Informationen für Alters- und Pflegeheime

Die Gesundheitsdirektion empfiehlt und verfügt die nachfolgenden Vorgehensweisen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2.

Inhaltsverzeichnis

Anordnungen & Empfehlungen

Lockerungen

Aufgrund des weitgehend abgeschlossenen Impfprogramms in den Heimen hat die Gesundheitsdirektion im April und per 17. Mai 2021 verschiedenen Einschränkungen gelockert. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich nun wieder inner- und ausserhalb des Heims frei bewegen, Kontakt mit anderen Bewohnenden pflegen, Angehörige und Bekannte im Heim empfangen und bei ihnen Besuche abstatten, sofern das entsprechende Heim wegen neu aufgetretenen Fällen nicht einschränkende Massnahmen erlassen musste. Auch sind vollständig geimpfte Bewohnerinnen und Bewohner für vorerst sechs Monate nach ihrer COVID-19-Impfung von der Quarantänepflicht befreit.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Unter folgenden Voraussetzungen sind Sie von der Kontaktquarantäne befreit:

Vorteile:

  • Falls Sie mit einem in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoff vollständig geimpft sind. Dies gilt während 6 Monaten ab der Verabreichung der zweiten Impfdosis.
  • Falls Sie bereits eine bestätigte COVID-19-Infektion hatten, geheilt sind und eine Dosis eines in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoffes erhalten haben. Dies gilt während 6 Monaten ab der Verabreichung der Impfdosis. Als bestätigte COVID-19-Infektion gilt ein positives PCR- oder Antigen-Schnelltest-Resultat oder eine ärztlich bestätigte Erkrankung bei Hospitalisierten gemäss Meldekriterien. 
  • Falls Sie von einer bestätigten COVID-19-Infektion genesen sind. Dies gilt während 6 Monaten ab dem 11. Tag nach Bestätigung Ihrer Ansteckung.

Trotz Quarantänebefreiung: Befolgen Sie weiterhin die Hygiene- und Verhaltensregeln und die Vorgaben zur Maskenpflicht. Dies, weil die Impfung gemäss aktuellem Wissensstand keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Übertragung des Coronavirus auf andere Personen bietet.

Schutzvorkehrungen nach wie vor zentral

Ältere Personen sind besonders von COVID-19 betroffen: Rund 60 Prozent der COVID-19-Todesfälle im Kanton Zürich betreffen Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen (Stand 31.03.2021). Demnach müssen ältere, vulnerable Personen auch weiterhin besonders geschützt werden. 

Um die Gefahr einer COVID-19-Neuansteckung in Heimen zu minimieren, sind Schutzvorkehrungen in den Heimen nach wie vor wichtig.

Ziel der Vorkehrungen ist:

Vorteile:

  • eine möglichst geringe Gefahr einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2 bei allen Personen, die im Heim leben oder arbeiten oder die Kontakte zu Bewohnerinnen und Bewohnern haben,
  • ein möglichst hohes Mass an persönlicher Freiheit für die Heimbewohnerinnen und -bewohner, insbesondere hinsichtlich Bewegungsfreiheit inner- und ausserhalb des Heims.

Fragen & Antworten zu den Anordnungen

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Die Gesundheitsdirektion empfiehlt dringend, dass sich Personen höchstens sieben Tage vor einem Besuch im Alters- und Pflegeheim auf SARS-CoV-19 haben testen lassen. (Ziff. 2.5 der Anordnungen vom 17. Mai 2021).

Sollen sich auch immune Besuchende, welche die Krankheit durchgemacht haben oder geimpft sind, testen lassen?

Von immunen Besucherinnen und Besuchern soll kein Test verlangt werden. Als immun gilt eine Besucherin oder ein Besucher unter folgenden Voraussetzungen für 6 Monate:

Vorteile:

  • Wenn sie oder er vor mindestens 15 Tagen die 2. Impfung eines in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoffes erhalten hat.
  • Wenn sie oder er nach einer zurückliegenden und bestätigten COVID-19-Erkrankung vor mindestens 15 Tagen die einzige Impfdosis erhalten hat.
  • Wenn sie oder er eine durch ein positives Testresultat bestätigte COVID-19-Erkrankung durchgemacht hat und die zuständige Behörde die Isolation aufgehoben hat.
Können Heime einen Test verlangen?

Die Heime können aufgrund der dringlichen Empfehlung der Gesundheitsdirektion ein Testresultat verlangen.

Müssen Besuchende, die immun sind oder einen negativen Test vorweisen, trotzdem eine Maske tragen?

Ja, die Schutzmassnahmen müssen auch bei einem negativen Test oder bei Immunität eingehalten werden. Das Testresultat wiederspiegelt eine Momentaufnahme und ist nicht 100 % sicher.

Die Gesundheitsdirektion verpflichtet die Alters- und Pflegeheime, dass diese ihr Personal einschliesslich externem medizinischem Fachpersonal mindestens alle 5 bis 7 Tage repetitiv testen lassen. Davon ausgenommen sind immune Personen (ab dem 15. Tag nach der 2. Impfung bzw. ab dem 15. Tag nach einer einmaligen Impfung im Anschluss an eine durchgemachte COVID-19-Erkrankung bzw. Personen mit einem positiven Testresultat vor < 6 Monaten).

Welche Testart ist gemeint?

Gemeint sind gepoolte PCR-Speicheltests. Mehr Informationen unter folgendem Link:

Falls dieser Speicheltest nicht durchgeführt werden kann, kann auch auf einen (mindestens wöchentlich durchzuführenden) validierten Antigen-Schnelltest nach diagnostischen Standard zur Fachanwendung umgestellt werden; dies allerdings nur, wenn die oder der Mitarbeitende des Heims mit dieser Testart einverstanden ist. Der Antigen-Schnelltest kann im Heim oder an einer externen Teststelle (Arztpraxis, Apotheke, kant. Testzentren) durchgeführt werden. Schnelltests nach Screening Standard zur Fachanwendung oder Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung sind nicht zulässig.

Muss sich auch Personal ohne direkten Patientenkontakt alle 5-7 Tage testen lassen?

Ja. Alle Mitarbeitenden müssen sich testen lassen, egal ob sie direkten Patientenkontakt haben oder nicht.

Kann das Personal zu repetitiven Tests gezwungen werden?

Ja. Die Teilnahme an den repetitiven Tests mittels gepoolten Speichelproben bedeutet einen sehr geringen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Personals: Die Person muss lediglich eine Speichelprobe abgeben. Ihre körperliche Integrität wird dadurch nicht verletzt. Umgekehrt können mit der repetitiven Testung Sars-CoV-2-Infizierte rasch und in der Regel noch vor Auftreten von Krankheitssymptomen erkannt werden, so dass die Gefahr einer Einschleppung des Virus ins Heim wesentlich reduziert wird. Die Pflicht, eine Speichelprobe abzugeben, geht kaum weiter als die üblichen verbindlichen Hygienevorschriften in einem Heim. Die Beachtung der Pflicht kann mit personalrechtlichen Mitteln eingefordert werden.

Können alle Mitarbeitenden von der Kontaktquarantäne befreit werden?

Ja. Da die Teilnahme am repetitiven Testen für alle Mitarbeitenden verpflichtend ist, können alle Mitarbeitenden für die berufliche Tätigkeit und den Arbeitsweg von der Kontaktquarantänepflicht befreit werden. Davon gibt es folgende Ausnahmen: Der betroffene Mitarbeitende darf nicht wegen eines engen Kontaktes zu einem infizierten Haushaltsmitglied unter Quarantäne stehen. Ausserdem darf der betroffene Mitarbeitende keine Symptome haben. Bei bestehenden oder neu auftretenden Symptomen muss er sich umgehend testen lassen.

Muss ein Mitarbeitender von der Kontaktquarantäne befreit werden?

Nein. Der Arbeitgeber darf auf die Befreiung eines Mitarbeitenden von der Kontaktquarantäne verzichten.

Gilt die Quarantänebefreiung auch für Einreisen aus Ländern auf der BAG-Liste der Risikoländer?

Nein. Momentan sind geimpfte oder am repetitiven Testen teilnehmende Mitarbeitende nur von der Kontaktquarantäne befreit. Die Einreisequarantäne gilt es weiterhin einzuhalten.

Gilt die Testpflicht auch für externes Fachpersonal (etwa beigezogene Physiotherapeuten)?

Ja. Auch diese Personen stehen in engem körperlichen Kontakt zu den Heimbewohnerinnen und -bewohner, weshalb auch bei ihnen wichtig ist, dass eine allfällige Infektion frühzeitig erkannt wird. Jeder Person steht pro Woche ein Antigen-Schnelltest gratis zur Verfügung. Der Test kann an einer beliebigen Teststelle durchgeführt werden. Ist externes Fachpersonal bei der Abgabe der Speichelprobe nicht im Heim, kann von ihm – wie von den Besuchenden auch – eine Testung an einer Teststelle oder allenfalls mit einem Antigen-Schnelltest im Heim erwartet werden.

Müssen sich Handwerker ohne direkten Patientenkontakt testen lassen?

Wenn sich ein Handwerker nur einmalig und für kurze Zeit im Heim aufhält und keinen direkten Patientenkontakt hat, muss er oder sie sich nicht testen lassen. Die allgemeinen Schutzmassnahmen gelten aber auch für ihn oder sie.

Müssen sich immune Personen beim Heimeintritt testen lassen?

Nein. Bei immunen Personen, ab dem 15. Tag nach der 2. Impfung bzw. ab dem 15. Tag nach einer einmaligen Impfung im Anschluss an eine durchgemachte COVID-19-Erkrankung bzw. bei Personen mit einem positiven Testresultat, das nicht älter als 6 Monate ist, ist keine Testung beim Heimeintritt erforderlich.

Testen

Vorbeugendes und repetitives Testen

Im Rahmen der erweiterten Teststrategie mit dem Ziel besonders gefährdete Personen zu schützen, empfehlen das BAG und die Gesundheitsdirektion das vorbeugende, wiederholte Testen im Rahmen von Schutzkonzepten und in eigener Verantwortung in Alters- und Pflegeheimen. Asymptomatische Virenträgerinnen und -träger und lokale Infektionsausbrüche sollen so frühzeitig erkannt und Massnahmen eingeleitet werden können. Diesbezüglich gelten für die unterschiedlichen Personengruppen die Angaben, welche obig in der Rubrik «Fragen & Antworten zu den Anordnungen» vermerkt sind.

Institutionen und Betriebe können sich im Kanton Zürich kostenlos für das repetitive Testen vor Ort anmelden. Der Bund übernimmt die Kosten von gepoolten PCR-Tests, in Ausnahmefällen auch von Antigen-Schnelltests. Unter folgendem Link erhalten Sie weitere Informationen zu Ablauf und Anmeldung.

Testen nach Infektionsausbruch

Neben dem repetitiven Testen von symptomlosen Personen sollen symptomatische Personen wie gehabt umgehend getestet und bei mehreren positiven Fällen eine Ausbruchsabklärung in die Wege geleitet werden.

Der Bund übernimmt die Testkosten, unabhängig davon, ob vorbeugend, im Rahmen eines bereits erfolgten Infektionsausbruches oder im Umfeld eines grösseren unkontrollierten Infektionsausbruches getestet wird.

Ampelsystem & Besuchsregelungen

Die Verbände CURAVIVA Kanton Zürich und senesuisse haben eine Vorlage für ein Ampelsystem entwickelt mit Massnahmen im Betrieb bei unterschiedlichen Fallzahlen von COVID-19-Infizierten im Kanton Zürich. Die Verbände empfehlen die Anwendung des Ampelsystems, der Inhalt kann auf die betrieblichen Bedürfnisse und Einschätzungen angepasst werden.

Das Ampelsystem hat das Ziel, dass die Betriebe möglichst verhältnismässig Massnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner wie auch der Mitarbeitenden treffen. Darunter fallen auch die Besuchsregelungen, welche je nach Fallzahlen in Alters- und Pflegezentren angepasst werden müssen.

Kontakt

Gesundheitsdirektion – Coronavirus-Hotline

Telefon

+41 80 004 41 17

Ihre Fragen rund um die Pandemie beantworten wir von Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr.

Für dieses Thema zuständig: