Elternbildungs-Newsletter April 2021

Kantonaler Elternbildungstag 19. Juni 2021, News zum digitalen Elternbildungsprogramm, Abschluss Projekt Lernort Familie 5+, Kindesschutzradar, Suizidprävention und vieles mehr im Elternbildungs-Newsletter vom April 2021.

Inhaltsverzeichnis

Liebe Leserin, lieber Leser

Digitales Elternbildungsprogramm: Online? Echt? Schon wieder? Soll es im vorliegenden Newsletter erneut um Online-Formate, Online-Tools und Online-was-weiss-ich gehen? Nein! Und doch ja, ein bisschen: Mit grosser Freude können wir Sie (man kann sagen: «endlich») über neue Funktionen unseres digitalen Elternbildungsprogramms informieren. Die ausgeschriebenen Kurse und Veranstaltungen sehen schöner aus. Sie lassen sich durch praktische Suchfunktionen leichter finden. Und ganz neu können Veranstaltungen nun einfach, schnell und ganzjährig selbst eingegeben werden.
 
Viel Vergnügen beim Lesen.
 
Ihre Geschäftsstelle Elternbildung
 

5 Fragen an ...

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Mona Vetsch,  Journalistin und Moderatorin
Mona Vetsch, Journalistin und Moderatorin

Mona Vetsch startete ihre journalistische Karriere bei der Thurgauer Zeitung und Radio Thurgau, bevor sie zum damaligen Radio DRS 3 und später zum Schweizer Fernsehen wechselte. Frau Vetsch ist bekannt für Reportagen und Dokumentationen. Aktuell blickt Sie in ihrer Reihe «Mona mittendrin» hinter die Kulissen. Seit einigen Jahren moderiert Mona Vetsch das «St. Galler Forum», die St. Gallische Version des Zürcher kantonalen Elternbildungstags.

  1. Als Mutter gehören Sie zur Zielgruppe der Elternbildung. Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen damit?

    Austausch hilft. Eigene Fragen oder Problemstellungen formulieren zu können ist ein erster Schritt, um Antworten zu finden. Oft führt schon allein die Feststellung, dass es vielen ähnlich geht, zu mehr Gelassenheit in Alltagsdingen.
  2. Alle Eltern kommen manchmal an ihre Grenzen und die Elternbildung kann da unterstützen. Wie könnte der Elternbildung medial mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden?

    Elternbildung, Erziehung etc. fliesst in viele Formate von SRF ein. In letzter Zeit sogar vermehrt, das sieht man z. B. an der Lancierung des SRF Familienforums. Auch Social Media ist eine grosse Chance. Es gibt viele Foren, Podcasts, Blogs, die sich diesen Themen annehmen und wo man sich austauschen kann. Auch Fachstellen können sich dort einbringen. Für einen Erstkontakt kann das günstig sein. Die Hürde ist für Ratsuchende angenehm tief.
  3. Im Rahmen Ihrer Sendungen haben Sie häufig Kontakt mit Menschen und Familien. Haben Sie schon mal bereut, gewisse Inhalte öffentlich gemacht zu haben? Mussten oder wollten Sie während des Drehs schon mal einschreiten?

    Mein Produzenten-Team bespricht im Vorfeld mit unseren Protagonisten, welche Themen in etwa auf sie zukommen. Vertrauen ist die Grundlage, damit sich jemand öffnen kann. Wir stellen Menschen nicht bloss oder hauen sie in die Pfanne.
  4. Wie kam es zu Ihrem Engagement in der Elternbildung beim «St. Galler Forum» und was ist Ihnen dabei besonders wichtig?

    Hinter der Tagung steckt ein leidenschaftliches, eingespieltes Team, deshalb ist sie auch so erfolgreich. Lustigerweise war ich bei meiner ersten Moderation noch gar nicht Mutter. Das «St. Galler Forum» hat mich also in allen Phasen der Elternschaft begleitet, ich profitiere selber von jeder Tagung. Es sind inzwischen auch viele Männer dabei. Das finde ich super.
  5. Welche neuen Herausforderungen sehen Sie für sich als Mutter und für Eltern allgemein in den nächsten Jahren?

    Der Umgang mit Smartphone und Social Media bleibt ein Dauerbrenner. Ich game selber gerne und habe wenig Berührungsängste. Trotzdem bin ich oft unsicher, wieviel «zu viel» ist. Ausserdem wünsche ich mir, dass Eltern in Zukunft die «Familienarbeit» gleichmässiger unter sich aufteilen können. Wenn ich Menschen frage, was in ihrem Leben wirklich wichtig ist, sagen mir alle: die Familie. Wenn jeder seinen Teil einbringen kann, ist das für alle eine Bereicherung.

In eigener Sache

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Kleiner Junge auf rotem Sofa mit Kopf vorüber
Elternbildungstag 2021

Auch in diesem Jahr sind wir online unterwegs. Erleben Sie bequem von zu Hause aus das Hauptreferat von Prof. Dr. Oskar Jenni «Jedes Kind ist anders». Im Anschluss stehen Müttern und Vätern verschiedene Workshops zur Auswahl. Anmeldeschluss ist der 7. Juni 2021.

Wir freuen uns auf Sie!

Screenshot der Erfassungsmaske im Veranstaltungstool Trainingplus
Maske zur Kurserfassung für Elternbildungsangebote.

Seit Anfang des Jahres erscheint das digitale Elternbildungsprogramm in einem neuen Kleid mit frischer Optik und praktischen Suchfunktionen. Nun gibt es weitere Neuerungen: Sie können Ihre Elternbildungsveranstaltungen selbst online erfassen.

Das geht einfach über die Erfassungsmaske. Dort können Sie sich, falls noch nicht vorhanden, ein Login erstellen. Anschliessend erfassen und verwalten Sie ihre Veranstaltungen selbst. Dies ist ganzjährig möglich, sobald Sie anfangen wollen, Ihre Veranstaltung zu bewerben. Alle Veranstalter in unserer Adressdatenbank wurden darüber bereits informiert. Veranstaltungen, die mit dem Stichdatum 15.10.2020 eingereicht wurden, sind in das neue Layout übernommen worden. Für diese Veranstalter wurde bereits ein Login erstellt und die Zugangsdaten verschickt.

Einmal erfasste Veranstaltungen können von Ihnen kopiert werden. Dies ist hilfreich, wenn Sie eine Veranstaltung an einem anderen Datum erneut anbieten. So müssen Sie nur wenige Informationen anpassen.

Alle Veranstaltungen werden durch die Geschäftsstelle Elternbildung freigeschaltet und erscheinen im digitalen Elternbildungsprogramm. In der Regel geschieht dies innerhalb von drei Werktagen. Andernfalls werden wir uns direkt bei Ihnen melden.

Sie haben Fragen oder sind unsicher, wie die Erfassung funktioniert? Dann hilft Ihnen das Manual mit Erklärvideo weiter. Selbstverständlich können Sie sich auch jederzeit direkt an uns wenden.

Mit der Lancierung des neuen digitalen Elternbildungsprogramms werden in Zukunft die bisher halbjährlich erscheinenden gedruckten Leporellos entfallen. Für den Sommer planen wir ein attraktives Printprodukt, welches mit einem QR Code dynamisch und immer aktuell zu den Angeboten im Elternbildungsprogramm führt.

Lächelnder, blonder Junge steht vor einem Feld.
Wie geht es mit dem Anschlussangebot «Lernort Familie 5+» weiter?

Anfang des Jahres konnte das Pilotprojekt «Lernort Familie 5+», welches die Geschäftsstelle Elternbildung in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Heilpädagogik (HfH) durchführte, abgeschlossen werden. Es handelte sich um ein Anschlussangebot an das Projekt ZEPPELIN 0–3 und an «Lernort Familie 3+».

Das Kursangebot «Lernort Familie 5+» richtete sich an Mütter und Väter mit Kindern im 2. Kindergarten, der 1. und der 2. Klasse. Es wollte Eltern in Risikokonstellationen darin unterstützen, ihre Kinder entwicklungsfördernd und liebevoll in der Zeit des Schuleintritts zu begleiten. Im Zentrum des Kursangebots standen die Familie als Bildungsort und die Eltern als Vermittler von Lernanregungen und emotionaler Sicherheit. Teilnehmen konnten Eltern, die am Projekt ZEPPELIN 0–3 teilgenommen hatten, und weitere interessierte Väter und Mütter. Die Geschäftsstelle Elternbildung war als Praxispartnerin der HfH zuständig für die Konzeption und die Durchführung der Kurse. 35 Durchführungen des mehrteiligen Kurses konnten in zwölf Gemeinden vom Oktober 2017 bis Dezember 2020 umgesetzt werden. Insgesamt besuchten knapp 190 Eltern das Gruppenangebot.

