Luftreinhaltepolitik konsequent weiterführen

21.01.2016 - Mitteilung

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Die Luftbelastung im Kanton Zürich hat in den letzten Jahrzehnten abgenommen. Gleichwohl liegt die Schadstoffbelastung oft noch über den Grenzwerten. Darum liess der Regierungsrat den Massnahmenplan Luftreinhaltung überarbeiten. Die neuen und aktualisierten Massnahmen führen die erfolgreiche Luftreinhaltepolitik des Kantons Zürich konsequent fort.  

Die Luftreinhaltepolitik des Kantons Zürich ist ein Erfolgsmodell. Die Bevölkerung ist heute deutlich weniger gesundheitsschädlichen Luftschadstoffen ausgesetzt als früher. Doch das Ziel ist noch nicht erreicht. Immer noch ist ein Drittel der Zürcher Bevölkerung einer zu hohen Luftschadstoffbelastung ausgesetzt. Die übermässige Belastung der Luft mit Schadstoffen kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, etwa zu akuter Bronchitis, Asthmaanfällen sowie Herzkreislauferkrankungen und in der Folge zu vorzeitigen Todesfällen. Weitere Massnahmen sind nötig. Darum hat das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) den Massnahmenplan Luftreinhaltung überarbeitet. Der teilrevidierte Plan sieht neue Massnahmen zur Reduktion der Luftbelastung vor und passt bestehende an. Die Teilrevision ist nun vom Regierungsrat verabschiedet und die entsprechende Verordnung angepasst worden.

Weniger Feinstaub-Ausstoss von Holzheizungen

Holzheizungen sind wegen des geringen CO2-Ausstosses aus Sicht des Klimaschutzes eine gute Lösung, stossen aber ein Vielfaches an Feinstaub aus, insbesondere krebserregende Russpartikel. Zur Reduktion dieser Luftschadstoffe setzt der überarbeitete Massnahmenplan bei der Technik, dem Betrieb und der Dimensionierung der Holzheizungen an, denn häufig sind sie nicht optimal auf den Wärmebedarf ausgerichtet. Veraltete oder unsachgemäss betriebene Holzfeuerungen werden mittels Kontrolle erfasst, so dass die Emissionen individuell und zielgerichtet verringert werden können.

Stickstoffreduktion dank Schleppschlauchtechnik in der Landwirtschaft

Nach wie vor zu hoch ist der Ausstoss von stickstoffhaltigen Luftschadstoffen, konkret von Stickoxiden aus Fahrzeugen und Heizungen sowie von Ammoniak aus der Landwirtschaft. Nebst der Gesundheit der Bevölkerung, welche unter den Stickoxiden leidet, führt der zu hohe Stickstoffeintrag aus der Luft zur Überdüngung und Versauerung von Wäldern und empfindlichen Ökosystemen. Dadurch nimmt die Artenvielfalt ab und Wälder werden anfälliger für Sturmschäden. Darum sieht der Massnahmenplan eine verbesserte Reinigung der Abluft von Tierhaltungsanlagen und die Förderung der Schleppschlauchtechnik vor, mit der die Gülle emissionsarm ausgebracht wird. Hier geht der Kanton mit gutem Beispiel voran, indem er bei seinen eigenen landwirtschaftlichen Betrieben dafür sorgt, dass der Schleppschlauch möglichst flächendeckend eingesetzt wird. Dies verlangt der Kanton auch von Privaten, die kantonseigenes Land bewirtschaften.

Beim Verkehr geht der Kanton Zürich mit gutem Beispiel voran

Nebst den Holzheizungen und der Landwirtschaft ist der Verkehr ein wichtiger Verursacher von Feinstaub-, Russ- und Stickoxidbelastungen. Verbesserungen bei den Abgaswerten von Autos und Lastwagen werden durch die stetige Zunahme des Verkehrs teilweise wieder zunichte gemacht. Massnahmen im Bereich des Verkehrs müssen künftig auch beim Verkehrsverhalten ansetzen. Der Kanton möchte dabei als gutes Vorbild vorangehen und die Einführung eines Mobilitätsmanagements für die Verwaltung prüfen. Ziel des Mobilitätsmanagements ist es, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie des Fahrrads für den Arbeitsweg zu fördern. Auch das kantonale Veloförderprogramm soll bessere Voraussetzungen für die Velonutzung im Alltag schaffen. Weiter regelt der Massnahmenplan den Gebrauch von emissionsarmen Lastwagen auf grossen Baustellen.

Tiefere Kosten und höhere Lebensqualität dank Massnahmenplan

Die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit, auf die Wälder und andere empfindliche Ökosysteme sowie auf die Gebäude verursachen im Kanton Zürich jährlich Kosten von rund 880 Millionen Franken. Die Umsetzung der Massnahmen bringt eine Verbesserung der Luftqualität und eine Reduktion dieser volkswirtschaftlichen Kosten. Vor allem aber bedeutet bessere Luft mehr Lebensqualität für die Bevölkerung.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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