Elternbildungs-Newsletter Oktober 2021

«fürs Leben gut», Elternbildung erfolgreich organisieren, Podcasts, Systematik und Analyse von Elternbildungsangeboten, Bücher Rezensionen, Veranstaltungs-Angebot und vieles mehr im Elternbildungs-Newsletter vom Oktober 2021.

Inhaltsverzeichnis

Liebe Leserin, lieber Leser

Welche Eltern kennen sie nicht, die vielen Herausforderungen des Familienalltags: Babyglück und schlaflose Nächte, Pubertät und Stress in der Schule, der Umgang mit digitalen Medien, Familienzeit versus Arbeitsbelastung, Beziehungsnähe und Trennung, …

Gleichzeitig tauchen bei den Mamis und Papis schnell einmal Unsicherheiten auf – und der Wunsch nach Unterstützung. Hier knüpft das Online-Magazin «fürs Leben gut» an. In enger Zusammenarbeit mit den kjz und biz im Kanton Zürich schafft es Zugang zum Fachwissen von Expertinnen und Experten sowie zum Erfahrungsschatz von Betroffenen. Ein Besuch lohnt sich immer!

Natürlich finden Sie auch in diesem Newsletter wieder Veranstaltungs- und Buchtipps. Ausserdem haben wir fünf Fragen zum Elternsein an die Bloggerin, Kolumnistin und Comedienne Pony M. gestellt.

Viel Vergnügen beim Lesen.

Ihre Geschäftsstelle Elternbildung

5 Fragen an ...

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Pony M., Comedienne und Bloggerin
Pony M., Comedienne und Bloggerin

Yonni Moreno Meyer alias Pony M. studierte Psychologie. Seit 2013 widmet sie sich dem Schreiben, (Vor)lesen und Bloggen. Ihre lebensklugen und lustigen Texte dienen nicht rein der Unterhaltung, sondern beschäftigen sich mit gesellschaftskritischen und politischen Themen. Pony M. bezieht klare Standpunkte und setzt sich für die Gleichstellung aller Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Gesinnung oder Herkunft ein. Zurzeit tourt Pony M. mit «Fragen, die das Leben schreibt» durch die Schweiz. Yonni Moreno Meyer ist verheiratet, hat einen zweijährigen Sohn und lebt in Zürich.

  1. Als Mutter gehören Sie zur Zielgruppe der Elternbildung. Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen damit?

    Mit der Elternbildung des Kantons habe ich keine Erfahrungen. Ich finde es aber wichtig, dass solche Angebote existieren und schliesse absolut nicht aus, in Zukunft einst davon Gebrauch zu machen.
  2. Was hat Ihnen beim Elternsein bis jetzt wirklich geholfen? Auf welchen Tipp können Sie gerne verzichten? Und was raten Sie werdenden Eltern?

    Ich habe in meinem Umfeld mehrere Freundinnen und Freunde, die zeitgleich mit uns Eltern wurden. Die gegenseitige Unterstützung, das Zuhören, der Austausch tun mir enorm gut. Auch die Rückmeldungen aus meiner Community, wenn ich auch über schwere Themen im Bereich Elternschaft schreibe, geben mir regelmässig das Gefühl, nicht allein zu sein. Das finde ich enorm wichtig. Ich sehe davon ab, werdenden Eltern Ratschläge zu geben, die sie nicht explizit verlangen. Die Erfahrung wird so sein, wie sie sein wird und sie muss sich absolut nicht mit meiner decken. Ich bringe lieber nach der Geburt eine grosse, selbstgemachte Lasagne vorbei und höre zu.
  3.  Was bedeutet für Sie Humor in der Erziehung und wieviel Humor verträgt Erziehung?

    Ich finde Humor in der Erziehung enorm wichtig. Aber das hängt wohl auch mit meinem Beruf zusammen. Auch in der Partnerschaft, wenn man ein sehr kleines Kind hat, finde ich Humor zentral. Manchmal bleibt einem eh nur noch, über das Chaos und die Überforderung zu lachen. Nun, da mein Sohn bald zwei ist, wird auch er immer lustiger.
  4. Elternbildnerinnen und Elternbildner müssen immer wieder spontan auf neue Situationen oder Fragen in Kursen oder Vorträgen reagieren. Wie kann man Schlagfertigkeit trainieren?

    Ich glaube nicht, dass sich Schlagfertigkeit trainieren lässt. Muss sie auch nicht. Mir ist wichtiger, dass ich hilfreiche Ratschläge bekomme. Wie lange die oder der Antwortende dazu braucht, ist zweitrangig. Im Gegenteil: Ich schätze Menschen, die auch einmal «Das weiss ich nicht» sagen können, anstatt irgendeine Worthülse rauszuhauen. Gerade in der Elternschaft ist es sehr erlösend, wenn man auch mal die Ratlosigkeit annehmen kann.
  5. Welche neuen Herausforderungen sehen Sie für sich als Mutter und für Eltern allgemein in den nächsten Jahren?

    Primär soll mein Sohn das tief verankerte Gefühl haben, dass er geliebt wird. Das ist meine Hauptaufgabe. Und ich werde mir Mühe geben, generell als Vorbild vorauszugehen. Dann kommen mir schon auch Themen wie Social Media, Hate Speech und das Setzen und Respektieren von Grenzen in Bezug auf Sexualität in den Sinn. Ich glaube, da gibt’s kein Pauschalrezept und es wird eine grosse Herausforderung, da ein realistisches und differenziertes Modell zu finden. Und sonst gibt’s von mir dann halt auch mal das oben erwähnte «Das weiss ich nicht». Das ist auch okay.

In eigener Sache

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Das Online-Magazin «fürs Leben gut» erzählt frisch aus dem Lebensalltag von Familien. Es bietet Interviews zu Erziehungsthemen, Erfahrungsberichte von Eltern und Kindern zu Trennung und Scheidung, Hintergrundberichte zu aktuellen Themen wie Digitalisierung oder Kinderrechte und vieles mehr. Hier finden Eltern regelmässig neue Tipps, Tricks und Anregungen rund ums Familienleben. Seit diesem Sommer erstrahlt das amtseigene Online-Magazin sogar in ganz neuem Kleid.

Junge Frau hält eine Präsentation vor einer Gruppe.
Selber Elternbildungsveranstaltungen organisieren. Die Veranstaltung vermittelt wie es geht. Quelle: iStock

Kurs für Personen, die neu oder seit kurzem Elternbildungsveranstaltungen durchführen

Am 22. Januar 2022 ist es wieder soweit: Der bewährte Kurs «Elternbildung erfolgreich organisieren» findet statt. Sind Sie in der Elternbildung tätig und organisieren Veranstaltungen? Haben Sie noch wenig Erfahrung damit? Möchten Sie die Elternbildung im Kanton Zürich kennenlernen, hilfreiche Anregungen und Tipps erhalten sowie sich mit anderen Veranstaltenden austauschen?

Gerne unterstützen wir Sie mit dem Kurs in Ihrer Tätigkeit. Sie erfahren, worauf es bei der Planung, der Ausschreibung, der Durchführung und der Auswertung von Elternbildungsveranstaltungen ankommt.

Titelseite Flyer Elternbildung «Kurse und Veranstaltungen online finden»
Kurse und Veranstaltungen online finden.

Das Elternbildungsprogramm erscheint ab sofort nicht mehr in gedruckter Form, sondern digital auf unserer Webseite. Dies hat für Eltern den Vorteil, dass Veranstaltungen aktuell abrufbar sind. Veranstalter können so jederzeit und ganz bequem Veranstaltungen der Elternbildung im Kanton Zürich online erfassen.

Statt dem gedruckten Programm erhalten Eltern einen Flyer, auf dem per QR-Code einfach und aktuell Angebote und Kurse der Elternbildung zu finden sind. Wünschen Sie Flyer zum Verteilen an interessierte Eltern? Melden Sie sich bei uns, wir senden gerne Exemplare zu.

