Wirtschaft & Finanzen

Standortvorteile

Der Wirtschaftsraum Zürich bildet das wirtschaftliche Zentrum der Schweiz. Rund 1,8 Millionen Beschäftigte erwirtschaften in ungefähr 160000 Betrieben ein Volkseinkommen von jährlich etwa 200 Milliarden Franken. 

Wirtschaftsmotor der Schweiz

Der Kanton Zürich ist der Wirtschaftsmotor der Schweiz. Die auf dem Kantonsgebiet ansässigen rund 70000 Unternehmen erwirtschaften rund ein Fünftel des schweizerischen Bruttoinlandprodukts (BIP). Am BIP gemessen, hat der Kanton Zürich europaweit eine der höchsten Wertschöpfungsraten pro Einwohner.

Hervorragende Position im internationalen Standortwettbewerb

Der Kanton Zürich hat sich in den vergangenen Jahrzehnten im internationalen Standortwettbewerb eine hervorragende Position erarbeitet. Der Zuzug von namhaften internationalen Unternehmen beweist eindrücklich die hervorragenden Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln. Die Faktoren, die den Standort Zürich nach vorne gebracht haben, sind unabhängig von kurzfristigen Konjunkturschwankungen: Das politisch stabile Umfeld und die Rechtssicherheit, die hohe Lebensqualität - nicht zuletzt dank einer intakten Umwelt und Landschaft - sowie die erstklassigen Verkehrsinfrastrukturen bilden weiterhin die Basis für Spitzenleistungen in verschiedensten Branchen. Mit seinen Hoch- und Fachhochschulen, darunter die international renommierten Institutionen Universität und ETH, verfügt der Kanton über ein reiches Potenzial an exzellent ausgebildeten Arbeitskräften.

Seit Jahren die Bestnote AAA

Der Kanton Zürich ist auch ein begehrter Wohnort - weil er vielen ein finanziell attraktives Umfeld bietet: So haben die meisten Einwohnerinnen und Einwohner einen guten Zugang zu der ausgezeichneten Infrastruktur des Kantons und werden trotzdem steuerlich nicht über Gebühr belastet.

Im schweizerischen Vergleich der steuergünstigsten Kantone nimmt Zürich bei den mittleren und hohen Einkommen seit Jahren einen Spitzenplatz ein. Auch in der Finanzwelt hat der Kanton Zürich mit Blick auf seine Haushaltführung, seine politische Verlässlichkeit und seine Finanzkennzahlen einen ausgezeichneten Ruf: Seit Jahren erhält er von der Ratingagentur Standard&Poor's die Bestnote AAA. Die Agentur hat den Kanton Zürich auch während der Finanzkrise für seine flexible Finanzpolitik der letzten Jahre gelobt und für seine Zukunft durchwegs sehr zuversichtliche Aussagen gemacht.

Strukturen im Wandel

Innert weniger Jahrzehnte hat sich die wirtschaftliche Struktur des Kantons Zürich radikal verändert. Noch vor 80 Jahren stammten je ein Drittel der Betriebe aus dem primären (Landwirtschaft), sekundären (Industrie und Gewerbe) und tertiären Sektor (Handel, Banken, Dienstleistungen). Dann wurde Zürich zum Industriekanton: 1960 arbeiteten 46 Prozent der Beschäftigten in der Industrie. Seit 1985 reduzierten sich die Beschäftigtenzahlen in der Industrie um rund ein Drittel (rund 69000 Arbeitsplätze); allerdings entstanden im gleichen Zeitraum 137000 Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor - insgesamt wuchs so die Zahl der Beschäftigten im Kanton Zürich zwischen 1985 und 2005 um rund zehn Prozent oder 68000 Personen. Parallel mit dem Niedergang der klassischen Industriestandorte Winterthur und Rüti begann der Aufstieg der Agglomerationsgemeinden im Glatt- und Limmattal.