Newsletter der Fachstelle Bibliotheken Dezember 2020

In einer Fotomontage sitzt eine Frau mit Hut auf einem Bücherstapel und schaut mit einem Fernrohr in die Weite.

Erfahren Sie in der Dezember 2020 Ausgabe mehr zu Weiterbildungen der Fachstelle Bibliotheken, Fokusthema Erzählcafé vom dritten Zürcher Bibliocamp, neuer Zertifikatskurs Bibliosuisse, längere Öffnungszeiten = mehr Eintritte, Padlet nutzen für einen Klasseneinkauf, Kinderliteraturküche bei Bibliomedia und zu Buchstart-Tipps 2020/2021!

Inhaltsverzeichnis

Motiviert und neugierig ins neue Jahr starten

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Wie bleiben wir motiviert während der Pandemie? Ein Motor: gesunde Neugierde! Diese Neugierde war an Zoom-Meetings oder Online-Schulungen der Fachstelle Bibliotheken deutlich spürbar. Ein grosses Dankeschön an alle Teilnehmenden und ihre Corona-Learnings. Auch im Jahr 2021 bieten wir Präsenz- und Online-Kurse für Neugierige an. 

Im Weiterbildungsprogramm 2021 finden Sie neu das Format «Praxis kompakt online»: In einem kurzen Zoom-Meeting bearbeiten wir Tipps und Informationen zu «Buchstart zuhause», «Open Library» oder «Von Dänemark lernen». Präsenzkurse sind z. B. zur Medien- und Informationskompetenz (LP 21), Kommunikation und Marketing sowie winMedio geplant. 

Für Ihre Agenda: Das «Follow-up Erzählcafé» zum Dritten Zürcher Bibliocamp findet am 30. Juni 2021 zur Praxisbegleitung statt. Und ganz wichtig: Save-the-date für den nächsten Zürcher Bibliothekstag: 7. Oktober 2021 – Informationen folgen.

Weitere News: Der neu konzipierte Zertifikatskurs Bibliosuisse sowie Informationen zur unbedienten Bibliothek und zum Konzept Open Library. 

Lassen Sie sich von der Gemeindebibliothek Uitikon inspirieren: Sie nutzen Padlet für die Bücherpräsentation beim Klasseneinkauf. Und lernen Sie für Ihre Kinderbibliothek die neuen Angebote der Kinderliteraturküche und neue Kinderbücher für Buchstart kennen.   

Ich wünsche Ihnen erholsame und interessante Weihnachtstage und ein gesundes Neues Jahr. 

Herzliche Grüsse aus der Fachstelle Bibliotheken

Ulrike Allmann

Weiterbildungen der Fachstelle Bibliotheken 2021

In einer Bibliothek ist eine junge, dunkelhaarige Frau im Gespräch mit einem jungen Mann. Sie sitzen an einem Tisch voller Bücher und haben ein Laptop vor sich.
Bleiben Sie mit den Weiterbildungen der Fachstelle Bibliotheken am Puls der Zeit. Quelle: iStock

Im neuen Weiterbildungsangebot finden Sie hilfreiche Kurse zu Ihrer täglichen Bibliotheksarbeit. Die Weiterbildungen greifen aktuelle Fragen auf, die von Praktikern aus der Praxis für die Praxis präsentiert werden. Hier zwei Beispiele:

Wie erweitere ich Kompetenzen in meinem Team? Wie entwickle ich neue Angebote aus dem Bereich Informations- und Medienkompetenz? Die Bibliotheksleiterin Maggie Kessler und der Informatikstudent Raffael Cellana werden ihre Erfahrungen aus der Bibliotheksarbeit in Egg teilen und Fragen mit den Teilnehmenden diskutieren.

Auch Milena Eberhard gestaltet ihren Workshop mit Inputs aus ihrer Veranstaltungsarbeit in der Stadt- und Regionalbibliothek Uster praxisnah. Die Referentin vermittelt einfach einsetzbare Tools und Grundlagen der Werbung und Kommunikation. Die Kursteilnehmenden entwickeln zusammen mit Milena Eberhard erste Ideen für Marketingmassnahmen in ihrer Bibliothek.

Neugierig geworden?

Das Fokusthema Erzählcafé vom Dritten Zürcher Bibliocamp weiter spinnen

In einem grossen Saal lauschen Bibliothekarinnen einem Referat über Erzählcafés.
Am Dritten Zürcher Bibliocamp diskutierten Bibliothekarinnen Inputs zu Erzählcafés in Forschung und Praxis.

Das Dritte Zürcher Bibliocamp konnte trotz Pandemie mit Schutzkonzept starten und fand als hybrides Format sehr grossen Anklang. Die Teilnehmenden diskutierten Aspekte der Inputreferate von Prof. Johanna Kohn und Felicitas Isler und erlebten ein «Erzählcafé ad hoc».

Aktuell erfinden sich Bibliotheken entlang des gesellschaftlichen Wandels neu. Der Wert der Begegnung und des Austauschs wird als Gegenpol zu Digitalisierung und Individualisierung neu entdeckt. Erzählcafés verbinden Menschen beim Teilen von Geschichten und stärken Bibliotheken als Treffpunkte und Orte der Integration.

«Follow-up Erzählcafé»

Das Format Erzählcafé eignet sich für Fokussierungen und Variationen. In der Gemeinde- und Schulbibliothek Wettswil wird z. B. das «Erzählcafé international» angeboten mit dem Ziel, ausländische Menschen in die Gemeinde zu integrieren. In der Pandemie entstehen Online- und Outdoor-Erzählcafés – auf der Wiese, im Park, im Wald.

Die Fachstelle Bibliotheken bietet am 30. Juni 2021 ein «Follow-up Erzählcafé» mit der Projektleiterin Yvonne Brogle an. Yvonne Brogle wird in einem Workshop ihre Erfahrungen mit Erzählcafés reflektieren. In der Praxisbegleitung werden die Themen Zielgruppenorientierung, Kooperationen sowie Diversität bearbeitet.

Förderung des Fachseminars «Moderation Erzählcafé» für Zürcher Bibliotheken

Als Weiterbildung empfiehlt die Fachstelle Bibliotheken das Fachseminar «Erzählcafé professionell moderieren» von Frau Prof. Johanna Kohn. Der Kanton Zürich übernimmt neu 50 Prozent der Kurskosten beim Besuch des Fachseminars an der FHNW in Olten: Drei Präsenztage (September bis November 2021) plus ein Praxistag. Die Plätze sind begrenzt. Interessierte senden bitte Ihre Anfrage an: bibliotheken@ajb.zh.ch.

Auch das Netzwerk Erzählcafé bietet Weiterbildungen in Form von Intervisionen an und vermittelt ausgebildete Moderatoren. Schliesslich erfordert die gute Moderation eines Erzählcafés Grundkenntnisse der Gesprächsführung, Talent sowie Freude am Umgang mit Menschen.

Neuer Zertifikatskurs Bibliosuisse

Eine Frauenhand hält vor einem grauen Hintergrund ein gerolltes Blatt Papier in die Höhe.
Der Zertifikatskurs Bibliosuisse richtet sich an Mitarbeitende in Öffentlichen Bibliotheken ohne bibliothekarische Ausbildung. Quelle: iStock

Eine Projektgruppe, bestehend aus Kursanbietenden der Deutschschweiz, hat die SAB-Richtlinien 2010 für die Ausbildung von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren in Gemeinde- und Schulbibliotheken überarbeitet. Ziel war die Harmonisierung der Weiterbildungsangebote innerhalb der Kantone in der Deutschschweiz und eine inhaltliche Anpassung an die aktuellen Entwicklungen von öffentlichen Bibliotheken.

Neues Weiterbildungskonzept und Richtlinien

Entstanden sind ein neues Weiterbildungskonzept und entsprechende Richtlinien sowie eine Kommission, die sich für die Qualitätssicherung des neuen Weiterbildungsangebots einsetzt. Die Kommission besteht aus Vertretungen des Ressorts Bildung bei Bibliosuisse, aller Kursanbietenden, sowie zwei Vertretungen von kantonalen Fachstellen. Sie prüft in regelmässigen Abständen die inhaltliche Qualität der Kurse sowie die Einhaltung des Stoffprogramms und der Zulassungsbedingungen. Für den Kanton Zürich nehmen Renate Ammon (Zürcher Bibliothekarenkurse) und Ulrike Allmann (Leiterin Fachstelle Bibliotheken Kanton Zürich) Einsitz in der Kommission.

Renate Ammon, Zürcher Bibliothekarenkurse
Renate Ammon, Zürcher Bibliothekarenkurse

Neue Schwerpunkte

Im Vergleich zu den ehemaligen Kursangeboten verschiebt sich der Schwerpunkt in Richtung Sprach- und Leseförderung, Informations- und Medienkompetenz sowie Kommunikation.

Zielpublikum

Der Zertifikatskurs Bibliosuisse richtet sich an Mitarbeitende in öffentlichen Bibliotheken, also in Stadt-, Gemeinde- sowie in kombinierten Gemeinde- und Schulbibliotheken ohne bibliothekarische Ausbildung, die in der Regel Teilzeit arbeiten. Absolventinnen und Absolventen können in allen Leistungsstufen (Vorstufe bis Regionalbibliotheken) eingesetzt werden.

Umsetzung im Kanton Zürich

Der Basiskurs Gemeindebibliotheken der Zentralbibliothek Zürich findet 2020 zum letzten Mal in dieser Form statt. Ab 2021 wird er durch den Zertifikatskurs Bibliosuisse abgelöst. Durchgeführt wird das neue Weiterbildungsangebot von der Zentralbibliothek Zürich. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Absolventinnen und Absolventen zusätzlich zum Zertifikat der Zentralbibliothek Zürich ein Zertifikat von Bibliosuisse.

Neue Ansprechpartnerin für Zürcher Bibliothekarenkurse

Seit dem 1. November 2020 ist Frau Renate Ammon für die Zürcher Bibliothekarenkurse zuständig. Nach knapp vierjähriger Tätigkeit als Koordinatorin der Zürcher Bibliothekarenkurse verlässt Andrea Faedi die Zentralbibliothek Zürich, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir wünschen Andrea Faedi viel Freude mit ihren neuen Tätigkeiten und bedanken uns für ihr Engagement für die Aus- und Weiterbildung und ihre Mitarbeit in der Kantonalen Bibliothekskommission im Kanton Zürich.

Ein Beitrag von Andrea Faedi, Dozentin PH Bern.

Andrea Faedi, Dozentin PH Bern
Andrea Faedi, Dozentin PH Bern

Längere Öffnungszeiten = mehr Eintritte

Auf einem grünem Flyer vor rotem Schalter wird auf die unbediente Bibliothek Uster hingewiesen.
Stadt- und Regionalbibliothek Uster – unbediente Bibliothek eine Erfolgsgeschichte mit viel positivem Feedback.

Heute ist die Stadt- und Regionalbibliothek Uster 56 Stunden pro Woche geöffnet. Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 16 Uhr. Wichtig für die Kundschaft sind nicht bloss lange, sondern auch einfach zu merkende Öffnungszeiten.

Bibliothek zur selbständigen Nutzung

Von 9 bis 11 Uhr funktioniert Uster als unbediente Bibliothek. Eintritt erhalten nur jene Kundinnen und Kunden, die eine gültige Bibliothekskarte besitzen. Sie halten ihre Karte an ein Terminal beim Eingang, das System checkt die Gültigkeit und die Türe öffnet sich. Die Bibliothek ist dann zur selbständigen Nutzung offen: Medienrückgabe via SmartShelf, Medienausleihe via Selbstverbuchungsstationen, Tageszeitungen lesen, Arbeitsplätze nutzen, Kopien machen, Kaffee trinken und in den Regalen stöbern. Die Ausleihtheke ist nicht besetzt, die Thekenlampe bleibt dunkel, die Kasse fehlt.

Neues System brauchte Geduld

Das Eintrittsterminal mit Schnittstelle zum winMedio wurde durch die Firma Infomedis installiert. Es war ein Prototyp mit Startschwierigkeiten, was bei Neuentwicklungen aber so zu erwarten war. Heute kostet ein solches Terminal rund 7000 Franken. Es funktioniert sehr gut, was auch für den Support gilt. Mehr Geduld brauchten wir mit der Kundschaft. Obwohl wir eine intensive Kommunikation betrieben, dauerte es rund ein Jahr, bis sich die Kundinnen und Kunden an das neue System gewöhnt hatten.

Ein Teil der Kundschaft begriff das System schnell, ein anderer Teil aber hatte Mühe mit dem Terminal, mit der unbedienten Theke und mit den Ausleih- und Rückgabestationen. Es wurde an die Türe geklopft, geklingelt, gerufen. Eine Kundin fand das Terminal nicht, ein anderer Kunde verstand das System nicht; bei diesem war das Abo abgelaufen, bei jenem fehlte das Kleingeld für die Kaffeemaschine; die nächste Kundin wollte um 10 Uhr ihre Mahnung bezahlen, eine andere brauchte Hilfe beim Kopierer, eine suchte das WC und jemand die Reiseführer. Geduld, Erklärungen, noch einmal Geduld und noch einmal Erklärungen. Weil wir im Hintergrund der Theke (für die Kundschaft unsichtbar) einen Arbeitsplatz eingerichtet hatten, bekamen wir all diese Probleme mit. In diesen Fällen erklärten wir das neue System und verwiesen auf die bedienten Zeiten ab 11 Uhr. Um diesen Situationen vorzubeugen, passten wir die Hinweise für die Kundschaft an der Eingangstüre und innerhalb der Bibliothek an. Ausserdem aktivierten wir Erinnerungsmails im winMedio bei abgelaufenen Abos. Heute klappt es sehr gut mit der unbedienten Bibliothek.

Unterschied zur Open Library

Uster hat die unbediente Bibliothek, Chur die Open Library. Was ist der Unterschied? Das Churer System Open Library ist ein Import aus Dänemark, wo die Bibliotheken von 7 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags offen sind. Sie hat fantastische Öffnungszeiten, aber das System kostet viel mehr als die unbediente Bibliothek. Es braucht viel Technik, Überwachungskameras und einen Security-Dienst. In Chur haben nur Kundinnen und Kunden Zutritt, die älter als 16 Jahre sind, in Uster alle. In Uster gibt es zudem keine Kameras und keine Security.

Auch für kleine Bibliotheken

Und jetzt behaupte ich etwas: Auch kleine Bibliotheken können die unbediente Bibliothek einführen. Was sind die Voraussetzungen?

1. Eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter öffnet die Tür, schaltet das Licht ein, startet die PCs und ist im Raum präsent aber nicht im Thekendienst.

2. Es gibt eine Art Selbstausleihe, was heutzutage auch mittels Handy und Medien-Barcode funktioniert, wie z. B. in der kleinen Bibliothek Ebnat-Kappel. Oder man nutzt eine einfache Selbstverbuchungsstation mit Barcodescanner.

Ein Eintrittsterminal braucht es nicht: Man lässt einfach die Türe offen. Ein Gate braucht es nicht: Die allermeisten Bibliotheken haben kein Diebstahlproblem. RFID-Technik braucht es nicht: Mit Strichcode geht es auch. Eine Selbstausleihstation braucht es nicht: Ein Handy genügt. Eine Rückgabestation braucht es nicht: Man legt die Medien einfach auf die Theke. Für kleine Bibliotheken sind zwar eine Startinvestition und tiefe jährlich wiederkehrende Kosten nötig, aber die sind vertretbar und mit einem überzeugenden Konzept kann auch der Gemeinderat überzeugt werden. Was man braucht, ist eine Software mit Schnittstelle zum winMedio und den Willen, die Öffnungszeiten auszudehnen.

Wie geht es in Uster weiter?

Usters Ziel ist die Open Library. Wann sie realisiert wird, ist noch offen. Zuerst wollen wir die Öffnungszeiten am frühen Morgen ausdehnen. Ohne Kameras und ohne Security. Danach geht’s um die Ausdehnung am Abend. Braucht es dazu Überwachungskameras und Security? Das Beispiel der kleinen Bibliothek Grosshöchstetten zeigt: Nein, es kann auch ohne funktionieren. Bereits realisiert hat Uster die Sonntagsöffnung – auch ohne Open Library. Unsere Bibliothek wird diesen Winter, wie die zwei Jahre zuvor, sonntags mit Personal geöffnet sein. Eine weitere Erfolgsgeschichte mit viel positivem Feedback.

Eine Bilanz von Roman Weibel, Leiter Stadt- und Regionalbibliothek Uster.

Padlet nutzen für einen Klasseneinkauf

Ein Screenshot zeigt die Padlet-Seite der Bibliothek Uitikon.
Die Bibliothek Uitikon arbeitet erfolgreich mit einer digitalen Pinnwand (Padlet).

Der Klasseneinkauf für die vierten Klassen der Schule Uitikon ist ein beliebter und fest verankerter Anlass. Normalerweise kommen die Viertklässler/innen dafür in die Bibliothek. Die Buchhändlerin der Buchhandlung Scriptum aus Dietikon bringt eine reiche Auswahl an Büchern mit und stellt diese vor. Jede Schülerin und jeder Schüler darf dann ihr/sein Buch für die Bibliothek auswählen. Das ausgesuchte Buch wird gelesen und vorgestellt. Möglichkeiten gibt es viele: Plakate, kleine Buchpräsentationen, Podcasts etc.

Neues Vorgehen wegen Corona

Ein Stöbern der Schüler/innen in diesem Rahmen ist in der Bibliothek aktuell nicht mehr möglich. Zudem gehört die Lehrperson einer Risikogruppe an. Auf den Klasseneinkauf will aber niemand verzichten, weshalb nach Alternativen gesucht wurde. In Absprache mit der Lehrperson einigten wir uns auf einen Versuch mit Padlet, da die Klasse bereits mit diesem Instrument arbeitet. Das Bibliotheksteam musste sich mit dieser neuen Arbeitsweise allerdings zuerst vertraut machen.

Padlet ist eine digitale Pinnwand, die sehr einfach zu gestalten und vielfältig einsetzbar ist. Informationen aus unterschiedlichen Quellen können an einem Ort zusammengestellt werden. So bietet diese Pinnwand Platz für Texte, Bilder, Audio-Dateien und Videos.

Bücherpräsentation eines Klasseneinkaufes mit Padlet

Neben den Titelbildern, der zur Auswahl stehenden Bücher, lassen sich Beispielseiten, Links zu Buchtrailern oder auch eigenes Audiomaterial einfügen. Der zeitliche Aufwand variiert dabei nicht unerheblich.

Das erstellte Padlet kann im Anschluss via Link oder QR-Code geteilt werden und ist via Desktop, Tablet oder Smartphone nutzbar. Der Ersteller bestimmt, ob und in welcher Form die Pinnwand kommentiert werden kann.

In unserem Fall konnten die Schüler/innen ihre Bibliothek-Kontonummer beim ausgewählten Buch vermerken. Sie mussten also keine Namen angeben, was auch die Frage nach dem Datenschutz klärte.

Fazit: Alle Beteiligten beurteilen den virtuellen Klasseneinkauf positiv und weitere Anwendungsmöglichkeiten werden zurzeit diskutiert.

Ein Bericht aus der Bibliothek Uitikon

Kinderliteraturküche bei Bibliomedia

Vier grössere Kinder blasen auf ein selbstgemachtes Windrad aus einer PET-Flasche.
Die Kinderliteraturküche verwandelt das Ideenhaus Bibliothek für ein paar Stunden in ein spielerisches Labor.

«Forschen und Entdecken» heisst ein Vermittlungsangebot der Kinderliteraturküche für literarische und naturwissenschaftliche Themen. Die Veranstaltungen wurden im Auftrag der Stadtbibliothek Basel GGG entwickelt und gehören in Basel zum regelmässigen Programmangebot. Nun haben drei der Macherinnen, Barbara Schwarz, Katharina Tanner und Barbarella Maier, einen eigenen Verein gegründet und bieten die impulsreichen Freizeitnachmittage für Kinder zwischen sieben und elf Jahren in der ganzen Deutschschweiz an. Mit Medien und Materialien aus wechselnden Gebieten für Experimente, gemeinsames Nachdenken, Entdecken und Gestalten wird das Ideenhaus Bibliothek für ein paar Stunden in ein spielerisches Labor verwandelt.

Die Veranstaltungen der Kinderliteraturküche machen Spass und schlau. Sie regen zum Malen, Schreiben, Lesen und Erzählen an. Wir bei Bibliomedia sind der Ansicht, dass alle Kinder in den Genuss dieser Nachmittage kommen sollten, denn sie fördern Kreativität und Austausch und sind in ihrer Art schlicht einmalig. Deshalb haben wir uns entschieden, dieses Projekt zu unterstützen und weiter zu empfehlen.

Damit die Vermittlungsangebote der Kinderliteraturküche ihren Beitrag zur Chancengleichheit für alle Kinder leisten können, erhalten Bibliotheken, die über ein bescheidenes Veranstaltungsbudget verfügen, die Workshops zum reduzierten Tarif von 200 Franken. Bibliomedia, das Bundesamt für Kultur und die Ernst Göhner Stiftung machen das gemeinsam möglich.

In der Saison 2020/2021 stehen fünf Workshops «Forschen und Entdecken» (à je drei Nachmittagen) und fünf Einzelveranstaltungen rund um den geheimnisvollen «Poetomaten» zur Verfügung. Wer sich rasch meldet, hat die besten Aussichten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an die Verantwortlichen des Projekts.

Buchstart-Tipps 2020/2021

Das Logo von Buchstart zeigt eine Illustration von zwei Kindern auf einem fliegenden Buch.
Die Buchstart-Tipps helfen bei der Auswahl guter Kinderbücher.

Kontakt

Amt für Jugend und Berufsberatung – Fachstelle Bibliotheken

Adresse

Dörflistrasse 120
8090 Zürich
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