Care-Arbeit

Für Mitmenschen sorgen und sich um sie kümmern

Wir alle sind in bestimmten Phasen auf die Betreuung durch andere angewiesen - besonders am Anfang und gegen Ende unseres Lebens. Der Grossteil der Betreuungs-, Pflege-, Sorge- und Beziehungsarbeit – kurz Care-Arbeit genannt  – ist unbezahlte Arbeit. Mit nachteiligen wirtschaftlichen Konsequenzen für diejenigen, die sie leisten.

In unserer Gesellschaft wird viel unbezahlte Familien-, Betreuungs- und Hausarbeit geleistet. Berechnungen gehen davon aus, dass 81 Prozent der Care-Arbeit unbezahlt geleistet werden. Dies entspricht 7,25 Milliarden Stunden oder 1,2 Millionen Vollzeitstellen.
Wer heute unbezahlte Care-Arbeit leistet, nimmt eine Reihe von teilweise beträchtlichen Nachteilen in Kauf: weniger Einkommen, schlechtere Rente, verminderte Karrierechancen.

Care-Arbeit ist vorwiegend Frauenarbeit

Nach wie vor leisten Frauen den Grossteil der Betreuungsarbeit in der Familie und mit betagten Menschen. Sie sind heute von den negativen Konsequenzen der Care-Arbeit stärker betroffen. Aber auch Männer wollen zunehmend den Alltag mit ihren Kindern gestalten und sich an der Unterstützung von alten Eltern beteiligen.
Damit Männer und Frauen ihre Erwerbsarbeit mit der Familien-, Betreuungs- und Hausarbeit besser unter einen Hut bringen können, braucht es passende sozialpolitische Rahmenbedingungen und eine weitere Flexiblisierung der Arbeitszeit.

Care-Arbeit aufwerten und anerkennen

Die Fachstelle für Gleichstellung setzt sich dafür ein, dass bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit aufgewertet wird. Care-Arbeit soll anerkannt, gerecht verteilt und bezahlbar sein. Wer unbezahlte Care-Arbeit übernimmt, soll in Zukunft weder in der beruflichen Laufbahn noch in der sozialen Absicherung benachteiligt werden. Denn Care-Arbeit ist der Kitt unserer Gesellschaft.