Ihre Meinung interessiert uns: Was halten Sie vom neuen digitalen Elternbildungsprogramm? Sind Sie zufrieden mit der Erfassung Ihrer Angebote? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Eine junge, lachende Frau nimmt ihr kleines, strahlendes Mädchen auf einer Wiese mit Bäumen, huckepack.
Lernort Familie 3+: Ein unterstützender Elternbildungskurs für Eltern mit Kindern im Vorschulbereich. Quelle: iStock

Die Familie ist im Vorschulalter einer der wichtigsten Lernorte. Das Angebot «Lernort Familie 3+ – Eltern und Kinder gut vorbereitet für den Kindergarten» thematisiert Erziehungsfragen und zeigt auf, wie Eltern von drei- bis fünfjährigen Kindern diese im Alltag unterstützen können. Lernort 3+ vermittelt zudem Wissen zum Schulsystem, um einen gelingenden Eintritt in den Kindergarten zu ermöglichen und die Chancengerechtigkeit beim Schulstart zu erhöhen.

Das Angebot besteht aus 3 Modulen mit je 5 Gruppentreffen von 2 Stunden:

  • Modul 1 «Lernen im Alltag»,
  • Modul 2 «Freiraum und Grenzen»,
  • Modul 3 «Bereit für den Kindergarten». 

Der Einstieg ist immer möglich. Die Module können auch punktuell besucht werden.

Im Oktober starten die neuen «Lernort Familie 3+»-Kurse in Opfikon, Regensdorf, Schlieren, Volketswil und Wetzikon. Zudem wird neu auch ein Onlinekurs angeboten.

Kennen Sie Familien, die an diesen Fragen interessiert sind? Dann machen Sie diese doch auf unser Angebot aufmerksam. Ein Einstieg in den Kurs ist jederzeit möglich.

Mit zwei schönen Anlässen für Referentinnen und Referenten bzw. für Veranstaltende von Elternbildung ist die Geschäftsstelle in den Herbst gestartet: Dem Elternbildungsapéro und der Elternbildungsbörse.

Am Elternbildungsapéro auf dem Quartierhof Wynegg hörten die Teilnehmenden ein spannendes Referat von Marc Stoll zum Thema Motivation. Anschliessend galt es, sich bei einem feinen Apéro mit den anderen Teilnehmenden zu vernetzen, auszutauschen und gegenseitig auf den Neuesten Stand zur Elternbildung im Kanton Zürich zu bringen.

An der online durchgeführten Elternbildungsbörse stellten sich acht Referentinnen und Referenten mit ihren aktuellen Angeboten der Elternbildung vor. Diese können für Veranstaltungen im Kanton Zürich gebucht werden. Ausserdem präsentierten drei Fachstellen ihre Arbeit und ihr Angebot.

Elternbildung aktuell

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Seitdem das Corona-Virus die Welt und unseren Alltag beherrscht, finden neue Formate der Vermittlung immer mehr Anklang. So zum Beispiel Podcasts. Podcasts gab es selbstverständlich schon vor Corona-Zeiten. Aber dieses Format hat – wie auch Online-Veranstaltungen – in der Pandemie an Bedeutung gewonnen.

Denn, wie können Elternbildungsthemen unter Eltern gebracht werden, wenn keine physischen Veranstaltungen stattfinden? Wie können Eltern erreicht werden, die nicht an Elternbildungsveranstaltungen vor Ort teilnehmen können oder möchten? Und wie finden Eltern ein Zeitfenster, um sich zu bilden, wenn ihr Alltag immer ein bisschen zu voll ist? Da bieten Podcasts eine gute Möglichkeit. Beim Putzen, Wäschemachen, auf dem Heimweg von der Arbeit: Mit diesen Audioformaten kann Bildung ganz nebenbei passieren und dabei auch noch wunderbar unterhalten.

Gerade zu Themen aus der Elternbildung gibt es viele verschiedene Podcast-Serien. Die Themen werden in unterschiedlichen Formaten behandelt. So gibt es beispielsweise Interviews mit Fachpersonen, Gespräche unter Freundinnen, Ausschnitte aus Referaten, Lesungen usw.

Hier finden Sie einige Beispiele von Podcasts für Eltern aus der Schweiz (Auswahl, nicht abschliessend):

Logo von Netzwerk Bildung und Famile
Das «Netzwerk Bildung und Familie» unterstützt mit seinen Aktivitäten das Aufwachsen der Kinder in der Familie.

