Elternbildungs-Newsletter Oktober 2020

Online-Veranstaltungen der Geschäftsstelle Elternbildung, Elternbildungsapéro, Elternbildungsblog, kjz-Infoblätter, Studien und vieles mehr im Elternbildungs-Newsletter vom Oktober 2020.

Inhaltsverzeichnis

Liebe Leserin, lieber Leser

Herbst- und Winterzeit ist Elternbildungszeit. Viele Veranstaltungen finden normalerweise in diesen Monaten statt. Ein Wort, welches uns in diesem Zusammenhang immer wieder begegnet, lautet «Planungssicherheit». Können wir überhaupt noch planen? Was ist denkbar? Sind Online-Veranstaltungen eine Alternative? Im vorliegenden Newsletter wird Ihnen das Thema Planungssicherheit darum an mehreren Stellen begegnen.

So planen wir, möglichst keine Veranstaltungen aufgrund der Corona-Situation abzusagen. Durchführung in grossen, gut belüfteten Räumlichkeiten, Video-Unterstützung oder Online-Durchführungen sollen für Eltern, Teilnehmende, Referentinnen und Referenten Planungssicherheit gewährleisten.

Viel Material für die Umsetzung von Online-Veranstaltungen zeigen wir im Kapitel Fachvorträge, Weiterbildungen, Tagungen: Es geht um technisches Werkzeug, um Fragen des Datenschutzes, um Methodik und Didaktik für erfolgreiche Online-Veranstaltungen in der Erwachsenenbildung.

Wie gewohnt berichten wir im Newsletter weiterhin über Aktuelles aus der Geschäftsstelle Elternbildung – im Januar steht z.B. der nächste Durchgang der Weiterbildung «Erfolgreich organisieren» an – sowie über Elternbildung im Kanton Zürich im Allgemeinen.

Viel Vergnügen beim Lesen.

Ihre Geschäftsstelle Elternbildung

In eigener Sache

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An einem Apéro stehen Männer und Frauen in kleinen Gruppen zusammen und unterhalten sich.
Austausch, Information und Inspiration am Elternbildungsapéro. Quelle: AJB

Ein Apéro online? Wir fangen die Kulisse des Brockenhauses für Sie ein, die Referentin steht nach dem fachlichen Impuls im Interviewformat für Sie und Ihre Fragen bereit. Und der Apéro? Den müssen wir über den Bildschirm miteinander teilen. Der Anlass ist in diesem Jahr kostenlos.

Der bereits im März geplante und auf den 26. November 2020 verschobene Elternbildungsapéro findet definitiv statt! Aufgrund der Situation rund um Covid-19 nicht wie geplant vor Ort, sondern innovativ und online.
«Lern- und Arbeitswelten der nächsten Generation» heisst es im Interviewgespräch mit Kerstin Wagner. Sie ist Professorin für Betriebswirtschaft und Entrepreneurship. Im Gespräch zeigt sie, mit welchen Themen sich Jugendliche und junge Erwachsene in Zukunft befassen werden.

Ein Vater mit zwei Kindern nutzt das Internet auf einem Tablet.
Veranstaltungen, die nicht vor Ort stattfinden können, werden nach Möglichkeit online durchgeführt.

Veranstaltungen, welche nicht vor Ort stattfinden können, sollen nicht abgesagt werden. Wir prüfen jeweils eine Durchführung online. Daher werden der Elternbildungsapéro, der Stammtisch Elternbildung «Café Elsi» und bei Notwendigkeit auch die Weiterbildung «Elternbildung erfolgreich organisieren» online umgesetzt.

In den letzten Monaten waren wir (manche sagen: endlich!) gezwungen, neue Formen und Formate von Elternbildungsveranstaltungen auszuprobieren. Im letzten Newsletter haben wir bereits davon berichtet. So wurde im Frühsommer der kantonale Elternbildungstag mit vielen Workshops online durchgeführt, im September folgte dann die 21. Kantonale Elternbildungsbörse als Webinar. Dort wurden Angebote vorgestellt wie:

  • Mutig und stark gegen Übergriffe
  • Familienzeit: es muss nicht immer Action sein
  • Beziehungsfördernde Kommunikation Erziehungsalltag
  • Fachstelle Paarberatung & Mediation im Kanton Zürich
  • Elterliche Sexualerziehung in der digitalisierten Gesellschaft
  • Gewaltfreie Erziehung: Starke Eltern – starke Kinder
  • Spiel mit mir! Wie Spielen die Entwicklung von Kindern fördert

Alle Materialien und Präsentationen zur Elternbildungsbörse sind hier zu finden.

Weitere Online-Veranstaltungen werden folgen.

«Café Elsi» – digital und planungssicher

Der zu Beginn des Lockdowns implementierte Stammtisch Elternbildung «Café Elsi» findet wieder statt am 12. November 2020. Er bietet Referentinnen und Referenten sowie Fachstellen und Veranstaltern von Elternbildung die Möglichkeit, sich unkompliziert, effizient und ohne Anmeldung zu aktuellen Fragen aus der Elternbildung auszutauschen und zu vernetzen. Die Themen des Stammtisches werden unter den Teilnehmenden gesammelt und durch die Geschäftsstelle Elternbildung vorbereitet. Beim letzten Stammtisch im September ging es um die Frage, wie Vernetzung und Austausch auch in Online-Anlässen gelingt und mit welchen Tools dies umgesetzt werden könnte. Um am Stammtisch teilzunehmen, brauchen Sie lediglich den passenden Link, den Sie rechtzeitig vor dem nächsten Termin zugeschickt bekommen. Sie haben bisher keinen Link bekommen? Bitte melden Sie sich bei der Geschäftsstelle Elternbildung. Weitere Infos zum nächsten Stammtisch finden Sie hier. Planungssicher!


Elternbildung an Schulen – auch online möglich

Sie möchten an Ihrer Schule (wieder) Elternbildungsveranstaltungen organisieren? Und sind sich unschlüssig wegen der Planungssicherheit? Prüfen sie eine Online-Durchführung! Zu vielen der im Katalog «Elternbildung an Schulen» aufgeführten Themen vermitteln wir Ihnen Referentinnen und Referenten, die diese Veranstaltungen auch online durchführen. Häufig ist es sogar recht kurzfristig möglich, von einer Vor-Ort- zu einer Online-Durchführung zu wechseln. Wir beraten Sie gerne!

Femmes-Tisch Logo: Frauen sprechen über Gesundheit, Erziehung und Prävention
Moderierte Gesprächsrunden in verschiedensten Sprachen.

Femmes-Tische wurde in den Bezirken Bülach und Dielsdorf viele Jahre lang durch die Suchtprävention Zürcher Unterland angeboten. Die Suchtpräventionsstelle wird per Ende 2020 aufgelöst. Ab 2021 wird die neu tätige Suchtprävention im Bezirk Bülach Femmes-Tische für beide Bezirke umsetzen.

Ab 2021 wird es neu sowohl im Bezirk Bülach als auch im Bezirk Dielsdorf je eine eigene Suchtpräventionsstelle geben. Die Suchtprävention Zürcher Unterland, bislang für beide Bezirke zuständig, wird per Ende 2020 aufgelöst. Die Trägerschaft für Femmes-Tische in diesen beiden Bezirken kann aber auch 2021 sichergestellt werden. Die ab 2021 neu tätige Suchtprävention im Bezirk Bülach wird Femmes-Tische im nächsten Jahr für beide Bezirke umsetzen. Die aktuelle Standortleiterin, Boryana Hilti, wird weiterhin als Standortleitung für die beiden Bezirke tätig sein.

Wir bedanken uns für die konstruktive Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren. Es freut uns, dass mit dieser Lösung Femmes-Tische in den beiden Bezirken nahtlos weitergeführt und auch zukünftig mit dem grossen Engagement der Kooperationspartner vor Ort umgesetzt werden kann.
 

In einem Sitzungszimmer mit roten Wänden steht eine Frau vor einem Flipchart und spricht zu vier Personen, die vor ihr an einem Tisch sitzen.
Elternbildung erfolgreich organisieren: Kurs und Tools unterstützen Fachpersonen dabei, selber Elternbildungsangebote zu veranstalten. Quelle: AJB

Der Einsteigerkurs für das Organisieren von Elternbildungsveranstaltungen findet statt am 30. Januar 2021. Planungssicherheit: Falls eine Durchführung vor Ort nicht möglich ist, dann online.

Möchten Sie Elternbildungsanlässe an Ihrer Schule, Kita oder in Ihrem Elternverein wirkungsvoll organisieren? An unserem Halbtageskurs «Elternbildung erfolgreich organisieren» am Samstag, 30. Januar 2021 erfahren Sie, worauf es bei einer Elternbildungsveranstaltung von A bis Z ankommt.

Sie erhalten einen Überblick über die Elternbildung im Kanton Zürich und lernen Hilfsmittel für die Organisation und Ausschreibung von Elternbildungsveranstaltungen kennen. Ausserdem bietet Ihnen der Vormittag Gelegenheit, sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen. 

Ab November sind wir wieder «komplett»! Roberta Borsari hat im August die Geschäftsstelle Elternbildung verlassen. Wir bedanken uns bei ihr ganz herzlich für ihre Tätigkeit, ihren Einsatz und ihr Engagement.

Im November startet ihre Nachfolgerin Miriam Bühler und komplettiert unseren «Veranstaltersupport». Wir freuen uns auf die neue Kollegin!

Elternbildung aktuell

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Emblem Jubiläum 10 Jahre Netz2
10 Jahre Netz2

Jugendliche und junge Erwachsene mit Problemen in mehreren Lebensbereichen werden durch das Case Management Netz2 beim Abschluss einer Ausbildung unterstützt. Anmeldungen erfolgen über sogenannte Case Maker aus Berufsberatung, Jugend- und Familienberatung, der regionale Arbeitsvermittlung, dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst etc.

Das zunächst als Projekt gestartete und später in das Regelangebot der Berufsberatung im Kanton Zürich überführte «Netz 2» bietet Jugendlichen im Alter von 14 bis 24 Jahren Unterstützung im Erreichen einer Ausbildung auf Sekundarstufe II. Die Case Manager von Netz2 begleiten Jugendliche, die mit einer Mehrfachproblematik konfrontiert sind. Netz2 entwickelt keine neuen Angebote, sondern verknüpft die bestehenden Fachstellen, Angebote und Akteure. Gemeinsam mit den Jugendlichen und den Fachleuten werden Ziele und Massnahmen erarbeitet.

Dazu meint der Leiter des Angebots, Matthias Fuszenecker: «Durch gelungene Kooperationen zwischen allen Beteiligten und mit vereinten Kräften gelingt es immer wieder, dass junge Erwachsene mit den schwierigsten Voraussetzungen ihren Sek-II-Abschluss erreichen und damit ihre Lebenssituation verbessern.»
Netz 2 wirkt: In den vergangenen 10 Jahren wurden 830 Jugendliche erfolgreich begleitet. Erfolgreich, weil 50% der teilnehmenden Jugendlichen die Ausbildung entweder abgeschlossen haben oder weil sie sich zwar noch in der Ausbildung befinden, eine weitere Begleitung durch Netz 2 aber nicht mehr nötig ist und die Jugendlichen allfällige Schwierigkeiten selbstständig meistern.

«Meine Case Managerin wusste immer, wo es für mich gerade problematisch war. Zu zweit eine Lösung zu finden, half mir sehr.» sagt Sarah aus Winterthur, 15 Jahre. 

Eine Fachperson vor einem Screenbildschirm
Elternbildungs-Blog von Elternbildung Schweiz

Der Elternbildungs-Blog von EB Schweiz informiert über die Elternbildung. Mitmachen möglich!

Im Blog von Elternbildung Schweiz wird Elternbildung konkret. In vielfältigen Blogbeiträgen werden aktuelle Themen und Herausforderungen in der Elternbildung beleuchtet. So drehen sich die Beiträge des Blogs derzeit zum Beispiel um den Wert unbezahlter Familienarbeit, um Entscheidungen zu Zeiten von Corona oder um die Fachstelle «kompass» in Solothurn. 

Elternbildung Schweiz publiziert regelmässig neue Blogbeiträge. Haben Sie ein spannendes Thema aus der Elternbildung und möchten selbst zum Blog beitragen? Melden Sie sich mit Ihrer Idee direkt bei Daniela Melone, Geschäftsführerin von Elternbildung Schweiz. Ein regelmässiger Blick in den Blog lohnt sich!

Titelblatt der kjz-Infoblätter in grün und lila
Die kjz-Infoblätter unterstützen Fachpersonen im Kontakt mit Eltern

Übersichtlich aufbereitet und Themen aufgreifend, denen Eltern in der ersten Zeit des Familienlebens begegnen: Die kjz-Infoblätter zum Familienleben sollen Fachpersonen im Kontakt mit Eltern unterstützen.

Die kjz-Infoblätter beschreiben Themen aus der ersten Zeit des Familienlebens. Es geht unter anderem um Einschlafen und Durchschlafen, um Ernährung und Stillen, um Trotzen und Schreien. Die Infoblätter sind gedacht, um sie im Kontakt mit Eltern zu nutzen und Eltern darauf hinweisen. Sie sind hier zu finden.


Zu folgenden Themen ist je ein Infoblatt vorhanden:

  • Eifersüchtig auf das neue Geschwisterchen
  • Spielen ist wichtig
  • Muttermilch abpumpen und aufbewahren
  • Einschlafen und Durchschlafen
  • Ernährung im ersten Lebensjahr
  • Der erste Schuh
  • Ernährung während der Stillzeit
  • Streit und Rivalität unter Geschwistern
  • Albträume und Nachtschreck
  • Vegetarische Ernährung
  • Schnupfen, Niesen und Co.
  • Gesunde Milchzähne
  • Stillen und Arbeiten
  • Reisen mit Babys und Kleinkindern
  • Tragehilfen
  • Wenn die Freude fehlt – Postnatale Depression
  • So klappt’s mit dem Trockenwerden
  • Milchstau und Brustentzündung
  • Trotzen und selbstständig werden
  • Sonnen- und Insektenschutz
  • Ernähren mit der Babyflasche
  • Mein Kind hört nicht auf zu schreien

Ein junger Vater sitzt auf einem Sessel und erzählt (Videoausschnitt)
«Vater werden ist nicht schwer…» In Fünf Episodenfilmen wird das Vaterwerden rund um die Geburt beleuchtet.

Fünf filmische Episoden zeigen viele Facetten des Vaterwerdens rund um die Geburt. Die Weltgesundheitsorganisation hat die Beteiligung von Männern während der Schwangerschaft, bei der Geburt und nach der Geburt als vorrangiges Ziel erklärt. Denn Männer, die eingebunden sind, tragen zur Verbesserung der Gesundheit der gesamten Familie bei.

Der Schweizer Dokumentarfilm «Geburt eines Vaters» beleuchtet in fünf Episoden viele Facetten des Vater-Werdens und -Seins aus den Augen der Väter. Alle Episoden des Films sind kostenfrei abrufbar. Interviews mit 18 Väter und 14 Fachpersonen runden die Seite ab.

Logo der Fachstelle für Vereine Vitamin B
Die Fachstelle für Vereine vitamin B liefert Antworten auf Fragen rund um Freiwilligenarbeit, Ehrenamt und Vereinstätigkeiten.

Seit über 20 Jahren liefert die Fachstelle für Vereine vitamin B kompetente Antworten auf viele Fragen rund um Freiwilligenarbeit, Ehrenamt und Vereinstätigkeiten.

Auf der Website von vitamin B finden sich viele Informationen rund um die Themen Vereinsgründung, Vereinsmanagement, Mitgliederverwaltung, Finanzen, Kommunikation und Rechtliches. Umfangreiches und gut strukturiertes Material gibt es auch (Thema Planungssicherheit) zur Umsetzung von Online-Veranstaltungen.

Vitamin B steht allen gemeinnützigen Vereinen und anderen Organisationen offen, die sich für eine demokratische und solidarische Entwicklung der Gesellschaft einsetzen.  

Aus der Wissenschaft

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Nachdenkliches Teenagermädchen mit Hand an Stirn
Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen leiden während Corona-Krise noch mehr.

Die Corona-Krise hat vielen Kindern und Jugendlichen psychisch zugesetzt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Oliver Bilke, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste der Luzerner Psychiatrie.

