Wirtschaft & Finanzen

Standortvorteile

Wirtschaftsmotor der Schweiz

Vermutlich denkt die ganze Welt bei Zürich in erster Linie an dessen Bedeutung als Finanzplatz. Banken und Versicherungen machen einen beträchtlichen Teil der Wirtschaft aus. Doch Zürich ist auch Werk- und Denkplatz. Nicht von ungefähr ist der Kanton Zürich der Wirtschaftsmotor der Schweiz. Die auf dem Kantonsgebiet ansässigen rund 70‘000 Betriebe, kleine und grosse, erwirtschaften rund einen Fünftel des schweizerischen Bruttoinlandproduktes (BIP). Zürcher Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen sind international erfolgreich, wie zwei Beispiele aus den Bereichen Computerspiel-Design und High-Tech-Infrastruktur zeigen.

Werkplatz Zürich

Hervorragende Position im internationalen Standortwettbewerb

Der Kanton Zürich hat sich in den vergangenen Jahrzehnten im internationalen Standortwettbewerb eine hervorragende Position erarbeitet. Der Zuzug von namhaften internationalen Unternehmen sowie die Tatsache, dass Zürich regelmässig in den vorderen Rängen bei Studien zur Lebens- und Standortqualität von Städten und Regionen erscheint, beweist eindrücklich die hervorragenden Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln. Die Faktoren, die den Standort Zürich nach vorne gebracht haben, sind unabhängig von kurzfristigen Konjunkturschwankungen: Das politisch stabile Umfeld und die Rechtssicherheit, die hohe Lebensqualität – nicht zuletzt dank einer intakten Umwelt und Landschaft – sowie die erstklassigen Verkehrsinfrastrukturen bilden weiterhin die Basis für Spitzenleistungen in verschiedensten Branchen. Mit seinen Hoch- und Fachhochschulen, darunter die international renommierten Institutionen Universität und ETH, verfügt der Kanton Zürich über ein reiches Potential an exzellent ausgebildeten Arbeitskräften.

Strukturen im Wandel

Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich die wirtschaftliche Struktur des Kantons Zürich radikal verändert. Noch vor 80 Jahren gab es etwa gleich viele Betriebe in allen drei Sektoren: Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe sowie Handel, Banken und Dienstleistungen. Dann wandelte sich Zürich zum Industriekanton: 1960 arbeiteten 46 Prozent der Beschäftigten bei einem Industriebetrieb. Seit 1985 reduzierten sich die Beschäftigtenzahlen in der Industrie um rund ein Drittel (rund 69 000 Arbeitsplätze). Im selben Zeitraum entstanden 137 000 Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor – insgesamt wuchs so die Zahl der Beschäftigten im Kanton Zürich zwischen 1985 und 2005 um rund zehn Prozent oder 68 000 Personen. Zwischen 2007 und 2012 blieb der Anteil Beschäftigter bei Industrie und Gewerbe etwa gleich. Im Dienstleistungssektor entstanden abermals rund 60 000 neue Arbeitsplätze.

Branchenstruktur im Kanton Zürich 2012 (in Prozent)

 ZürichSchweiz
Primärer Sektor0.41.0
Landwirtschaft  
Sekundärer Sektor17.126.9
Chemie/Pharma0.84.3
Maschinen/Metall2.84.3
Elektro/Feinmechanik1.81.5
Bau4.95.9
Übrige Industrie6.810.9
Tertiärer Sektor82.572.1
Garagen1.51.6
Grosshandel7.97.2
Detailhandel3.94.6
Gastgewerbe1.92.1
Verkehr/Kommunikation6.36.2
Finanzsektor23.511.3
Immobilien/Vermietung6.87.7
Informatik-Dienstleistungen3.02.0
Forschung & Entwicklung0.50.6
Unternehmensdienstleistungen10.27.8
Öffentlicher Sektor14.818.5
Übrige Dienstleistungen2.22.6
Quelle: BAK BASEL