UVG (Berufs- und Nichtberufsunfall)

Inhaltsverzeichnis

Bei Anstellung

Falls der Beschäftigungsumfang weniger als acht Stunden pro Woche / fünf Wochenlektionen beträgt, ist folgende Dispositivziffer anzubringen:

«Der Beschäftigungsumfang beträgt weniger als acht Stunden pro Woche / fünf Wochenlektionen. Der/die Mitarbeitende ist somit für Berufsunfälle, nicht jedoch für Nichtberufsunfälle versichert. Er/sie ist verpflichtet, dies seiner/ihrer Krankenversicherung bzw. -kasse mitzuteilen, wenn er/sie bisher aufgrund eines grösseren Beschäftigungsgrades die Unfalldeckung sistiert hatte.» (vgl. Textbaustein PULS)

Nach Ablauf der ausserordentlichen Lohnfortzahlung

Nach Ablauf der ausserordentlichen Lohnfortzahlung ist im Einzelfall zu klären, ob die Versicherungsdeckung nach UVG weiterbesteht. Wenn nicht, ist dies in der Verfügung zu erwähnen.

Bei unbezahlten Urlaub

Ist die oder der Mitarbeitende über das Ende des unbezahlten Urlaubs hinaus unfallbedingt arbeitsunfähig, so hat sie oder er Anspruch auf Lohnfortzahlung gemäss § 99 VVO. Wurde vorgängig keine Abredeversicherung abgeschlossen, so bezahlt die Unfallversicherung nach Ablauf des ersten Monats des unbezahlten Urlaubs keine Taggelder aus. Den Nachteil trägt der Arbeitgeber, der den Lohn weiter bezahlen muss, aber keine Taggelder erhält. Mitarbeitende, die bis anhin obligatorisch gegen Nichtberufsunfälle versichert waren sind zu verpflichten, die Abredeversicherung abzuschliessen, sofern der unbezahlte Urlaub länger als einen Monat dauert. Damit wird der Nichtberufsunfallschutz für längstens sechs Monate aufrechterhalten. Mitarbeitende, die bisher nicht gegen Nichtberufsunfälle versichert waren, können keine Abredeversicherung abschliessen.

Bei Teilentlassung

Falls der Beschäftigungsumfang unter acht Stunden pro Woche oder fünf Wochenlektionen fällt, ist folgende Ergänzung in der Verfügung anzubringen: 

"Der Beschäftigungsumfang beträgt weniger als acht Stunden pro Woche / fünf Wochenlektionen. Vorname/Name ist somit für Berufsunfälle, nicht jedoch für Nichtberufsunfälle versichert. Sie/er ist verpflichtet, dies ihrer/seiner Krankenversicherung bzw. Krankenkasse sofort mitzuteilen oder die Nichtberufsunfallversicherung vor deren Erlöschen durch Abschluss einer Abredeversicherung von längstens sechs Monaten zu verlängern, wenn sie/er bisher auf Grund eines grösseren Beschäftigungsgrades die Unfalldeckung sistiert hatte. Die Abredeversicherung hat gegenüber der Krankenversicherung den Vorteil, dass neben den Heilungskosten auch der Besoldungsausfall versichert ist. Vorbehalten ist die Verlängerung der bisherigen Versicherungsdeckung bei Anspruch auf Taggelder (nicht aber Renten) von mindestens 50% des bisherigen Lohnes.

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Personalamt – Rechtsdienst

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