Einreise in die Schweiz

Hier finden Sie Informationen zur Rückkehr aus einem Risikoland, zu geltenden Einreisebeschränkungen und zur Einreise für Erwerbstätige oder aus anderen wichtigen Gründen.

Inhaltsverzeichnis

Einreisebestimmungen

Aufgrund der Covid-19-Pandemie bestehen für die Einreise in die Schweiz besondere Bestimmungen. Abhängig von der Art Ihrer Reise kann es sein, dass Sie ein Einreiseformular ausfüllen, einen negativen Test vorweisen und/oder in Quarantäne gehen müssen. Die folgenden Regeln gelten mit wenigen Ausnahmen für alle Personen, die in die Schweiz einreisen dürfen, also auch, wenn Sie als Schweizerin oder Schweizer im Ausland waren und in die Schweiz zurückreisen.

Einreiseformular

Fast alle Personen, die in die Schweiz einreisen, müssen ein elektronisches Einreiseformular ausfüllen. Kinder können im Formular einer mitreisenden erwachsenen Person erfasst werden. 

Ausnahme: Wer aus einem Gebiet an der Grenze zur Schweiz einreist, muss das Einreiseformular nicht ausfüllen.

Weitere Ausnahmen, in denen Sie das Einreiseformular nicht ausfüllen müssen:

  • Wenn Sie im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit grenzüberschreitend Personen oder Güter befördern (ab dem 22. Februar 2021).
  • Wenn Sie lediglich zur Durchreise in die Schweiz kommen und direkt in ein anderes Land weiterreisen (ab dem 22. Februar 2021).
  • Wenn Sie mit einem eigenen Verkehrsmittel, z.B. mit dem Auto, einreisen. Diese Ausnahme gilt aber nur, wenn Sie sich in den letzten 10 Tagen nicht in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben.

Wichtig: Füllen Sie das Formular vor der Einreise in die Schweiz aus.

Negatives Testresultat

Sie müssen in zwei Situationen einen negativen Corona-Test vorweisen können:

Vorteile:

  • Wenn Sie mit dem Flugzeug in die Schweiz einreisen. Beachten Sie: Sie müssen das negative Testresultat bereits beim Boarding vorweisen können. Ohne negatives Testresultat dürfen Sie nicht ins Flugzeug.
  • Wenn Sie sich innerhalb der letzten 10 Tage vor der Einreise in die Schweiz in einem Gebiet oder einem Staat mit erhöhtem Ansteckungsrisiko (Risikoland) aufgehalten haben. In dem Fall müssen Sie immer ein negatives Testresultat vorweisen können, auch wenn Sie mit dem Bus, der Bahn, dem Auto etc. einreisen.

Ausnahmen: Kinder unter 12 Jahren brauchen kein negatives Testresultat, sie sind von der Testpflicht ausgenommen. 

Art des Tests und Anforderungen an das Resultat

Grundsätzlich muss das negative Resultat von einem PCR-Test stammen, der vor weniger als 72 Stunden durchgeführt wurde.

Ab dem 22. Februar 2021 gilt: Falls Sie z.B. lange reisen oder das PCR-Testresultat nicht schnell genug vorliegt: Für die Kontrolle beim Boarding ist auch ein Schnelltest zulässig, der vor weniger als 24 Stunden durchgeführt wurde. Spätestens für die mögliche zweite Kontrolle an der Schweizer Grenze brauchen Sie aber das negative Resultat eines PCR-Tests, der vor weniger als 72 Stunden durchgeführt wurde. Wenn Sie dort kein negatives Testresultat vorweisen können, müssen Sie sich nach der Einreise umgehend auf eigene Kosten testen lassen.

Quarantäne für Einreisende aus Risikoländern

Seit dem 6. Juli 2020 und auch weiterhin gilt eine Quarantänepflicht für Einreisende aus einem Risikoland. Erwachsene und Kinder, die sich innerhalb der letzten 10 Tage vor Einreise in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben und danach in die Schweiz einreisen, müssen in Quarantäne. Die betroffenen Staaten und Gebiete sind auf der BAG-Liste der Risikoländer definiert.

Entscheidend für die Quarantänepflicht ist die Liste, welche beim Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz gültig ist.

Folgende Punkte heben die Quarantänepflicht nicht auf:

  1. Ein negatives Testresultat bei Einreise. Denn ein negatives Testergebnis schliesst eine Infektion mit dem neuen Coronavirus nicht vollständig aus. 
  2. Eine Covid-19-Impfung. Denn die Impfung schützt Sie vor der Erkankung. Ob die Impfung auch verhindert, dass Sie andere Personen anstecken können, ist noch unklar.

