Informationen für Akteure im Gesundheitswesen

Ärztinnen und Ärzte sowie Mitarbeitende in Spitälern, Spitexorganisationen und Laboratorien finden hier aktuelle Informationen – etwa zur Zertifikatspflicht oder zum Vorgehen bei Tests und dem Umgang mit Erkrankten oder Kontaktpersonen.

Inhaltsverzeichnis

Spitäler

Zertifikats- oder Testpflicht für Angestellte

Um Patientinnen und Patienten bestmöglich vor einer COVID-19-Erkrankung zu schützen, müssen Angestellte von Spitälern per 4. Oktober 2021 über ein gültiges COVID-Zertifikat verfügen oder sich regelmässig testen lassen. Die Institutionen ermöglichen den Angestellten die kostenlose Teilnahme am repetitiven Testen.

Zertifikats- oder Testnachweispflicht für Besuchende

Besuchende in Spitälern, die das 16. Altersjahr vollendet haben, sowie Begleitpersonen von Patientinnen und Patienten müssen per 11. Oktober 2021 über ein gültiges Zertifikat oder über die Bescheinigung eines negativen Testergebnisses verfügen.

Die Institutionen kontrollieren bei allen Besuchenden und Begleitpersonen das Vorliegen eines gültigen Zertifikats oder eines negativen Testergebnisses. Bei Notfällen und in Krisen- und Palliativsituationen führen sie bei nicht immunen Begleitpersonen einen Antigen-Schnelltest durch. 

Die Verordnung des Regierungsrates ist vorerst bis zum 24. Januar 2022 befristet.

Weisungen & Empfehlungen

Um ein einwandfreies Funktionieren der stationären Gesundheitsversorgung während der Corona-Pandemie sicherzustellen, hat die Gesundheitsdirektion gegenüber den Spitälern weitere Anordnungen und Empfehlungen erlassen.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Ärzteschaft

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Die Testung erfolgt gemäss den Testkriterien des Bundesamtes für Gesundheit (siehe Merkblatt «Verdachts-, Beprobungs- und Meldekriterien»).

Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung (zum Beispiel Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen und/oder einem plötzlichen Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinnes sollen sich testen lassen. Die Dauer der Isolation ist abhängig vom Testergebnis.

Positiv getestete Patienten müssen bei entsprechender medizinischer Indikation bzw. entsprechend ihrem gesundheitlichen Zustand hospitalisiert oder zu Hause isoliert werden. Aufhebung der Isolation: 48 Stunden nach Abklingen der Symptome, sofern seit Symptombeginn mindestens 10 Tage verstrichen sind, immer in Rücksprache mit behandelnder Ärztin/behandelndem Arzt.

Alle positiv getesteten Personen isolieren sich. Je nach Gesundheitszustand erfolgt dies entweder zu Hause bzw. an ihrem Lebensort (Pflegeheim, Asylzentrum, Anstalten des Freiheitsentzugs, Hotel, Tagesstätte usw.) oder in einem Spital.

Positiv getestete Personen werden vom kantonsärztlichen Dienst kontaktiert und halten sich an die Anweisungen zur Isolation, die sie zur Vermeidung einer Übertragung erhalten.

Dauer der Isolation am Lebensort für bestätigte COVID-19-Fälle mit leichten Symptomen

Immer in Rücksprache mit behandelnder Ärztin/ behandelndem Arzt: Bis 48 Stunden nach Abklingen der Symptome, sofern seit Symptombeginn mindestens 10 Tage verstrichen sind. Bei plötzlichem Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns: Es kann länger dauern, bis sich die Geruchs- und Geschmacksnerven erholen. Daher kann die Isolation aufgehoben werden, wenn der Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns als einzige Symptomatik nach dieser Zeit noch weiterbesteht.

Dauer der Isolation für hospitalisierte COVID-19-Fälle

Die Dauer der Isolation im Spital hängt von der Schwere der vorhandenen Symptome ab. Sie wird in spezifischen Empfehlungen von Swissnoso, dem Nationalen Zentrum für Infektionsprävention, festgelegt, die auf der entsprechenden Website zu finden sind. Bei einer Rückkehr nach Hause oder einer Verlegung in eine andere Einrichtung muss die Isolation, wie von Swissnoso beschrieben, weitergeführt werden.

Massnahmen bei symptomatischen Personen mit negativem Test (wahrscheinlich kein COVID-19-Fall), die nicht hospitalisiert werden müssen

Eine Person mit negativem Testergebnis und Symptomen, die mit COVID-19 kompatibel sind, soll bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome zu Hause bleiben (unabhängig davon, wieviel Zeit seit Symptombeginn vergangen ist), wie es zur Kontrolle der Ausbreitung anderer Atemwegsinfektionen (z. B. Grippe) empfohlen wird.

Antikörpertherapie bei Hochrisikopatientinnen und -patienten

Monoklonale Antikörper werden angewendet zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einer bestätigten COVID-19 Erkrankung und einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung. Die Behandlung sollte innerhalb der ersten 5 Tage seit Symptombeginn erfolgen. Daher ist eine zeitnahe Information von Risikopatientinnen und -patienten durch ihren behandelnden Arzt von grosser Wichtigkeit. Die detaillierten Kriterien, welche Patientinnen und Patienten von dieser Therapie profitieren können, wurden von der Clinical Care Group der Swiss National COVID-19-Task -Force (CCG SNTF) in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie (SSI) erarbeitet und sind hier einsehbar:

Dieses Arzneimittel hat noch keine Zulassung von Swissmedic erhalten und darf deshalb nur unter Einhaltung der Kriterien der CCG/SSI an Risikopatientinnen und -patienten verschrieben werden. Seine Anwendung ist im Rahmen der COVID-19-Krise gemäss Artikel 21 der COVID-19-Verordnung 3 ausnahmsweise erlaubt.

Die ambulante Therapie wird nur in definierten Zentren verabreicht. Die stationäre Therapie ist grundsätzlich in allen Zürcher Spitälern möglich.

Das Contact Tracing wird empfohlen für alle via PCR-Test oder Antigen-Schnelltest nachgewiesenen positiven Ergebnisse (Labormeldung) und für alle Situationen, die der Meldepflicht für klinische Befunde unterliegen (vgl. Meldekriterien)

Definition von Kontaktpersonen

Kontaktpersonen sind Personen mit einem wie unten definierten engen Kontakt zu einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall von COVID-19:

Vorteile:

  • als dieser symptomatisch war, oder 
  • in den letzten 48 Stunden vor dem Auftreten der Symptome

Besondere Situation

Wenn die positiv getestete Person keine Symptome aufwies (z.B. bei einem Ausbruch in einer kollektiven Unterbringungsstätte getestete Person), beginnt der beim Contact Tracing zu berücksichtigende Zeitraum 48 Stunden vor der Probenahme und reicht bis zur Isolation der getesteten Person.

Quarantäne

Asymptomatische Kontakte einer erkrankten Person werden unter Quarantäne gestellt, wenn sie mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall (vgl. Meldekriterien) in Kontakt gekommen sind. Die Quarantäne wird vom kantonsärztlichen Dienst angeordnet. Die Kontaktpersonen gehen für zehn Tage ab dem letzten Kontakt mit dem Fall (falls Person, die nicht im selben Haushalt wohnt) oder ab dem Tag, an dem die erkrankte Person isoliert wurde (falls Person, die im selben Haushalt wohnt) in Quarantäne. Sie sollen ihren Gesundheitszustand überwachen und jeden Kontakt mit anderen Menschen vermeiden (mit Ausnahme derjenigen, die sich ebenfalls im selben Haushalt in Quarantäne befinden); sich bei Auftreten von Symptomen isolieren (gemäss Anweisungen des BAG) und sich testen lassen. 

Verkürzung der Quarantänedauer

Seit dem 8. Februar 2021 kann die 10-tägige Quarantäne vorzeitig beendet werden, wenn die betroffene Person ab dem 7. Tag einen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test durchführt und das Resultat negativ ist. Die Testkosten muss die Person selber bezahlen und das negative Testresultat muss der Gesundheitsdirektion gemeldet werden:

Befreiung von Quarantäne bei vollständig Geimpften

Für Personen, die mit mRNA-Impfstoffen vollständig geimpft sind (bei bestätigter COVID-19-Infektion reicht eine Impfstoffdosis), gelten folgende Empfehlung während 12 Monaten nach der Impfung: Ab der Verabreichung der letzten Dosis kann auf eine Quarantäne nach engem Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall verzichtet werden. Die geimpften Personen müssen allerdings weiterhin die üblichen Hygiene- und Verhaltensregeln einhalten und sollten sie Symptome entwickeln, sich umgehend isolieren und testen lassen.

Befreiung von Quarantäne bei bestätigter Infektion in den letzten 6 Monaten

Diejenigen Kontaktpersonen, die von einer mittels PCR- oder Antigenschnell-Test bestätigten Infektion genesen sind, sind während 6 Monaten ab dem 11. Tag nach Bestätigung der Ansteckung von der Quarantäne befreit. 

Impfung allen Schwangeren empfohlen

Die Impfung wird gemäss angepasster Impfempfehlung des BAG und der EKIF vom 14.09.2021 allen schwangeren Frauen nach dem 1. Trimester (ab 12 Schwangerschaftswochen) empfohlen. Sie ist grundsätzlich aber auch früher in der Schwangerschaft möglich. Das empfohlene Impfschema mit mRNA- Impfstoffen weicht dabei nicht von dem der Normalbevölkerung ab. Die Impfung mit dem Vektorimpfstoff Janssen von Johnson & Johnson ist für Schwangere nicht empfohlen.

Nutzen der Impfung überwiegt mögliche Risiken deutlich

Schwere Verläufe von COVID-19 sind bei schwangeren Frauen viel häufiger als bei gleichaltrigen nicht schwangeren Personen. Zudem ist das Risiko einer Frühgeburt durch eine Infektion mit dem Coronavirus deutlich erhöht. Die Impfung vor oder während der Schwangerschaft schützt daher die schwangere Frau und das ungeborene Kind.

Aufgrund zunehmender Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfungen bei schwangeren Frauen konnte der deutliche Nutzen einer Impfung in Abwägung zu den Krankheitsrisiken und potentieller Impfnebenwirkungen gezeigt werden.

Keine schriftliche Einwilligung mehr notwendig

Mit der Anpassung der Empfehlung ist für die Impfung keine schriftliche Einwilligung der impfwilligen Schwangeren mehr erforderlich. Auch ein ärztliches Attest muss für die Impfung nicht mehr ausgestellt werden. Mit Ausnahme der Impfung in einer Apotheke, hierzu wird nach wie vor ein Attest benötigt. 

Zahnärztinnen & Zahnärzte

Schutzkonzept für zahnärztliche & zahnprothetische Betriebe 

Die Vereinigung der Kantonszahnärztinnen und Kantonszahnärzte der Schweiz (VKZS) und die SSO Schweiz passen das Schutzkonzept laufend an und aktualisieren das VKZS-Positionspapier entsprechend.

Der Inhalt des VKZS-Positionspapiers ist im Kanton Zürich in der zahnärztlichen Praxis entsprechend umzusetzen.

Laboratorien

Alle Laboratorien im Kanton Zürich dürfen testen

Seit 11. März 2020 dürfen alle akkreditierten Mikrobiologie-Laboratorien im Kanton Zürich entsprechend den Beprobungskriterien des Bundes auf SARS-CoV-2 testen. Diagnostizierende Laboratorien sind nach den Vorgaben des Bundes verpflichtet, an das jeweils zuständige Kantonsarztamt und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb von zwei Stunden positive Befunde für COVID-19 mittels PCR-Nachweis zu melden. Negative Befunde werden innerhalb von 24 Stunden an das BAG gemeldet.

Die zu meldenden Daten orientieren sich am Meldeformular des BAG.

Spitexorganisationen

Test- oder Zertifikatspflicht für Mitarbeitende

Mitarbeitende von Spitexorganisationen müssen sich per 4. Oktober 2021 entweder zweimal wöchentlich testen lassen oder über ein gültiges Zertifikat verfügen. So sollen die betreuten besonders gefährdeten Personen noch besser vor einer COVID-19-Infektion geschützt werden.

Die Spitexorganisationen können ihrem Personal entweder Einzeltests anbieten oder die vom Kanton Zürich seit März zur Verfügung gestellte kostenlose Plattform «Together we test» nutzen.

Die Verordnung ist vorerst bis 24. Januar 2022 befristet.

Tierhaltung

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärewesen (BLV) beantwortet die häufigsten Fragen der Bevölkerung und der Fachleute zu den Folgen der ausserordentlichen Situation wegen des Coronavirus.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat ausführliche FAQ für Landwirtschaftsbetriebe erarbeitet und aktualisiert diese laufend.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Gesundheitsdirektion – Coronavirus

Telefon

+41 84 833 66 11

Hotline

Für Fragen rund um die Pandemie, zur Impfung und zum COVID-Zertifikat.

Für dieses Thema zuständig: