen insgesamt an die Bau-, die Bildungs- und die Volkswirtschaftsdirektion sowie an den Sportfonds.

Vergabe

Die Zusprechung von möglichen Beiträgen erfolgt wie bis anhin über die zuständigen Organisationen.

Detailinformationen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Gewerbeliegenschaften

Möglichkeiten für Mieter in kantonalen Liegenschaften

Das Immobilienamt kann bei seinen Mietern auf begründete Gesuche hin Hand bieten:

  • Stundung der Miete, 
  • Mietreduktion, 
  • Mieterlass, 
  • Zahlungsvereinbarung,
  • sonstige Anpassung an möglicherweise veränderte Marktverhältnisse.

Dazu müssen unsere Mieter ihre wirtschaftliche Situation offenlegen.

Voraussetzungen

Ein entsprechendes Gesuch einreichen können Gewerbetreibende,

  • die in einer Liegenschaft eingemietet sind, die dem Kanton Zürich gehört; 
  • die Mühe haben, dem Kanton wegen behördlicher Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie die Miete zu bezahlen.

Bitte nutzen Sie für Ihr Gesuch das folgende Antragsformular:

Rechtsauskunft

Steuern

Anpassung der provisorischen Steuerrechnung

Unternehmen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit Verlusten rechnen: Sie können beim Gemeindesteueramt eine Anpassung der provisorischen Rechnung für die Staats- und Gemeindesteuern verlangen.

Erstreckung der Zahlungsfrist oder Ratenzahlungen

Unternehmen und natürliche Personen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus fällige definitive Steuerrechnungen derzeit nicht bezahlen können:

  • Sie können eine Erstreckung der Zahlungsfrist oder Ratenzahlungen erlangen.
  • Bei der direkten Bundessteuer können auch provisorische Steuerrechungen gestundet werden. 

Melden Sie sich bei Bedarf beim zuständigen Steueramt.

  • Gemeindesteueramt: Staats- und Gemeindesteuern
  • kantonales Steueramt: direkte Bundessteuer

Kontakt

Finanzdirektion – Coronavirus