Aktuell wird überprüft, wie die Zukunft des Angebotes Lernort Familie 5+ aussehen wird. Die Langzeitstudie Zeppelin (Zürcher Equity Präventionsprojekt Elternbeteiligung und Integration) wird nach wie vor weitergeführt.

Bildmontage der drei Flyertitel Fit for Family
Fit for Family – Elterncoaching für Mütter und Väter in einer belastenden Lebenssituation.

Viel wurde überlegt: Wie können Elternbildungsanlässe ohne Präsenz stattfinden? Was braucht es? Nun sind wir nach einigen Monaten Erfahrung der Frage nachgegangen: Wie sind die Online-Formate bei den Teilnehmenden angekommen? Zwei Erfahrungsberichte.


Fit For Family

Als wir, die Kursleitenden der Geschäftsstelle Elternbildung, im Herbst 2020 mit dem Kurs Fit for Familiy für Eltern mit Kindern zwischen 2 und 5 Jahren starteten, ahnten wir noch nicht, dass wir bald neue Erfahrungen machen werden. An den ersten drei Terminen konnten wir uns in einem Kursraum treffen. Wir trugen zwar eine Maske, aber ansonsten verliefen die Kurstermine wie gewohnt. Dann sind die Corona-Fallzahlen in der Schweiz stark angestiegen und die vom Bundesrat verordneten Massnahmen wurden verschärft. Uns wurde klar, dass wir eine neue Lösung suchen mussten. So haben wir mit den Teilnehmenden Kontakt aufgenommen und erklärt, dass der Kurs ab sofort online über Zoom stattfinden wird.

Einer der Kursteilnehmenden war Daniel. Er war von Anfang an offen gegenüber dem Online-Kurs. Nun, nachdem einige Monate vergangen sind seit dem Kursabschluss, habe ich bei Daniel nachgefragt, wie er den Online-Kurs erlebt hat. Der Kurs Fit for Family lebt vom Austausch unter den Eltern. Deshalb hat uns besonders interessiert, wie Daniel den Austausch in der Gruppe erlebt hat.

Daniel ist alleinerziehender Vater von drei kleinen Kindern. Er schätzte den Kurs sehr und war froh, dass dieser nicht abgesagt wurde. Am Telefon sagt er: «Ein Vorteil war, dass man alle Gesichter auf dem Bildschirm sieht. So weiss man stets, wie es den Gruppenmitgliedern geht und man sieht die Reaktionen sehr gut. Mir hat es auch gut gefallen, dass wir weniger in Kleingruppen und dafür mehr gemeinsam diskutiert haben.

Was ich im Online-Format vermisst habe, war das ungezwungene Plaudern und der persönliche Kontakt in der Pause. Das war über Zoom nicht möglich, da ja immer alle zuhören konnten.» Darüber hinaus sagt er, er würde auf jeden Fall wieder an einem Online-Elternkurs teilnehmen, denn er habe sehr viel gelernt und es war einfacher für ihn zu organisieren, da er keinen Weg zurücklegen musste.

Lernort Familie 3+

Amina, Mutter von drei Mädchen, hat sich im letzten Sommer für den Kurs Lernort Familie 3+ in Schlieren angemeldet. Da ihre zweite Tochter im Sommer 2021 in den Kindergarten kommt, wollte sie sich im Kurs mit dem Kindergarteneintritt auseinandersetzen.

Zum Zeitpunkt der Anmeldung im August 2020 sah alles danach aus, dass der Kurs im Familienzentrum in Schlieren durchgeführt werden kann. Ein Woche vor dem Kurs erhielt Amina einen Anruf, dass der Kurs im Familienzentrum stattfindet, jedoch aufgrund der aktuellen Sicherheits-Massnahmen in kleineren Gruppen. Das erste Treffen konnte mit Maskenpflicht und unter Einhaltung des empfohlenen Abstands durchgeführt werden. Es wurde über Spielen und Lernen mit allen Sinnen gesprochen. Einen weiteren Teil dieses Nachmittags beanspruchte die Installation der Zoom-App sowie eine kurze Einführung in das Video-Telefon-Programm Zoom. Ihre jüngste Tochter, die am Kurs dabei war, besuchte während einer halben Stunde die Kinderbetreuung. Die restliche Zeit schlief sie friedlich im Kursraum in ihrem Kinderwagen.

Amina hatte die Zoom-App bereits auf ihrem Handy installiert, da sie während des Lockdowns den Deutschunterricht auf diesem Weg besuchte. Sie konnte sich gut vorstellen den Kurs via Zoom zu besuchen, jedoch hatte sie etwas Bedenken, dass die Kinder sie während des Kurses stören könnten, wie es während des Deutschkurses der Fall war.

Drei Tage vor dem zweiten Treffen erhielt Amina die Nachricht, dass der Kurs nun definitiv auf Zoom in kleinen Sprachgruppen stattfindet. Das war Anfang November. Seit diesem Zeitpunkt besucht Amina den Kurs online, bis zu den Weihnachtsferien wöchentlich für eine Stunde und seit Januar alle zwei Wochen.

In den Treffen wird über Lerngelegenheiten, Sprachen, das Schulsystem, die Rolle der Eltern und vieles mehr gesprochen. Amina ist überrascht, dass sie die Inhalte gut versteht und bei den Treffen von ihren Kindern fast nicht gestört wird. Ihre Kinder freuen sich jeweils besonders auf die Anregungen für Eltern und Kinder, die nach jedem Kurs per Post verschickt werden. Neben den Inputs schätzt sie an den Treffen den Austausch mit den anderen Müttern.

Aufgrund der aktuellen Situation wird der dritte Teil des Kurses Lernort Familie 3+ weiterhin online in Sprachgruppen durchgeführt. Amina hat sich auch für diesen Teil angemeldet. Sie würde sich jedoch gerne mit den anderen Müttern im Familienzentrum für den Kurs treffen, da sie die Inhalte noch besser verstehen würde, sie ruhiger wäre und ihre jüngste Tochter die Kinderbetreuung besuchen könnte.

Die Vorteile einer online Durchführung sieht sie auch. Gerade im Winter mit dem vielen Schnee war sie manchmal froh, den Kurs von zu Hause aus zu besuchen, da das Anziehen der Kinder in der kalten Jahreszeit mit viel Aufwand verbunden ist.

Wir danken Amina für ihre aktive Teilnahme am (Online-)Kurs und freuen uns, mit ihr und den anderen Müttern an fünf weiteren Treffen über Erziehung, Lerngelegenheiten und den Kindergarten auszutauschen.

Kennen Sie interessierte Mütter und Väter, die aufgrund ihrer Belastung keine regulären Elternbildungsveranstaltungen besuchen? Falls sich diese vor dem Kindergarteneintritt ihres Kindes nochmals gezielt mit erzieherischen Themen auseinandersetzten wollen, sind Anmeldungen möglich.

Die Online-Kurse finden an folgenden Terminen und in folgenden Sprachen statt:

Sprache Daten Zeit
Arabisch dienstags, 11.5. / 18.5. / 8.6. / 21.6. / 29.6. 15.30–16.30 Uhr
Albanisch montags, 10.5. / 17.5. / 7.6. / 21.6. / 28.6. 13.30–14.30 Uhr
Deutsch 1 montags, 10.5. / 17.5. / 7.6. / 21.6. / 28.6. 13.30–14.30 Uhr
Deutsch 2 dienstags, 11.5. / 18.5. / 8.6. / 21.6. / 29.6. 14.15–15.15 Uhr
Kurdisch montags, 10.5. / 17.5. / 7.6. / 21.6. / 28.6. 14.45–15.45 Uhr
Portugiesisch montags, 10.5. / 17.5. / 7.6. / 21.6. / 28.6. 14.30–15.30 Uhr
Tamilisch montags, 10.5. / 17.5. / 7.6. / 21.6. / 28.6. 10.30–11.30 Uhr
Tigrinja montags, 10.5. / 17.5. / 7.6. / 21.6. / 28.6. 9.00–10.00 Uhr

In jeder Veränderung wohnt ein Zauber inne – in diesem Sinne bedanken wir uns ganz herzlich bei Aisha Kaufmann, die ihre Stelle als Assistentin der Geschäftsleitung auf Ende April 2021 verlässt. 

