Wirtschaft & Finanzen

Boomende Life Sciences

Auch bei den Life Sciences sprich Lebenswissenschaften (Pharma-, Bio- und Medizintechnologie) denkt man nicht automatisch an den Standort Zürich. Doch in den letzten Jahren hat sich der Kanton zum dynamisch wachsenden Zentrum für diese Branchen entwickelt. Die Medizintechnik hat eine lange Tradition am Standort Zürich und bildet auch das Rückgrat der Life-Sciences-Industrie, sie erzielt die höchste Wertschöpfung und verzeichnet die meisten Arbeitsplätze. Ein Fünftel aller Schweizer Medizintechnik-Unternehmen sind im Raum Zürich niedergelassen; ihre Produktpalette reicht von Hüftschrauben über Zahnimplantate und Analysegeräte bis hin zu Wundverbänden und Hörgeräten.

Die forschungsintensive Entwicklung und Produktion profitiert dabei von der breiten akademischen Basis in Zürich, also der ETH, der Universität mit ihrem Universitätsspital und den Fachhochschulen. Aus diesem Umfeld geht eine stark wachsende Zahl von Spin-Off-Unternehmen hervor, vor allem in der Bio- und Medizintechnologie. Ebenfalls zum Wachstum beigetragen haben die Standortentscheide von einigen internationalen Konzernen, die von Zürich aus regionale und globale Funktionen steuern. Auch wenn der Beitrag an der Wertschöpfung vorerst weniger als fünf Prozent beträgt, wächst die Life-Sciences-Industrie am Standort Zürich im Vergleich zu anderen Branchen überproportional. Es erstaunt daher nicht, dass drei wichtige Organisationen wie BIO-TECHNOPARK Schlieren, grow Wädenswil und toolpoint for Life Sciences bereits seit 10 Jahren existieren und zur Weiterentwicklung der Life-Sciences-Industrie entlang der Wertschöpfungskette im Kanton Zürich beitragen.