Das Netzwerk Bildung und Familie setzt sich für die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aus belasteten Familien ein. Dies geschieht durch die Unterstützung von Strukturen, um Eltern zu erreichen. So finden sich z. B. vielfältige Informationen zu Familienzentren.

Durch aktuelle Projekte sollen Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe gestärkt werden. Abgerundet wird das Angebot durch Informationen und Weiterbildungen für Fachpersonen in der anspruchsvollen Arbeit mit Eltern. Seit einiger Zeit sind alle Unterlagen, die einigen durch das Angebot conTAKT-kind bekannt waren, nun beim Verein Netzwerk Bildung und Familie zu finden und zu bestellen.

Elternbildung Schweiz stellt die doppelseitige Infografik zum Thema «So wird mein Kind seelisch stark» neu in 12 verschiedenen Sprachen zum kostenlosen Download bereit. Die Infografik liefert wichtige Hinweise in leicht verständlicher Sprache, wie Eltern ihre Kinder stärken können.

Eltern und Familien haben in Bezug auf Sprach- und Leseentwicklung eine wichtige Rolle. Der in 14 Sprachen vorliegende Ratgeber des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien hilft, wie Eltern Sprach- und Lesekompetenzen der Kinder fördern können. Der Ratgeber in Leporello-Form kann bestellt oder als PDF heruntergeladen werden.

Aus der Wissenschaft

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Eine Reihe mit Kinder-Strichmännchen. Am unteren Rand sieht man Farbstifte.
Die Studie gibt einen systematischen Überblick über die Angebotslandschaft in der Schweiz.

Die Studie des Forschungsbüros Ecoplan im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen beschreibt, kategorisiert und bewertet vorhandene Angebote zur Unterstützung von Familien. Ausserdem zeigt die Studie acht «Brennpunkte» auf.

Die Autoren der Studie kommen zum Schluss, dass insgesamt eine hohe Anzahl von Angeboten vorhanden ist, vor allem für Familien mit Kindern im Vorschul- bzw. Schulalter. Angebote für Familien mit erwachsenen Kindern gebe es dagegen kaum. Wenig überraschend zeigt die Studie grosse Unterschiede bezüglich der Verfügbarkeit von Angeboten im Stadt-Land-Vergleich sowie bei der Erreichbarkeit der Angebote für Familien mit schlechteren sozioökonomischen Voraussetzungen auf. Aussagen zur Qualität der einzelnen Angebote trifft die Studie nicht, da dazu die Datenlage bei der Dokumentation der Angebote zu gering ist.

Interessant sind die acht «Brennpunkte», die die Studie formuliert. Diese sind:

  • Unzureichendes Angebot im ländlichen Raum
  • Unübersichtlichkeit des Angebots
  • Unzureichende Versorgung mit aufsuchenden Angeboten für sozial benachteiligte Familien
  • Allfällige Kostenpflicht erschwert Zugang zum Angebot
  • Eingeschränktes Beratungsspektrum erschwert Zugang zum Angebot
  • Fehlende Sprachkenntnisse und mangelnde interkulturelle Sprachkompetenz unter den Anbietern
  • Beurteilung der Angebotsqualität ist schwierig und wird selten vorgenommen
  • Sozial benachteiligte Familien werden ungenügend erreicht

Zu diesen «Brennpunkten» benennt die Studie einige Lösungsansätze. Dazu gehört die proaktive Information über Kontaktpersonen, der Einsatz interkultureller Vermittelnden sowie die Förderung von niederschwelligen Zugängen.

Bücher, Publikationen, Links

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Buchcover «Huch, die Angst ist da!»
Kinder und Eltern erfahren was hilft, damit aus einem kleinen Angstgefühl kein großes Angstmonster wird.

Huch, die Angst ist da!; Wie sich Kinder und Eltern mit ihrem Angstmonster aussöhnen können, Ulrike Légé und Fabian Grolimund, Hogrefe, 2021, ISBN 978-3-456-86119-7


Ängste begleiten Kinder bis ins Erwachsenenalter, zeigen sich in verschiedenen Formen und können belastende Ausmasse annehmen. Wie können Kinder eine innere Sicherheit erlangen, um sich mutig auf die Welt einzulassen? Ulrike Légé und Fabian Grolimund stellen sich diesem Thema und machen Eltern und Kindern Mut, es ihnen gleichzutun.

Das Sach- und Mitmachbuch gliedert sich in einen Kinder-Teil und einen Eltern-Teil. Eltern rüsten sich bei Letzterem mit Fachwissen zu Angst, setzen sich mit ihrer eigenen Angst auseinander und erhalten praktische Tipps, um ihre Kinder zu stärken. Das erlangte Wissen kann anschliessend im Kinder-Teil mit den Kindern bearbeitet werden. Die Kinder und Eltern werden immer wieder dazu eingeladen, sich Gedanken über die eigenen Ängste zu machen, Bilder zu malen, Notfallpläne zu schmieden und somit gemeinsam und mutig der Angst zu begegnen.

Den Autoren gelingt es, mit einfühlsamer und bildreicher Sprache die Angst fassbar und verständlich darzustellen. Die praktischen und alltagsnahen Ratschläge sind ermutigend und laden zu einer gemeinsamen Auseinandersetzung mit dem Kind ein. Genau hier liegt die Stärke des Buches, denn im Austausch wird die Beziehung mit dem Kind gestärkt und gemeinsam nimmt man der Angst den Schrecken. Der Kinder-Teil liest sich als Kinderbuch und ist humorvoll, kindergerecht und spannend Illustriert. Kleinere Kinder bedürfen bei den Textabschnitten sicherlich mehr Hilfe als lesegewandtere Kinder.

«Huch, die Angst ist da!» richtet sich grundsätzlich an Eltern und Kinder, aber auch Fachpersonen haben nichts zu befürchten. Sie erhalten beim Lesen einen wertvollen und authentischen Einblick in die Lebenswelt von Kindern.

Buchcover «Gib mir mal die Hautfarbe»
Ein Ratgeber für Erwachsene darüber, wie das Thema Rassismus aktiv bekämpft werden kann.

Gib mir mal die Hautfarbe, Mit Kindern über Rassismus sprechen, Olaolu Fajembola & Tebogo Nimindé-Dundadengar, Beltz, 2021, ISBN 978-3-407-86689-9


Kein Platz für Rassismus. Spätestens seit der «Black Lives Matter»-Bewegung ist dies im Bewusstsein. Doch ist der eigene Einsatz gross genug, um gezielt gegen Rassismus und Diskriminierung einzustehen?

Die Autorinnen Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar nehmen die Leserinnen und Leser in ihrem Ratgeber mit auf die Reise zum Ursprung des Rassismus und ihren eigenen rassistischen Erfahrungen als Kinder in den 1980er-Jahren in Deutschland.

Mit Checklisten, Hinweisen und konkreten Einsatz- und Umsetzungsmöglichkeiten werden die Leserinnen und Leser auf die Weiterreise geschickt: Sie nehmen ihr Tun und Denken bewusster wahr, fassen Rassismus mit den Kleinsten in Worte und lassen sie in einer Welt, in der Vielfalt Normalität ist, antirassistisch leben und aufwachsen.

Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar gelingt es, blinde Flecken gegenüber Rassismus mit klaren Worten anzusprechen und Hand zu bieten, um Haltung und Verhalten zu überdenken.

Buchcover «Glückliche Patchworkpaare»
Patchwork ist die Champions League unter den Beziehungsmodellen.

Glückliche Patchworkpaare, Wie die Liebe mit neuer Familie gelingt, Katharina Grünewald, Beltz, 2021, ISBN 978-3-407-86650-9


Für Patchworkpaare ist es oft nicht einfach, sich auf ihre neue Liebe zu konzentrieren. Die Kinder brauchen gerade in dieser Phase viel Liebe und Aufmerksamkeit und die Trennung vom Expartner oder von der Expartnerin kann eine grosse Herausforderung darstellen, so das neue Buch zum Thema Patchwork von Katharina Grünewald.

Die Autorin ist Diplom-Psychologin und Patchworkfamilien-Therapeutin. Sie kennt das Patchwork-Leben aus eigener Erfahrung, hat auf diesem Gebiet geforscht und begleitet Patchwork-Familien.

Die Kernbotschaft ist die Ermutigung, eine starke und lebendige Liebe zu entwickeln. Sie unterteilt dies in sechs Phasen, die zugleich die Kapitel des Buches darstellen und so eine übersichtliche Struktur bieten.

In gut verständlicher Sprache erklärt die Autorin die Hintergründe möglicher Konflikte und menschlicher Verhaltensweisen. Sie bietet durch praktische Tipps und Übungen Unterstützung beim Verstehen der eigenen Muster und hilft bei der Gestaltung neuer Beziehungsformen. Alltagsnahe und einfühlsam formulierte Beispiele veranschaulichen die Theorie.

«Glückliche Patchworkpaare – Wie die Liebe mit neuer Familie gelingt» ist ein Arbeitsbuch, das den Lesenden einiges abverlangt. Ist man jedoch bereit, sich auf den Prozess einzulassen, dürfte es für Patchworkpaare eine Unterstützung und Bereicherung in der Beziehungsgestaltung mit allen Familienmitgliedern darstellen.

  • Elternstärken: Kompetenzen und Ressourcen erkennen und entwickeln. Kartenset für die Elternarbeit, Hannah Heine, BELTZ, 2021, EAN 4019172100797
  • 50 Motivationskarten für Erzieherinnen und Erzieher, Volker Friebel, BELTZ, 2021
  • Deine und meine Familie, Melanie Grässer / Eike Hovermann jun., BELTZ, 2021, ISBN 978-3-407-72779-4
  • Up to dad, Carsten Vonnoh, BELTZ, 2021, ISBN 978-3-407-86657-8
  • Wie Kinder fühlen, Udo Baer / Gabriele Frick, BELTZ, 2021, ISBN 978-3-407-86662-2
  • Behinderte Elternschaft und ihre Bewältigung, Miriam Düber, BELTZ, 2021, ISBN 978-3-7799-6590-9
  • Die Rhythmen und Rituale unserer Kinder. Vom Reichtum, der von innen kommt, André Stern, BELTZ 2021, ISBN 978-3-407-86661-5

Fachvorträge, Weiterbildungen, Tagungen

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Das diesjährige Motto der Jahrestagung der Elternmitwirkung im Kanton Zürich lautet «Schule – Eltern analog und digital vernetzt».

6. November 2021, 8.30–16.30 Uhr, Zürich

Eltern richten sich in Bezug auf ihren Umgang mit Bildschirmmedien an den sozialen Normen aus, die sie in ihrem privaten und beruflichen Umfeld, zunehmend aber auch auf sozialen Medien wahrnehmen. Doch welche Haltung wird auf Social Media dazu verbreitet?

11. November 2021, 12.00–14.00 Uhr, Zürich

Die Tagung des Marie Meierhofer Instituts für das Kind gemeinsam mit QualiKita (Qualitätslabel für Kindertagesstätten) beleuchtet Qualität in der frühen Kindheit aus verschiedenen Perspektiven. Unter anderem geht es um die «Verbindlichkeit und Transparenz als Herausforderungen der Qualitätsentwicklung im Frühbereich» sowie um Qualität aus der Sicht von Kindern.

12. November 2021, 8.30–16.00 Uhr, online

Die im vergangenen Jahr abgesagte Tagung dreht sich um Digitale Medien und deren sinnvolle Anwendung und Bedeutung für Kinder im Vorschulalter bis zur Primarschule.

13. November 2021, 8.30–15.30 Uhr, Zürich

Die Fachtagung des Schweizerischen Roten Kreuzes gemeinsam mit Pro Juventute liefert Vorträge, Austausch und Vernetzung darüber, wie Ressourcen von Jugendlichen gestärkt werden können und wie die psychosoziale Unterstützung von belasteten Familien gelingt.

30. November 2021, Biel und online

Kontakt

Amt für Jugend und Berufsberatung – Geschäftsstelle Elternbildung

Adresse

Siewerdtstrasse 105
8090 Zürich
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Für dieses Thema zuständig: