Berufliche Vorsorge

Inhaltsverzeichnis

Aufnahme in die Versicherung 

Der Eintritt in die BVK erfolgt per 1. Januar des Jahres, in dem eine Person 18 Jahre alt wird. In diesem Alter sind gemäss Gesetz nur die Risiken Tod und Invalidität versichert. Das eigentliche Alterssparen beginnt per 1. Januar des Jahres, in dem eine Person 21 Jahre alt wird (Art. 18 Vorsorgereglement). Die Beitragspflicht endet mit der Vollendung des 65. Altersjahres, kann aber durch Vereinbarung mit dem Arbeitgeber längstens bis Vollendung des 70. Altersjahres aufgeschoben werden (Art. 8 Abs. 3 Vorsorgereglement).

Befristete Arbeitsverhältnisse von bis zu drei Monaten können nicht versichert werden. Nicht versichert werden zudem Personen, die im Hauptberuf bereits obligatorisch versichert sind oder die im Hauptberuf eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 5 Abs. 2 lit. a und b Vorsorgereglement).

Beginn und Ende der Versicherung 

Der Versicherungsschutz beginnt gleichzeitig mit dem Arbeitsverhältnis. Eine Ausnahme gilt lediglich bei Personen, welche noch nicht 18 Jahre alt sind (vgl. oben). Er endet, wenn der Anspruch auf Vorsorgeleistung entsteht, das Vorsorgeverhältnis infolge Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgelöst wird oder der Lohn die Höhe des minimalen Lohnes gemäss BVG (ab 1. Januar 2019: 21'330) voraussichtlich für längere Zeit unterschreitet. Für teilinvalide Personen bleibt die Versicherung für den aktiven Teil weiter bestehen (Art. 6 Abs. 1 Vorsorgereglement).

Für die Risiken Tod und Invalidität bleibt die versicherte Person noch während eines Monats nach Auflösung des Vorsorgeverhältnisses versichert, längstens jedoch bis zum Beginn eines neuen Vorsorgeverhältnisses (Art. 6 Abs. 2 Vorsorgereglement).

Anrechenbarer und versicherter Lohn 

Massgebend ist das vom Arbeitgeber gemeldete Salär (anrechenbarer Jahreslohn). Dieses beinhaltet den Jahreslohn sowie regelmässige Zulagen. Dieser Lohn kann vom effektiven Bruttolohn auf dem Lohnausweis abweichen. Nicht als regelmässige Zulagen gelten: Dienstaltersgeschenke, Vergütungen für Überzeit, Barabgeltungen der Ferien, Einmalzulagen, Prämien aus betrieblichem Vorschlagswesen sowie Abfindungen (Art. 19 Vorsorgereglement).

Der versicherte Lohn ist einerseits die Grundlage für die Berechnung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die BVK, andererseits für die Berechnung der Leistungen im Invaliditäts- und Todesfall. Der versicherte Lohn entspricht dem vom Arbeitgeber gemeldeten anrechenbaren Jahreslohn (AHV-pflichtiges Einkommen), vermindert um den AHV-Koordinationsabzug (Art. 20 Abs. 1 Vorsorgereglement). Dadurch versichern die AHV/IV und die BVK nicht die gleichen Lohnanteile. Bei einer Beschäftigung von 100% entspricht der Koordinationsabzug CHF 24›885 (Stand 2019). Bei einer Teilbeschäftigung wird der Koordinationsabzug entsprechend dem Beschäftigungsgrad angepasst (Art. 20 Abs. 2 Vorsorgereglement).

Unbezahlter Urlaub 

Bei einem unbezahlten Urlaub gelten besondere Vorschriften zur Beitragspflicht und zum Versicherungsschutz.

Vertrauensärztliche Untersuchung 

Die Mitarbeitenden können in begründeten Fällen, nämlich zur Prüfung einer Berufsinvalidität oder aus dienstrechtlichen Gründen, verpflichtet werden, sich einer vertrauensärztlichen Untersuchung zu unterziehen (§ 55 Personalgesetz). Die Durchführung erfolgt durch die BVK. Die Liste der Vertrauensärzte findet sich hier.

Altersleistung 

Anspruch auf eine lebenslängliche Altersrente besteht nach einer

  • ordentlichen Alterspensionierung (vgl. Erreichen der Altersgrenze)
  • vorzeitigen Alterspensionierung (sogenannter Altersrücktritt, vgl. Kündigung durch die Arbeitnehmenden)
  • aufgeschobenen Alterspensionierung (vgl. Erreichen der Altersgrenze)

oder nach einer

  • vorzeitigen Entlassung altershalber (Art. 27 Abs. 1 i.V.m. Art. 8 und Art. 9 Vorsorgereglement).

Mehr Informationen finden sich auf der Seite der BVK.

Überbrückungszuschuss 

Der Überbrückungszuschuss ist eine Vorsorgeleistung der BVK. Er hilft versicherten Personen im Falle einer Frühpensionierung (vorzeitige Alterspensionierung oder vorzeitige Entlassung altershalber), die noch fehlende AHV-Altersrente teilweise zu ersetzen. Der Überbrückungszuschuss stellt eine Art Ersatzeinkommen dar, das von der BVK bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Pensionierungsalters geleistet wird.
Weitere Informationen zum Überbrückungszuschuss finden Sie auf der Seite der BVK unter dem Stichwort «Überbrückungszuschuss».

Invalidenleistung 

Ausführungen zur Entlassung invaliditätshalber und die damit verbundenen Invalidenleistungen gemäss Art. 37 ff. Vorsorgereglement finden sich hier. 

Leistungen im Todesfall 

Die BVK errichtet im Falle des Todes einer bzw. eines Mitarbeitenden Leistungen an die Angehörigen oder andere begünstigte Personen. Ausführungen hierzu finden sich hier oder auf der Seite der BVK zu den Themen Hinterbliebenenleistungen oder Todesfallsumme.  

Freizügigkeitsleistung

Die Freizügigkeitsleistung wird grundsätzlich fällig, wenn eine versicherte Person ihr Arbeitsverhältnis beendet und in der Folge aus der BVK austritt.

Anspruch auf Freizügigkeitsleistung hat, wer vor dem 60. Altersjahr und ohne Versicherungsfall (Invalidität) aus dem Dienst des Kantons austritt. Dies gilt auch, wenn das Arbeitsverhältnis nach Vollendung des 60. Altersjahres - aber vor Erreichung des ordentlichen AHV-Alters – beendet wird (Art. 62 Abs. 1 Vorsorgereglement), und die versicherte Person unmittelbar, d.h. ohne zeitlichen Unterbruch, eine neue Anstellung antritt oder sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als arbeitslos meldet.

Bei einem Stellenwechsel wird die gesamte Freizügigkeitsleistung an die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers übertragen (Art. 63 Abs. 1 Vorsorgereglement). In den anderen Fällen haben die versicherten Personen die Wahl zwischen der Überweisung des Pensionskassenguthabens auf ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank oder der Eröffnung einer Freizügigkeitspolice bei einer Versicherungsgesellschaft (Art. 63 Abs. 2 Vorsorgereglement). Unter gewissen Voraussetzungen, z.B. bei Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit, kann auch eine Barauszahlung erfolgen (Art. 64 Vorsorgereglement).

Mit Bezug der Austrittsleistung erlischt der Anspruch gegenüber der BVK auf Alters-, Invaliden- oder Hinterbliebenenleistung unwiderruflich.

Mehr Informationen zur Freizügigkeitsleistung finden sich auf der Seite der BVK.

Wohneigentumsförderung 

Versicherte können mit einem Vorbezug ihres Vorsorgeguthabens selbst bewohntes Wohneigentum finanzieren, sei es durch die Bezahlung des Kaufpreises beim Erwerb oder durch Amortisation einer bestehenden Hypothek. Auch wertvermehrende Investitionen an bestehendem Wohneigentum können finanziert werden, nicht aber reine Unterhaltsarbeiten.

Ein Vorbezug für Wohneigentum kann bis sechs Monate vor der Alterspensionierung getätigt werden. Bis Alter 50 kann das gesamte Sparguthaben vorbezogen werden. Der Mindestbetrag für den Vorbezug beträgt Fr. 20’000 (Art. 65 ff. Vorsorgereglement). Einkäufe sind während drei Jahren für Kapitalbezüge (z.B. bei Pensionierung oder zur Finanzierung eines Eigenheims) gesperrt.

Durch einen Vorbezug verringern sich die Altersleistungen (Art. 66 Abs. 1 Vorsorgereglement).

Ausführliche Informationen hierzu finden sich auf der Seite der BVK.

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LED, 17. Mai 2019 

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