Erfassung höchster Bildungsabschluss

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Lohngleichheitsprüfung und das Login für die Erfassung der höchsten Ausbildung, die Sie absolviert haben.

Inhaltsverzeichnis

Lohngleichheitsanalyse ab 100 Beschäftigten verpflichtend

Mitte letzten Jahres trat die Änderung des Gleichstellungsgesetzes in Kraft. Neu sind Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten verpflichtet, sogenannte Lohngleichheitsanalysen (LGA) durchzuführen. Ziel einer solchen Analyse ist es festzustellen, ob eine geschlechtsspezifische Lohndiskriminierung im Unternehmen vorliegt. Laut Gesetz müssen die LGA durch unabhängige Dritte durchgeführt werden, und die Resultate müssen veröffentlicht werden.  

Finanzdirektion zuständig

Mit mehr als 35’000 Beschäftigten muss auch die Zürcher Kantonsverwaltung eine LGA machen. Der Regierungsrat hat die Finanzdirektion mit der Durchführung der LGA in der Verwaltung beauftragt. Die Resultate der Lohngleichheitsanalyse werden voraussichtlich Ende Jahr publiziert.

Erfassung der höchsten abgeschlossenen Ausbildung

Für die LGA werden verschiedene lohnrelevante Faktoren untersucht. So auch die Zahl der Ausbildungsjahre. Sie wird anhand der höchsten abgeschlossenen Ausbildung berechnet. Bisher wurde nicht systematisch erfasst, wer welchen Bildungsabschluss hat. Dies wird nun mit dieser Erhebung nachgeholt.
Nur mit diesen zusätzlichen Angaben ist es möglich, die Ausbildungsdauer der Mitarbeitenden zu berechnen und so mögliche geschlechtsspezifische Lohndiskriminierungen zu identifizieren.  

Einige Fragen und Antworten

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Das Statistische Amt ist das Kompetenzzentrum für Befragungen im Kanton. Dank seines Knowhows ist es sich den vertraulichen und transparenten Umgang mit Daten gewohnt. Deshalb führt es alle Befragungen nach verbindlichen Vorgaben bezüglich Datenschutz durch. Zudem ist es den Grundsätzen der wissenschaftlichen und statistischen Qualität und der Unabhängigkeit verpflichtet.

Im Rahmen des vom Kanton Zürich verwendeten Analyseverfahrens Logib wird die Zahl der Ausbildungsjahre als erklärende Variable verwendet. Sie wird anhand der höchsten abgeschlossenen Ausbildung berechnet, und zwar weil diese Variable klar definierte und voneinander unterscheidbare Ausprägungen aufweist. Weitere, allenfalls während der Berufslaufbahn absolvierte Weiterbildungen sind dagegen oft nicht klar voneinander unterscheidbar oder lassen sich nicht rangieren. Zudem sind diese häufig ganz oder teilweise berufsbegleitend und daher nicht als reine Ausbildungszeit anrechenbar. 


Wenn Sie beispielsweise nach der höheren Fachschule ein CAS oder einen MAS erlangt haben, dann zählt die höhere Fachschule als höchste Ausbildung und nicht der CAS- oder MAS Studiengang an der Fachhochschule.

Wenn Sie nach Ihrer Grundausbildung einen Notariatsstudiengang an der Universität Zürich absolviert haben, dann geben Sie bitte Ihre Grundausbildung an und nicht den Notariatsstudiengang.

 

Die Finanzdirektion verwendet das international als Good-Practice-Methode anerkannte Analysemodell Logib (Lohngleichheitsinstrument des Bundes). Das Modell berechnet mittels Regressionsanalyse, wie sich lohnrelevante Faktoren auf den Lohn auswirken. Hierbei werden einerseits die persönlichen Qualifikationen wie die höchste abgeschlossene Ausbildung, das Dienstalter und die Berufserfahrung berücksichtigt. Andererseits fliessen auch das betriebliche Kompetenzniveau und die berufliche Stellung in die Untersuchung mit ein. Auch das Geschlecht bildet im Rahmen des Modells eine mögliche erklärende Variable. Als Resultat weist Logib die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen aus und beziffert jenen Teil davon, der nicht durch objektive Faktoren erklärt werden kann. Der unerklärte Teil des Lohnunterschieds wird dann als geschlechtsbedingt interpretiert, kann aber grundsätzlich auch auf andere, in der Analyse nicht berücksichtigte Faktoren zurückgehen. Ist der unerklärte Teil signifikant grösser als fünf Prozent, gilt dies als systematische Lohndiskriminierung.

Die hier nachträglich erhobenen Daten werden im SAP-System des Kantons Zürich gespeichert und ausschliesslich für die Lohngleichheitsanalyse verwendet.

Die höchste abgeschlossene Ausbildung wurde bisher nicht zentral erfasst. Anstatt nun jeden Lebenslauf durchzugehen und die Ausbildungen herauszulesen, hat der Regierungsrat die Finanzdirektion (Personalamt) beauftragt, den höchsten Bildungsabschluss zu erheben. Dies ist effizienter und kostengünstiger. Zudem kann es sein, dass Sie seit Ihrer Einstellung eine Ausbildung abgeschlossen haben, die nicht im Lebenslauf erscheint.

Login Erfassungsmaske  

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Statistisches Amt – Abteilung Befragungen und Sozialhilfestatistik

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Adresse

Schöntalstrasse 5
8090 Zürich
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