Viele Familien sind gestärkt aus der Krise gekommen. Dies treffe aber nicht auf alle zu, zieht die Studie Fazit. Von psychischen Problemen betroffen sind vor allem Kinder- und Jugendliche, die bereits vor der Krise mit psychologischen Problemen zu kämpfen hatten.

Die Untersuchung zeigt:

  • Die Corona-Krise könnte bei jedem zehnten Minderjährigen zu einer posttraumatischen Störung führen.
  • Seit dem Lockdown hat die Fallzahl von jungen Menschen mit Depressionen, Angstzuständen, Aggressionen und sozialen Phobien markant zugenommen.
  • Äusserungen von suizidalen Gedanken haben seit dem Lockdown zugenommen.
 

Die weitere Entwicklung hänge nun auch von der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung ab, heisst es weiter. Unter den Jungen herrsche eine anhaltende Unsicherheit, viele fürchteten um ihre Perspektive. 

Titelblatt der Studie
Die Studie des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte (SKMR)

Die Kinderrechtskonvention (KRK) garantiert einem Kind unter anderem, dass es sich zu sämtlichen Angelegenheiten äussern kann, von denen es betroffen ist.

Gemäss einer Studie des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte (SKMR), an der sich auch der Kanton Zürich und der Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe, AJB beteiligt haben, sind diese Rechte in der Schweiz noch nicht vollständig umgesetzt.

Der Art. 12 UN-KRK ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichts früh nach dem Inkrafttreten der UN-KRK in der Schweiz (1997) als direkt anwendbare Bestimmung anerkannt worden. Die geäusserte Meinung des Kindes soll in die Entscheidungsfindung miteinbezogen werden. Dies umfasst mehr Partizipationsformen als nur das Recht auf Anhörung: Das Recht auf Information, auf Anwesenheit, auf freie Meinungsbildung und -äusserung, das Recht, gehört zu werden, sowie das Recht auf Begleitung und Vertretung. Auch ist eine Partizipation nicht an die Urteilsfähigkeit des Kindes gebunden.

Die einzelnen nationalen Rechtsgrundlagen, die nationale und kantonale Rechtsprechung sowie die Ergebnisse der Befragung bei neun Kantonen und einige Good-Practice-Beispiele aus den Kantonen zeigen insgesamt ermutigende Fortschritte für Kinderrechte in der Schweiz. Abgeschlossen ist dieser Prozess laut der Studie jedoch noch nicht.

Genannt werden für die Förderung von Partizipation:

  • Faktoren auf nationaler und kantonaler Ebene
  • auf rechtlicher Ebene
  • auf fachlicher Ebene
  • in Institutionen wie Behörden, Gerichte, Schulen, Spitäler


Weiterhin listet die Studie auf, in welchen Bereichen Lücken bestehen (Auszug):

  • Familienrecht (z.B. Alter von Kindern bei Anhörung in familienrechtlichen Verfahren)
  • Jugendstrafrecht (z.B. Förderung von Jugendstrafmediation)
  • Bildung (z.B. Regelung zur Parteistellung des Kindes bei Schulausschluss)
 
 

Folgende Empfehlungen werden an den Bund ausgesprochen:

  1. Systematischer Einbezug von Kindern und Jugendlichen auf Bundesebene
  2. Partizipation als verbindliches Leitziel der Kinder- und Jugendpolitik in der Schweiz
  3. Eidgenössisches Büro für die Kinderrechte
  4. Schweizweite Sensibilisierungskampagnen zur Partizipation
  5. Anpassungen von Verfassung und Zivilgesetzbuch
  6. Systematischer Einbezug von Kindern und Jugendlichen auf kantonaler Ebene
  7. Stärkung der Vernetzung und des Fachaustauschs zur Umsetzung von Art. 12 UN-KR
  8. Partizipation des Kindes als Evaluationskriterium im Rahmen der Aufsicht
  9. Praxiserhebungen zur Partizipation auf kantonaler Ebene
  10. Kantonale Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche

Bücher, Publikationen, Links

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Buchcover mit bunten Häuasern und dem Titel des Buches weisse Schrift auf rosa Hintergrund
Das Buch fördert das Bewusstsein für kulturelle Vielfalt und hilft Vorurteile abzubauen.

Angela Eberding, Vandenhoeck + Ruprecht, 2020
ISBN 978-3-525-40849-0

Wie gelingt eine systemische Beratung von Familien mit Migrationsbiografien? Wie kann den unterschiedlichen Werten, Erziehungsvorstellungen und Glaubenssystemen Rechnung getragen werden? Welche Einstellung erleichtert eine interkulturelle Kooperation? Dieses Buch fördert das Bewusstsein für kulturelle Vielfalt und hilft Vorurteile abzubauen.

Die Autorin erklärt anhand von anschaulichen Praxisbeispielen, wie das Modell der Neuen Autorität auf die Beratung von Eltern übertragen werden kann. Sie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf und beschreibt Interventionen für multikulturelle Kontexte. Durch eine neugierige, fragende Haltung wird ein Zugang zu anderen Kulturen ermöglicht. Im Zentrum der Beratung steht die Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung.

Auf 80 Seiten erweitern Fachpersonen ihr Wissen im Umgang mit Kulturdifferenzen. Diese kompakte Lektüre lädt dazu ein, die eigene Anschauung zu hinterfragen und neue Lösungsansätze auszuprobieren. 

Vater und Sohn beide tragen einen roten Rock
Das Buch behandelt das Thema, wie wir unsere Söhne aus der Geschlechterfalle befreien.

«Prinzessinnenjungs - Wie wir unsere Söhne aus der Geschlechterfalle befreien». Nils Pickert, beltz, 2020
ISBN 978-3-407-86587-8

Jungen haben immer noch mächtige Erwartungen an ihre Geschlechterrolle zu erfüllen. Sie sollen stark sein, ab einem gewissen Alter nicht mehr weinen und ja keine Röcke tragen.

Der Journalist und Vater Nils Pickert hat ein leidenschaftliches Plädoyer geschrieben für die Erziehung unserer Söhne, die sie aus starren Geschlechterrollen befreit. Er zeigt auf, wie die Männlichkeits-Normierung stattfindet: beim Spielzeugkauf, auf dem Pausenplatz oder im Gefühlsleben - und wie sehr sie Jungen in ihrer Entfaltung schadet. Viele Jungen lieben Fürsorglichkeit und Puppen und es gibt eine Vielfalt von Wegen, die vom Jungen zum Mann führen. Wie Eltern ihre Söhne dabei unterstützen können, zeigt Pickert mit vielen Hinweisen und Beispielen.

Die Erwachsenenwelt prägt das Aufwachsen unserer Söhne und Töchter mit ihren ständig präsenten Geschlechtervorstellungen. Wenn uns diese bewusster sind, können Jungen und Mädchen breitere Lebenserfahrungen sammeln, und zwar in «männlichen» wie «weiblichen» Domänen.  

 
  • Wie Kinder stark werden und Eltern entspannt bleiben.
    Uta Allgaier, Ellert&Richter, 2020, ISBN 978-3-8319-0777-9
  • Hochsensible Eltern. Zwischen Empathie und Reizüberflutung – wie Sie ihrem Kind und sich selbst gerecht werden.
    Elaine N. Aron, mvg, 2020, ISBN 978-3-7474-0149-1
  • Unterstützung für Angehörige von Menschen mit Esstöreungen.
    Ein Leitfaden für Eltern, Geschwister, Partner und Fachpersonal.
    Janet Treasure, Grainne Smith, Anna Crane, Facultas, 2020,
    ISBN 978-3-7089-1760-3
  • Beziehungskiller Kind? Wie Eltern den Familienalltag harmonisch und gleichberechtigt leben. Susanne Wawer, Trias, 2020, ISBN 978-3-432-11138-4
  • Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles – Was Eltern gewinnen, wenn sie den Mental Load teilen. Laura Fröhlich, Kösel, 2020, ISBN 978-3-466-31146-0
  • Du musst nicht perfekt sein, Mama! Schluss mit dem Supermama-Mythos – wie wir uns vor überhöhten Ansprüchen befreien.
    Margrit Stamm, Piper, 2020, ISBN 978-3492997232
  • Die Ältern – wenn aus Eltern Ältern werden.
    Jan Weiler, Piper, 2020,  ISBN 978-3492070645
  • Praxisbuch Adoption Psychologische und soziale Besonderheiten bei Adoptivfamilien. Kerstin Haury, Sigrid Loerke, Jürgen Stapelmann, Heike Zimmerling, 2020, ISBN  978-3-7799-6225-0
  • Was passiert, wenn ich tot bin?
    Caitlin Doughty, Beck, 2020, ISBN 978-3-406-75717-4
  • Die Dinge gechillt geregelt kriegen - Hausaufgaben, Handy und Hobby besser organisieren. David Allen, 2020, Piper, ISBN 978-3-492-06221-3
  • Die Macht des Schlechten - Nicht mehr schwarzsehen und gut leben. Roy F. Baumeister, John Tierney, 2020,  ISBN 978-3-593-51167-2
  • Kinder wollen – Über Autonomie und Verantwortung.
    Barbara Bleisch, Andrea Büchler, Hanser, 2020, ISBN 978-3-446-26575-2