Vielen Dank für Deinen Einsatz und Dein Engagement, Aisha!

Ihre Nachfolge als Assistentin tritt unsere bisherige Verwaltungssekretärin Peggy Gebhardt an. Deren Nachfolgerin wird per Anfang Juni 2021 Susanne Schützelhofer. 

Wir wünschen den beiden «Neuen» einen guten Start!

Elternbildung aktuell

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Der Kindesschutz wird im Kanton Zürich sowohl von staatlichen als auch von privaten Organisationen geleistet. Im Kindesschutzradar geben einige dieser Organisationen Auskunft über ihre Angebote und wie es ihren Einschätzungen nach den Kindern, Jugendlichen und Familien, mit denen sie arbeiten, aktuell geht.

Diese Befragung wird regelmässig durchgeführt und die Ergebnisse veröffentlicht. Diese geben den Eindruck von Fachpersonen wieder und erheben keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit oder Vollständigkeit.

Der nächste «Radar» wird nach den Frühlingsferien erwartet. Der im November 2020 veröffentlichte Bericht zeigt, dass sich in den Augen der Akteure das Befinden von Kindern, Jugendlichen und Familien im Kontext Kindesschutz seit der letzten Befragung im Juli 2020 verschlechtert hat. Viele Akteurinnen und Akteure im Kindesschutz berichten von einer Zunahme von Stress, Konflikten und häuslicher Gewalt bei ihren Klientinnen und Klienten.

Broschürencover «Suizidalität im Jugendalter»
Leitfaden für Schulen

Suizidalität bei Jugendlichen erkennen und richtig reagieren – diesem wichtigen Thema widmet sich die Gesundheitsdirektion und die Bildungsdirektion mit einer neuen Broschüre und einer kurzen Weiterbildung.

Die neue Broschüre «Suizidalität im Jugendalter» richtet sich primär an Schulen. Die darin enthaltenden Informationen können aber auch für weitere Personen oder Institutionen sehr hilfreich sein. Die Broschüre informiert allgemein über Suizidalität im Jugendalter, beschreibt Präventionsmöglichkeiten, geht auf Alarmzeichen ein und nennt Kontakte und Fachstellen.

Neben der genannten Broschüre bietet Prävention und Gesundheitsförderung im Kanton Zürich zweistündige Weiterbildungen  zum Thema.

Das Bundesamts für Gesundheit (BAG) und die kantonale Gesundheitsdirektion liefern mehrsprachige Informationen rund um das Thema Covid-19. Neben allgemeinen Infoblättern finden sich Informationen zur Isolation, Quarantäne und Impfung zum Beispiel auf Portugiesisch, Kroatisch / Serbisch / Bosnisch, Türkisch, Albanisch und in einigen weiteren Sprachen.

Bücher, Publikationen, Links

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Buchcover «Das übersehene Kind»
Gesehen, verstanden und wahrgenommen werden – Kinder brauchen Ermutigung.

Wenn «Super!» zu wenig und Verwöhnen Vernachlässigen ist, Beate Letschert-Grabbe, Beltz, 2020, ISBN 978-3-7799-6018-8

 

Im Buch spricht Beate Letschert-Grabbe mit Kindern einer 4. Klasse über Fragen der Erziehung und Pädagogik. Das Buch orientiert sich an der Individualpsychologie Alfred Adlers und stellt den Kerngedanken der Ermutigung in den Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Kinder mit ihrem berechtigten Wunsch nach Beachtung, Zuwendung und Anerkennung oft übersehen werden. Die Autorin ordnet die Ermutigung ein als fundamentale Voraussetzung für Mitmenschlichkeit und als äusserst wichtige Grundlage für die Entwicklung der Kinder allgemein und ihren Selbstwert im Speziellen.

Mit Ermutigung ist dabei eine Haltung gemeint – im Sinne von Beachtung, Zuwendung und Anerkennung. Es geht nicht um Lob oder positives Verstärken, es geht darum, dass sich jedes Kind gesehen, beachtet und geschätzt fühlt. In den vielen Beispielen aus der Praxis wird gezeigt, wie dies gelingen kann.

