Selbstanzeigen weiterhin auf hohem Niveau

05.01.2016 - Medienmitteilung

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Das Steueramt des Kantons Zürich hat auch im vergangenen Jahr rund 1500 Selbstanzeigen von Steuerpflichtigen erhalten – gleich viel wie im bisherigen Rekordjahr 2014. Dem Kanton und den Gemeinden sind aus den 2015 erledigten 1500 Fällen total 70 Millionen Franken Nachsteuern zugeflossen. Weitere 16 Millionen Franken gingen an den Bund.

Nach Einschätzung der Finanzdirektion dürfte die intensivierte öffentliche Diskussion über nicht deklarierte Gelder im Zusammenhang mit verschiedenen offenen Gesetzesanpassungen zum erneut hohen Eingang an Selbstanzeigen geführt haben. Die Möglichkeit, einmal im Leben eine straflose Selbstanzeige einzureichen und damit nicht deklarierte Einkommen und Vermögen zu melden, besteht landesweit seit 2010. Dabei müssen die Steuerpflichtigen die Nachsteuer auf maximal zehn Jahre zurück bezahlen, erhalten aber keine Busse.

Aufgerechnet auf maximal zehn Jahre konnte das kantonale Steueramt 2015 aus den erledigten rund 1500 Fällen zusätzliche Einkommen von 184 Millionen und Vermögen von 7507 Millionen Franken besteuern (Vorjahr: 203 und 7013 Millionen Franken, bei 1400 Fällen). Damit sind Vermögen von 1042 Millionen Franken (Vorjahr: 1060 Millionen) nachhaltig aufgedeckt worden – das heisst, sie tauchen auch in künftigen Steuererklärungen auf. Die meisten Selbstanzeigen betrafen wie in den Vorjahren natürliche Personen, die zum Beispiel nicht angegebene Nebenbeschäftigungen, Alimente oder Renten und insbesondere Vermögen sowie Erträge aus nicht deklarierten Wertschriften, Konten, Kunstgegenständen oder Liegenschaften meldeten. 30 erledigte Fälle (Vorjahr: 27) betrafen juristische Personen.

Bei einem Dutzend der straflosen Selbstanzeigen haben die betreffenden Steuerpflichtigen eine Million Franken und mehr an Nachsteuern bezahlen müssen. Die Zusammensetzung der erledigten Fälle hat einen starken Einfluss auf die Summe der fakturieren Nachsteuern. Trotz höherer Fallzahl sind die Erträge für Kanton und Gemeinden im vergangenen Jahr von 73 auf 70 und für den Bund von 20 auf 16 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Die Erträge aus den Nachsteuern von 2015 übertreffen gesamthaft aber noch immer sämtliche anderen Vorjahre ausser 2014 deutlich.

(Medienmitteilung der Finanzdirektion)

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