Stellenpool

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung 

Mit RRB Nr. 2290/1995 hat der Regierungsrat einen Sozialstellenpool geschaffen, um die Weiterbeschäftigung teilweise invalid gewordener Mitarbeitenden, die Vermeidung einer Entlassungen im Falle eines krankheits- bzw. unfallbedingten Leistungsabfalles, zur Unterstützung von Platzierungen ausserhalb des bisherigen Arbeitsplatzes sowie zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen (vgl. § 9 VVO).

Mit RRB Nr. 1354/2010 wurde der Sozialstellenpool von 25 auf 35 Stellen erhöht. Der Sozialstellenpool hat sich bewährt.

Mit RRB Nr. 474/2017 wurde er weiterentwickelt und auch für andere Konstellationen wie etwa Whistleblowing und Mobbing zugänglich gemacht, in denen die Wahrnehmung der Fürsorgepflicht eine (rasche) Umplatzierung von Mitarbeitenden erfordert, dafür aber etwa direktionsintern keine Stelle nach Stellenplan zur Verfügung steht oder eine direktionsexterne Umplatzierung notwendig ist. Ziel bei begründetem Whistleblowing oder Mobbing ist es, der oder dem betroffenen Mitarbeitenden nach einer Überprüfung eine Rückkehr an den ursprünglichen Arbeitsplatz zu ermöglichen oder die bzw. den Mitarbeitenden in einer anderen regulären Stelle innerhalb des Kantons zu beschäftigen. Der Sozialstellenpool heisst neu Stellenpool.

Mit dem Stellenpool kann bisherigen oder neuen Mitarbeitenden die Möglichkeit gewährt werden, trotz gesundheitlicher Probleme oder Beeinträchtigungen einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen und im Arbeitsprozess zu verbleiben bzw. sich in den Arbeitsprozess zu integrieren. Ferner ist es möglich, für Konstellationen wie Whistleblowing oder Mobbing Stellenprozente zu beantragen. Die Direktionen und die Staatskanzlei können bei der Finanzdirektion eine Zuteilung aus dem Stellenpool beantragen, wenn keine geeignete direktionsinterne oder –externe Lösung getroffen werden kann, namentlich wenn keine regulären Stellen nach Stellenplan zur Verfügung stehen. Die Beanspruchung von Stellen aus dem Stellenpool wird aus dem ordentlichen Budget der ersuchenden Amtsstelle finanziert.

Die Finanzdirektion entscheidet über die Zuteilungsgesuche im Einzelfall. Die Direktionen und die Staatskanzlei teilen der Finanzdirektion mit, wenn eine Stellenpoolstelle nicht mehr benötigt wird. Sie prüfen bei Wiedereingliederungen und Beschäftigung behinderter Menschen jeweils spätestens alle drei Jahre, ob die Stellenpoolstelle im Einzelfall noch benötigt wird oder ob eine Beschäftigung über eine reguläre Stelle möglich ist. Bei Umplatzierungen von Mitarbeitenden im Zusammenhang mit Whistleblowing und Mobbing erfolgt die Prüfung, ob eine Überführung in den ordentlichen Stellenplan möglich ist, auf den Einzelfall bezogen, jedoch mindestens halbjährlich.

Vorgehen 

Dem Personalamt ist ein schriftlicher Antrag zu stellen. Bei Wiedereingliederungen bzw. Weiterbeschäftigungen aus gesundheitlichen Gründen werden folgende Angaben über die Person, für die eine Stelle aus dem Stellenpool beantragt wird, benötigt:

  • Name/Vorname
  • SV-Nummer
  • Geburtsdatum
  • Eintritt effektiv und fiktiv
  • Alte und neue Richtposition
  • Kurze Umschreibung der alten und neuen Funktion
  • Beschäftigungsgrad neu
  • Soziale Situation
  • Gesundheitszustand
  • Ergebnis vertrauensärztlicher Bericht (BVK-Schreiben)
  • Motivation der/des Mitarbeitenden und des Arbeitgebers für die Weiterbeschäftigung beim Kanton
  • Ergebnis der Prüfung, ob Person auf ordentlichem Stellenpool angestellt werden kann
  • Antrag

BES, 19. Februar 2018

Kontakt

Personalamt – Rechtsdienst

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Adresse

Walcheplatz 1
8090 Zürich
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