Schutzkonzepte & Arbeitnehmerschutz

Betreiber von öffentlich zugänglichen Betrieben müssen ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen. Arbeitgeber müssen gewährleisten, dass die Arbeitnehmenden die Empfehlungen des BAG betreffend Hygiene und Abstand einhalten können. Zudem ist Home-Office anzuordnen, soweit dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist.

Inhaltsverzeichnis

Schutzkonzepte

Öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe bedürfen eines Schutzkonzepts. Dieses muss stets den aktuell geltenden Bestimmungen entsprechen und ist auf den jeweiligen Betrieb anzupassen. Massgebend sind die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) sowie des Kantons Zürich. 
Schutzkonzepte sind nach den Vorgaben der Covid-19-Verordnung besondere Lage, deren Anhang sowie den dazugehörigen Erläuterungen zu erstellen und gegebenenfalls anzupassen. Zudem können die Empfehlungen der Branchenverbände als Orientierungshilfe berücksichtigt werden. Massgebend sind jedoch einzig die aktuell geltenden Verordnungsbestimmungen. 

Vorgaben für Schutzkonzepte

Das Schutzkonzept muss folgende Vorgaben berücksichtigen:

Vorteile:

  • Hygiene (Händewaschen, Händedesinfektion, regelmässige Reinigung von Oberflächen)
  • Abstand (Mindestabstand von 1.5 Meter)
  • Maskenpflicht, insbesondere Kontrolle der Einhaltung
  • Bezeichnung einer für die Umsetzung des Schutzkonzepts verantwortlichen Person

Eine Genehmigung der Schutzkonzepte ist weder durch den Bund noch den Kanton Zürich vorgesehen. Öffentlich zugängliche Betriebe sind jedoch verpflichtet, über ein den Vorgaben entsprechendes Schutzkonzept zu verfügen und dieses umzusetzen. 

Kontrollen der Umsetzung von Schutzkonzepten

Im Falle einer Kontrolle muss der Betrieb ein Schutzkonzept vorlegen können und nachweisen, dass dieses umgesetzt wird. Das Schutzkonzept muss insbesondere gewährleisten, dass die aktuell geltenden Massnahmen zum Schutz von Arbeitnehmenden sowie Kunden umgesetzt werden.

Im Kanton Zürich werden Kontrollen u.a. von folgenden Behörden durch­geführt: Kantons- und Stadtpolizei, Arbeitsinspektorat, SUVA, Lebensmittel­inspektorat. Die Kontrollakteure beurteilen die Umsetzung des Schutzkonzepts im jeweiligen Einzelfall, d.h. es werden die spezifischen betrieblichen und räumlichen Verhältnisse des Betriebs berücksichtigt. Zudem beraten die Kontrollbehörden die Betriebe hinsichtlich der korrekten Umsetzung. 

Schutz von Arbeitnehmenden

Arbeitgeber sind verpflichtet, Präventionsmassnahmen zum Schutz der Gesundheit ihrer Arbeitnehmenden vorzusehen und umzusetzen. Es sind sämtliche Massnahmen zu treffen, welche den Verhältnissen des Betriebes entsprechen sowie nach technischen und wirtschaftlichen Verhältnissen zumutbar sind. 

Betriebe, die nicht öffentlich zugänglich sind, müssen nicht über ein schriftliches Schutzkonzept verfügen. Dennoch müssen die Arbeitgeber gewährleisten, dass die Arbeitnehmenden die Empfehlungen des BAG betreffend Hygiene und Abstand einhalten können. Hierzu sind entsprechende Massnahmen vorzusehen und umzusetzen. Zusätzlich sind die Bestimmungen des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz gemäss dem Arbeitsgesetz einzuhalten.

Vorgaben für den Schutz von Arbeitnehmenden

Vorteile:

  • Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass Arbeitnehmende die Empfehlungen betreffend Hygiene und Abstand einhalten können.
  • In öffentlich zugänglichen Innenräumen von Einrichtungen und Betrieben ist eine Maske zu tragen. Auch für Arbeitnehmende gilt die generelle Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenbereichen (z.B. in Restaurants oder im Detailhandel). Ansonsten gibt es im Arbeitsbereich keine generelle Maskenpflicht mehr. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben weiterhin die Pflicht, die Arbeitnehmenden zu schützen. Sie entscheiden, wo und wann das Tragen einer Maske am Arbeitsplatz nötig ist.

