Informationen rund um Schulen, Kitas & Heime

Nach den Sommerferien soll im Kanton Zürich auf allen Stufen der Unterricht wieder für die ganze Klasse vor Ort stattfinden. Die Schulen erarbeiten dazu neue Schutzkonzepte. Weiterhin gelten die Schutz- und Hygienemassnahmen des Bundes.

Inhaltsverzeichnis

Hygienemassnahmen

Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) gelten unter anderem die folgenden Vorgaben.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

  • Allgemeine Hygieneregeln sind für alle Personen empfohlen, die in einem Schulhaus verkehren (Hände-, Gegenstands- und Oberflächenhygiene; kein Händeschütteln).
  • Schülerinnen und Schüler teilen weder Essen noch Getränke.
  • Hygienestationen (Waschbecken mit Flüssigseifenspender* und Einmalhandtüchern) an sensiblen Punkten wie Schulhaus-/Schulzimmereingang, Lehrerzimmer, Bibliothek etc.
  • Oberflächen und Apparaturen wenn möglich mehrmals täglich reinigen, alle Räume regelmässig und ausgiebig lüften (mindestens nach jeder Unterrichtsstunde)
  • Erwachsene, die nicht direkt im Schulbetrieb involviert sind (also auch Eltern), sollen das Schulareal meiden.

* Gemäss Fachleuten kann vom Einsatz von Desinfektionsmitteln abgesehen werden. Schülerinnen und Schüler waschen ihre Hände mit Seife; herkömmliche Flüssigseife und Reinigungsmittel genügen vollkommen.

 

Hand-Desinfektionsmittel kommen gegebenenfalls im Lehrerzimmer oder in Räumlichkeiten zum Einsatz, in denen mit Gegenständen hantiert wird und wo man sich nicht gleich danach die Hände waschen kann.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schreibt vor: Für die Mahlzeitenausgabe für die Schülerinnen und Schüler sollen zusätzlich besondere Hygienemassnahmen eingehalten werden.

  • Keine Essens-Selbstbedienung, ebenfalls keine eigene Besteckbedienung
  • Möglichst zeitlich gestaffeltes Personenaufkommen
  • Schutzeinrichtungen für das auszugebende Essen und das bedienende Personal (z.B. Plexiglasscheiben)

Die Schülerinnen und Schüler insbesondere der tieferen Klassen sollen sich möglichst normal im Klassenverband und auf dem Pausenplatz verhalten und bewegen können. Entsprechend ist auch das durchgängige Tragen von Hygienemasken keine sinnvolle und umsetzbare Massnahme.

Wenn im Rahmen des Unterrichts öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden, empfiehlt die Bildungsdirektion, dass alle Schülerinnen und Schüler ab der 6. Primarklasse Masken tragen. Die Masken werden durch die Schule abgegeben. Für Schultransporte (Schulbusse etc.) werden die gleichen Massnahmen empfohlen. Für erwachsene Personen gilt bei allen Schultransporten Maskenpflicht. Für die Einhaltung der Maskenpflicht auf dem Schulweg sind die Eltern/Erziehungsberechtigten bzw. die Schülerinnen und Schüler zuständig. Personen, die aus medizinischen Gründen oder aufgrund anderer Beeinträchtigungen keine Maske tragen können, sind von der Maskenpflicht ausgenommen. 

Es gibt über die für Schulen geltenden Hygienemassnahmen hinaus keine besonderen Vorschriften. Klar ist: Der Aufenthalt im Wasser und Schwimmen stellen kein spezielles Problem dar, da Viren nicht durch das Wasser übertragen werden können.

Vorgehen bei Krankheitsfällen

Wenn Symptome auftreten

Zeigt eine Schülerin, ein Schüler oder eine Lehrperson Krankheitssymptome, wird er oder sie sofort isoliert. Bei minderjährigen sind die Eltern umgehend zu informieren. Falls Wartezeiten entstehen, hält sich die symptomatische Person allein in einem gut belüfteten Raum auf.

