Naturwissenschaft und Technik zum Anfassen

27.09.2013 - Medienmitteilung

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Der Bereich Naturwissenschaft und Technik an den Volks- und Mittelschulen im Kanton Zürich wird verstärkt gefördert. Die Bildungsdirektion setzt Schwerpunkte bei der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen und der Erarbeitung von Lehrmitteln für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht in der Volksschule. Im Untergymnasium werden die naturwissenschaftlichen Fächer gestärkt.

Die Förderung von Naturwissenschaft und Technik (NaTech) an den Volks- und Mittelschulen ist ein Legislaturziel des Regierungsrates und der Bildungsdirektion für die Jahre 2011 bis 2015. Ziel ist, die Attraktivität der Schul- und Studien-Fächer im naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu steigern und mehr Fachkräfte für die entsprechenden Berufsfelder zu gewinnen. Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli stellte heute an einer Medienkonferenz zusammen mit drei weiteren Referentinnen und Referenten Massnahmen und ausgewählte Projekte zur Stärkung von Naturwissenschaft und Technik an den Schulen vor. Da die Lehrpersonen eine zentrale Rolle bei der stärkeren Gewichtung von NaTech im Unterricht spielen, sind die Massnahmen vor allem auf die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen ausgerichtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Bereitstellung geeigneter Lehrmittel für die Volksschule.

Mehr Naturwissenschaften in der Lehrerausbildung

In der Primarlehrerausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich wurde der zeitliche Umfang der Naturwissenschaftsfächer ab diesem Schuljahr vergrössert. Geplant ist auch, die Verbindlichkeit dieser Fächer in der Sekundarlehrerausbildung zu erhöhen. Amtierende Lehrpersonen können zudem ab dem laufenden Schuljahr Einstiegsveranstaltungen an der PHZH sowie vertiefende Weiterbildungen besuchen. Und die Lehrmittel für die Volksschule im naturwissenschaftlich-technischen Bereich werden durch die Lehrmittelverlage von Zürich, Bern und Aargau überarbeitet oder neu entwickelt.

Im Untergymnasium werden die naturwissenschaftlichen Fächer gestärkt. Der Bildungsrat hat dazu Vorgaben gemacht: In den ersten drei Jahren des Langgymnasiums müssen die Fächer Biologie, Physik und Chemie durchgängig mit insgesamt sechs Jahreslektionen vertreten sein, und jedes der drei Fächer muss mindestens eine Jahreslektion aufweisen.

Naturwissenschaften zum Anfassen

Die Massnahmen der Bildungsdirektion werden von verschiedener Seite mit Projekten unterstützt, die naturwissenschaftlich-technischen Unterricht zum Anfassen bieten. Michael Hengartner, Dekan an der Naturwissenschaftlich-mathematischen Fakultät und designierter Rektor der Universität Zürich, stellte an der Medienkonferenz das Science Lab vor, das als Weiterbildungsort für Gymnasiallehrpersonen dient und Experimentierkurse für ganze Klassen anbietet. Susanne Metzger, Leiterin des neuen Zentrums für Didaktik der Naturwissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Zürich, zeigte, wie der naturwissenschaftliche Unterricht der Volksschule weiterentwickelt werden soll.

Und Barbara Liebich, Leiterin der Projektgruppe «Forschendes Lernen» an der Schule Sonnenberg in Thalwil, stellte das deutschschweizerische Unterrichtsprojekt SWiSE (Swiss Science Education) vor. Bei diesem Projekt für die Volksschule haben Aspekte des aktiven, forschenden Lernens besonderes Gewicht.

(Medienmitteilung der Bildungsdirektion)

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