Vorteile:

  • Die Verhaltens- und Hygieneregeln gelten im gesamten Betrieb, insbesondere auch in Pausen- und Ruheräumen, in Umkleidekabinen sowie in Betriebskantinen.  
  • Arbeitgeber treffen zudem weitere Massnahmen gemäss dem STOP-Prinzip (Substitution, technische Massnahmen, organisatorische Massnahmen, persönliche Schutzausrüstung), bspw. physische Trennung, getrennte Teams oder das Tragen von Masken in Aussenbereichen. 

Repetitives Testen

Sie finden alle Informationen unter www.zh.ch/betriebstestung.

Schutz besonders gefährdeter Personen

Als besonders gefährdete Personen gelten schwangere Frauen, die nicht geimpft sind, sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid-19 impfen lassen können und insbesondere folgende Erkrankungen aufweisen: Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungen- und Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs, Adipositas. Die Erkrankungen werden in Anhang 7 der Covid-19-Verordnung 3 anhand medizinischer Kriterien präzisiert.

Arbeitgeber müssen den Schutz besonders gefährdeter Personen sicherstellen.

Vorgaben für den Schutz besonders gefährdeter Personen

Die Vorgaben sind gemäss der Kaskade nach Art. 27a der Covid-19 Verordnung 3 umzusetzen:

Vorteile:

  • Besonders gefährdete Personen sollen ihre Arbeits­verpflichtung von zu Hause aus erledigen.
  • Ist die bisherige Arbeit nicht von zu Hause aus erfüllbar, muss der Arbeitgeber der Person eine alternative Arbeit anbieten, welche von zu Hause aus erledigt werden kann.
  • Ist die Präsenz der Person aus betrieblichen Gründen vor Ort notwendig, dürfen besonders gefährdete Personen weiterhin im Betrieb beschäftigt werden. Dabei gilt:
    • Der Arbeitsplatz muss so ausgestaltet werden, dass jeder enge Kontakt zu anderen Personen möglichst vermieden wird.
    • Kann ein enger Kontakt nicht jederzeit vermieden werden, muss der Arbeitgeber Massnahmen gemäss dem STOP-Prinzip ergreifen.

Vorteile:

  • Ist eine Beschäftigung nach den erwähnten Möglichkeiten nicht möglich, hat der Arbeitgeber den besonders gefährdeten Personen eine alternative Arbeit zuzuweisen, welche die Voraussetzungen gemäss vorherigem Punkt erfüllen.

Vorteile:

  • Ist es unmöglich, besonders gefährdete Personen nach diesen Voraussetzungen zu beschäftigen, so befreit der Arbeitgeber sie unter Lohnfortzahlung von der Arbeitspflicht. In diesen Fällen besteht ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz. (Die entsprechende Entschädigung für besonders gefährdete Personen kann bei der SVA geltend gemacht werden.)

Home-Office

Die Home-Office-Pflicht wird per 26. Juni 2021 aufgehoben und in eine Home-Office-Empfehlung umgewandelt.

Wird Home-Office angeordnet, schuldet der Arbeitgeber den Mitarbeitenden keine Auslagenentschädigung (Stromkosten, Beiträge an Mietkosten etc.), da es sich nur um eine vorübergehende Anordnung handelt.  

Hinweise für Unternehmen zum repetitiven Testen

Ziel dieser Tests ist es, Infektionsketten frühzeitig an Orten zu erkennen, an denen es viele Kontakte gibt. Betriebe, Schulen und Institutionen können sich im Kanton Zürich kostenlos für das repetitive Testen ihrer Mitarbeitenden anmelden. Die Tests können direkt in der entsprechenden Organisation durchgeführt werden – einfach, rasch und sicher.
 

Unter folgendem Link erhalten Sie weitere Informationen und können sich zudem für das repetitive Testen anmelden.

Kontakt

Amt für Wirtschaft und Arbeit – Arbeitsbedingungen

Telefon

+41 43 259 91 00


Montag bis Freitag
8 bis 12 Uhr und
13 bis 17 Uhr