Europäische Tage des Denkmals

Blick auf die Klosterinsel Rheinau mit Kirchtürmen, Fluss und Klostergebäuden

An den Tagen des Denkmals 2026 öffnete die Abteilung Archäologie und Denkmalpflege verschlossene Türen auf der Klosterinsel Rheinau. Annähernd 1000 Besuchende haben in 2 Tagen an etwa 50 Führungen und vielen weiteren Veranstaltungen teilgenommen. Wir bedanken uns für das grosse Interesse und die vielen bereichernden Begegnungen!

Rückblick 2026 

Tage des Denkmals auf der Klosterinsel Rheinau

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Besteck, Geschirr, Beleuchtungsgegenstände und Aufbewahrungsgefässe gaben Einblicke rund ums Thema Essen und Trinken auf der Klosterinsel. Die in der Pop-up-Ausstellung gezeigten Objekte stammten aus unterschiedlichen Epochen und Lebensbereichen. Sie reichen von der keltischen Zeit über die Klostergeschichte bis in die Zeit der psychiatrischen Klinik. Der Zeitstrahl zur Klostergeschichte als Leihgabe vom Verein Insel Museum Rheinau stiess auf grosses Interesse.

Die Kantonsarchäologie führte in den Jahren 2025 und 2026 im Erdgeschoss des Abteigebäudes archäologische Sondierungen durch. Zu entdecken gab es bei dieser Führung unter anderem die Mauern der frühmittelalterlichen Kirche aus der Frühzeit des Klosters, über deren Aussehen bislang kaum etwas bekannt war.

Das Abteigebäude des ehemaligen Klosters Rheinau steht seit über 20 Jahren leer. Im frühen 17. Jahrhundert erbaut, diente es einst als Sitz des Abts und der Klosterverwaltung. Im 19. Jahrhundert wurde es zum Verwaltungstrakt der psychiatrischen Klinik umgenutzt, in Zukunft sollen darin ein Museum und Zimmer für die Musikinsel untergebracht werden. Die Besuchenden konnten an dieser Führung einen exklusiven Blick hinter die verschlossenen Türen des Abteigebäudes werfen.

Die Klosterkirche Rheinau zählt zu den bedeutendsten Barockbauten der Schweiz. Wiederkehrender Schimmelbefall stellte die Denkmalpflege in den vergangenen Jahren vor grosse Herausforderungen. In der Führung wurde erläutert, wie ein spezieller Pflegeplan das Raumklima verbessert und die wertvolle historische Ausstattung langfristig schützt.

Nach 150 Stufen hinauf auf den Turm der Klosterkirche konnten die Besuchenden den beeindruckenden Blick über die Klosterinsel und die Umgebung geniessen.

In der Führung erfuhren die Besuchenden, welche Wandlungen die Kloster- und Klinikinsel in der Vergangenheit durchlaufen hat und welche Entwicklungen sie in der näheren Zukunft noch erleben wird.

Auf diesem Spaziergang ging es durch 4000 Jahre Geschichte: von der bronzezeitlichen Wall-Graben-Anlage über keltische Gräber und ein helvetisches Oppidum bis zum mittelalterlichen Städtchen, der barocken Klosteranlage und den Bunkern und Kraftwerken der Neuzeit.

Die Restauratorin Gertrud Fehringer gab Einblick in ihre Arbeit. Vorgestellt wurde die spätgotische Ausmalung, die aktuelle restauratorische Untersuchung und die künftige Konservierung und Restaurierung.

Im ehemaligen Portiersgebäude wurden Filmsequenzen aus den Räumlichkeiten der einst geschlossenen Psychiatrie kurz vor dem Umbau gezeigt. Die dokumentarischen Aufnahmen entstanden in Vorbereitung auf das künftige kulturgeschichtliche Insel Museum Rheinau. Der Verein stellte sich und das Projekt vor.

Am Infostand wurden letzte Tickets für die Führungen gebucht und intensive Gespräche geführt. Für das leibliche Wohl sorgten die Bäckerei-Konditorei Gut aus Marthalen sowie ein Barwagen der Tränki.

Save the date

Die nächsten Tage des Denkmals finden am 11./12. September 2027 statt.

Besuchende der Denkmaltage
Sehen wir uns (wieder) im kommenden Jahr? Quelle: UllmannPhotography

Kontakt

Amt für Raumentwicklung – Archäologie und Denkmalpflege

Adresse

Stettbachstrasse 7
8600 Dübendorf
Route (Google)
Adresse wurde kopiert Adresse konnte nicht kopiert werden

Für dieses Thema zuständig: