Informationen für Alters- und Pflegeheime

Die Gesundheitsdirektion empfiehlt und verfügt die nachfolgenden Vorgehensweisen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2.

Inhaltsverzeichnis

Anordnungen & Empfehlungen

Tatsächlich sind ältere Personen besonders von COVID-19 betroffen. Rund 62 Prozent der COVID-19-Todesfälle im Kanton Zürich betreffen Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen.

Die Zahlen zeigen, dass ältere, vulnerable Personen weiterhin besonders geschützt werden müssen. Die Situation in den Heimen ist für alle Betroffenen – Bewohnerinnen und Bewohner, Pflegepersonal und Angehörige – eine Herausforderung.

Mit der Aufhebung der ausserordentlichen Lage durch den Bundesrat ist aber auch in den Alters- und Pflegeheimen wieder eine gewisse Normalität eingekehrt. Die Heime müssen ihre Schutzvorkehrungen dieser veränderten Situation anpassen.

Ziel der Vorkehrungen ist:

Vorteile:

  • eine möglichst geringe Gefahr einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2 bei allen Personen, die im Heim leben oder arbeiten oder die Kontakte zu Bewohnerinnen und Bewohnern haben,
  • ein möglichst hohes Mass an persönlicher Freiheit für die Heimbewohnerinnen und -bewohner, insbesondere hinsichtlich Bewegungsfreiheit inner- und ausserhalb des Heims,
  • möglichst eine Rückkehr zu den gewohnten Betreuungs- und Umgangsmodellen.

Ampelsystem

Die Verbände CURAVIVA Kanton Zürich und senesuisse haben ein Ampelsystem entwickelt mit Massnahmen im Betrieb bei unterschiedlichen Fallzahlen von COVID-19-Infizierten im Kanton Zürich.

Das Ampelsystem hat das Ziel, dass die Betriebe möglichst verhältnismässig Massnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner wie auch der Mitarbeitenden treffen. 

Besuchsregelungen

Das Besuchs- und Ausgangsverbot für Alters- und Pflegeheime wurde aufgrund der verbesserten Situation bei den Neuinfektionen am 30. April, am 20. Mai, am 8. Juni sowie am 25. Juni 2020 gelockert.

Testempfehlungen

Die Ergebnisse einer Testreihe, die in vier Pflegezentren der Stadt Zürich durchgeführt wurde, zeigen, dass auf Abteilungen, die bisher keine bestätigten COVID-19-Erkrankte hatten, keine positiven Fälle nachzuweisen waren. Auf den Abteilungen, die bereits Infizierte aufwiesen, wurden rund die Hälfte der Bewohnenden positiv getestet. 30 bis 50 Prozent der Getesteten wiesen zum Zeitpunkt der Testung keine Symptome auf. Viele hatten wenige oder atypische Symptome.

Auf diesen und weiteren Ergebnissen basierend, empfiehlt die Gesundheitsdirektion den Alters- und Pflegeheimen bei einem bestätigten COVID-19-Fall auf der betroffenen Abteilung oder Station die gesamte Einheit (Bewohnende und Personal), auf der sich der Patient bewegt hat, zu testen. Weil so auch diejenigen Bewohnenden ohne Symptome identifiziert werden können. In der Folge sind die positiv Getesteten zu isolieren und von den negativ Getesteten strikt zu trennen.

Informationsfilm

Mit dem Ziel, die Heimleitungen zu animieren, den im Rahmen der aktualisierten Anordnungen der Gesundheitsdirektion zurückgewonnen Freiraum aktiv und kreativ zu nutzen, ist ein Film entstanden. 

Film ab!

 

Video der Gesundheitsdirektion zu Sicherheit in Alters- und Pflegeheimen während der Corona-Krise.

Kontakt

Gesundheitsdirektion – Coronavirus-Hotline

Telefon

+41 80 004 41 17

Ihre Fragen rund um die Pandemie beantworten wir von Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr.

Für dieses Thema zuständig: