Bauen, Energie & Umwelt

Bautätigkeit & Architektur

Intensive Bautätigkeit im ganzen Kanton

In den vergangenen Jahren wurden alle Regionen des Kantons von einer intensiven Bautätigkeit erfasst. In den vier Stadtlandschaften Zürich, Limmattal, Glattal und Winterthur wurden vor allem einzelne Entwicklungsgebiete wie Zürich-West, Zürich-Nord oder Winterthur-Zentrum stark ausgebaut. Die höchste bauliche Dichte findet sich denn auch in der Stadt Zürich. Überdurchschnittlich intensiv genutzt wurden zudem Bauzonen im Limmattal. Die Regionen Glattal, Furttal, Stadt Winterthur und Zimmerberg weisen ebenfalls Werte auf, die über dem kantonalen Mittel liegen. Unter dem kantonalen Mittel der Bautätigkeit liegen die ländlichen Regionen Oberland Ost und Weinland. Unbestritten ist, dass die anhaltende Ausdehnung des bereits dicht besiedelten Agglomerationsund Wirtschaftsraums Zürich negative Konsequenzen für die Umwelt hat. Seit Anfang der 1990er-Jahre wurden im Durchschnitt rund 150 Hektaren Bauzone pro Jahr neu überbaut. So steht die Landschaft - und mit ihr der Boden, die Gewässer und die Lebensräume - weiterhin unter hohem Druck.

Gleichzeitig kam es vielerorts zu einer intensiveren Nutzung der bereits weitgehend überbauten Bauzonen. Eine bessere Ausnützung der inneren Reserven soll auch in Zukunft dazu beitragen, die noch vorhandene freie Landschaft zu erhalten, die Ausdehnung der Besiedlung zu begrenzen und Infrastrukturen effizient zu nutzen. Dadurch ergibt sich die Chance, die Ortskerne zu beleben, attraktiver zu gestalten sowie Wohnraum und Arbeitsplätze an mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossenen Lagen zu schaffen.

Viele brachliegende Industrie- und Gewerbeflächen - zum Teil auch sanierte Altlastenflächen - können in Städten und Agglomerationen einer neuen Nutzung zugeführt werden.