Zürcher Arbeitsmarkt: Frühling lässt auf sich warten

08.03.2016 - Medienmitteilung

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Im Februar nahm die Zahl der Arbeitslosen um 171 Personen zu, die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,0 Prozent. Im normalen Saisonverlauf würde die Arbeitslosigkeit derzeit bereits sinken. Wegen konjunkturell bedingten Zunahmen in verschiedenen Wirtschaftszweigen zeigt sich im Kanton Zürich jedoch noch keine Aufhellung am Arbeitsmarkt.  

Ende Februar 2016 waren 31‘501 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, 171 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4.0 Prozent. Normalerweise nimmt die Arbeitslosigkeit im Frühling aufgrund saisonaler Effekte ab – dies zeigt sich auch bei der gesamtschweizerischen Arbeitslosenquote, welche im Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent sank.  

Konjunkturelle Eintrübung im Detailhandel, Gastgewerbe und in der Industrie

Der nicht übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat erfolgte aufgrund von konjunkturell bedingten Zunahmen in verschiedenen Wirtschaftszweigen. Insbesondere der Detailhandel (+77), das Gastgewerbe (+77), die Industrie (+55) sowie der Wirtschaftszweig Verkehr und Transport (+27) verzeichneten im Februar höhere Arbeitslosenzahlen. Die Entwicklung in diesen Branchen dürfte unter anderem im Zusammenhang mit der Frankenstärke stehen.
Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit verzeichnet das Baugewerbe jeweils rückläufige Arbeitslosenzahlen. In diesem Jahr fiel der Rückgang im Februar (-74) jedoch etwas schwächer als erwartet aus. Ebenfalls leicht rückläufig war die Arbeitslosigkeit erneut bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-22).

Frankenstärke hinterlässt Spuren

Vergleicht man die aktuellen Arbeitslosenzahlen mit denjenigen im Februar 2015, so zeigt sich im Kanton Zürich insgesamt ein Anstieg um 11 Prozent. Prozentual am stärksten betroffen von höheren Arbeitslosenzahlen war in dieser Zeitspanne die Industrie (+22 Prozent), insbesondere die Bereiche der Maschinen- und Metallindustrie sowie der Elektrotechnik und Elektronik. Auch der Detailhandel (+17 Prozent), die Forschung und Entwicklung (+16 Prozent), die Information und Kommunikation (+15 Prozent) sowie der Verkehr und Transport (+15 Prozent) verzeichneten seit Aufhebung des Franken- Mindestkurses merkliche Zuwächse.

Insgesamt kann jedoch festgestellt werden, dass die Zürcher Wirtschaft die Frankenaufwertung recht gut gemeistert hat. So wurden zahlreiche neue Stellen für wissensintensive Tätigkeiten im industriellen Bereich sowie im Dienstleistungssektor geschaffen, trotz diversen Ankündigungen von Stellenabbau.
Für das laufende Jahr dürfte sich die Zürcher Wirtschaft auf einem sehr gemächlichen Pfad der Erholung bewegen. Positive Impulse sind von der Baubranche sowie von zahlreichen Dienstleistungen zu erwarten. Nach wie vor angespannt ist die Lage in der Industrie, im Gross- und Detailhandel sowie im Gastgewerbe.  

(Medienmitteilung des Amts für Wirtschaft und Arbeit)

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