Das Logo der Webplattform feel-ok in grüner Schrift
Die Informationsseite für Jugendliche, Lehrpersonen und Eltern

Die Informationsseite für Jugendliche, Lehrpersonen und Eltern feel-ok.ch hat ihre Informationen für Eltern ausgebaut. Es finden sich nun von Sucht-Schweiz produzierte Videos in einfacher Sprache zu jugendrelevanten Themen.

Die Inhalte für Eltern auf feel-ok.ch wurden mit Erklärvideos in einfacher Sprache erweitert. Diese wurden von Sucht Schweiz und Carrefour Addiction produziert. Die Videos liefern kurz und bündig Informationen zu Alkohol, Cannabis, zu Beziehung, zu Tabak. Damit möchte man die Kompetenzen von Eltern mit aktuellen und guten Informationen stärken. Dieses Projekt wurde durch den Nationalen Alkoholpräventionsfonds und verschiedene Stiftungen finanziell unterstützt.

Titelbild Kartenset weisse Schrift mit grünem Hintergrund
Das Kartenset «in Worten» unterstützt bei der Suche nach der passenden Wortwahl.

Was tun, wenn Ihr Gesprächspartner in Kurs oder Beratung die passenden Worte nicht findet, sich nicht so gut ausdrücken kann? Unterstützend helfen könnten dann die Karten «In Worten» sein. Darin finden sich Aussagen oder Kognitionen aus der alltäglichen Lebenswelt, die jeweils in einem Set ein Thema aufarbeiten. Weitere Informationen zu den Karten finden Sie hier.

Die Themen sind:

  • Gefühle in Worten: Robert Rossa, Julia Rossa
  • Kommunikation in Worten: Kathrin Ripper
  • Werte und Sinn in Worten: Alexander Noyon, Thomas Heidenreich
  • Scham in Worten: Melanie Gräßer
  • Lösungen finden in Worten: Günter G. Bamberger
  • Körper und Psyche in Worten: Melanie Gräßer

Fachvorträge, Weiterbildungen, Tagungen

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Das österreichische MOOC (Massive Open Online Course, deutsch massiver offener online Kurs) Imoox bietet neben anderen Kursen auch einen Kurs zur Umsetzung von Online-Erwachsenenbildung an. Imoox steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO und wird von der Technischen Universität Graz aufgeschaltet. Die Kurse sollen, laut eigener Aussage, auf universitärem Niveau stattfinden.

Der Online-Kurs zur Erwachsenenbildung umfasst 8 Lektionen. In diesen Lektionen geht es unter anderem um digitale Formate und Didaktik, um digitale Werkzeuge, um Sicherheit und Datenschutz, um Medienkompetenz und ganz konkret um Webinare. Pro Lektion wird ein Workload von 3-4 Stunden veranschlagt. Der eigentliche Kurs ist zwar bereits abgeschlossen, alle Inhalte sind aber bis 31. Dezember 2020 im Selbststudium noch abrufbar. 

An der Schweizer Erzählnacht 2020 werden Tausende Kinder und Jugendliche ihr Glück in Geschichten suchen, mit Abenteurern und Heldinnen mitfiebern, die Glück im Unglück haben oder auf gut Glück in die Welt ziehen. Sie werden darüber diskutieren, was Glück für sie bedeutet und in Spielrunden ihr Glück versuchen.

19. November 2020 

Bewegte Medien – Medien in Bewegung.
Aktive Medienbildungsarbeit mit Kindern.

Die Tagung dreht sich um das Thema Medienpädagogik. Die Teilnehmenden erfahren im Hauptreferat was unter aktiver Medienbildungsarbeit verstanden wird und wie die Digitalisierung zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung bei Kindern genutzt werden kann.

Ergänzend bieten 20 verschiedene Workshops für Kita, Spielgruppe, Kindergarten und Primarschule die Möglichkeit, die Themen Bewegung, Ernährung und psychische Gesundheit zu vertiefen. 

7. November 2020
PH Zürich

Wohlbefinden, Lebensräume und Perspektiven

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Um 6 im Kreis 5» lädt die ZHAW zu Vorträgen und Diskussionen zu aktuellen Themen der Sozialen Arbeit ein. Dass Kinder eine Stimme haben, ihre Anliegen gehört werden und sie sich partizipativ einbringen können, ist nicht nur ihr Recht, sondern auch eine der wichtigsten fachlichen Grundlagen für familien- und jugendspezifische Entscheidungen.

Für die weltweite Studie «Children’s Worlds» war daher von grosser Bedeutung, Kinder selbst zu befragen: Welche Bedingungen machen für sie ein gutes Leben aus? Mit der erstmaligen Teilnahme der Schweiz am internationalen Projekt liegen nun auch wertvolle Erkenntnisse zu den Perspektiven von Kindern auf ihre Lebensräume und ihr Wohlbefinden hierzulande vor.

Planungssicher: Die Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch online möglich. Die Platzanzahl vor Ort ist limitiert. Anmeldung erforderlich!

3. November 2020
Campus Toni-Areal, Zürich 

Live und als Aufzeichnung zum Nachhören!

Was brauchen Kinder und Jugendliche, damit es ihnen seelisch und körperlich gutgeht? Wie können Eltern und Schule den Weg in ein gelingendes, selbstständiges Leben gestalten?


Verschiedene Referentinnen und Referenten vermitteln im Dialog mit dem Publikum spannende wissenschaftliche Erkenntnisse über unterschiedliche Aspekte der Kindheit – verständlich, inspirierend und alltagsnah. Zur Anmeldung geht es hier.

  • Prof. Dr. Sonja Perren: Kinder beim Lernen begleiten. Als Podcast
  • Prof. Dr. Daniel Süss: Der Medienalltag von Kindern – Chancen und Risiken. Als Podcast
  • Prof. Dr. Bea Latal: Früh geboren – späte Folgen? 06.10.20, 18.00 Uhr
  • Prof. Dr. Oskar Jenni: Mythen und Fakten zur Kindheit, 03.11.20, 18.00 Uhr
  • Prof. Dr. Martin Meyer: Wie Sprache in den Kopf kommt, 08.12.20 18.00 Uhr
  • Prof. Dr. Margrit Stamm: Kinder auf Erfolgskurs? Was Eltern bei der Förderung beachten sollten, 12.01.21, ausverkauft, Warteliste
  • Prof. Dr. Guy Bodenmann: Elterliche Sensitivität und kindliche Bindung, 9.02.20
  • Dr. Barbara Bleisch: Ein Kind, ein Projekt? Eine Philosophie der Elternschaft, 9.03.21, 18.00 Uhr
  • KD Dr. Caroline Benz: Vom Ich zum Du – kindliches Sozialverhalten in den ersten Lebensjahren, 13.04.21, 18.00 Uhr
  • Prof. Dr. Günther Fink: Wie sich Frühförderung im Kampf gegen Armut auszahlt, 18.05.21, 18.00 Uhr
  • Prof. Dr. Lutz Jäncke: Das kindliche Hirn im digitalen Zeitalter, 01.06.21, 18.00 Uhr
  • Prof. Dr. Ulrich Trautwein: Schulisches Selbstvertrauen ein zentraler Erfolgsfaktor, 06.07.21, 18.00 Uhr

Kontakt

Amt für Jugend und Berufsberatung – Geschäftsstelle Elternbildung

Adresse

Siewerdtstrasse 105
8090 Zürich
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