Erwachsene mit Krankheitssymptomen begeben sich möglichst ohne Nutzung des öffentlichen Verkehrs (ÖV) nach Hause. Kinder werden von ihren Eltern abgeholt. Betreuungspersonen halten auch zu den Eltern jederzeit den Mindestabstand von 1,5 Metern ein.

Die Klassen- und Aufenthaltsräume werden danach gelüftet, die Oberflächen mit einem normalen Reinigungsmittel gereinigt und Stoffe gewaschen.

Isolation und Quarantäne im Krankheitsfall

Ist ein Schüler, eine Schülerin oder eine Lehrperson an COVID-19 erkrankt, muss er oder sie in Selbstisolation und ihre Familienmitglieder (Eltern und Geschwister) in Selbstquarantäne.

In den obligatorischen Schulen nimmt dann die kantonale Schulärztin (resp. in Zürich und Winterthur die städtischen schulärztlichen Dienste) mit der Schulleitung Kontakt auf und informiert sie über die notwendigen und verbindlichen Quarantänemassnahmen. Das Vorgehen ist davon abhängig, wie viele Personen erkrankt sind und ob es sich um ein Kind oder eine erwachsene Person handelt.

In den Schulen der Sekundarstufe II nimmt die Schule Kontakt mit dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt auf. Und sie informiert die Eltern aller möglicherweise betroffenen Schülerinnen und Schüler. Treten in einer Schule der Sekundarstufe II zwei oder mehr Fälle auf, prüft der kantonsärztliche Dienst, ob sich neben der erkrankten Person noch mehr Personen in Quarantäne begeben müssen.

Generell gilt: Wer Krankheitssymptome hat, geht nicht in die Schule.

Krankheitsfall zu Hause

Wenn im Haushalt einer Lehrperson, einer Schülerin oder eines Schülers eine Person an COVID-19 erkrankt ist, dann muss er oder sie während zehn Tagen in Selbstquarantäne.

Die Schulleitung ist zu informieren, dass die betroffene Lehrperson oder das Kind bzw. der Jugendliche zehn Tage in Selbstquarantäne bleiben muss und deshalb beim Unterricht fehlt. Weitere Personen (z.B. das Team der Lehr- und Betreuungspersonen oder die Eltern der anderen Kinder bzw. Jugendlichen) müssen nicht orientiert werden, weil für sie zu keinem Zeitpunkt ein Ansteckungsrisiko vorhanden war.

Entwickelt keine weitere Person in der Familie Symptome, darf die Lehrperson bzw. die Schülerin oder der Schüler nach zehn Tagen wieder in die Schule oder Betreuung.

Für die Mittel- und Berufsfachschüler/innen

Die folgenden Bestimmungen gelten seit dem 19.  Juni bis auf weiteres.

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Seit dem 8. Juni findet an den Schulen wieder Präsenzunterricht statt. Da Jugendliche ab 16 Jahren gemäss BAG dasselbe Ansteckungsrisiko wie Erwachsene haben, gelten jedoch – anders als in der Volksschule – für die Schülerinnen und Schüler und Lernenden Vorgaben bezüglich Sicherheitsabständen. Wann immer möglich soll ein Mindestabstand von 1.5 Metern eingehalten werden. Sollte es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten oder der Unterrichtsanordnung nicht möglich sein, den Mindestabstand einzuhalten, so wird der höchstmögliche Abstand eingehalten oder aber es kommen andere Schutzmassnahmen (wie z.B. Schutzwände oder Hygienemasken) zur Anwendung.

Jede Schule hat ein schulspezifisches Schutzkonzept erstellt, um die Hygiene- und Abstandsvorschriften des Bundes umzusetzen. Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen (Schul-, Zimmer-, Klassengrösse, unterrichtete Berufe etc.) können die Umsetzungslösungen an den Schulen unterschiedlich sein. 