Die Kinder kommen zu Wort – auf Augenhöhe – und leisten damit einen äusserst wertvollen Beitrag zum Buch. Sie tauschen sich darüber aus, was sie stärkt und ermutigt oder was sie stärken und ermutigen könnte. Dabei zeigt sich, wie differenziert sie ihre Erfahrungen aus Schule und Elternhaus reflektieren. Diese transkribierten Kindergespräche leuchten ein, regen zum Nachdenken an und berühren.

Die Autorin bezieht die Überlegungen der Schülerinnen und Schüler in ihre eigenen Reflexionen mit ein und sie gibt Themen sowie Leitfragen in die Kindergespräche ein. So entsteht ein wertvolles Wechselspiel, das sich gegenseitig befruchtet.

Ein schlüssiger Schwerpunkt ist der Umgang mit Kindern, die durch destruktive Verhaltensweisen auffallen. Dabei ermuntert die Autorin dazu, den Blick für den Hintergrund zu schärfen und aufs Positive zu richten – sodass gemeinsam mit diesen Kindern ihre individuellen Fähigkeiten entdeckt und deren Wert für die Gemeinschaft deutlich gemacht werden können.

Auf jeder Seite spürt man die Begeisterung und das Interesse der Autorin für Kinder, für ihr Erleben und für Ermutigung. Das Buch ist ein tolles Plädoyer für eine ermutigende und wertschätzende Grundhaltung, für das wohlwollende Sehen und Beachten von Kindern. Es ermutigt im wahrsten Sinne des Wortes.

Buchcover «Der Elternkompass»
Das wissenschaftlich fundierte Buch von der derzeit erfolgreichsten Erziehungsautorin Deutschlands.

Nicola Schmidt, Gräfe&Unzer, 2020, ISBN 978-3-8338-7526-7

 

Als die Wissenschaftsjournalistin Nicola Schmidt ihr erstes Kind bekam, erhielt sie Ratschläge von allen Seiten – aber niemand schien dazu Fakten zu kennen. Sie begann sich zu fragen: Was ist wirklich gut für unsere Kinder? Was ist nachweislich wirksam? Seitdem trägt sie Jahr für Jahr Forschungsergebnisse rund um das Thema Erziehung zusammen und hilft Eltern, sich im Ratschläge-Dschungel zurechtzufinden.

In diesem Buch gibt die Autorin einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und räumt auf mit Mythen, Irrtümern und Ammenmärchen. Sie filtert heraus, was wirklich wichtig ist, um gesunde, respektvolle und glückliche Kinder grosszuziehen. Dafür analysierte sie über 900 wissenschaftliche Studien zu allen relevanten Themen.

Die Wissenschaftlichkeit wird durch Verweise auf Studien sowie ein ausführliches Quellenverzeichnis gewährleistet. Die Autorin bringt thematisch verschiedene Ansichten ein, eine subjektive Färbung ist jedoch deutlich herauszulesen und die Thesen der Autorin werden so gestützt.

Nicola Schmidt verknüpft die Erziehungsthemen geschickt mit den grossen, gesamtgesellschaftlichen Fragen und schafft damit eine Schnittstelle zwischen Pädagogik, Politik und Nachhaltigkeit. Eltern ziehen die Erwachsenen von morgen gross – im Buch erfährt man, was unsere Kinder heute brauchen, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.
 

Buchcover Handbuch Häusliche Gewalt
Das Grundlagenwerk für Aufklärung, Intervention, Beratung und Therapie.

Melanie Büttner, Schattauer, 2020, ISBN 978-3-608-40045-8

 

Häusliche Gewalt tut nicht einfach weh, sondern traumatisiert nachweislich und Körper und Seele aller Betroffenen werden schwer geschädigt. Die gute Nachricht ist: Es ist heute möglich, konkret und wirkungsvoll zu helfen. Wie das geht, beschreiben die Autorinnen dieses Buches.

Melanie Büttner, Herausgeberin des Handbuchs «Häusliche Gewalt», lässt in ihrem Werk zahlreiche Autorinnen und Autoren aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern zu Wort kommen. Im ersten Teil zeigen diese die verschiedenen Formen und Konstellationen von Gewalt und deren Auswirkungen auf die Betroffenen auf, bevor sie in Teil zwei auf die Intervention, Therapie und Prävention eingehen. Mögliche gesundheitliche Folgen in verschiedenen Kontexten von häuslicher Gewalt werden beschrieben und Wege aufgezeigt, wie Schlüsselpersonen auf die Behandlungsbedürfnisse von Betroffenen eingehen können. Jedes Kapitel ist mit übersichtlichen Grafiken angereichert und mit zahlreichen spezifischen Literaturhinweisen ergänzt.

Melanie Büttner ist es gelungen, ein sehr praxisbezogenes und umfassendes Nachschlagewerk mit verschiedenen ganz konkreten Handlungsansätzen für diverse Berufsfelder und Kontexte vorzulegen.

  • Harmlos oder brandgefährlich, Florian Bredt, 2021, ISBN 978-3-608-86133-4
  • Frei und unverbogen, Susanne Mierau, 2021, ISBN 978-3-407-86656-1
  • Was denkt mein Teenager?, Tanith Carey, 2021, ISBN 978-3-8310-4161-9
  • Gemischte Gefühle (Kartenset), Bettina Follenius, 2021, ISBN 4019172100674

Fachvorträge, Weiterbildungen, Tagungen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Der Kurs bietet Präventionsstrategien zum Verhalten in der digitalen Welt. Der Umgang mit News / Fake News und mit sozialen Plattformen steht im Fokus.

16. April 2021, online

lapurla: Kinder folgen ihrer Neugier

Gründung eines Netzwerks, das sich für die Implementierung von gemeinsamen Förderstrukturen einsetzt und wirksame Schnittstellen von Kultur, Bildung, Soziales, Soziokultur und Gesundheitsförderung für eine Kultur der frühen Kindheit schafft.


17. und 18. Mai 2021, 9.00 bis 16.30 Uhr, online

Für Personen, die in der Elternbildung tätig sind, bietet Kinderschutz Schweiz verschiedene Weiterbildungen im Kontext von «Starke Eltern, starke Kinder» an:

 

Die vier Werte nach Jesper Juul – Eine Orientierung für gelingende Beziehungen

19. Mai 2021, 9.00 bis 17.00 Uhr, Zürich

Kinder mit besonderen Bedürfnissen – Kinder mit ADHS, hochsensitive und gefühlsstarke Kinder im Alltag begleiten

18. Juni 2021, 9.00 bis 17.00 Uhr, Zürich

Medienkompetenz – Umgang mit Medien und Games in der Familie

25. Oktober 2021, 9.00 bis 17.00 Uhr, Zürich

Mit einem psychisch erkrankten Elternteil aufzuwachsen, stellt eine erhebliche Belastung und ein Entwicklungsrisiko dar. Im Zentrum des Kurses stehen aktuelle Kenntnisse über die spezifischen Belastungsfaktoren und Auswirkungen auf die betroffenen Kinder.

7. und 21. Juni 2021, online

Die diesjährige Tagung von Sucht Schweiz bearbeitet in mehreren Vorträgen und Workshops besonders Gender-Aspekte in suchtbetroffenen Familien.

8. Juni 2021, 8.45 bis 16.30 Uhr, Bern

Der CAS Familienberatung ist modular aufgebaut und bietet Weiterbildung zu den Themen Gesprächsführung, Eltern- und Partnerschaft, Trennung und Scheidung, Fokus Migration und Fokus Behinderung. Die Module können auch einzeln besucht werden.


September 2021 bis November 2022, Uni Fribourg

Anmeldeschluss 15. Juni 2021

Die Fachtagung Kindesschutz 2021 informiert über innovative Angebote, Programme und Projekte zur Förderung und Gewährleistung des Kindeswohls im Frühbereich.

25.Juni 2021, Muttenz und online

In diesem Kurs geht es um die Grundlagen für mehr Auftrittskompetenz vor Publikum. Folgende Themen werden behandelt:

  • Authentisches Auftreten vor Publikum
  • Struktur von Argumentationen und Aufbau eines Referats
  • Umgang mit «Störungen»


24. August 2021, Lenzburg

Kontakt

Amt für Jugend und Berufsberatung – Geschäftsstelle Elternbildung

Adresse

Siewerdtstrasse 105
8090 Zürich
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