Änderung der Reglemente für die Aufnahme an kantonalen Mittelschulen

01.03.2012 - Medienmitteilung

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Der Übertritt von der Volksschule an die kantonalen Mittelschulen wird in einigen Punkten neu geregelt. Die Reglemente für die Aufnahme an Mittelschulen werden entsprechend angepasst. Dies hat der Regierungsrat beschlossen. Zudem werden Empfehlungen der Bildungsdirektion an die Gemeinden zur Durchführung von Vorbereitungskursen für die Aufnahmeprüfungen an die Mittelschulen erlassen.

Mit der Vorverlegung des Maturitätsprüfungstermins vor die Sommerferien wurden Anpassungen beim Übertrittsverfahren von der Volksschule an die Mittelschulen notwendig. Vorschläge für Reglementsänderungen schickte die Bildungsdirektion im Herbst 2010 in die Vernehmlassung. Jetzt hat der Regierungsrat über die Änderungen entschieden.

Die wichtigsten Änderungen sind:

  • Neu soll auf eine mündliche Prüfung beim Übertritt an ein Langgymnasium verzichtet werden. Hintergrund ist, dass Primarschülerinnen und -schüler mit dieser Prüfungsform wenig vertraut sind und daher der Aussagewert dieser Prüfung gering ist.
  • Bei der Aufnahmeprüfung ins Langgymnasium wird der Testteil «Textverständnis und Sprachbetrachtung» im Verhältnis zum Prüfungsteil «Verfassen eines Textes» aufgewertet und soll hälftig für die Deutschnote zählen. Prüfungsanalysen durch die Universität Zürich
    haben ergeben, dass diese Art von Sprachtest zuverlässigere Aussagen über das Bestehen der Probezeit macht.
  • Neu zugelassen werden zur Aufnahmeprüfung an ein Kurzgymnasium neben den Schülerinnen und Schülern der Abteilung A auch jene der Abteilung B der Sekundarstufe. Mit der Zulassungserweiterung soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass sich die Leistungen der Schülerinnen und Schüler der beiden Stufen teilweise wenig unterscheiden. Mit dieser Erweiterung kann nicht mehr auf die Erfahrungsnote abgestellt werden. Entscheidend sind deshalb die Resultate der Aufnahmeprüfung wie das schon bisher für Schülerinnen und Schüler von Privatschulen der Fall war. An den mündlichen Prüfungen wird beim Übertritt ins Kurzzeitgymnasium weiterhin festgehalten.
  • Neu sollen an der Aufnahmeprüfung an ein Kurzgymnasium die Mathematik aufgewertet und gleich gewichtet werden wie Deutsch.
  • Die Probezeit soll sowohl im Lang- als auch im Kurzgymnasium auf ein Semester verlängert werden. Damit kann der Entscheid, ob eine Schülerin oder ein Schüler im Gymnasium am richtigen Ort ist, auf besserer Grundlage erfolgen.

Die Änderung zur Verlängerung der Probezeit gilt bereits für das Schuljahr 2012/13. Die Änderungen zur Aufnahmeprüfung ans Langgymnasium ohne mündliche Prüfung und zur Gleichgewichtung der beiden Prüfungsteile im Fach Deutsch werden auf das Schuljahr 2013/14 eingeführt. Alle übrigen Änderungen werden auf das Schuljahr 2015/16 wirksam.

Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfung

Um den Schülerinnen und Schülern den Besuch von Vorbereitungskursen zu ermöglichen, empfiehlt die Bildungsdirektion den Gemeinden, Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfungen an die Mittelschulen anzubieten. Dies vor dem Hintergrund, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler vor allem Vorbereitungskurse von privaten Anbietern besuchen. In einem zweiten Schritt ist eine Gesetzesänderung vorgesehen, welche die Gemeinden verpflichtet, Vorbereitungskurse zur Aufnahmeprüfung durchzuführen.


Der Regierungsratsbeschluss Nr. 128/2012 ist unter www.rrb.zh.ch verfügbar.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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