UniversitätsSpital Zürich: Eingabe Baugesuch Modulbau

29.03.2012 - Medienmitteilung

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Die Baudirektion reicht Anfang April ein Baugesuch für einen provisorischen Modulbau und eine unterirdische Technikzentrale auf dem Areal des UniversitätsSpitals Zürich ein. Der Modulbau dient als temporäre Rochadefläche für Gebäudetrakte, die sich in einem schlechten baulichen Zustand befinden. Der Bau des Modulbaus ist gleichzeitig ein erster Schritt zur Gesamterneuerung des Universitätsspitals. Die Gesamterneuerung erfordert Anpassungen bei den planungs- und baurechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Baudirektion wird Anfang April bei der Stadt Zürich ein Baugesuch für einen provisorischen Modulbau und eine unterirdische Technikzentrale auf dem Areal des UniversitätsSpitals Zürich (USZ) einreichen. Der Modulbau dient in erster Linie als temporäre Rochadefläche für die Gebäudetrakte NUK 1 bis 3. Diese befinden sich in einem schlechten baulichen Zustand. Weil auch der Brandschutz teilweise ungenügend ist, besteht dringender Handlungsbedarf. Übergangsmassnahmen gewährleisten die Sicherheit von Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden. Unter dem Modulbau soll im Weiteren eine unterirdische Technikzentrale erstellt werden, da die Haustechnik in der Kernzone des Universitätsspitals an ihre Kapazitätsgrenzen stösst und sich am Ende ihrer Lebensdauer befindet.

Gemäss ersten Grobkostenschätzungen (Genauigkeit +/- 25 Prozent) betragen die Kosten für den Modulbau rund 52,5 Millionen Franken, für die Technikzentrale wird mit 37,5 Millionen Franken gerechnet. Falls die rechtskräftige Baubewilligung rechtzeitig vorliegt, kann im Frühjahr 2013 mit dem Bau begonnen werden. Der Bezug von Modulbau und Technikzentrale ist in diesem Fall für Frühjahr 2015 geplant.

Koordination mit Gesamterneuerung des Universitätsspitals

Der Bau des Modulbaus ist gleichzeitig ein erster Schritt zur Gesamterneuerung des Universitätsspitals. Der Regierungsrat hat 2011 beschlossen, dass das Universitätsspital und die medizinbezogenen Bereiche der Universität am Standort Hochschulgebiet Zürich Zentrum weiterentwickelt werden. Mit der neuen Infrastruktur werden ein zeitgemässer und wirtschaftlicher Spitalbetrieb sichergestellt und der Medizinstandort Zürich gestärkt. Während der rund 20 Jahre dauernden Erneuerung des USZ kann der Modulbau als Rochadefläche genutzt werden.

Erforderliche Anpassungen der planungs- und baurechtlichen Rahmenbedingungen

Um die Gesamterneuerung des Universitätsspitals zu ermöglichen, müssen die planungs- und baurechtlichen Grundlagen angepasst werden. Dazu gehört zuerst eine Aktualisierung des Masterplans Hochschulgebiet 2005. Diese Aktualisierung erfolgt breit abgestützt, in der Gebietsplanung Hochschulgebiet, mit Kanton und Stadt Zürich, der Universität und der ETH Zürich, dem Universitätsspital und den Quartiervereinen sowie der Quartierbevölkerung. Dabei werden in drei Workshops bis im Sommer 2012 Kernfragen zu Städtebau und Freiraum, Verkehr und Energie sowie Denkmalpflege und Quartierentwicklung bearbeitet. Die Ergebnisse fliessen in den Masterplan 2012 ein, welcher seinerseits die Grundlage für die Teilrevision des kantonalen Richtplans bildet. Nach dessen Genehmigung durch den Bundesrat, voraussichtlich 2014, kann ein kantonaler Gestaltungsplan für das USZ erarbeitet werden, welcher wiederum die baurechtliche Grundlage für Baubewilligungen des Spitals bildet.

Im Hochschulgebiet liegen kantonal, regional und kommunal geschützte Objekte. Dazu gehört auch der Spitalpark. 2012 werden im Zuge der Gebietsplanung Hochschulgebiet denkmalpflegerische Gutachten ausgearbeitet. Diese bilden die Basis für nachfolgende Aussagen zur Schutzwürdigkeit der Objekte. Darauf wird abschliessend die Interessenabwägung zwischen dem Erhalt der historischen Bauten und den baulichen Bedürfnissen eines zeitgemässen Spitalbetriebs abgestützt.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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