Dauer der Quarantäne

Sie müssen sich während 10 Tagen nach Ihrer Einreise in die Schweiz ständig in Ihrem Zuhause oder einer anderen geeigneten Unterkunft aufhalten. Vermeiden Sie den Kontakt zu anderen Personen und folgen Sie dem Dokument Anweisung zur Quarantäne. 

Ausnahmen: Gewisse Personen sind von der Quarantänepflicht ausgenommen. Entnehmen Sie die Informationen dazu hier.

Verkürzung der Quarantänedauer

Sie haben neu die Möglichkeit, die Reisequarantäne eigenverantwortlich vorzeitig zu beenden, wenn Sie:

Vorteile:

  •  symptomfrei sind;
  • frühestens ab dem 7. Quarantäne-Tag einen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test durchführen lassen;
  • das Resultat negativ ist. 

Dieser Test ist freiwillig; die Testkosten werden sowohl bei einem PCR-Test als auch einem Schnelltest vom Bund übernommen. Für die frühzeitige Entlassung aus der Einreisequarantäne ist keine Zustimmung der Gesundheitsdirektion mehr notwendig.

Bis zum eigentlichen Ablauf der Quarantäne (10. Tag) müssen Sie allerdings jederzeit eine Gesichtsmaske tragen und den Abstand von 1,5 Metern gegenüber anderen Personen einhalten, ausser Sie halten sich zuhause auf. Bei einem positiven Test müssen Sie sich unverzüglich in Isolation begeben.

Für Fragen können Sie sich an einreise@gd.zh.ch wenden.

Meldung der Einreise innert zwei Tagen

Sie sind zudem weiterhin verpflichtet, Ihre Einreise innerhalb von zwei Tagen über folgendes Onlineformular der Gesundheitsdirektion melden:

Ausnahmen von der Quarantäne- und Testpflicht

Verschiedene Personen sind von der Reisequarantäne- und Testpflicht ausgenommen. Sie finden die Auflistung aller Ausnahmen in der COVID-19-Verordnung Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs unter Artikel 8. Zu den Ausnahmen gehören beispielsweise:

  • Geschäftsreisende, die aus einem wichtigen Grund reisen, der sich nicht verschieben lässt.
  • Personen, die aus einem wichtigen medizinischen Grund reisen, der sich nicht verschieben lässt.
  • Transitpassagiere, die sich weniger als 24 Stunden in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben.
  • Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit grenzüberschreitend Personen oder Güter befördern.

Wichtig: Die Ausnahmen von der Testpflicht gelten beim Grenzübertritt, jedoch nicht beim Boarding eines Flugzeugs.

Bei Fragen

Da unsere Kontaktzentrale per E-Mail und Telefon stark belastet ist, bitten wir Sie, zuerst sorgfältig die wichtigsten Fragen und Antworten zur Quarantäne nach der Einreise in die Schweiz durchzulesen. Sollten Ihre Fragen nicht beantwortet werden, können Sie uns per E-Mail an gdstab@gd.zh.ch kontaktieren. Bitte beachten Sie, dass wir über 500 Anfragen pro Tag verzeichnen und diese nicht immer sofort beantworten können. Wir priorisieren Anfragen, die dringlich sind. Falls notwendig, kontaktieren wir Sie telefonisch.

Einreiseverweigerungen

Drittstaatsangehörigen, die aus einem Risikoland gemäss Anhang 1 der COVID-19-Verordnung 3 für einen bewilligungsfreien Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit bis zu 90 Tagen in die Schweiz einreisen wollen, ist die Einreise grundsätzlich untersagt. Massgebend ist dabei, aus welchem Land die direkte Einreise in die Schweiz erfolgt. Vom Einreiseverbot erfasst werden insbesondere Einreisen von Ausländerinnen und Ausländern als Dienstleistungsempfänger/innen, Touristen, Besucher/innen, Teilnehmende an Veranstaltungen, Teilnehmende an kurzfristigen Aus- und Weiterbildungen, zur Stellensuche oder für Vorstellungsgespräche sowie zur Einreichung eines Gesuchs um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung.  Davon ausgenommen sind Personen, die sich in einer Situation äusserster Notwendigkeit befinden. In Ziffer 1.5 der untenstehenden COVID-19-Weisung des Staatssekretariats für Migration (SEM) vom 16. Dezember 2020 sind die Fallkonstellationen, in denen von einem Anwendungsfall der «äussersten Notwendigkeit» ausgegangen wird, aufgeführt.

Einreise zur Erwerbstätigkeit

Drittstaatsangehörige

Die Zulassungsbeschränkungen für Drittstaatsangehörige, die als Erwerbstätige in die Schweiz einreisen möchten, wurden aufgehoben. Demzufolge gelten für sie wieder die ordentlichen Zulassungsvoraussetzungen. Die Arbeitsbewilligung wird nur erteilt, wenn die Stelle tatsächlich angetreten werden kann. Es muss deshalb belegt werden, dass die Einreise aus dem betreffenden Land möglich ist. 

EU-/EFTA-Staatsangehörige

Es gilt wieder die volle Personenfreizügigkeit.  

Familiennachzug, erwerbslose Wohnsitznahme & Rentner

Die Einreise im Rahmen des Familiennachzugs, zur erwerbslosen Wohnsitznahme oder als Rentner ist wieder für alle ausländischen Personen möglich. 
Auch Gesuche, die bereits positiv geprüft wurden, bei denen die Einreise aber angesichts der Einreisebeschränkungen nicht bewilligt werden konnte, können wieder bewilligt werden. Die davon betroffenen Personen können sich ans Migrationsamt wenden, um eine (Neu)Erteilung der Ermächtigung/Zusicherung zu beantragen. Das Migrationsamt behält sich jedoch vor, die aktuellen Verhältnisse (namentlich die finanziellen Verhältnisse) vor Erteilung der Einreiseermächtigung erneut zu prüfen.
Die Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller sind nach Erteilung der Einreisebewilligung selber dafür verantwortlich, sich über die Einreisemodalitäten (bspw. Bezug des Visums bei einer Schweizer Auslandvertretung, Flugverkehr) zu erkundigen.

Aufenthalte zur Aus- und Weiterbildung

Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aus den EU/EFTA-Staaten sowie aus Drittstaaten können zugelassen werden, wenn die ordentlichen Zulassungsvoraussetzungen gegeben sind. Die Zulassung soll mit Blick auf das Schuljahr 2020/2021 erfolgen. Bei Gesuchstellern, die aus Drittstaaten in die Schweiz einreisen, ist die Einreichung eines Konsulargesuchs notwendig.

Bei Deutschschülern und Studenten muss aus der Schul- oder Anmeldebestätigung hervorgehen, dass ein Präsenzunterricht stattfindet.

Kurzfristige Aus- und Weiterbildungen mit einer Dauer von weniger als 90 Tagen (bspw. Sommercamps) können für Drittstaatsangehörige weiterhin nicht bewilligt werden.

Gesuche um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zwecks Aus- und Weiterbildung werden normal geprüft.

Gesuche nur persönlich bei der Einwohnerkontrolle

Das Migrationsamt nimmt keine Verlängerungsgesuche bzw. Gesuche um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen entgegen, die nicht über die Einwohnerkontrollen, d.h. mittels persönlicher Vorsprache bei der Einwohnerkontrolle erfolgt sind. Solche Gesuche werden den Gesuchstellern retourniert. Die Gesuchsteller haben ihr Gesuch nach Wiedereröffnung der Schalter der für sie zuständigen Einwohnerkontrolle neu zu stellen. Zudem werden Gesuche, die nicht von der betroffenen Person, sondern von «Stellvertretern» eingereicht werden, nicht behandelt und retourniert.

Sozialhilfebezug

Der Sozialhilfebezug von ausländischen Personen führt nicht automatisch zum Verlust der ausländerrechtlichen Bewilligung. Dies gilt auch für den Sozialhilfebezug während der Corona-Krise. Um die gesetzlichen Widerrufskriterien zu erfüllen, muss der Sozialhilfebezug erheblich und dauerhaft sowie dem Ausländer oder der Ausländerin vorwerfbar sein. Mehr dazu finden Sie in unserer Weisung zur Massnahmenpraxis bei Sozialhilfeabhängigkeit.

Konkret heisst dies, dass wir bei der Einzelfallprüfung im Rahmen der Verhältnismässigkeit berücksichtigen, ob jemand einzig aufgrund der Corona-Krise Sozialhilfe beziehen musste. Ein solcher Bezug ist im Regelfall nicht selbstverschuldet und damit nicht vorwerfbar.

Touristinnen und Touristen

Drittstaatsangehörige, die den Schengen-Raum bzw. die Schweiz aufgrund der aktuellen Situation nicht vor Ablauf der Gültigkeit ihres Visums oder vor Ablauf des maximal gültigen Aufenthalts von 90 Tagen im bewilligungsfreien Rahmen (d.h. für Personen, die nicht der Visumspflicht unterstehen) verlassen können und für die auch kein anderer Rückkehrweg besteht, werden gebeten sich zur Besprechung des weiteren Aufenthalts beim Schalter des Migrationsamtes zu melden.

 

Kontakt

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Am Montag, 19. April 2021 schliesst das Migrationsamt um 11.30 Uhr.

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