Zürcher Arbeitsmarkt im Juli 2012: Arbeitslosigkeit verharrt bei 2,8 Prozent

07.08.2012 - Medienmitteilung

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Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit war im Juli stark von saisonalen Einflüssen geprägt: Auf der einen Seite meldeten sich vermehrt Berufseinsteiger und Lehrabgänger zur Stellensuche an sowie Personen aus Berufen, die an den Ausbildungszyklus gekoppelt sind. Auf der anderen Seite war im Baugewerbe ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen.

Ende Juli waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich 22‘181 Personen arbeitslos gemeldet, 289 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 2,8 Prozent. Mehr Arbeitslose verzeichneten hauptsächlich die 15-24-Jährigen. Diese Altersgruppe drängt jeweils auf den Sommer hin vermehrt auf den Stellenmarkt, weil sie ihre Ausbildungsverhältnisse abschliessen. Wie jedes Jahr im Juli hat die Arbeitslosigkeit in Berufen des Unterrichts, der Bildung sowie Seel- und Fürsorge zugenommen. Hier laufen die Anstellungen entsprechend dem Ausbildungszyklus aus. Folglich spiegelt sich die Zunahme der Arbeitslosen auch verstärkt bei Schweizer Frauen wieder, welche überdurchschnittlich in dieser Berufsgruppe vertreten sind. Unter Berücksichtigung dieser vor allem mit dem Ausbildungszyklus verbundenen saisonalen Einflüsse stagnierte die Arbeitslosigkeit insgesamt im Juli.

Löwenanteil der Abnahme im Baugewerbe

Demgegenüber sank die Arbeitslosigkeit in den Berufen des Baugewerbes deutlich. Dies ist einerseits auf saisonale Einflüsse, aber auch auf die weiterhin hervorragende Baukonjunktur zurückzuführen. Im Juli verzeichneten die Berufe des Baugewerbes eine Abnahme der Arbeitslosen um 187 Personen.

In der Industrie zeigt sich kein einheitliches Bild: Die durch den starken Franken und die sinkende Auslandsnachfrage aus Europa verursachte schwierige Situation äussert sich nur teilweise in einer Zunahme der Arbeitslosigkeit. Den Zunahmen in den Berufsgruppen Chemie und Kunststoffverfahren oder bei den technischen Zeichnerinnen und Zeichnern stehen Abnahmen bei den Berufen der Metallverarbeitung und den Maschinisten gegenüber.

Bei den Dienstleistungsberufen zeigen sich unter anderem die Folgen der Veränderungen auf dem Finanzplatz. Seit einigen Monaten nehmen die Arbeitslosen bei den Banken leicht, aber kontinuierlich zu. Die Zunahme der Arbeitslosen im Wirtschaftszweig Informatik erklärt sich ebenfalls grösstenteils durch eine gesunkene Nachfrage der Banken nach diesen Dienstleistungen. Eine starke Zunahme ist zudem im Wirtschaftszweig Handel, Reparatur- und Autogewerbe ersichtlich, wo vor allem der Grosshandel und das Autogewerbe unter dem starken Franken leiden.

Für die kommenden Wochen und Monate ist mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Die verschiedenen Dienstleistungen, das Baugewerbe und das robuste Konsumverhalten stützen die Zürcher Wirtschaft weiterhin. In der Industrie, dem Gastgewerbe und dem Grosshandel ist die Entwicklung indes eingetrübt.


Die Mitteilungen zu den Arbeitslosenzahlen der Regionen Unterland, Oberland, Zürichsee, Limmattal, Winterthur sowie der Stadt Zürich sind unter www.awa.zh.ch/regionen verfügbar.

(Medienmitteilung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit)

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