Informationen für Alters- und Pflegeheime

Die Gesundheitsdirektion empfiehlt und verfügt die nachfolgenden Vorgehensweisen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2.

Inhaltsverzeichnis

Anordnungen & Empfehlungen

Die Situation in den Heimen ist für alle Betroffenen – Bewohnerinnen und Bewohner, Pflegepersonal und Angehörige – eine Herausforderung.Tatsächlich sind ältere Personen besonders von COVID-19 betroffen. Rund 60 Prozent der COVID-19-Todesfälle im Kanton Zürich betreffen Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen (Stand 31.03.2021). Demnach müssen ältere, vulnerable Personen auch weiterhin besonders geschützt werden. 

Im Rahmen der zweiten Welle ist es leider in Alters- und Pflegezentren wieder zu mehreren Ausbrüchen gekommen. Die Schutzvorkehrungen in den Heimen sind daher nach wie vor zentral.

Ziel der Vorkehrungen ist:

Vorteile:

  • eine möglichst geringe Gefahr einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2 bei allen Personen, die im Heim leben oder arbeiten oder die Kontakte zu Bewohnerinnen und Bewohnern haben,
  • ein möglichst hohes Mass an persönlicher Freiheit für die Heimbewohnerinnen und -bewohner, insbesondere hinsichtlich Bewegungsfreiheit inner- und ausserhalb des Heims.

Fragen & Antworten zu den Anordnungen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Die Gesundheitsdirektion ordnete an, dass Besucherinnen und Besucher von Alters- und Pflegeheimen einen höchstens 7 Tage alten negativen Antigen-Schnelltest vorweisen müssen (Ziff. 2.5 der Anordnungen vom 30. März 2021).

Müssen auch immune Besuchende, die die Krankheit durchgemacht haben oder geimpft sind, ein negatives Testresultat vorweisen?

Immune Besucherinnen und Besucher müssen kein Testresultat vorweisen. Als immun gilt eine Besucherin oder ein Besucher, wenn sie oder er vor mindestens 14 Tagen die 2. Impfung erhalten hat oder wenn sie oder er vor höchstens 3 Monaten ein positives Testresultat erhalten hat. 

Ab welchem Alter müssen Besuchende einen negativen Test vorweisen?

Ein negatives Testresultat soll bei Kindern ab dem 12. Altersjahr verlangt werden.

Kann auch ein PCR-Testresultat vorgewiesen werden?

Ja, es kann auch ein negatives Resultat eines PCR-Tests vorgewiesen werden. Der PCR-Test ist genauer als der Antigen-Schnelltest.

Wie können Besuchende den Testnachweis erbringen?

Die getestete Person erhält das Testresultat schriftlich, per Mail oder per SMS-Nachricht. Dies gilt als Testnachweis.

Muss das Heim Tests für Besuchende anbieten?

Nein. Jede Person kann einmal pro Woche unentgeltlich einen Antigen-Schnelltest machen lassen. Dies kann an einer beliebigen Teststelle durch eine Fachperson erfolgen (Arztpraxis, Apotheke, kant. Testzentren). Das Heim hingegen muss keine Antigen-Schnelltests anbieten.

Müssen Besuchende abgewiesen werden, die kein negatives Testresultat vorweisen?

Nicht immune Besucherinnen und Besucher, die kein negatives Resultat eines PCR- oder Antigen-Schnelltests vorweisen, müssen abgewiesen werden. Allerdings: Um im Einzelfall Härten zu vermeiden, kann der Nachweis ausnahmsweise auch mit einem Selbsttest vor Ort erbracht werden. Idealerweise greifen die Besuchenden auf eigene Selbsttests zurück. 

Können Heime einen aktuelleren Test verlangen?

Gemäss Anordnung der Gesundheitsdirektion darf der Test nicht älter als 7 Tage sein. Das ist als Minimalanforderung zu verstehen. Die Heime können ein aktuelleres Testresultat verlangen, wenn dies die konkreten Umstände des Heims erfordern. Kürzere Fristen müssen verhältnismässig sein hinsichtlich des Nutzens für die Pandemie-Bekämpfung und der Nachteile für die Besuchenden.

Ist bei einem Besuch im Freien ebenfalls ein Test nötig?

Ja. Ein Test ist bei allen Besuchen auf dem ganzen Heimareal – drinnen oder draussen – erforderlich.

Müssen Besuchende, die immun sind oder einen negativen Test vorweisen, trotzdem eine Maske tragen?

Ja, die Schutzmassnahmen müssen auch bei einem negativen Test oder bei Immunität eingehalten werden. Das Testresultat wiederspiegelt eine Momentaufnahme und ist nicht 100 % sicher.

Die Gesundheitsdirektion verpflichtete die Alters- und Pflegeheime, dass diese ihr Personal mindestens alle 5 bis 7 Tage repetitiv testen lassen. Davon ausgenommen sind immune Personen (2. Impfung > 14 Tage oder positives Testresultat < 3 Monate).

Welche Testart ist gemeint?

Gemeint sind gepoolte PCR-Speicheltests. Mehr Informationen unter folgendem Link:

Falls dieser Speicheltest nicht durchgeführt werden kann, kann auch auf einen (mindestens wöchentlich durchzuführenden) Antigen-Schnelltest abgestellt werden; dies allerdings nur, wenn die oder der Mitarbeitende des Heims mit dieser Testart einverstanden ist. Der Antigen-Schnelltest kann im Heim oder ausserhalb des Heims durchgeführt werden.

Kann das Personal zu repetitiven Tests gezwungen werden?

Ja. Die Teilnahme an den repetitiven Tests mittels gepoolten Speichelproben bedeutet einen sehr geringen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Personals: Die Person muss lediglich eine Speichelprobe abgeben. Ihre körperliche Integrität wird dadurch nicht verletzt. Umgekehrt können mit der repetitiven Testung Sars-CoV-2-Infizierte rasch und in der Regel noch vor Auftreten von Krankheitssymptomen erkannt werden, so dass die Gefahr einer Einschleppung des Virus ins Heim wesentlich reduziert wird. Die Pflicht, eine Speichelprobe abzugeben, geht kaum weiter als die üblichen verbindlichen Hygienevorschriften in einem Heim. Die Beachtung der Pflicht kann mit personalrechtlichen Mitteln eingefordert werden.

Gilt die Testpflicht auch für externes Fachpersonal (etwa beigezogene Physiotherapeuten)?

Ja. Auch diese Personen stehen in engem körperlichen Kontakt zu den Heimbewohnerinnen und -bewohner, weshalb auch bei ihnen wichtig ist, dass eine allfällige Infektion frühzeitig erkannt wird. Jeder Person steht pro Woche ein Antigen-Schnelltest gratis zur Verfügung. Der Test kann an einer beliebigen Teststelle durchgeführt werden. Ist externes Fachpersonal bei der Abgabe der Speichelprobe nicht im Heim, kann von ihm – wie von den Besuchenden auch – eine Testung an einer Teststelle oder allenfalls mit einem Antigen-Schnelltest im Heim erwartet werden.

Müssen sich Handwerker ohne direkten Patientenkontakt testen lassen?

Wenn sich ein Handwerker nur einmalig und für kurze Zeit im Heim aufhält und keinen direkten Patientenkontakt hat, muss er oder sie sich nicht testen lassen. Die allgemeinen Schutzmassnahmen gelten aber auch für ihn oder sie.

Müssen sich immune Personen beim Heimeintritt testen lassen?

Nein. Bei immunen Personen, d.h. die 2. Impfung ist vor mehr als 14 Tagen erfolgt oder ein positiver Testnachweis vor maximal 3 Monaten, ist keine Testung beim Heimeintritt erforderlich.

Testen

Vorbeugendes und repetitives Testen

Im Rahmen der erweiterten Teststrategie mit dem Ziel besonders gefährdete Personen zu schützen, empfiehlt das BAG und die Gesundheitsdirektion das vorbeugende, wiederholte Testen im Rahmen von Schutzkonzepten und in eigener Verantwortung in Alters- und Pflegeheimen. Asymptomatische Virenträgerinnen und -träger und lokale Infektionsausbrüche sollen so frühzeitig erkannt und Massnahmen eingeleitet werden können. 

Institutionen und Betriebe können sich im Kanton Zürich kostenlos für das repetitive Testen vor Ort anmelden. Der Bund übernimmt die Kosten von gepoolten PCR-Tests, in Ausnahmefällen auch von Antigen-Schnelltests. Unter folgendem Link erhalten Sie weitere Informationen zu Ablauf und Anmeldung.

Testen nach Infektionsausbruch

Neben dem repetitiven Testen sollen symptomatische Personen wie gehabt umgehend getestet und bei mehreren Fällen eine Ausbruchsabklärung in die Wege geleitet werden.

Der Bund übernimmt die Testkosten, unabhängig davon, ob vorbeugend, im Rahmen eines bereits erfolgten Infektionsausbruches oder im Umfeld eines grösseren unkontrollierten Infektionsausbruches getestet wird.

Ampelsystem & Besuchsregelungen

Die Verbände CURAVIVA Kanton Zürich und senesuisse haben eine Vorlage für ein Ampelsystem entwickelt mit Massnahmen im Betrieb bei unterschiedlichen Fallzahlen von COVID-19-Infizierten im Kanton Zürich. Die Verbände empfehlen die Anwendung des Ampelsystems, der Inhalt kann auf die betrieblichen Bedürfnisse und Einschätzungen angepasst werden.

Das Ampelsystem hat das Ziel, dass die Betriebe möglichst verhältnismässig Massnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner wie auch der Mitarbeitenden treffen. Darunter fallen auch die Besuchsregelungen, welche je nach Fallzahlen in Alters- und Pflegezentren angepasst werden müssen.

Kontakt

Gesundheitsdirektion – Coronavirus-Hotline

Telefon

+41 80 004 41 17

Ihre Fragen rund um die Pandemie beantworten wir von Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr.

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