Informationen für Alters- und Pflegeheime

Die Gesundheitsdirektion empfiehlt und verfügt die nachfolgenden Vorgehensweisen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2.

Inhaltsverzeichnis

Anordnungen & Empfehlungen

Die Situation in den Heimen ist für alle Betroffenen – Bewohnerinnen und Bewohner, Pflegepersonal und Angehörige – eine Herausforderung.Tatsächlich sind ältere Personen besonders von COVID-19 betroffen. Rund 55 Prozent der COVID-19-Todesfälle im Kanton Zürich betreffen Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen (Stand 17.11.2020). Demnach müssen ältere, vulnerable Personen auch weiterhin besonders geschützt werden. 

Im Rahmen der zweiten Welle ist es leider in Alters- und Pflegezentren wieder zu mehreren Ausbrüchen gekommen. Die Schutzvorkehrungen in den Heimen sind daher nach wie vor zentral.

Ziel der Vorkehrungen ist:

Vorteile:

  • eine möglichst geringe Gefahr einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2 bei allen Personen, die im Heim leben oder arbeiten oder die Kontakte zu Bewohnerinnen und Bewohnern haben,
  • ein möglichst hohes Mass an persönlicher Freiheit für die Heimbewohnerinnen und -bewohner, insbesondere hinsichtlich Bewegungsfreiheit inner- und ausserhalb des Heims.

Ampelsystem & Besuchsregelungen

Die Verbände CURAVIVA Kanton Zürich und senesuisse haben eine Vorlage für ein Ampelsystem entwickelt mit Massnahmen im Betrieb bei unterschiedlichen Fallzahlen von COVID-19-Infizierten im Kanton Zürich. Die Verbände empfehlen die Anwendung des Ampelsystems, der Inhalt kann auf die betrieblichen Bedürfnisse und Einschätzungen angepasst werden.

Das Ampelsystem hat das Ziel, dass die Betriebe möglichst verhältnismässig Massnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner wie auch der Mitarbeitenden treffen. Darunter fallen auch die Besuchsregelungen, welche je nach Fallzahlen in Alters- und Pflegezentren angepasst werden müssen.

Testempfehlungen

Die Ergebnisse einer Testreihe, durchgeführt im April 2020 in vier Pflegezentren der Stadt Zürich, zeigen:

  • Auf Abteilungen, die bisher keine bestätigten COVID-19-Erkrankte hatten, waren keine positiven Fälle nachzuweisen. 
  • Auf Abteilungen, die bereits Infizierte aufwiesen, wurden rund die Hälfte der Bewohnenden positiv getestet. 
  • 30 bis 50 Prozent der Getesteten wiesen zum Zeitpunkt der Testung keine Symptome auf. Viele hatten wenige oder atypische Symptome.

Basierend auf diesen und weiteren Ergebnissen empfiehlt die Gesundheitsdirektion den Alters- und Pflegeheimen ab einem bestätigten COVID-19-Fall auf der betroffenen Abteilung oder Station die gesamte Einheit (Bewohnende und Personal), auf der sich der Patient bewegt hat, zu testen. Weil so auch diejenigen Bewohnenden ohne Symptome identifiziert werden können. In der Folge sind die positiv Getesteten zu isolieren und von den negativ Getesteten strikt zu trennen.

Bei Fragen rund um eine Ausbruchsuntersuchung dürfen sich die Heimleiterinnen und -leiter oder Heimärztinnen und -ärzte gerne bei der Gesundheitsdirektion melden.

Kontakt

Gesundheitsdirektion – Coronavirus-Hotline

Telefon

+41 80 004 41 17

Ihre Fragen rund um die Pandemie beantworten wir von Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr.

Für dieses Thema zuständig: