Informationen für Akteure im Gesundheitswesen

Ärztinnen und Ärzte sowie Mitarbeitende in Spitälern und Laboratorien finden hier aktuelle Informationen – etwa zum Vorgehen bei Tests und dem Umgang mit Erkrankten oder Kontaktpersonen.

Inhaltsverzeichnis

Spitäler

Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen

Um ein einwandfreies Funktionieren der stationären Gesundheitsversorgung während der Corona-Pandemie sicherzustellen, hat die Gesundheitsdirektion gegenüber den Spitälern Anordnungen und Empfehlungen erlassen.

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Besuchsregelung in Spitälern

Die Gesundheitsdirektion legt einheitliche Regeln fest, die für alle Organisationen verbindlich sind. In Spitälern wurde das generelle Besuchsverbot am 30. Mai 2020 aufgehoben und durch eine Besuchsregelung ersetzt. Die Spitäler halten sich bei der Durchführung von Besuchen an die Vorgaben von Swissnoso.

Ärzteschaft

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Die Testung erfolgt gemäss den Testkriterien des Bundesamtes für Gesundheit (siehe Merkblatt «Verdachts-, Beprobungs- und Meldekriterien»).

Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung (zum Beispiel Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen und/oder einem plötzlichen Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinnes sollen sich testen lassen. Die Dauer der Isolation ist abhängig vom Testergebnis.

Positiv getestete Patienten müssen bei entsprechender medizinischer Indikation bzw. entsprechend ihrem gesundheitlichen Zustand hospitalisiert oder zu Hause isoliert werden. Aufhebung der Isolation: 48 Stunden nach Abklingen der Symptome, sofern seit Symptombeginn mindestens 10 Tage verstrichen sind, immer in Rücksprache mit behandelnder Ärztin/behandelndem Arzt.

Alle positiv getesteten Personen isolieren sich. Je nach Gesundheitszustand erfolgt dies entweder zu Hause bzw. an ihrem Lebensort (Pflegeheim, Asylzentrum, Anstalten des Freiheitsentzugs, Hotel, Tagesstätte usw.) oder in einem Spital.

Positiv getestete Personen werden vom kantonsärztlichen Dienst kontaktiert und halten sich an die Anweisungen zur Isolation, die sie zur Vermeidung einer Übertragung erhalten.

Dauer der Isolation am Lebensort für bestätigte COVID-19-Fälle mit leichten Symptomen

Immer in Rücksprache mit behandelnder Ärztin/ behandelndem Arzt: Bis 48 Stunden nach Abklingen der Symptome, sofern seit Symptombeginn mindestens 10 Tage verstrichen sind. Bei plötzlichem Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns: Es kann länger dauern, bis sich die Geruchs- und Geschmacksnerven erholen. Daher kann die Isolation aufgehoben werden, wenn der Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns als einzige Symptomatik nach dieser Zeit noch weiterbesteht.

Dauer der Isolation für hospitalisierte COVID-19-Fälle

Die Dauer der Isolation im Spital hängt von der Schwere der vorhandenen Symptome ab. Sie wird in spezifischen Empfehlungen von Swissnoso, dem Nationalen Zentrum für Infektionsprävention, festgelegt, die auf der entsprechenden Website zu finden sind. Bei einer Rückkehr nach Hause oder einer Verlegung in eine andere Einrichtung muss die Isolation, wie von Swissnoso beschrieben, weitergeführt werden.

Massnahmen bei symptomatischen Personen mit negativem Test (wahrscheinlich kein COVID-19-Fall), die nicht hospitalisiert werden müssen

Eine Person mit negativem Testergebnis und Symptomen, die mit COVID-19 kompatibel sind, soll bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome zu Hause bleiben (unabhängig davon, wieviel Zeit seit Symptombeginn vergangen ist), wie es zur Kontrolle der Ausbreitung anderer Atemwegsinfektionen (z. B. Grippe) empfohlen wird.

Antikörpertherapie bei Hochrisikopatientinnen und -patienten

Monoklonale Antikörper werden angewendet zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einer bestätigten COVID-19 Erkrankung und einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung. Die Behandlung sollte innerhalb der ersten 5 Tage seit Symptombeginn erfolgen. Daher ist eine zeitnahe Information von Risikopatientinnen und -patienten durch ihren behandelnden Arzt von grosser Wichtigkeit. Die detaillierten Kriterien, welche Patientinnen und Patienten von dieser Therapie profitieren können, wurden von der Clinical Care Group der Swiss National COVID-19-Task -Force (CCG SNTF) in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie (SSI) erarbeitet und sind hier einsehbar:

Dieses Arzneimittel hat noch keine Zulassung von Swissmedic erhalten und darf deshalb nur unter Einhaltung der Kriterien der CCG/SSI an Risikopatientinnen und -patienten verschrieben werden. Seine Anwendung ist im Rahmen der COVID-19-Krise gemäss Artikel 21 der COVID-19-Verordnung 3 ausnahmsweise erlaubt.

Die Therapie wird nur in definierten Zentren verabreicht.

Das Contact Tracing wird empfohlen für alle via PCR-Test oder Antigen-Schnelltest nachgewiesenen positiven Ergebnisse (Labormeldung) und für alle Situationen, die der Meldepflicht für klinische Befunde unterliegen (vgl. Meldekriterien)

Definition von Kontaktpersonen

Kontaktpersonen sind Personen mit einem wie unten definierten engen Kontakt zu einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall von COVID-19:

Vorteile:

  • als dieser symptomatisch war, oder 
  • in den letzten 48 Stunden vor dem Auftreten der Symptome

Besondere Situation

Wenn die positiv getestete Person keine Symptome aufwies (z.B. bei einem Ausbruch in einer kollektiven Unterbringungsstätte getestete Person), beginnt der beim Contact Tracing zu berücksichtigende Zeitraum 48 Stunden vor der Probenahme und reicht bis zur Isolation der getesteten Person.

Quarantäne

Asymptomatische Kontakte einer erkrankten Person werden unter Quarantäne gestellt, wenn sie mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall (vgl. Meldekriterien) in Kontakt gekommen sind. Die Quarantäne wird vom kantonsärztlichen Dienst angeordnet. Die Kontaktpersonen gehen für zehn Tage ab dem letzten Kontakt mit dem Fall (falls Person, die nicht im selben Haushalt wohnt) oder ab dem Tag, an dem die erkrankte Person isoliert wurde (falls Person, die im selben Haushalt wohnt) in Quarantäne. Sie sollen ihren Gesundheitszustand überwachen und jeden Kontakt mit anderen Menschen vermeiden (mit Ausnahme derjenigen, die sich ebenfalls im selben Haushalt in Quarantäne befinden); sich bei Auftreten von Symptomen isolieren (gemäss Anweisungen des BAG) und sich testen lassen. 

Verkürzung der Quarantänedauer

Seit dem 8. Februar 2021 kann die 10-tägige Quarantäne vorzeitig beendet werden, wenn die betroffene Person ab dem 7. Tag einen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test durchführt und das Resultat negativ ist. Die Testkosten muss die Person selber bezahlen und das negative Testresultat muss der Gesundheitsdirektion gemeldet werden:

Befreiung von Quarantäne bei vollständig Geimpften

Für Personen, die mit mRNA-Impfstoffen vollständig geimpft sind (bei bestätigter COVID-19-Infektion reicht eine Impfstoffdosis), gelten folgende Empfehlung während 12 Monaten nach der Impfung: Ab der Verabreichung der letzten Dosis kann auf eine Quarantäne nach engem Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall verzichtet werden. Die geimpften Personen müssen allerdings weiterhin die üblichen Hygiene- und Verhaltensregeln einhalten und sollten sie Symptome entwickeln, sich umgehend isolieren und testen lassen.

Befreiung von Quarantäne bei bestätigter Infektion in den letzten 6 Monaten

Diejenigen Kontaktpersonen, die von einer mittels PCR- oder Antigenschnell-Test bestätigten Infektion genesen sind, sind während 6 Monaten ab dem 11. Tag nach Bestätigung der Ansteckung von der Quarantäne befreit. 

Aufgrund der aktuell vorliegenden Erkenntnisse ist das BAG in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) zum Schluss gekommen, dass schwangere Frauen zu den besonders gefährdeten Personen gehören.

Ausschlaggebend für diesen Entscheid sind neuere Studien, die vermehrt Hinweise geben, dass schwangere Frauen bei einer Erkrankung am neuen Coronavirus im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen des gleichen Alters ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben können. Dies ist jedoch die Minderheit. Gemäss Studien hatten schwangere Frauen mit einem schweren Krankheitsverlauf meist beispielsweise Übergewicht, ein erhöhtes Alter oder sonstige Krankheiten. Ein schwerer Krankheitsverlauf kann einen negativen Einfluss auf die schwangere Frau, die Schwangerschaft sowie auf das ungeborene Kind haben.

Zahnärztinnen & Zahnärzte

Schutzkonzept für zahnärztliche & zahnprothetische Betriebe 

Die Vereinigung der Kantonszahnärztinnen und Kantonszahnärzte der Schweiz (VKZS) und die SSO Schweiz passen das Schutzkonzept laufend an und aktualisieren das VKZS-Positionspapier entsprechend.

Der Inhalt des VKZS-Positionspapiers ist im Kanton Zürich in der zahnärztlichen Praxis entsprechend umzusetzen.

Laboratorien

Alle Laboratorien im Kanton Zürich dürfen testen

Seit 11. März 2020 dürfen alle akkreditierten Mikrobiologie-Laboratorien im Kanton Zürich entsprechend den Beprobungskriterien des Bundes auf SARS-CoV-2 testen. Diagnostizierende Laboratorien sind nach den Vorgaben des Bundes verpflichtet, an das jeweils zuständige Kantonsarztamt und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb von zwei Stunden positive Befunde für COVID-19 mittels PCR-Nachweis zu melden. Negative Befunde werden innerhalb von 24 Stunden an das BAG gemeldet.

Die zu meldenden Daten orientieren sich am Meldeformular des BAG.

Spitexorganisationen

Tierhaltung

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärewesen (BLV) beantwortet die häufigsten Fragen der Bevölkerung und der Fachleute zu den Folgen der ausserordentlichen Situation wegen des Coronavirus.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat ausführliche FAQ für Landwirtschaftsbetriebe erarbeitet und aktualisiert diese laufend.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Gesundheitsdirektion – Coronavirus-Hotline

Telefon

+41 80 004 41 17

Ihre Fragen rund um die Pandemie beantworten wir von Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr.

Für dieses Thema zuständig: