Impfgruppen

Alle Zürcherinnen und Zürcher ab 12 Jahren sind für die Terminbuchung für eine COVID-19-Impfung freigegeben. Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zur Priorisierung und den Impfgruppen.

Inhaltsverzeichnis

Priorisierung

Seit dem 7. Mai 2021 sind alle Zürcherinnen und Zürcher ab 16 Jahren für die COVID-19-Impfung zugelassen. Ab dem 25. Juni 2021 gilt das Impfangebot auch für Jugendliche ab 12 bis 15 Jahren. Ausgenommen sind ab dann nur noch Kinder unter 12 Jahren (Impfgruppen Q und T). 

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Definitionen Priorisierung BAG Impfgruppen Kanton Zürich Zur Terminbuchung freigegeben
Besonders gefährdete Personen (BGP) 1   ja
  • Über 75 Jahre alt
1 A ja
  • Krankheiten höchstes Risiko (Liste 1)
1 B ja
  • Über 65 Jahre alt
1 C ja
  • Zwischen 50–64 Jahre alt mit chronischer Krankheit
1 D ja
  • Zwischen 18–49 Jahre alt mit chronischer Krankheit
1 E ja
Gesundheitspersonal 2   ja
  • Gesundheitsfachpersonal/Betreuung Heime/Spitäler und Kliniken/Spitex 
2 F ja
  • Gesundheitsfachpersonal/Betreuung Arztpraxen/weitere ambulante Leistungserbringer 
2 G ja
Betreuungspersonen von BGP 3   ja
  • Leben zusammen mit BGP, zwischen 50–64 Jahre alt
3 H ja
  • Leben zusammen mit BGP, zwischen 18–49 Jahre alt
3 I ja
Personen in Gemeinschaftseinrichtungen 4   ja
  • Gemeinschaften mit erhöhtem Ansteckungsrisiko zwischen 50–64 Jahre alt
4 K ja
  • Gemeinschaften mit erhöhtem Ansteckungsrisiko zwischen 18–49 Jahre alt
4 L ja
Übrige Bevölkerung 5    
  • Zwischen 50–64 Jahre alt
5 M ja
  • Zwischen 18–49 Jahre alt
5 N ja
  • Zwischen 16–17 Jahre alt mit chronischer Krankheit
1 O ja
  • Zwischen 12–15 Jahre alt mit chronischer Krankheit
- P ja
  • Zwischen 0–11 Jahre alt mit chronischer Krankheit
- Q  
  • Zwischen 16–17 Jahre alt
5 R ja
  • Zwischen 12–15 Jahre alt
- S ja
  • Zwischen 0–11 Jahre alt
- T  
Die Impfungen erfolgen nach der Priorisierung und innerhalb der Impfgruppen aufsteigend.

Komorbiditäten / Kategorie Organsystem Priorität Gruppe 1: High risk BGP (Detaillierte Definitionen)
Herzerkrankung
  • Chronische Herzinsuffizienz ab NYHA II
  • Symptomatische chron. ischämische Herzkrankheit trotz medizinischer Therapie
Arterielle Hypertonie
  • Therapieresistente (˃ 160 mmHg) Hypertonie oder Hypertonie mit kardialen Komplikationen oder anderen Endorgan-Schäden
Atemwegs-Erkrankung
  • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ab GOLD II
  • Emphysem/schwere Bronchiektasen
  • Interstitielle Pneumopathie / Lungenfibrose
  • Krankheiten mit einer schwer verminderten Lungenkapazität
Lebererkrankung
  • Leberzirrhose mit Dekompensation in der Vorgeschichte
Nierenerkrankung
  • Schwere, chronische Niereninsuffizienz ab GFR ˂30ml/min
Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus (Typ 1 oder 2) mit relevanten Organschäden; oder schlecht eingestellt (HbA1c≥8%)
Adipositas
  • Erwachsene mit einem BMI von ≥35 kg/m2
Immundefizienz*, angeborenen oder erworben durch Erkrankung* oder Immunsuppressive Therapie*
Relevante Immundefizienz bei
  • malignen hämatologischen Erkrankungen
  • Neoplasien/Krebserkrankungen unter aktiver Therapie
  • immun-vermittelten entzündlichen Erkrankungen (z.B. systemischer Lupus erythematodes, rhematoide Arthritis, Psoriasis, chron. entzündliche Darmerkrankungen), welche eine immunsuppressive Therapie erhalten (inkl. Prednisolon-Äquivalent ˃20mg/Tag, steroidsparende Therapien und Biologika)
  • HIV-Infektion ab CD4T Zellzahl ˂200/µL
  • Organtransplantierte, Knochenmark- oder Stammzell-Transplantierte sowie Personen auf einer Warteliste für Transplantationen
Trisomie 21
  • Erwachsene mit Trisomie 21

*Die Impfindikation muss nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch die betreuende Spezialärztin / den betreuenden Spezialarzt getätigt werden.

Liste gemäss Impfempfehlung BAG/EKIF für mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 (Stand 14.09.2021)

Impfung von 12- bis 15-Jährigen

Impfung allen Jugendlichen empfohlen

Die Impfung ist gemäss Impfempfehlung des BAG und der EKIF allen Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren ohne Vorbehalte empfohlen. Es stehen mehr Daten zur Sicherheit der Impfung von Jugendlichen im Alter von 12–17 Jahren aus den USA zur Verfügung (über 9 Millionen Comirnaty-Geimpfte).

Impfstoff Spikevax (Moderna) und Comirnaty (PfizerBioNTech) ab 12 Jahren zugelassen

Neben dem Impfstoff Comirnaty von Pfizer/BioNTech ist auch der Impfstoff Spikevax von Moderna für Jugendliche ab 12 Jahren durch Swissmedic zugelassen. Nicht zugelassen ab 12 Jahren ist der Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson, dieser darf erst ab 18 Jahren verabreicht werden.

Impfungen an fünf Standorten und in Impfmobilen

Geimpft werden Jugendliche in den Impfzentren Winterthur, Uster, Triemli und am Referenz-Impfzentrum EBPI Zürich sowie am Kinderspital Zürich. Auch in den seit Ende August zum Einsatz kommenden Impfmobilen werden Jugendliche geimpft.

Begleitung der Jugendlichen wird empfohlen

Urteilsfähige Minderjährige können selber entscheiden, ob sie sich impfen lassen wollen. Die Urteilsfähigkeit wird vermutet. Allerdings empfiehlt die Gesundheitsdirektion,  dass sich die Jugendlichen von einem gesetzlichen Vertreter oder einer gesetzlichen Vertreterin zur Impfung begleiten lassen.

Unbegleitet mit Einwilligungserklärung

Unbegleitete Jugendliche müssen die folgende Einwilligungserklärung einer gesetzlichen Vertreterin oder eines Vertreters mitbringen.

Unbegleitet und ohne Einwilligungserklärung Impfung nur im Kinderspital möglich

Unbegleitete Jugendliche ohne Einwilligungserklärung können nur im Kinderspital geimpft werden. Ihre Urteilsfähigkeit wird dort von einer Fachärztin oder einem Facharzt Pädiatrie vor der Impfung abgeklärt.

Terminbuchung online 

Jugendliche, die zur Impfung von einem gesetzlichen Vertreter oder einer gesetzlichen Vertreterin begleitet werden oder eine von diesen unterzeichnete Einwilligungserklärung mitbringen, können sich über das kantonale Impftool zur Impfung anmelden.

Unbegleitete Jugendliche ohne Einwilligungserklärung können sich über das kantonale Impftool für einen Impftermin im Kinderspital anmelden. 

Impfhotline bei Beratungsbedarf

Bei besonderem Beratungsbedarf ist die Impfhotline zu kontaktieren: +41 84 833 66 11. Diese gibt erste Auskünfte und vereinbart bei Bedarf einen Termin am Kinderspital. 

Impfung von 16- bis 17-Jährigen

Auch für Personen von 16 bis 17 Jahren ist der Impfstoff Spikevax von Moderna neben Comirnaty von Pfizer/BioNTech zugelassen. 

Impfung von Kindern unter 12 Jahren

Die Impfung von Kindern unter 12 Jahren ist derzeit nicht vorgesehen. Es fehlen momentan die entsprechenden Studiendaten für diese Altersgruppen.

Impfung nach COVID-19-Erkrankung

Impfung innerhalb drei Monaten nach Infektion

Personen, die bereits eine COVID-19-Erkrankung hatten, wird von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) empfohlen, die Impfung ab 4 Wochen und innert drei Monaten nach der Erkrankung durchzuführen. Der Zeitraum innerhalb 3 Monaten nach Infektion wird neu für alle genesenen Personen empfohlen, da die zeitnahe Impfung den Schutz vor Infektionen mit neuen Varianten (wie Delta) erhöhen kann.

Nur eine Dosis mRNA-Impfstoff

Zudem wird empfohlen, Personen mit bestätigter COVID-19-Erkrankung nur eine Dosis mRNA-Impfstoff zu verabreichen. Studien zeigen, dass Personen mit einer symptomatischen Erkrankung und einer Impfdosis eine ähnlich gute Immunantwort aufbauen wie Personen ohne COVID-19 nach zwei Impfdosen. Hiervon ausgenommen sind immunsupprimierte besonders gefährdete Personen, welche weiterhin zwei Impfdosen erhalten sollen.

Bestätigung der durchgemachten Erkrankung

Personen, die bereits eine COVID-19-Erkrankung durchgemacht haben, sollten zum ersten Impftermin die Laborbestätigung (PCR-Test, Antigen-Schnelltest oder Antikörper-Test) mitbringen. Die Bestätigung wird geprüft und dann zur Dokumentation hochgeladen. Ebenso wird der zweite Impftermin vor Ort gelöscht.

Wenn die Person ihre Erstimpfung bereits erhalten hat und der Zweitimpftermin gebucht ist, soll der Termin wahrgenommen und die Bestätigung der COVID-19-Erkrankung vorgelegt werden. Die Zweitimpfung wird gegebenenfalls nicht durchgeführt. 

In beiden Fällen ist die Impfung im kantonalen Impftool dokumentiert und der Nachweis kann dort heruntergeladen oder auf Wunsch auch bei der Impfstelle ausgehändigt werden. 

Impfung in der Schwangerschaft

Impfung allen Schwangeren empfohlen

Die Impfung mit den mRNA-Impfstoffen von Pfizer/BioNTech und Moderna wird gemäss angepasster Impfempfehlung des BAG und der EKIF vom 14.09.2021 allen schwangeren Frauen nach dem 1. Trimester (ab 12 Schwangerschaftswochen) empfohlen. Sie ist grundsätzlich aber auch früher in der Schwangerschaft möglich. Das empfohlene Impfschema mit mRNA- Impfstoffen weicht dabei nicht von dem der Normalbevölkerung ab. Der Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson wird schwangeren Frauen nicht empfohen.

Nutzen der Impfung überwiegt mögliche Risiken deutlich

Schwere Verläufe von COVID-19 sind bei schwangeren Frauen viel häufiger als bei gleichaltrigen nicht schwangeren Personen. Zudem ist das Risiko einer Frühgeburt durch eine Infektion mit dem Coronavirus deutlich erhöht. Die Impfung vor oder während der Schwangerschaft schützt daher die schwangere Frau und das ungeborene Kind.

Aufgrund zunehmender Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfungen bei schwangeren Frauen konnte der deutliche Nutzen einer Impfung in Abwägung zu den Krankheitsrisiken und potentieller Impfnebenwirkungen gezeigt werden.

Keine schriftliche Einwilligung mehr notwendig

Mit der Anpassung der Empfehlung ist für die Impfung keine schriftliche Einwilligung der impfwilligen Schwangeren mehr erforderlich. Auch ein ärztliches Attest muss für die Impfung nicht mehr ausgestellt werden. Mit Ausnahme der Impfung in einer Apotheke, hierzu wird nach wie vor ein Attest benötigt.

Impfung von Personen mit einer Immundefizienz

Grundsätzlich sollen Personen mit schwerer Immundefizienz vor der Impfung Rücksprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt nehmen. Zur Impfung empfohlen sind die mRNA-Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna, nicht aber der Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson.

Verabreichung 3. Dosis

Bei Personen mit schwerer Immundefizienz, insbesondere wegen einer Transplantation, Autoimmunerkrankungen oder bösartigen Erkrankungen (z.B. Leukämien), und die mit einer stark abwehrschwächenden Therapie behandelt werden, kann die Antikörperbildung nach vollständiger Impfung eingeschränkt sein oder fehlen. Um diese besonders gefährdeten Personen bestmöglich zu schützen, soll bei dieser speziellen Gruppe schwer abwehrgeschwächter Patienten die Indikation für eine 3. Dosis eines mRNA- Impfstoffes erwogen werden.

Nach aktuellen Daten kann eine 3. Dosis den Schutz bei einem Teil dieser Patienten verbessern. Welche Personen zu dieser Gruppe gehören und die genauen Impfempfehlungen können der aktuellen Impfempfehlung des BAG und der EKIF entnommen werden (unter «Weiterführende Informationen»). 

Hinweis

Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt stellt eine diesbezügliche Indikation und meldet die Person für die 3. Impfung an

Kontakt

Gesundheitsdirektion – Impfung

Adresse

Stampfenbachstrasse 30
Postfach
8090 Zürich
Route (Google Maps)

Telefon

+41 84 833 66 11

Impfhotline