Einreise in die Schweiz

Hier finden Sie Informationen zur Rückkehr aus einem Risikoland, zu geltenden Einreisebeschränkungen und zur Einreise für Erwerbstätige oder aus anderen wichtigen Gründen.

Inhaltsverzeichnis

Quarantäne für Einreisende aus Risikoländern 

Ab Montag, 6. Juli 2020, müssen Personen, die aus gewissen Gebieten in die Schweiz einreisen, für zehn Tage in Quarantäne. Ausnahmegesuche nach Art. 4 Abs. 3 der COVID-19-Verordnung bez. Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehr werden nur in ganz seltenen Fällen genehmigt werden können. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) führt für diese Länder eine entsprechende Liste, die regelmässig angepasst wird. Wer gemäss der Verordnung des Bundes verpflichtet ist, sich in Quarantäne zu begeben, muss innerhalb von zwei Tagen der Gesundheitsdirektion seine bzw. ihre Einreise melden. Die Reisenden sind demnach verpflichtet, uns untenstehende Daten mitzuteilen.

Reisen Sie aus einem der Risikoländer in den Kanton Zürich ein, müssen Sie für zehn Tage in Quarantäne*. Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular, um der Gesundheitsdirektion Ihre Daten mitzuteilen. 

Da unsere Kontaktzentrale per E-Mail und Telefon stark belastet ist, bitten wir Sie, zuerst sorgfältig die wichtigsten Fragen und Antworten zur Quarantäne nach der Einreise in die Schweiz durchzulesen. Sollten Ihre Fragen nicht beantwortet werden, können Sie uns per E-Mail (gdstab@gd.zh.ch) kontaktieren. Bitte beachten Sie, dass wir über 500 Anfragen pro Tag verzeichnen und diese nicht immer sofort beantworten können. Wir priorisieren Anfragen, die dringlich sind. Falls notwendig, kontaktieren wir Sie telefonisch.

Einreiseverweigerungen

Drittstaatsangehörigen, die aus einem Risikoland gemäss Anhang 1 der COVID-19-Verordnung 3 für einen bewilligungsfreien Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit bis zu 90 Tagen in die Schweiz einreisen wollen, ist die Einreise grundsätzlich untersagt. Massgebend ist dabei, aus welchem Land die direkte Einreise in die Schweiz erfolgt. Vom Einreiseverbot erfasst werden insbesondere Einreisen von Ausländerinnen und Ausländern als Dienstleistungsempfänger/innen, Touristen, Besucher/innen, Teilnehmende an Veranstaltungen, Teilnehmende an kurzfristigen Aus- und Weiterbildungen, zur Stellensuche oder für Vorstellungsgespräche sowie zur Einreichung eines Gesuchs um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung.  Davon ausgenommen sind Personen, die sich in einer Situation äusserster Notwendigkeit befinden. In Ziffer 1.5 der untenstehenden COVID-19-Weisung des Staatssekretariats für Migration (SEM) vom 16. Dezember 2020 sind die Fallkonstellationen, in denen von einem Anwendungsfall der «äussersten Notwendigkeit» ausgegangen wird, aufgeführt.

Einreise zur Erwerbstätigkeit

Drittstaatsangehörige

Die Zulassungsbeschränkungen für Drittstaatsangehörige, die als Erwerbstätige in die Schweiz einreisen möchten, wurden aufgehoben. Demzufolge gelten für sie wieder die ordentlichen Zulassungsvoraussetzungen. Die Arbeitsbewilligung wird nur erteilt, wenn die Stelle tatsächlich angetreten werden kann. Es muss deshalb belegt werden, dass die Einreise aus dem betreffenden Land möglich ist. 

EU-/EFTA-Staatsangehörige

Es gilt wieder die volle Personenfreizügigkeit.  

Familiennachzug, erwerbslose Wohnsitznahme & Rentner

Die Einreise im Rahmen des Familiennachzugs, zur erwerbslosen Wohnsitznahme oder als Rentner ist wieder für alle ausländischen Personen möglich. 
Auch Gesuche, die bereits positiv geprüft wurden, bei denen die Einreise aber angesichts der Einreisebeschränkungen nicht bewilligt werden konnte, können wieder bewilligt werden. Die davon betroffenen Personen können sich ans Migrationsamt wenden, um eine (Neu)Erteilung der Ermächtigung/Zusicherung zu beantragen. Das Migrationsamt behält sich jedoch vor, die aktuellen Verhältnisse (namentlich die finanziellen Verhältnisse) vor Erteilung der Einreiseermächtigung erneut zu prüfen.
Die Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller sind nach Erteilung der Einreisebewilligung selber dafür verantwortlich, sich über die Einreisemodalitäten (bspw. Bezug des Visums bei einer Schweizer Auslandvertretung, Flugverkehr) zu erkundigen.

Aufenthalte zur Aus- und Weiterbildung

Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aus den EU/EFTA-Staaten sowie aus Drittstaaten können zugelassen werden, wenn die ordentlichen Zulassungsvoraussetzungen gegeben sind. Die Zulassung soll mit Blick auf das Schuljahr 2020/2021 erfolgen. Bei Gesuchstellern, die aus Drittstaaten in die Schweiz einreisen, ist die Einreichung eines Konsulargesuchs notwendig.

Bei Deutschschülern und Studenten muss aus der Schul- oder Anmeldebestätigung hervorgehen, dass ein Präsenzunterricht stattfindet.

Kurzfristige Aus- und Weiterbildungen mit einer Dauer von weniger als 90 Tagen (bspw. Sommercamps) können für Drittstaatsangehörige weiterhin nicht bewilligt werden.

Gesuche um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zwecks Aus- und Weiterbildung werden normal geprüft.

Gesuche nur persönlich bei der Einwohnerkontrolle

Das Migrationsamt nimmt keine Verlängerungsgesuche bzw. Gesuche um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen entgegen, die nicht über die Einwohnerkontrollen, d.h. mittels persönlicher Vorsprache bei der Einwohnerkontrolle erfolgt sind. Solche Gesuche werden den Gesuchstellern retourniert. Die Gesuchsteller haben ihr Gesuch nach Wiedereröffnung der Schalter der für sie zuständigen Einwohnerkontrolle neu zu stellen. Zudem werden Gesuche, die nicht von der betroffenen Person, sondern von «Stellvertretern» eingereicht werden, nicht behandelt und retourniert.

Sozialhilfebezug

Der Sozialhilfebezug von ausländischen Personen führt nicht automatisch zum Verlust der ausländerrechtlichen Bewilligung. Dies gilt auch für den Sozialhilfebezug während der Corona-Krise. Um die gesetzlichen Widerrufskriterien zu erfüllen, muss der Sozialhilfebezug erheblich und dauerhaft sowie dem Ausländer oder der Ausländerin vorwerfbar sein. Mehr dazu finden Sie in unserer Weisung zur Massnahmenpraxis bei Sozialhilfeabhängigkeit.

Konkret heisst dies, dass wir bei der Einzelfallprüfung im Rahmen der Verhältnismässigkeit berücksichtigen, ob jemand einzig aufgrund der Corona-Krise Sozialhilfe beziehen musste. Ein solcher Bezug ist im Regelfall nicht selbstverschuldet und damit nicht vorwerfbar.

Touristinnen und Touristen

Drittstaatsangehörige, die den Schengen-Raum bzw. die Schweiz aufgrund der aktuellen Situation nicht vor Ablauf der Gültigkeit ihres Visums oder vor Ablauf des maximal gültigen Aufenthalts von 90 Tagen im bewilligungsfreien Rahmen (d.h. für Personen, die nicht der Visumspflicht unterstehen) verlassen können und für die auch kein anderer Rückkehrweg besteht, werden gebeten sich zur Besprechung des weiteren Aufenthalts beim Schalter des Migrationsamtes zu melden.

 

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