Der Sportunterricht kann unter Einhaltung der Vorgaben des Bundes stattfinden. Auf Sportarten mit intensivem Körperkontakt wird verzichtet.

In den 7.-9. Klassen sind keine Mindestabstände nötig. Grund dafür ist das vom BAG als gering eingestufte Ansteckungsrisiko von Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahren.

Die Aufsichts- und Bewilligungspflicht obliegt gemäss dem Bund den Kantonen. Dies gilt für die kantonalen wie für die privaten Bildungseinrichtungen. Im Kanton Zürich wacht das Mittelschul- und Berufsbildungsamt für die Sekundarstufe II darüber, dass die Schutzkonzepte umgesetzt werden.

Schulreisen und Klassenlager sind erlaubt, sofern die Verantwortlichen ein lagerspezifisches Schutzkonzept gemäss den Rahmenbedingungen des BAG vorlegen können.

Kitas, Horte & Tagesfamilien

Wurde ein Kind positiv getestet, bleibt es sowie alle im gleichen Haushalt lebenden Personen zu Hause und steht unter Quarantäne. Angesichts des geringen Übertragungs- und Krankheitsrisikos bei Kindern ist die Quarantäne der ganzen Kita oder Kitagruppe nicht notwendig.

Werden mehr als zwei Kinder in einem Abstand von weniger als zehn Tagen in derselben Gruppe positiv getestet oder ist eine Betreuungsperson positiv getestet, prüft die Kantonsärztin resp. der Kantonsarzt, ob die Quarantäne einer Kita oder Kitagruppe notwendig ist. Die erkrankte Betreuungsperson sowie alle im gleichen Haushalt lebenden Personen stehen unter Quarantäne.

Die zuständige Gemeinde ist über einen positiv getesteten Fall zu informieren.

Familienhilfe, Kinder- und Jugendheime

 

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Kinder, die sich in Quarantäne befinden, weil sie selber erkrankt sind oder Kontakt mit einer erkrankten Person hatten, sind nach Möglichkeit räumlich von den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern abzugrenzen. Besuche von Eltern sind in einer Quarantänesituation nicht erlaubt. Die Kinder müssen vom Betreuungspersonal gemäss den verschärften Hygiene- und Verhaltensvorschriften betreut, gepflegt und beschäftigt werden.

Mitarbeitende gemeinsam mit den Kindern in Quarantäne

Das Amt für Jugend und Berufsberatung empfiehlt den Trägerschaften, dass die Betreuungspersonen wenn möglich weiterhin im Schichtbetrieb arbeiten und jeweils nach Ende ihrer Schicht abgelöst werden.

Sollte es sich im Ausnahmefall als mögliche Lösung herausstellen, dass Mitarbeitende gemeinsam mit den zu betreuenden Kindern in Quarantäne gehen, ist das Einverständnis der Mitarbeitenden Voraussetzung. In diesem Fall wäre darauf zu achten, dass die betroffenen Mitarbeitenden trotz Quarantäne vor Ort angemessene Ruhezeiten einhalten können.

Einhaltung der Quarantäne

Die Heimleitung hat dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche, die unter Quarantäne gestellt sind, diese auch einhalten. Entfernen sich betroffene Kinder oder Jugendliche aus der Einrichtung, bleibt es der Heimleitung überlassen, sich allenfalls für einen Ausschluss oder weitere Konsequenzen zu entscheiden.

Falls in einem Kinder- und Jugendheim ein am Coronavirus erkranktes Kind betreut werden muss: Für entsprechendes Schutzmaterial und Anleitungen, wie dieses zu verwenden ist, wenden Sie sich bitte an den zuständigen Heimarzt resp. die zuständige Heimärztin.

Die Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern ist ohne Körperkontakt undenkbar. Säuglinge und Kleinkinder gehören grundsätzlich nicht zur Risikogruppe. Jedoch ist es möglich, dass auch sie sich mit dem Virus anstecken und diesen verbreiten. Für Institutionen mit dieser Zielgruppe gilt daher: Vulnerable Betreuungspersonen sind wenn immer möglich freizustellen.

Das Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) als Aufsichtsbehörde trifft die zur Schliessung eines Heims erforderlichen Anordnungen. Es unterstützt nötigenfalls die Unterbringung der Minderjährigen.

Aufgrund der aktuellen Lage ist davon auszugehen, dass zusätzliche Kosten entstehen können, etwa im Bereich Personal oder Liegenschaften. Für Kinder- und Jugendheime, die staatsbeitragsberechtigt sind, sind solche begründeten Mehrkosten anrechenbar. Sie sind der für die Institution zuständigen AJB-Fachmitarbeiter/in Pädagogik und Qualität bis Ende Juni 2020 per E-Mail zu melden und in der Schlussrechnung 2020 entsprechend separat auszuweisen. Bei den nichtstaatsbeitragsberechtigten Angeboten gehen solche Zusatzkosten grundsätzlich zulasten der Trägerschaft.

Sonderpädagogik im Vor- und Nachschulbereich

 

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Gemäss Musterschutzkonzept von kibesuisse und pro enfance gelten folgende Empfehlungen für die Besuche und Förder- bzw. Therapiemassnahmen in den Kitas:

  • Besuche von Fachpersonen sind wichtig für die kindliche Entwicklung und werden deshalb unter den Schutzvorkehrungen gewährleistet.
  • Alle externen Personen halten sich an die Abstandsregeln und Hygienevorschriften des Bundes.
  • Die fachspezifischen Besuche erfolgen in gegenseitiger Absprache und werden von der Entwicklung und dem Wohl des Kindes sowie der Gruppensituation abhängig gemacht.

Ab 11. Mai 2020 können wieder Gruppentherapien bzw. -förderungen durchgeführt werden. Grundsätzlich gelten die Empfehlungen für Schutzmassnahmen für die Sonderpädagogik im Vor- und Nachschulbereich, wobei folgende Punkte besonders zu beachten sind:

  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss zwischen den Erwachsenen (Fachpersonen, Eltern) eingehalten werden.
  • Der Abstand von 1,5 Metern zwischen Fachpersonen und Kindern soll – wenn möglich – eingehalten werden.
  • Zwischen den Kindern muss der Abstand nicht eingehalten werden.
  • Die Gruppenzusammensetzung soll konstant bleiben.
  • Die Kinder sollen während einer allfälligen Znüni-Pause kein Essen und Trinken teilen.
  • Die Eltern sollen die Kinder allenfalls gestaffelt bringen und abholen und sich während der Gruppentherapie bzw. -förderung wenn möglich nicht in den Praxisräumlichkeiten aufhalten.

Der Regierungsrat hat die Frage der Entschädigungen von Selbstständigen im Bildungs- und Gesundheitswesens generell diskutiert und entschieden, auf Sonderbehandlungen von bestimmten Berufsgruppen zu verzichten. Dem Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) können somit weiterhin nur erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt werden. Erwerbsausfälle können vom AJB nicht vergütet werden.

Beratung auf Distanz

Die Hochschule für Heilpädagogik (HfH) bietet aus aktuellem Anlass eine Hotline sowie ein Beratungsangebot zu Fragen des Fernunterrichts und der Förderung und Begleitung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und deren Familien an. Zum Beratungsteam gehören auch Fachpersonen aus der Heilpädagogischen Früherziehung und der Logopädie im Vorschulbereich.

Weiterführende Informationen

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Für weitere Fragen

Hotline BAG: 058 463 00 00

Volksschulen

corona@vsa.zh.ch

Mittel- und Berufsfachschulen

corona@mba.zh.ch

Krippen

kitaszuerich@ajb.zh.ch